4 zufällige Bildkritiken zum Thema Komposition:
Alle 71 Artikel zum Thema Komposition auf fokussiert.com:
Sorgfältiger Technikeinsatz und Lichtoptimierung sind wesentlich, aber nicht die Hauptelemente eines Bildes.
Kommentar des Fotografen:
Die Kapelle unseres Dorfes in der Abendstimmung. Mit Stativ aufgenommen. Anschliessend hab ich ein hdr gemacht und im Photoshop die nötige Korrektur vorgenommen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Rabea Kessler:
Eine kleine Kapelle im Tiefschnee eines offensichtlich kalten Winterabends: Diese vom Blau des Himmels und der Reflexionen aus dem Schnee dominierte Farbaufnahme ist kristallklar und dank des Einsatzes von HDR schon fast plastisch.
Das Kirchlein ragt einem vermeintlich aus dem Bild entgegen, die Schneemassen türmen sich in weichen Rundungen auf der Landschaft, und das warme Licht der Fenster, des Vorplatzes und des Weihnachtsbaums sorgen für einen idealen Farbkontrast zum kühlen, satten Blau des Schnees.
Hier ist HDR für einmal zum schonenden Einsatz gekommen, die ganze Belichtung macht zwar die Nacht zum Tage, aber das stört auf den ersten Blick nicht:
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Regelbrüche machen aus Szenen, die sonst nicht so besonders aufregend gewesen wären, manchmal aufregende Bilder.
Kommentar des Fotografen:
Hi! Dieses Bild ist während einer Kletertour am Gardasee entstanden. Mir gefiel die Perspektive, da sie dem Bild mehr Dramatik verleiht als in einer Frontalaufnahme. Die Schwarz-Weiß-Wandlung habe ich gewählt, um den Fokus auf diese Perspektive zu konzentrieren. Interessant erscheint für mich dadurch auch die Wolkenformation, die dadurch etwas “bedrohlicher” wirkt.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Florian Tetschke:
M.C Escher war ein Meister des negativen Raums und der veränderten Perspektive. Ich liebe seine Zeichnungen noch heute, denn sie sind auf der einen Seite hoch mathematisch, auf der anderen dann doch im Konzept so simpel.
Dein Bild spielt ebenfalls mit Raum und Perspektive und einem simplen Bildgegenstand:
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Eine auf Aussage getrimmte Fotografie verlangt eine konsequente Komposition. Gegensätze sind dabei ein sinnvolles Werkzeug.
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Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand im November in Ault, an der Côte d´albâtre, in Frankreich. Wege und Straßen sind sowohl von der Landseite durch Steinschlag, als auch vom Meer bedroht. Der Mensch versucht sich durch Zäune und Schilder zu sichern. Mir ging es nicht um ein möglichst harmonisches Landschaftsbild, sondern um die Darstellung von Großartigkeit der Landschaft einerseits und um ihre Entstellung durch (notwendiges) menschliches Eingreifen andererseits.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Angela Bettinger:
Eine Naturstrasse, welche die gesamte Bildbreite des Vordergrunds einnimmt, windet sich in dieser quadratischen Schwarz-Weiss-Aufnahme am linken Bildrand entlang in die Tiefe. Im Hintergrund ragen steile Klippen eines Meeresufers über die Strasse, den rechten Vordergrund belegt ein die ganze Bildhöhe ausmachendes Fahrverbotsschild.
Mein erster Reflex, als ich diese Fotografie in der Vorschau sah, war die Frage, was das soll:
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Menschen in Aktion zu fotografieren bedarf des richtigen Zeitgefühls. Dabei darf die Technik auch mal zweitrangig werden.
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Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen bei der niederösterreichischen Landesausstellung, als meine Freundin hochkonzentriert ans Werk ging um mit ihrer Canon G9 das wirklich große Modell von Carnuntum (Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien) einzufangen. Ich war mit meiner neuen Canon EOS 550D unterwegs und dementsprechend bin ich auch noch nicht mit allen optimalen Einstellungen vertraut, von daher würde mich eine Profikritik natürlich besonders interessieren. Wenn schon richtig lernen dann doch am besten auch gleich mit einer neuen Kamera… ;-)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Clemens Schleinzer:
Eine Junge Frau stützt sich mit dem Ellenbogen in dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme auf eine Vitrine, um mit ihrer kompakten Kamera ein Objekt ausserhalb des Blickfelds des Betrachters zur Linken aufzunehmen. Das Modell mit dunkler Sonnenbrille scheint dabei voll konzentriert und beisst sich sogar auf die aus dem Mund lugende Zunge.
Wir haben in dieser Rubrik immer wieder darauf hingewiesen:
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In der Komposition von Landschaftsfotos spielt die Kontrolle der Bildränder eine grosse Rolle.
Kommentar des Fotografen:
Diese Aufnahme ist im Oktober 2011 in den Tiroler Bergen entstanden. Nach längerer Zeit hatte ich wieder mal die Möglichkeit zum Fotografieren und passend zur Jahreszeit habe ich mir vorgenommen ein frabenkräftiges Herbstbild zu machen welches den Übergang von der warmen zur kalten Jahreszeit -im wahrsten Sinne des Wortes- wiederspiegeln soll. Ob und wie gut mir das gelungen ist würde ich gerne von einem geschulten Profi-Auge erfahren. LG
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dietmar Rieder:
Eine Berglandschaft mit herbstlichen Lärchen spiegelt sich in dieser Farbfotografie in einem weitgehend ruhigen, grünblau schimmernden Bergsee. Dessen Ufer zieht sich dabei ungefähr in einem Drittel durch den unteren Rand des Querformats, die Gebirgskette dahinter steigt von links nach rechts an und lässt den Blick auf einen kleinen Anteil blauen Himmels frei.
