Thema: Kamera

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Kamera:


 

Alle 34 Artikel zum Thema Kamera auf fokussiert.com:

Margaret Bourke-White:
Das Auge ihrer Zeit

Mit dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird: Das war Margaret Bourke-Whites “unstillbarer Wunsch” und sie sah sich als “Auge der Zeit”.

Margaret Bourke-White: Ein Paar zieht einen mit drei Kindern und Proviant beladenen Handkarren, Deutschland, April 1945

Margaret Bourke-White: Ein Paar zieht einen mit drei Kindern und Proviant beladenen Handkarren, Deutschland, April 1945

Margaret Bourke-White war eine der ersten Frauen, die in die männlich dominierte Welt der Fotoreporter eindrang. Sie schoss das Titelfoto der allerersten Life-Ausgabe.

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Konrad Rufus Müller:
Schattenwelten

Konrad Rufus Müller ist bekannt als Fotograf aller deutschen Bundeskanzler. Aber er hat auch eine unentdeckte Seite.

Seine “Schattenwelten” – Landschaften und Gegenstände zwischen Licht und Schatten – sind weniger bekannt als die Porträtfotografien.

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Leserfoto:
Der Alien-Käfer auf dem fremden Planten

Das Spiel mit den Größenverhältnissen macht aus etwas Wüste, paar Gräsern und einem Scarabaeus eine kleine Fantasiewelt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jochen Smolka).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jochen Smolka).

Kommentar des Fotografen:

Ein Südafrikanischer Wüstenscarabaeus in Namaqualand.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jochen Smolka:

Tierfotos leben oft entweder von der Niedlichkeit ihrer Protagonisten oder ihrer Exotik. Wohl nur die wenigsten werden den Wüstenscarabaeus niedlich nennen, deswegen ist klar, dass bei diesem Foto die Neugier und der ungewohnte Anblick eines in unseren Breiten kaum anzutreffenden Tiers dominieren. Man spürt fast das Verlangen, den Panzer abzuklopfen, um dessen Härte zu testen und fragt sich, wie weich die Haare an den Beinen sein mögen.

Ich finde, das Foto ist ein gutes Bild, aber nicht nur wegen des exotischen Käfers, sondern vor allem wegen seiner Kombination mit der Umgebung. Die Pflanzen und Gräser, zusammen mit Sand, bei dem jedes einzelne Körnchen genau zu erkennen ist und der geringen Tiefenschärfe (interessanterweise trotz des kleinen Kamerasensors) sorgen für eine seltsame Wahrnehmung der Größenverhältnisse. Das Bild erinnert mich in der Anmutung an die Werbeaufnahmen mit dem Tilt-Shift-Effekt der Telekom, bei dem reale Stadtszenen wie bei einer Modelleisenbahn wirkten. Der Sand und die Gräser lassen aber erahnen, dass das Tier doch eher klein sein muss.

Die zweite unweigerliche Assoziation – vielleicht hervorgerufen durch zu viele Fantasy- und Science-Fiction-Romane – lässt mich bei dem Bild an die Wüstenlandschaft eines fremden Planeten denken, in der der Scarabaeus die Rolle des fremdartigen Aliens einnimmt. Daran ist sicher der knorrige rötliche Stamm der Pflanze links vom Käfer schuld und außerdem hat der Fotograf die alte Regel eingehalten, dass möglichst immer auf Augenhöhe fotografiert werden sollte und deshalb eine sehr niedrige Kameraposition eingenommen. Das wiederum sorgt für die optische Täuschung, dass wir entweder sehr stark geschrumpft worden sind oder der Käfer doch sehr groß ist. Wieder also das Spiel mit den Größenverhältnissen.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

Die besten Weihnachtswünsche von fokussiert.com

Das Team von fokussiert.com bedankt sich bei seinen Lesern für die anregenden Diskussionen und wünscht eine wundervolle Weihnachtsfeier und ein paar ruhige Tage.

Gerade in dieser Zeit werden wir immer wieder daran erinnert, wie wichtig die Besinnung auf die wahren Werte ist. Diese bedeuten vermutlich für jeden etwas anderes. In der Fotografie zählt für mich das echte, ursprüngliche Handwerk zu den wahren Werten. » weiterlesen

Teil 1 von 2:
Ebenenmasken – Eine Einführung

Dank Ebenenmasken im Photoshop können wir gezielt einzelne Bereiche nach unseren Wünschen bearbeiten, ohne dadurch das Originalbild zu zerstören.

