Thema: Langzeitbelichtung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Langzeitbelichtung:


 

Alle 27 Artikel zum Thema Langzeitbelichtung auf fokussiert.com:

Lina Kim/Michael Wesely:
Schattenloses Brasília

Ein schattenloses Brasília: Die Langzeitbelichtungen von Lina Kim und Michael Wesely zeigen die utopische Hauptstadt, als ob die Sonne niemals unterginge.

Über sieben Jahre reisten Lina Kim und Michael Wesely in die vom Architekten Oscar Niemeyer entworfene brasilianische Hauptstadt. Die großformatigen Bilder entstanden in aufwändigen Verfahren.

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Leserfoto:
Vorbereitung, Glück und Erfahrung gehören dazu!

Unterschiedliche Farbtemperaturen gut ins Bild zu setzen ist oftmals Zufall oder gute Planung

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Julian Neitzert).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Julian Neitzert).

Kommentar des Fotografen:

Der Kölner Dom und die Hohenzollernbrücke. Fotografiert habe ich von einer Aussichstplattform vor dem Hyatt in Deutz. Ich habe dieses Bild gemacht, weil ich den Kölner Dom schon immer sehr beeindruckend fand, vor allem nachts, wenn er angestrahlt wird. Desweiteren reizen mich Langzeitbelichtungen. Das haben ich dann in diesem Bild zum ersten Mal versucht zu kombinieren. wenn ich nochmal so ein Bild machen würde, würde ich wahrscheinlich ein Stativ zu Hilfe nehmen, anstatt die Kamera auf einer Mauer zu stellen.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Julian Neitzert:

Julian hat sich hier dem Kölner Dom auf spannende Weise angenähert. Ich selber war auch gerade letztens zur Photokina in Köln und konnte den Feierabend nutzen an der selben Stelle zu stehen und den Dom noch mit einem herrlichen Sonnenuntergangslicht zu bewundern. » weiterlesen

Im Frankfurter Städel-Museum:
Wie Malerei Fotografie beeinflusst

Wie lassen sich Fotografen von der Malerei beeinflussen? Die Zeitgenossen scheinen sich stark mit den Bedingungen der Malerei auseinandersetzen.

Otto Steinert (1915–1978): Luminogramm, 1952

Otto Steinert (1915–1978): Luminogramm, 1952

Das will uns jedenfalls eine thematische Ausstellung im Frankfurter Städel nahelegen. Zentrale Werke von László Moholy-Nagy, Hiroshi Sugimoto, Wolfgang Tillmans, Thomas Ruff oder Jeff Wall sind darin zu finden.

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Fotografieren:
Nachtfotografie mit digitaler Ausrüstung (2)

Das folgende, dreiteilige Tutorial beschreibt zum einen die technischen Aspekte der digitalen Nachtfotografie im Stadium der Ausrüstung, Vorbereitung und Aufnahmemeisterung, zeigt zum anderen Ausarbeitungsmöglichkeiten im Sinne einer um HDR‐ und Ebenentechniken erweiterten Schwarzweißfotografie auf.

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Ausrüstung und Vorbereitung
2. Meisterung der Aufnahmesituation
3. Möglichkeiten der Ausarbeitung

 

***

2. Meisterung der Aufnahmesituation

Ich überspringe an dieser Stelle die Aspekte der inneren Einstimmung, speziellen Motiverarbeitung und Bildkomposition (diese lassen sich vielleicht in der Diskussion, ggf. auch einem weiterführenden Artikel aufgreifen) und skizziere Euch nun stattdessen mein Aufnahmesetup. Sobald die Szene eingestellt ist und die Kamera‐Objektiv‐Einheit solide auf dem Stativ ruht, beginnt es mit der Betätigung der Spiegelvorauslösung. Der optische Sucher ist nun ausgeschaltet, das Sensorbild wird auf das Display als „LiveView“ projiziert. Die automatische Fokussierung ist dadurch ausgehebelt, aber wir können sowieso besser von Hand scharf stellen und daher auf diese Funktion getrost verzichten. Der 3‐Zoll‐Monitor der 5D Mark II mit der Möglichkeit der Cursorauswahl und zehnfachen Detailvergrößerung erlaubt dabei auch ein komfortables Arbeiten. Mit diesen Möglichkeiten gilt es nun zwei verschiedene Bereiche des Bildes darzustellen, die manchmal, aber nicht notwendigerweise übereinstimmen. Zum Ersten zoomen wir an die Stelle des Hauptmotivs, welches im Bild die größte Schärfe aufweisen soll. Sofern dieses ausreichend beleuchtet ist, können wir gleich scharfstellen, ansonsten hilft uns die Taschenlampe, diesen Teil vorübergehend ins Licht zu tauchen. » weiterlesen

Geisterfoto:
Die Menschen in der Leere

Bewusst gestaltete Effekte mit Langzeit-Belichtungen und anderen fotografischen Mitteln gehören zum Entdeckungsprozess der kreativen Fotografin.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Babut).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Babut).