Ein Klassiker, könnte man von diesem Bild sagen:
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Wenn man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, können spannende Fotografien entstehen. Eingriffe in die Komposition sind dennoch wünschbar.
Kommentar des Fotografen:
Waldlichtung. Mit etwas Geduld wurde aus einem banalen Motiv durch die letzten Sonnenstrahlen eines bewölkten Tages und die Bewegungsunschärfe der Baumkronen eine stimmungsvolle Ansicht.
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Karsten Zolk:
Ein Birkenwald, auf Augenhöhe waagerecht mitten aus dem Unterholz fotografiert: Die schwarz-weissen Stämme erstrecken sich in diesem Farbbild in die Tiefe, unten ist erdiger Waldboden, im hinteren Tiefenbereich über den dünnen Baumwipfeln ein hellblauer Himmel zu erkennen. Vier Stämme dominieren das Bild im Vordergrund.
Birkenwälder bieten einen faszinierenden Blick. Die rauen, meist relativ dünnen Stämme bieten nicht zuletzt in der Masse eine Möglichkeit für Bilder, die geradezu abstrakt wirken.
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Fliessendes Wasser ist ein ideales Motiv für Langzeitbelichtungen. Dabei sollte man beachten, dass das Wasser in der Komposition Raum zum fliessen hat.
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Kommentar des Fotografen:
Hier in Minas Gerais (Brasilien) gibt es zwar kein Meer, aber dafür viele Wasserfälle, welche beliebte Ausflugsziele sind. Langzeitaufnahmen von fließendem Wasser wirken auf mich immer faszinierend surreal/mystisch, weshalb ich das auch einmal ausprobieren wollte. Aufnahme mit Hoya ND400, f16, 2s, , Spiegelvorauslösung, leicht unterbelichtet, damit das helle Wasser nicht ausfrisst und in s/w konvertiert. Etwas beschnitten und geradegerückt, weil ich nur den Fotorucksack als Stativersatz dabei hatte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Markus Kohlhoff:
Diese Schwarz-Weiss-Fotografie zeigt einen Wasserfall, ziemlich frontal und mit einer gehörig langen Verschlusszeit von 2 Sekunden abgelichtet. Die wie Seidenvorhänge fallenden Kaskaden ergiessen sich über mehrere Stufen.
Bewegtes Wasser, namentlich solches, das sich sehr schnell bewegt, ist ein wunderbares Motiv für längere Verschlusszeiten. Und weil Wasserfälle – anders beispielsweise als die Brandung an einem stürmischen See oder am Meer – recht konstant bleiben, lässt sich an ihnen die ideale Zeit und die ideale Komposition wunderbar erproben:
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Architekturaufnahmen brauchen auf der einen Seite eine hohe Präzision bei der Aufnahme, andererseits auch eine grosse Klarheit bei der Komposition, damit der Betrachter die Schönheit des Bauwerks erkennen kann. Beides ist bei diesem Bild nicht ganz gelungen.
Kommentar des Fotografen:
Der Kreuzgang vom Kloster Reichersberg lebt auch durch den winterlichen Brunnen im Innenhof der durch das erste Säulenpaar zu sehen ist.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Jürgen Hirsch:
Architekturaufnahmen leben von der technischen Qualität der Aufnahme und der Wiedergabe. Je nach gewähltem Sujet sollten die Linie entweder genau senkrecht oder horizontal verlaufen oder durch starke Diagonalen und stürzende Linien eine räumliche, manchmal auch abstrakte Wirkung erreicht werden. Bei dieser Aufnahme von Jürgen Hirsch scheint die ganze Aufnahme nach links zu kippen, obwohl die linken Säulen genau vertikal ausgerichtet wurden:
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Eine gute Komposition ist ein wesentliches Gestaltungsmerkmal einer Landschaftsfotografie – aber die abgelichtete Landschaft bleibt dabei das Motiv.
Kommentar des Fotografen:
Die Aufnahme entstand am westmecklenburgen Abschnitt der Elbe, früh am Morgen und in der Hoffnung das Licht des Sonnenaufgangs einzufangen, welches das gegenüberliegende Ufer gerade erreicht hat.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Ezio Gutzemberg:
Ein kaum fliessender Arm eines Flusses ist in dieser Farbfotografie zu sehen, die im direkten Vordergrund rund ein Drittel des nahen Ufers, im Mittelgrund die Wasserfläche mit einer leichten Spiegelung des Morgenhimmels und im oberen Bildteil links und rechts die fernen Uferstrecken zeigt, davon das am rechten Bildrand in die ersten Strahlen der aufgehenden Sonne getaucht.
Dein Ziel, das Ufer der Elbe im ersten Sonnenlicht zu fotografieren, hast Du jedenfalls erreicht. Die Frage ist, ob daraus ein gutes Bild geworden ist:
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Fotografie richtet sich an unseren Sehsinn. Durch den Einbezug der Erinnerung an eigene Erlebnisse können wir aber mit Bildern auch andere Sinne ansprechen.
Kommentar des Fotografen:
Frühmorgens im Wald beim spazieren. Habe mal versucht mit meiner Kamera das Lichtspiel mit der morgendliche Sonne und den Bäumen einzufangen, Licht und Schatten in schwarz-weiss in Szene zu setzten und die Stille im Wald mystisch hinüber zu bringen.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Robert Kiener:
Unser Sehsinn ist mit Abstand unser stärkster Sinn. Trotzdem gewinnt ein Bild an Wirkung, wenn es uns gelingt, auch andere Sinne (z.B. den Gehörsinn oder den Geruchssinn) anzusprechen. Das geht allerdings nur indirekt über unsere Erinnerung:
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