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan von Photoshop. Eine Stärke der Software ist ihre unglaubliche Vielseitigkeit: man kann Stunden damit verbringen, an Bildern herumzufeilen, Kollagen zusammenzustellen oder jegliche andere Art von Grafik. » weiterlesen

Teil 2 von 2:
Essen in Szene setzen

PfannekuchenIm ersten Teil habe ich ein paar allgemeine Ausführungen zu Food Styling gemacht. Mit ein wenig Übung kann auch ein Anfänger schnell effektvolle Essensfotos aufnehmen.

Was aber soll man tun, wenn man eine winzige Küche oder unattraktive Möbel hat? Oder wenn man einfach nur das gesamte Set von A bis Z kontrollieren will? Ich habe mir ein paar Pressfaserplatten „antik“ weiß und in anderen Texturen angestrichen, die ich als „Tisch“ benutze. Außerdem kann man sie bequem auf den Boden legen, wenn man eine Aufnahme direkt von oben machen möchte.

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Leserfoto:
Die flachen Steine

Die Tiefenwirkung eines Fotos hängt von mehreren Faktoren ab, vor allem der Perspektive und der Beleuchtung. Das gilt auch für das Foto einer Gesteinsformation.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Karl Siegemund).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Karl Siegemund).

Kommentar des Fotografen:

Dies ist ein verwitternder Stein in den Alpen. Man erkennt deutlich die Faltungen des ursprünglichen Gesteins, welches sich jetzt in lauter kleine Steinplättchen zerlegt. Ich hoffte auf etwas deutlicher zu Tage tretende Linien und Kontraste. Auf dem Foto wirkt der Stein deutlich flacher und weniger plastisch.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Karl Siegemund:

Wie sie sehen, sehen sie nichts. Nun ja, es ist Gestein zu erkennen, anscheinend zerbrochen, aber um zu erkennen, was wirklich wichtig ist auf diesem Foto, bedarf es schon des Kommentars des Fotografen. » weiterlesen

Gute Aussichten 2012/2013:
Sieben Preisträger

Gute Aussichten 2012/2013: Sieben Preisträger wurden ausgewählt in der neunten Auflage des Wettbewerbs für die neue, die junge deutsche Fotografie.

Svetlana Mychkine – Zuckerblau. Foto Svetlana Mychkine, www.guteaussichten.org

Svetlana Mychkine – Zuckerblau. Foto Svetlana Mychkine, www.guteaussichten.org

Mit 108 Einsendungen aus 40 Hochschulen, Akademien oder Universitäten war das (private) Nachwuchsförderungsprojekt diesmal so gut bestückt wie nie vorher. Die Arbeiten der Preisträger werden nun zuerst in Herford ausgestellt.

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Leserfoto:
Haustierfotografie – Hund um High Noon

“Schlechte” Lichtverhältnisse sind nicht immer von Nachteil.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jörg Oertel).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jörg Oertel).

Kommentar des Fotografen:

In vollem Lauf fotografiert. Das Highlight einer Serie von 15 Aufnahmen.
Nikon D300s, Sigma 70-200/2,8, ohne OS, Helle Mittagssonne, 1/2500sec, Blende 4,5, Blendenautomatik, ISO 200, Brennweite 200mm,
Autofokus und Belichtungsmessung: spot, zentral.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Jörg Oertel:

Dein Foto hat bei mir ein dickes Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Der Hund – Australischer Schäferhund? – sieht so komisch aus, daß ich an Deinem Bild nicht vorbeikonnte, wenn auch Haustierfotografie nicht so mein Ding ist. » weiterlesen

Infrarotfotografie:
Tipps für Einsteiger

Für gute Infrarotfotografie benötigt man nicht viel: eine Kamera, die Infrarot fotografieren kann, ein Stativ und Tageslicht. In der Nachbearbeitung kann man entscheiden, wie man mit einem Bild weiter verfährt.