Kommentar des Fotografen:

Titel: “Ghosts Gathering” Dieses Foto ist vor kurzem bei meinem Urlaub an der Ostsee enstanden. Ich bin am Abend am Strand unterwegs gewesen und habe die Jugendlichen im Wasser spielen sehen. Mit der Langzeitbelichtung konnte ich dann den gewünschten Effekt erreichen. Bei der S/W-Umwandlung des RAWs fügte ich noch einen Blaufilter hinzu.

Mir persönlich gefällt an diesem Bild auch der Umstand, dass zumindest der unerfahrene Betrachter etwas zum Nachdenken angeregt wird um das Foto zu enträtseln. Vielen Dank!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Babut:

Eine Gruppe Menschen scheint in dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme im Zentrum zu schweben. Sie sind relativ weit entfernt in der grossen weissen Masse des Bildes und bilden einen Kreis; sie scheinen ausserdem in einer Flüssigkeit oder im weissen Nebel zu stehen.

Fotografische Verfahren zur Verfremdung und “anderen Sichtweise” auf Dinge gibt es wie Sand am Meer. Ich finde jene derzeit noch am spannendsten, die weitgehend direkt in der Kamera generiert werden. Nicht, weil ich nichts mit den Möglichkeiten von Photoshop und Co zu tun haben möchte:

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Stadtlandschaft:
Alles fliesst in HDR

High Dynamic Range (HDR) gilt als nicht mit bewegten Objekten vereinbar. Dieses Bild beweist, dass sich mit bewusstem Bruch technischer Regeln auch Stimmungen zaubern lassen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jonas Ginter).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jonas Ginter).

Kommentar des Fotografen:

HDR ist eine Technik, die mich begeistert. Ich verstehe es als Teil meines Lernprozesses, die Technik zu verfeinern und nach Lichtsituationen zu suchen, die sie überhaupt erfordern. Denn HDR muss nicht immer sein und sieht oftmals schnell übertrieben aus. Bei Langzeitbelichtungen, besonders nachts oder gegen Ende der blauen Stunde bin ich von HDR überzeugt. An diesem Motiv reizte mich besonders die Dynamik des Flusses, der unbeirrt fließt. Egal, wie viel Beton und Stahl man ihm in den Weg baut. Augenommen mit: Pentax k7, PENTAX-DA 35mm F2.8 Macro Limited, f9.0, ISO 100, HDR aus 5 Belichtungen, Photomatix & Co. Dieses Bild habe ich auch auf meinem Blog veröffentlicht.Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Jonas Ginter:

Ein Fluss fliesst in der blauen Stunde durch diese Farbfotografie und belegt dabei in Bewegungsunschärfe rund zwei Drittel des Bildes von unten:

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Konzeptfoto:
Regungslos starrt die Frau

Ein Motiv ist entweder logisch oder so überdreht, dass es lustig oder skurril wirkt. Einer teilnahmslos schauenden Frau einen Regenschirm in die Hand zu drücken, reicht allerdings nicht.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Walther).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Walther).

Kommentar des Fotografen:

Porträt einer jungen Frau, symbolisch ins Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit gesetzt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Walther:

Mehrmals musste ich die Bemerkungen des Fotografen zum Bild lesen. War der Kommentar ernst gemeint? Oder sollte hier mit einem Augenzwinkern die ausufernden Künstler-Beschreibungen zu ihren Werken auf die Schippe genommen werden?

Ich befürchte jedoch, der Fotograf meint es ernst, wenn er von „Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit“ redet.

Aber widmen wir uns dem Foto:

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Michael Ruetz:
Sichtbare Zeit

Michael Ruetz beschäftigt sich fotografisch in vielerlei Hinsicht mit dem Thema Zeit. So fotografierte er über Jahrzehnte immer wieder dieselbe Ansicht einer Landschaft.

Michael Ruetz – aus: Sichtbare Zeit II – Eye on Infinity II

Michael Ruetz – aus: Sichtbare Zeit II – Eye on Infinity II

Ohne die Fotografie wüssten wir nur andeutungsweise etwas von der Zeit, meint Michael Ruetz. Seine Serien “Sichtbare Zeit II – Eye on Infinitiy” sind aktuell in Potsdam augestellt.

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Traumwandlerin:
Idee und Resultat

Langzeitbelichtungen in Menschenmengen bieten tolle Effekt-Möglichkeiten. Alle anderen fotografischen Grundregeln dürfen dabei aber auch angewandt werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dariusz Misztal).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dariusz Misztal).

Kommentar des Fotografen:

Das ist ein Bild dass mir schon lange Zeit durch den Kopf gegangen ist. Mir kam die Idee als ich einen Artikel zum Thema Schlafwandeln gelesen habe. Ich wollte irgendwas darstellen, dass das Träumen deutlich verstärkt und nicht so real wirkt. Da kamen mir die verschwommenen Leute, der Schlafanzug und der Teddy in den Sinn. Die Ausführung war witzig. Sonntag nachmittag in der Kölner Innenstadt. Viele neugierige Blicke, Kommentare und sogar zwei mal die Frage ob sie auch mit aufs Bild dürfen. Wir haben uns amüsiert :-) Wir haben auch Passanten angesprochen ob sie mitmachen wollen. Sehr offene Menschen in Köln. