4 zufällige Bildkritiken zum Thema Landschaftsfotografie:
Alle 228 Artikel zum Thema Landschaftsfotografie auf fokussiert.com:
Minimalismus wirkt besonders, wenn er nicht simplifiziert. Vielschichtigkeit ist eine seltene Qualität.
Kommentar des Fotografen:
Brandenburg – Dez 2010
Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Fechner:
Eine Winterlandschaft, weiss in weiss, in der Horizontalen zweigeteilt durch eine aus der linken Bildseite in einen Fluchtpunkt etwa im Goldenen Schnitt rechts verlaufenden Baumreihe. Die Bäume sind von überfrierendem Nebel ebenfalls weiss eingefärbt und heben sich mit der Schattenseite zum Betrachter in dunklem Blau vom helleren, von Wolken durchzogenen Himmel der oberen Bildhälfte ab.
Diese Fotografie kann ich mir an vielen (prominenten) Orten publiziert vorstellen:
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Die Wüste fasziniert mit Farbe, Licht und Linien. Die wenigsten davon sind allerdings symmetrisch.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand bei meiner Reise durch die Sahara (Marokko), ich habe es mit einem iPhone gemacht, da die Lichtverhältnisse sehr gut waren… Ich habe dort noch viele Bilder gemacht, aber keins hat mir danach so gut gefallen wie dieses… (geringe Nachbearbeitung, kein Ausschnitt etc.) Was meint Ihr?
Peter Sennhauser meint zum Bild von Mario Wagner:
Eine Sanddüne erstreckt sich vor dem Betrachter und steigt, leicht gerippelt, nach rechts oben ins Bild hinein an. Der rote Sand bildet einen starken Kontrast zum tiefblauen, nach oben sich in einem Verlauf verdunkelnden Himmel.
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Es ist nicht falsch, wenn bisweilen eine Aufnahme ihre Details erst bei genauem Hinsehen preis gibt.
Kommentar des Fotografen:
Eine Landschaft bei mir in der Nähe. Wurde ein wenig nachbearbeitet, da die Farben blass waren und der Himmel zu viel Platz im Bild hatte.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von André Kayser:
Gleich auf den ersten Blick ist zu sehen, dass das Bild klassisch nach der Drittelregel aufgeteilt ist – zwei Drittel Himmel zu einem Drittel Weide. Und auch das Futtersilo liegt relativ im Schnittpunkt der beiden Geraden.
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Markante Berge in spannendem Licht – was will der Landschaftsfotograf mehr? Einen Vordergrund, vielleicht.
Kommentar des Fotografen:
Berglandschaft in den Dolomiten; Was ist speziell an dem Bild: Beleuchtung und Schatten mit einem bewölkten Himmel.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Kurt Schifferegger:
Die Dolomiten haben wohl einige der markantesten Gipfel der Berge dieser Welt aufzuweisen. Hier sehen wir eine Gruppe der typisch steil aufragenden Felsnadeln, eingebettet in eine bewaldete Vorgebirgslandschaft.
Der Himmel des Farbbilds ist relativ dicht und niedrig bewölkt, die Sonne scheint durch eine Wolkenlücke ungefähr im 45-Grad-Winkel in die Szenerie und verleiht den Felsen durch das seitliche Spotlicht deutliche Schatten, welche die Zerklüftung betonen.
An dem Bild fällt sofort die Beleuchtung auf:
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Vermeintlich eintönige Landschaften können mit dem Weitwinkel und Detail-Vordergrund zu faszinierenden Entdeckungswelten gemacht werden.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand während einer Arktisexpedition diesen Sommer. Mein Kollege wollte einen kurzen Spaziergang machen. Es war gar nicht so einfach, den richtigen Moment zu erwischen wenn er gut sichtbar im Bild war. Die Stimmung finde ich gut wiedergegeben. So wie es halt war. Allerdings fehlt einfach was? Nachbearbeitung nur durch Kontrastanhebung und Scharfzeichnung.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Martin Leonhardt:
Eine Landschaft aus schmelzendem, schmutzigem Eis. Bis zu den Hügeln am Horizont ziehen sich in dieser Farbaufnahme vermeintlich monochrome, weiss-graue Eisbuckel eines Gletschers hin. Mitten darin ist, unerwartet klein, eine Gestalt im roten Parka zu erkennen. Dahinter ist das Festland zu erahnen, darüber breitet sich ein grau-blau-bewölkter Himmel aus.
Einöden wie Wüste, Steppe, Grasland – Landschaften, die vermeintlich nichts bieten, an dem sich das Auge festhalten kann -eignen sich für Landschaftsaufnahmen genau so wie dramatische Alpenklippen:
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Bei HDR kommt es darauf an, Photomatix oder anderer Software nicht die ganze Arbeit zu überlassen/aufzubürden. Dann kann man sehr bemerkenswerte Resultate erzielen.
Kommentar des Fotografen:
morgens gemacht, als die sonne schemenhaft hinter den wolken zu erkennen war. ich bin dafür auf einen grenzstein geklettert um eine leicht erhöhte position zu bekommen. es ist ein hdr aus 5 aufnahmen, programm photomatix.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Thomas Renner:
HDR oder “High Dynamic Range” ermöglicht dem digitalen Fotografen, Bilder darzustellen, die so eigentlich gar nicht existieren. Extreme Hell- und Dunkelwerte sind nicht vorhanden, der Kontrast ist über den mittleren Bereich verteilt. Schon mehrmals sind auf fokussiert Bilder dieser Art besprochen worden, und auch die Bearbeitungsweise wurde bereits öfter erklärt. Wenn HDR gekonnt eingesetzt wird, lassen sich damit ziemlich beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Ein Schlüssel zu einer guten HDR-Aufnahme ist ein Programm wie Photomatix, das Du hier für Deine Aufnahme eingesetzt hast.
