Thema: Komposition

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Komposition:

Kandelaber: Konzept statt SchnappschussHolocaust-Mahnmal: Von unten nach obenLowkey-Porträt: Studie in Licht und FormBlattmakro: Selektiver Fokus

 

Alle 24 Artikel zum Thema Komposition auf fokussiert.com:

Lachschnappschuss:
Ein Gemetzel

Peter Sennhauser, 30. Dezember 2008 um 11.22 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Porträt-Schnappschüsse wirken oft viel natürlicher als von Laien angefertigte “echte” Porträts. Angeschnittene Menschen allerdings sind immer ein Unglück.

Kommentar der Fotografin:

Dieses Foto habe ich vor etwa einem Jahr gemacht, als meine Freundin lachen musste, habe ich schnell abgedrückt. Es tut mir leid, dass ich keine genauere Angaben über Belichtung machen kann.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Berenice Fischer:

Zuerst: Glücklicherweise musst Du die technischen Daten des Bildes nicht wissen, Deine Kamera hat sie für Dich notiert (Exif-Daten im Bild).

Manchmal gelingen einem die besten Fotos, wenn man gar nicht darauf gefasst ist. Wir haben in dieser Rubrik schon so manches Porträt behandelt, das in einer ganz anderen Situation als auf einem Barhocker vor einem Endlos-Hintergrund entstanden ist.

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Ameisenbild:
Nachlässige Komposition

Douglas Abuelo, 26. Dezember 2008 um 11.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Interessante Inhalte verbunden mit einer nachlässigen Komposition ergeben keine guten Fotos.

Kommentar des Fotografen:

Ich gehe gerne auf Fotosafari in Natur. Speziell haben es mir Insekten, und allgmein alles was klein ist und sonst nicht so auffällt, angetan. Per Zufall sind mir diese Ameisen vor die Linse geraten und nach dem Upload auf den Mac ist mir der Umfang der Farben erst aufgefallen. Da dieses Foto einen schönen Einblick in den Mikrokosmos ermöglicht und schönes gelb und grün mischt darum mag ich es besonders.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Roman Keller:

Was du in deinem Text über das Foto geschrieben hast, ist wahr. Die Ameisen sind ein Blickfang, die Farbvielfalt fällt auf und wir erhalten einen Einblick in einen Mikrokosmos, den wir normalerweise nicht wahrnehmen.

Trotzdem ist das kein Meisterbild. Warum nicht?

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Holocaust-Mahnmal:
Von unten nach oben

Peter Sennhauser, 15. Dezember 2008 um 10.56 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Eine viel zu wenig benutzte Perspektive - die eines Froschs von ganz unten - eröffnet häufig total neue Ansichten.

Kommentar des Fotografen:

Das Mahnmal in Berlin aus einer etwas anderen Perspektive. Zum Glück schien die Sonne an diesem Tag.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Reinhold Jakobs:

Wenn es in Fotografie um Farbe, Form, Linien und Schattierungen geht, dann erfüllt diese Aufnahme so ziemlich alle Ansprüche. Jedenfalls für die künstlerische Fotografie mit Abstraktion.

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Spiegelsee:
Gib mir eine Mitte

Peter Sennhauser, 11. Dezember 2008 um 10.34 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Landschaftsaufnahmen sind prädestiniert für Weitwinkelobjektive. Die sorgen für Weite, aber nicht für Tiefe: Darum muss sich der Fotograf mit der Komposition und entsprechender Schichtung selber kümmern.

Kommentar des Fotografen:

Auf der Fahrt von Zürich nach Murmansk (3000km) fuhren wir plötzlich in Finnland an diesem spiegelglatten See vorbei. Nach einem abrupten Bremsmanöver hielt ich den faszinierenden Anblick mit zwei Fotos fest und erstellte in CS3 dann ein Panorama. Ich habe das Bild unzählige Male betrachtet und mittlerweile auch auf Leinwand aufgehängt, doch frage mich immer, wie dies ein Profi festgehalten hätte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Yves Dulex:

Auf den ersten Blick ist das eine wundervolle Landschaftsaufnahme mit einer schönen Gewichtung nach links. Ich will Dir die Freude an dem Bild keinesfalls vergällen. Allerdings wirkt die Aufnahme in der kleinen Vorschau unseres Auswahl-Tools deutlich besser als in der Vollansicht, wogegen sie in wandfüllendem Grossformat ebenfalls wieder ganz neue Qualität erreichen dürfte. Zweifellos ein gelungenes Panorama - und trotzdem fehlt mir bei genauerer Betrachtung einiges, das es hätte grossartig machen können:

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Strassenfotografie:
Rom, ganz anders

Douglas Abuelo, 5. Dezember 2008 um 11.21 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Das geeignete Motiv zu finden, ist nur der erste Schritt auf dem Weg, gute Fotografien von Straßen zu machen. Als nächstes muss man geduldig sein, planen und warten, bis die Elemente zusammenfallen.

