4 zufällige Bildkritiken zum Thema Kontrast:
Alle 31 Artikel zum Thema Kontrast auf fokussiert.com:
Sonnenuntergang-Fotos sind Gegenlicht-Aufnahmen. Der Kontrastumfang wird dabei fast unweigerlich zum Problem.
Kommentar des Fotografen:
Hallo, das Bild ist bei einer Ausfahrt nach Brandenburg entstanden. Ich fand die Zusammenstellung aus untergehender Sonne im Hintergrund und dem Boot/Baum im Vordergrund wunderbar. Ich bin gespannt was die Kritiker zu dem Bild sagen. viele Grüße Andy
Peter Sennhauser meint zum Bild von Andy Reinboth:
Ein verlassenes Ruderboot liegt in dieser Aufnahme im untersten Bilddrittel in der linken Bildhälfte neben einem Baum. Der Blick über einen Fluss führt zu einem leicht bewölkten Himmel, die Sonne ist bereits untergegangen oder von Wolken verdeckt.
Dieses Bild ist leider radikal unterbelichtet. Zwar ist “korrekte” Belichtung ein relativer Begriff:
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Der Zusammenhang und Vergleich verschiedener Objekte kann einer Fotografie gleichzeitig Kontext und Dimensionen verleihen.
Kommentar der Fotografin:
Das Kletterparadies im Landschaftspark Duisburg. War interessant Ihnen zuzuschauen. Ich bin unsicher, ob an diesem Bild etwas fehlt, was die Bildaussage unterstützt… etwas mehr Klettermauer?
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Rose – Marie Pawlitte:
Aus dem Hintergrund ragt ein altes Fabrikgebäude oder eine große Maschine weit über drei junge Männer, die in verschiedenen Körperhaltungen auf einer dicken Steinwand stehen.
Obwohl wir nicht viel von ihrer Umgebung sehen können, sagen uns ihre Helme und ihre Ausrüstung, dass sie klettern.
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Starker Kontrast und viele Objekte verlangen mehr als eine einzige Belichtung.
Kommentar des Fotografen:
Hierbei handelt es sich um das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Ich wollte die Lichtstimmung die durch vorbeifahrende Autos, die blauen Lichtsäulen und dem Mond, der genau über dem Gebäude stand festhalten.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Möller Sebastian:
Lichtlinien, -streifen und –punkte ziehen unseren Blick in ein Meer von Dunkelheit. Abgesehen von den Lichtern ist im tiefen Schatten nicht viel zu erkennen:
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Zu viel Harmonie und zuviel Beachtung der Regeln können ein Bild sterilisieren.
Kommentar des Fotografen:
Linde mit Stockhorn Aufgenommen im Juni 2004 auf dem Uttiggut, Bern, Schweiz an einem wunderbaren, warmen Abend.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Marcel Zaugg:
Eine grosse, grüne, saftige Linde in einem knallgelben Kornfeld vor einer glasklaren Kulisse der Schweizer Alpen unter einem blauen Himmel mit Schäfchenwolken. Die Beschreibung des Bildes klingt fast zu perfekt.
Und so ungern ich das sage:
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Gelegentlich wirkt ein Einzelbild allein nur halb so gut, wie es in einer Serie wirken kann. Wenn inhaltliche oder grafische Kontraste sich nicht in ein Bild kombinieren lassen, bietet sich die Kombination in mehreren Kompositionen an.
Kommentar des Fotografen:
Ein Leuchtturm in Holland. Farbliche Nachbearbeitung mit Lightroom. Es war ein wunderschöner Sonnenuntergang am Meer.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Loose:
Ein Strand mit den typischen Sandriffeln erstrahlt rotgolden in der untergehenden Sonne, die im obersten Bildrand noch zu sehen ist. Im linken oberen Bilddrittel ist ein Leuchtturm zu sehen, nach rechts ins Meer hinaus laufen zwei Reihen von Holzpflöcken.
Eine mutige Fotografie, nicht nur, weil sie direkt in die untergehende Sonne aufgenommen wurde, sondern auch, weil sie zu allergrössten Teilen aus den Schattenspielen in den Sandwellen besteht, die in Diagonalen von rechts unten nach links oben verlaufen.
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Auch aus dem Ferienflieger lassen sich durchaus spannende Fotografien machen. Was dabei an Sorgfalt beim Auslösen fehlen muss, muss im digitalen Labor nachgeholt werden.
Kommentar des Fotografen:
Auf dem Flug von Frankfurt nach Chicago hatte ich rechtzeitig einen Fensterplatz reserviert um ein paar Luftaufnahmen machen zu können. Leider saß ich direkt hinter dem Flügel, sodass ein Teil der Sicht verdeckt war. Beim Überfliegen von Grönland konnte ich dann doch einige Bilder machen. Diese karge, menschenfeindliche und vermeintlich unberührte Landschaft hat mich beeindruckt. Mit den Reglern in Lightroom habe ich die Farbe aus diesem Bild gezogen und die Kontraste erhöht, um die Wirkung zu erhöhen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Jakob Adler:
Eine Landschaft auf Felsklötzen in einer Schneeebene – oder sind es Bergspitzen in einem gigantischen Nebelmeer?