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Ungewohnte Perspektiven erschweren die Komposition in der Landschaftsfotografie häufig durch das profane Problem, die eigene Balance zu halten.
Kommentar des Fotografen:
Die Aufnahme ist aus einer extrem niedrigen Perspektive entstanden, wodurch es schwer war in ziemlich unwegsamen Gelände durch den Sucher zu schauen, um den Fokus aufs Blatt zu bekommen, bzw. das Bild auszurichten. Da ich keine Fan von künstlicher Bildverfremdung bin steckt an Bearbeitung lediglich der Beschnitt ins 1×1 Format drin und eine leichte Kontrasterhöhung.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Max Kipp:
Ein kleiner Waldbach plätschert zwischen nassen, moosbewachsenen Steinen von oben rechts in diesem quadratischen Farbbild in Mäandern in den Vordergrund. Das Wasser ist durch die Langzeitbelichtung zur milchigen Schaumwolke verfremdet, welche die Steine umschmiegt. Links unten bildet ein moosbewachsener Stein mit einem wie hingelegt wirkenden, knallgelben Ahornblatt einen markanten Vordergrund und den Blickfang, von dem aus der Betrachter das Bild “stromaufwärts”, den Schnellen entlang ergründet.
Eine Landschaftsaufnahme wie aus dem Lehrbuch, die ein einfaches Naturmotiv sehr bewusst und gekonnt inszeniert:
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Gegenlicht-Aufnahmen ermöglichen Silhouetten-Spiele. Dabei stellt sich immer wieder die Frage: Soll im Vordergrund noch Zeichnung sichtbar sein?
Kommentar des Fotografen:
Früher Morgen in einem Park, die Sonne geht grade erst auf.
Peter Sennhauser meint zum Bild von André Kayser:
Die markante “Skyline” eines Dorfes mit Kirchturm und Giebeldächern steht in dieser Gegenlichtaufnahme vor der noch nicht sichtbaren, aufgehenden Sonne. Im Vordergrund spiegelt ein Teich den in der Dämmerung von Dunkelblau zu gelb verlaufenden Himmel; vorne rechts schwimmt eine Ente mit eindeutigem Profil durch das Weiss der Spiegelung auf dem Wasser.
Die Ente macht’s: Ohne diesen Bildanker unten rechts hätte mich die Aufnahme niemals ausreichend in den Bann gezogen, dass ich sie eines zweiten und dritten Blickes gewürdigt hätte.
Die Spannung hier entsteht allein durch die Verteilung des Lichts:
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Tolle Lichtsituationen und -Stimmungen sind die reinste Form der Landschaftsfotografie. Das heisst nicht, dass man nicht Motivteile darum herum komponieren könnte.
Kommentar des Fotografen:
Goldener Oktoberwald Leider habe ich keine Exif- Daten mehr. Mir gefiel das herrliche Nachmittagslicht sehr gut. Der Buchenwald liegt gar nicht mal weit von meinem Haus entfernt, aber so schönes Licht habe ich selten gesehen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Berthold Riedel:
Die glatten, runden Stämme junger Weissbuchen recken sich in diesem Farbbild eines Waldstücks aus dem mit rotbraunem Herbstlaub bedeckten Waldboden nach oben. Wir blicken auf menschlicher Augenhöhe waagerecht durch den Jungwuchs, offensichtlich zum Waldrand hin, denn von rechts vorne flutet abendliches Sonnenlicht durch die leicht belaubten Bäume und lässt die Blätter golden strahlen.
In der Fotografie dreht sich eigentlich alles nur ums Licht.
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Nachts sind extrem lange Belichtungszeiten Pflicht – und Sternstreifen dabei meistens die Folge. David Kaplan hat einen Weg gefunden, sie zu reduzieren.
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Kommentar des Fotografen:
Meine Herz gehört der Nacht. Auch wenn der Tag für den Landschaftsfotografen sehr viele wundervolle Farben und Kontraste bietet, so ist doch die Nacht jenes unbekannte Gebiet, das erforscht werden will. Hier habe ich das mit einem Wasserfall gemacht, den ich seitlich jeweils kurz mit einem X21 LED Lenser angeleuchtet habe während insgesamt 375s Belichtungszeit. Nichtsdestotrotz ist aber die Bildkomposition wegen dem unbrauchbaren Sucherbild extrem schwierig und hier kam auch noch ein dichter Wassernebel vom Wasserfall hinzu, der sich schon nach wenigen Sekunden auf der Frontlinse abgesetzt hat. Dennoch war ich überrascht, wie klar und deutlich das Foto trotzdem geworden ist. Welche Schwächen in der Bildkomposition stecken, würde ich nun gerne über die Profikritik erfahren.
Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:
Seit langem lag in meiner Warteschlange ein anderes Bild von David, der uns hier dieses erstaunliche Nachtbild präsentiert. Auch die andere Aufnahme hat meine Aufmerksamkeit gewonnen, weil sie offenkundig sehr lang belichtet, aber sternstreifen-frei ist.
Ich habe David dann gebeten, mir sein Verfahren zu erklären:
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