Thema: Komposition

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Komposition:

Kanu-Szene in Kanada: Eingeengte BergeLinien und Schatten: Mehr Geduld und PlanungBaustellen-Fotografie: Bürokraten-InselDreiecke am Morgen: Bildkomposition aus dem Stehgreif

 

Alle 47 Artikel zum Thema Komposition auf fokussiert.com:

Sonnenuntergang:
Zwei Hälften sind nicht immer ein Ganzes

Douglas Abuelo, 3. Februar 2010 um 12.02 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Mit so vielen interessanteren Bereichen im Bild ist es gut, den Regeln zu folgen und von der Mitte fern zu bleiben.

Kommentar des Fotografen:

Ein Sonnenuntergang auf dem Land, erste Versuche, frei Hand

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Chris Wallnitz:

Ein leuchtend roter Sonnenuntergang füllt die obere Bildhälfte, während die untere von einem alles schluckenden Meer von schwarz bedeckt wird. Die beiden fast gleich großen Hälften werden von einer leicht gebogenen, nach oben strebenden Linie unterbrochen.

Leider ergeben die beiden gegensätzlichen Hälften kein überzeugendes Ganzes.

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Puzzlespieler-Strassenfoto:
Die Komposition befiehlt

Douglas Abuelo, 1. Februar 2010 um 12.08 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Bevor Du Teile Deines Objekts mit der Bildkante abschneidest, überlege Dir genau, warum Du es tust. Jeder einzelne Aspekt Deiner Komposition sollte seinen Grund haben.

Kommentar des Fotografen:

“Überlebenskünstler” Das Foto dokumentiert einen Mann in Paris (Gare Montparnasse), welcher mit viel Einfallsreichtum versucht, ein wenig Geld zu verdienen: “Eine kleine Spende für einen Künstler” Das Bild zeigt das Aufeinandertreffen zweier verschiedenster Menschen unserer leider doch sehr gespaltenen und ignoranten Gesellschaft. Das Bild wurde in Farbe fotografiert und mit Photoshop in SW umgewandelt. Zur Verstärkung der Bildwirkung und der Gegensätze wurde es zusätzlich beschnitten.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Michael Grein:

Einst sagte mir ein Fotograf, dass nur Fotografen, die nicht die Fertigkeit besäßen, eine interessante Komposition im Bild zu schaffen, ihre Objekte mit dem Bildrand abschnitten.

Eine interessante Meinung, die leicht widerlegt werden kann:

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Fokus-Porträt:
Blick in den (strengen) Raum

Peter Sennhauser, 3. Dezember 2009 um 11.03 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Geraden und Rechtecke in ausserordentlich spannender Wechselwirkung sorgen hier für Tiefe in einem Konzeptbild mit grosser Wirkung.

Kommentar des Fotografen:

“Werk im Focus” ist der Titel diese Bildes. Aufgenommenn in dem IG-Farbenhaus der Universität Frankfurt, anlässlich des Campusfestes 2009. Die Aufnahme gehört zu einer Serie, bei der nicht der Portraitierte, sondern der Focus des “Selben” im Mittelpunkt der Arbeit steht. Die Spannung baut sich durch den Gegensatz des Künstlers vor seinem Werk, in Bewegung, unruhig und unfocusiert und der betont konzentrierten Betrachterin auf der Treppe auf. Die Kamera sieht durch die Augen des Portraitierten, vermittelt den Eindruck der jungen Frau beim Betrachten der Installation im Nachbarraum. Noch zögerlich abwartend, noch nicht bereit in den Raum herein zu treten und die Kommunikation mit dem Ausstellenden aufzunehmen. Der Ausgang offen, überlassen der Phantasie des Betrachters.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Frank Bäume:

Eine Frau steht, mit dem Rücken zum Betrachter, im Zentrum einer Aufnahme aus dem Treppenhaus eines Museums-/Verwaltungsbaus.

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T. A. Hoffmanns “Kunst der Schwarzweißfotografie”:
Schule der Bildgestaltung

Thomas Rathay, 19. November 2009 um 13.18 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Bildgestaltung, Komposition und Blickführung: Dieses Buch deckt die wichtigsten Themen ab und gibt anschauliche Beispiele – und das nicht nur für die Schwarzweiss-Fotografie.

Letztens hatte ich bei einer Bildkritik auf die Bildgestaltung mittels Dreieckskomposition, Bildrhythmik, “Goldener Schnitt” etc. hingewiesen und wurde nach empfehlenswerter Lektüre gefragt. Torsten Andreas Hoffmanns “”Die Kunst der Schwarzweissfotografie” (Affiliate-Link) ist eine Antwort auf diese Frage.

Für Profifotografen und Amateure wurden in den letzten Jahren zahlreiche Lehrbücher über die digitale Technik, Kameras und die neuesten Bildbearbeitungsprogramme geschrieben.

Nur eins schien dabei zum Teil fast in Vergessenheit geraten zu sein:

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Lampenladen im Bazar:
Buntes Leuchten

Peter Sennhauser, 2. November 2009 um 11.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Knifflige Frage bei Telefotos mit Offenblende ist die nach dem Fokuspunkt – ganz speziell bei eher abstrakten Motiven.

Kommentar des Fotografen:

Hallo, das Bild entstand im letzten Herbst im großen Bazar von Istanbul. Der ganze Bazar teilt sich in verschiedene Bereiche in denen es dann immer nur eine Sorte von Waren gibt. Unter anderem auch einen mit diesen verzierten Glaslampen. Die abgebildeten habe ich genommen da meiner Meinung nach die Anordnung die Verschieden Muster gut Darstellt und das Licht die linke Lampe gut umspielt.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Kegel Felix:

Zwei von vielen runden Glaslampen in Orange und Gelb, mit leichter Tele-Brennweite in einem Aushang im grossen Bazar von Istanbul fotografiert.

Man muss nicht in Istanbul gewesen sein, um sich bei dieser Fotografie an andere Bilder erinnert zu fühlen – der Bazar und der Lampenmarkt im speziellen sind wunderbare Motive und entsprechend oft fotografiert.

In in diesem Beitrag über eine Panorama-Website findet sich zum Beispiel auch eine 360-Grad-Ansicht aus einem der Lampengeschäfte. Sehenswert!

Du hast Dich für einen Ausschnitt entschieden und dafür, die Lampen mit dem Tele – mit einer mässigen Brennweite von rund 130 Millimetern – zusammenzuziehen.

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Dreiecke am Morgen:
Bildkomposition aus dem Stehgreif

Thomas Rathay, 12. Oktober 2009 um 11.03 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Ein wahrlich brillantes Foto von einer Sport- und Reiseart die mich fasziniert, fotografisch als auch erlebnistechnisch.



Kommentar des Fotografen:

Am Morgen war unser Kayak unerwartet weit weg vom Meer, da wir uns Ebbe und Flut nicht gewohnt waren. Ich wollte die Stimmung dieses Morgens einfangen, das schöne Wetter, das ruhige Wasser und die dunstigen Berge im Hintergrund. Das Bild habe ich diesen Sommer in Kanada im Howe Sound (Nähe Vancouver) gemacht.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Franziska Zuber:

Es fällt mir nicht leicht dieses Bild zu kritisieren. Zeigt es doch sehr gekonnt die Ruhe der ersten Tagesstunden am Wasser. Die Luft ist klar und das Blau, welches für mich im Bild vorherrschend ist, strahlt diese Kühle aus, die solch ein herrlicher Morgen mit sich bringt. Tage am Wasser sind immer wieder beruhigend und auch inspirierend.

Aber Kritik heißt ja nicht, etwas schlecht machen:

Ich hab mir ein paar Gedanken gemacht und festgestellt, dass dieses Bild eventuell besser wirkt wenn es vom gegenüberliegenden Standpunkt aufgenommen worden wäre. Ich hab es einfach mal gespiegelt, um dieses zu simulieren.

Nun sind die Diagonalen aufsteigend und positiv im Bild angeordnet. Es finden sich diverse Dreiecke im Bild (die waren natürlich auch schon in der anderen Version vorhanden). Die Dreieckskomposition ist eine der bekanntesten klassischen Kompositions-Möglichkeiten. In der Regel wirkt sie sehr statisch, man kann sie aber auch für eine dynamische Bildgestaltung nutzen.

Was macht eine dynamische Komposition aus? Solche Bildgestaltungen leben von schrägen oder diagonalen Linien und besonders davon, dass Bewegung suggeriert wird. Und wie wir sehen, hast du einige Diagonalen und Dreiecke in deinem Bild. Diese Art der Bildgestaltung wurde schon von Malern wie Caspar David Friedrich angewendet. Wenn du sie auch schon bewusst ins Bild gebracht hast, ist das Klasse, wenn nicht, ist dein Augenmerk für solche Details nun sicherlich ein wenig geschärft worden.

Durch das gewählte Weitwinkelobjektiv bekommt dein Bild zwar leichte Verzerrungen, aber auch wieder etwas Spannendes, weil Ungewöhnliches. So wird das Kanu normalerweise nicht gesehen. Entweder sitzt man drin und fühlt sich mitten im Wasser oder steht davor und schaut auf dieses relativ schmale, lange Seekajak herunter.