Kommentar des Fotografen:

Rom

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Hristo Hristov:

Straßenfotografie hat sich seit den frühen 1920er Jahren, als Henri Cartier-Bresson und André Kertész durch Europas Straßen wanderten, stark verändert.

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Architekturbild:
Ein Element zu viel

Douglas Abuelo, 28. November 2008 um 10.29 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Bei Architekturbildern wird eine gute Komposition erleichtert, weil der Architekt die halbe Arbeit schon gemacht hat. Aber eben nur die halbe. Zu viele Einzelheiten in ein Bild zu packen kann dazu führen, dass alle Elemente des Fotos schwach wirken.

Kommentar des Fotografen:

Eingangsfront des Kultur- und Kongresszentrums Luzern (KKL), Schweiz. Der französische Architekt Jean Nouvel hat das KKL Luzern entworfen und zwischen 1995 und 2000 nach seinen Plänen bauen lassen. In der Spiegelung erkennt man das Luzerner Seebecken und die Stiftskirche.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von J?rg B?hlmann:

Für jeden, der halbwegs über kompositorische Fähigkeiten verfügt, ist es relativ leicht, ansprechende Fotos von Gebäuden oder anderen Strukturen zu machen. Da Architekten die Außenwände von Gebäuden ästhetisch interessant und symmetrisch gestalten, ist für Fotografen die halbe Arbeit schon gemacht.

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24 Stunden:
Auf Distanz

Peter Sennhauser, 24. Oktober 2008 um 9.50 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Nicht nah genug dran? Nicht jede Fotografie lebt von der Nähe. Weitwinkel oder Kompositionen mit viel Raum haben einen besonderen Reiz.

In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.

Motorrad:
Perspektiven-Witz

Douglas Abuelo, 23. Oktober 2008 um 11.47 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Bildaussagen lassen sich verstärken, indem nur jene Elemente ins Foto eingeschlossen werden, die eine Ergänzung zum Hauptobjekt und zur Komposition darstellen.

Kommentar des Fotografen:

Triumph Bonneville in meinem Garten, aufgenommen mit Sony a200 Einstellung AUTO

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Christof Baumgartner:

Als ich das Foto sah, musste ich zuerst ein bisschen lachen. So, wie es gerahmt ist, und wir durch die Blätter lugen müssen, erweckt es den Eindruck der Perspektive eines Motorraddiebes, der grade seine künftige Beute ausspäht. Ich musste mich fragen, warum der Fotograf die Blätter im Bild lassen musste. Wollte er einfach einen Trick anwenden, um zu versuchen, ein ansonsten alltägliches Foto interessanter zu machen?

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Nächtliches Kraftwerk:
Raum zum Atmen

Douglas Abuelo, 16. September 2008 um 18.07 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Den Rahmen zu füllen kann eine gute Sache sein, aber wir sollten nicht vergessen, unserem Blick ausreichend Raum zu lassen, um im Bild umher wandern zu können und den Objekten, die wir abbilden Platz zum Atmen zu geben.

Kommentar des Fotografen:

Nächtliche Eindrücke aus dem Tagebau Garzweiler. Es ist die Kirche von Gustorf, die das Braunkohlektraftwerk Frimmersdorf überstrahlt. Hier treffen zwei Energien aufeinander und komponieren eine heftige Symbolik.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Reinhold Jakobs:

Ein Foto, das sofort Aufsehen erregt. Dies ist ein wunderbarer Kontrast zwischen neu und alt, Farbe und Einfarbigkeit und geistlich und wissenschaftlich.

Was als erstes unser Augenmerk auf sich zieht, ist die gelbe Kirche:

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Licht und Farbe:
Ohne Aufbau gehts nicht

Jan Zappner, 5. September 2008 um 14.32 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Auch wenn das Licht fantastisch ist, darf der Fotograf die Komposition eines Bildes nicht aus den Augen lassen.



Kommentar des Fotografen:

Regatta kurz vor dem Abbruch.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Marc Hauser:

Ich verstehe den Titel mal als Ironie - denn eine Regatta kann ich vielleicht unter der Lupe erkennen, aber nicht im Foto.

Egal. Das Licht ist fantastisch:

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