  1. Kamera und Einstellungen Für Infrarotfotografie braucht man eine Kamera, die das Infrarotspektrum des Lichtes aufnehmen kann. Um festzustellen, ob Deine Kamera geeignet ist, nimmst Du eine Fernbedienung, richtest sie auf die eingeschaltete Kamera und drückst einen Knopf. Wenn Du nichts siehst, kann Deine Kamera Infrarot (IR) nicht einfangen.Es gibt dann zwei Möglichkeiten: entweder Du besorgst Dir eine Kamera, die Infrarot „kann“. Ich habe mir vor Jahren eine kleine Minolta DiMage7 auf eBay ersteigert, die zwar nur 5.2 Megapixel hat, aber dafür im Gegensatz zu meiner Canon IR sieht. Alternativ kannst Du eine Kamera so umarbeiten lassen, daß ihr Sensor nur noch IR und sonst nichts anderes einfängt (Vorsicht, ist meines Wissens nicht reversibel). Im Internet gibt es alle möglichen Firmen, die diese Dienste anbieten. Ich werde mich im folgenden auf die Option der nicht veränderten Kamera konzentrieren.

    Im Fall der kleinen Minolta oder einer anderen Kamera, die nicht umgearbeitet wurde, braucht man noch einen IR Filter. Hier wird typischerweise ein Hoya 72 verwendet. Es gibt auch andere, die sich dadurch unterscheiden, wieviel IR sie durchlassen.

    Ich fotografiere auf der Minolta im vollen Programmmodus und in Farbe. Ersteres, weil die Kamera von sich aus meistens die richtigen Einstellungen wählt, und letzteres, weil ich in der Nachbearbeitung bessere Kontrolle darüber habe, wie ich das Foto in Schwarzweiß umwandele. Weil hier nur das Infrarotspektrum aufgenommen wird, empfiehlt es sich auch, im RAW Format zu arbeiten (RAW Dateien enthalten mehr Bildinformationen).

  2. Hier zur Veranschaulichung dasselbe Modell in “normalem” Schwarzweiß, unbearbeitetem IR und IR-Schwarzweiß:

    das Modell im Original

    das Modell im Original

    das Modell in Infrarot, nicht umgewandelt

    das Modell in Infrarot, nicht umgewandelt

    das Modell in Infrarot und Schwarzweissumwandlung

    das Modell in Infrarot und Schwarzweissumwandlung

  3. Stativ Belichtungszeiten mit IR sind sehr lang, da durch einen fast undurchsichtigen Filter fotografiert wird. Es ist unerläßlich, mit Stativ zu fotografieren, weil man sonst verwackelte Fotos riskiert.
  4. Tageslicht Wenn Du kannst, fotografiere bei Sonnenlicht im Freien, denn künstliches Licht hat in der Regel nicht genügend IR-Anteil. Alternativ kannst Du Dir Glühbirnen zulegen, die das Tageslichtspektrum imitieren.
  5. Motivwahl Wie bei anderen Genres der Fotografie eignet sich nicht alles gleichermaßen für IR. Es bietet sich an, bevorzugt Landschaften aufzunehmen, denn dann wird der Effekt besonders sichtbar: der Himmel wird fast schwarz, Blätter leuchten weiß und so weiter.Ich persönlich fotografiere gerne Porträts in IR. Der Effekt ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher gesehen habe. Weil ja nur das Licht im IR-Bereich abgebildet wird, das von der Person reflektiert wird, bekommt jeder automatisch kalkweiße Haut und Lippen. Augen haben alle ein dunkles Leuchten und Sonnenbrillen sind durchsichtig. Wegen der oft langen Belichtungszeiten (2 Sekunden und mehr sind keine Seltenheit) muß jedoch darauf geachtet werden, daß das Modell vollkommen still sitzt.
  6. Nachbearbeitung Wie oben erwähnt hat meine kleine Minolta nur 5.2 MP. Das bedeutet im Klartext, daß ich Fotos nicht über etwa DIN A4 hinaus ausdrucken kann. Ich fotografiere in Farbe und wandele dann die Bilder in Photoshop in Schwarzweiß um, weil ich so bessere Kontrolle habe. Allerdings muß erwähnt werden, daß ich an den Aufnahmen generell nicht viel herumfeile, sondern einfach nur eine Schwarzweißumwandlung vornehme.