Durch die Wahl deiner Perspektive hast du dem Bild auch noch mal gut getan. Mich würden jetzt noch weitere Bilder deiner Tour interessieren und ob du diese Dynamik auch während des Paddelns eingefangen hast.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

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Grillabendportrait:
Abgedrängtes Motiv

Robert Kneschke, 22. September 2009 um 11.02 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Wenn das Hauptmotiv zu sehr an den Rand gedrängt wird, muss das Auge lange suchen. Wenn der Rest des Bildes dann noch schnöder Himmel ist, verliert das Foto an Kraft.

Kommentar des Fotografen:

Grillabendportrait, externer Blitz

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Stefan Schöbi:

Kann so ein Foto 1′600 Euro wert sein? Vielleicht: Die Fotografin Jitka Hanzlová aus der Tschechischen Republik hatte mal eine Ausstellung namens “Bewohner”, in der ein Foto von einer ernsten rothaarigen Frau auf einem Balkon vor Hochäusern zu sehen war.

Bei einer Fotografie-Auktion von Van Ham letztes Jahr betrug der Schätzpreis für die Fotografie die erwähnten 1.600 Euro.

Dieses Bild sieht ähnlich aus. Ein ernster junger Mann auf einem Balkon vor Hochhäusern in einer Großstadt.

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Kanu-Szene in Kanada:
Eingeengte Berge

Peter Sennhauser, 16. September 2009 um 12.31 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die Komposition ist das komplexeste Problem der Landschaftsfotografie. Die Entscheidungen für Weitwinkel, Hochformat und Perspektive bilden im Idealfall eine sehr bewusste, auf die Bildaussage ausgerichtete Kombination.

Kommentar des Fotografen:

Mein Bild wurde vor 2 Monaten in Kanada am Lake Louise aufgenommen. Es war frueh am Morgen und somit waren noch nicht ganz so viele Touristen dort… Die Boot wurden gerade zu Wasser gelassen und ich hatte die Moeglichkeit noch schnell ein Bild zu machen… Habe die Canon T1i mit einem 18-55 Objektiv verwenden.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Schmid:

Ein majestätisches Tal zwischen schneebedeckten Bergen, ein eisblauer Fluss oder See, durch dessen klares Wasser man im rechten Vordergrund des Bildes gesunkenes Treibholz erkennt, und im Vordergrund ein Holzsteg mit einer Reihe knallroter Kanus, die zu eimer Erkundungsfahrt einladen.

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Surfer-Porträt:
Extremer Ausschnitt

Sofie Dittmann, 7. September 2009 um 11.05 Uhr , 8 Kommentare Kommentare

Auch Porträts mit extremem Winkel oder Ausschnitt sollten einen klaren Bildgegenstand haben.

Kommentar der Fotografin:

Das Bild ist nebenbei bei einem Surfwettbewerb in Marokko entstanden. Er ist einer der Surfer, der cool und lässig auf seinen “Auftritt” wartet. Der Ausschnitt war absichtlich so gewählt und ist nicht wegen der nebenbei schnellen Aufnahme erst entstanden.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Karolin Krassel:

Ein Gesicht mit verspiegelter Sonnenbrille, in der man den Strand und das Meer erkennen kann. Die Mütze, die den Kopf bedeckt, bildet gleichzeitig den einzig vorhandenen Rahmen für dieses Porträt, das laut der Fotografin einen Surfer darstellt, der scheinbar unbeteiligt auf seinen Auftritt wartet.

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Baustellen-Fotografie:
Bürokraten-Insel

Peter Sennhauser, 2. September 2009 um 11.14 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Baustellen sind wie Ruinen oder andere uns eigentlich bekannte und dennoch exotische Orte eine Fundgrube für spannende Motive.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen im Ihmezentrum (Sommer 2008) – Hannovers aktueller Baustelle, bei der es mal wieder nicht vorangegangen war. Ein provisorischer Pausenplatz mitten auf der Baustelle, eingerichtet von Arbeitern mit Möbeln aus den umliegenden, abgerissenen Geschäften. Ein unwirklicher, öffentlicher, verlassener Ort mit dem Bedürfnis nach einer geordneten “Bürgerlichkeit”.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christoph Ermisch:

Ein bunter Haufen von Stühlen, zusammengewürfelt und wie zur Konferenz bereitgestellt, inmitten einer staubigen Baustelle. Ein skurriler Anblick, der die wildesten Assoziationen erlaubt. Zweifellos ein spannendes Motiv, das noch dazu durch die Buntheit der kleinen Versammlung in der betongrauen Rohbaustelle farblich reizvoll sein könnte.

Es stellt sich die Frage, ob die Aussage, die Du treffen wolltest, nicht mit verschiedenen Massnahmen besser hätte umgesetzt werden können. Dabei geht es nicht darum, jede Fotografie bis auf das letzte Korn zu planen und zu arrangieren:

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