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Fotografien mit Horizont-Schichtung gelingen am besten, wenn genau die richtige Menge Luftfeuchtigkeit für den Kontrast an den Kanten sorgt.
© Matthias Schaffner – Canon EOS 350D – 1/400s – f/11 – ISO 100 – 58mm (90mm)
Kommentar des Fotografen:
Diese Bild entstand eher zufällig. Auf dem Weg um die 3 Zinnen in Südtirol läuft man (in diesem Falle morgens) um die kleine Zinne und der Blick öffnet sich ins Ansiei-Tal. Mir gefielen vor allem die unzähligen Horizonte, die durch den Morgendunst sichtbar geworden sind. Das Foto wurde zugeschnitten und die Tonwerte wurden angepasst.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Schaffner:
Wer sich bisweilen fragt, woher die Redewendung von einer “Fahrt ins Blaue” rührt, bekommt mit solchen Bildern eine Antwort.
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Die Betonung auf das Wesentliche: Linien, Graustufen, Schwarz und Weiß – So simpel die Zutaten, so raffiniert das Ergebnis.
Kommentar der Fotografin:
Bern, Bahnhofvorfahrt. Ich habe ungefähr drei Sekunden Zeit, das Bild zu schiessen, das vor mir auf dem Boden liegt, bevor ich ins Auto steige. Zwei Sekunden braucht die Kamera zum Erwachen, eine muss für den Bildausschnitt reichen. Wie bereits öfter erlebt, ist’s wohl auch hier: Schnell gesehen, schnell abgedrückt – und das erste Bild ist das beste. Bildbearbeitung: Kontrast erhöht, nichts geschnitten. Ich bin zurzeit auf der Suche nach dem simplen Bild, geprägt von Linien, mit kaum Farben, und da bieten sich mir elegante graue Strassenbeläge mit nichts als Zigarettenstummeln als Farbtupfern geradezu an. Mich erheitert das Bild auch, weil es ein Ausschnitt Schweizer Boden zeigt, auf dem aus lauter Exaktheit Schräges entsteht.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Corinne ZS:
Fotografen sehen anders. Oder in diesem Fall: Fotografinnen sehen anders als Menschen ohne Kamera.
Anders ist es nicht zu erklären, dass gute Fotografen (ich bleibe der Einfachheit halber mal bei der männlichen Form, anwesende weibliche Fotografen sind natürlich eingeschlossen) so schlichte Motive festhalten können, die als Foto klar und stark wirken, im wirklichen Leben jedoch oft gnadenlos übergangen werden. In diesem Fall des Fotos vom Straßenbelag mit Gullideckel und Fahrbahnmarkierung sogar wörtlich.
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Grosse Kontrastumfänge sind eines der Hauptprobleme in der Landschaftsfotografie. Es kann mit verschiedenen Mitteln bewältigt werden.
Kommentar des Fotografen:
Morgenstimmung zwischen Grosser Scheidegg und Grindelwald, Berneroberland CH. Mir ging es darum, diese bes. Beleuchtung durch die hinter den Bergen aufgehende Sonne, die vom Aufnahmestandpunkt aus noch nicht sichtbar war, einzufangen; das voll in der Sonne stehende Tal mit Grindelwald und die teilbeschienenen Berge mit dem leuchtenden Eis des Schneefeldes auf dem Mönch. Ich selber stand noch voll im Schatten.
Die hellen Steine nahm ich als Vordergrund mit ins Bild, wobei ich mir nicht ganz sicher war, ob ich die ersten Steine doch beschneiden sollte und nur die Steine vor der Fichte ins Bild nehmen soll. Letzteres hätte einen leichten Panobeschnitt gegeben, so ist es Fullframe wie aus der Camera.
Der erhöhte ASAwert ist eigentlich ein Fehler(!) vor dieser Aufnahme brauchte ich sie, vergass aber wieder auf ASA 100 einzustellen. Fokussiert wurde auf die Berge im Vordergrund. Ich stellte leider fest, dass das Bild nach dem Skalieren und dem Einbetten des sRGB-Farbprofils beim Ligtroomexport an Dynamik und Helligkeit leicht verloren hat. Die Meinung eines Experten würde mich interessieren in Bezug auf die Bildkomposition und technischer Güte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Roland Horni:
Da hast Du Dir eine schöne Strafaufgabe ausgesucht: Du wolltest just das fotografieren, was die meisten Landschaftsfotografen meiden wie der Teufel das Weihwasser – die grossen Kontrastumfänge morgens nach Sonnenaufgang.
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Bei Innenaufnahmen mit Blitz kann es sehr schnell passieren, dass die reizvollsten Motiv-Details weggeblitzt werden.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Schultze:
Das Bild des Fotografen Schultze wurde innerhalb eines alten Gemäuers aufgenommen, vermutlich in einem Turm. Von oben kommt ein Seil herunter, das von der steinernen Spirale optisch umfaßt wird.
Was mir an diesem Foto gefallen hat, war, daß es eine andere Spielart des Themas „Spirale nach oben“ darstellt – Wendeltreppen werden gerne so fotografiert. Es verrät ein gutes Auge.
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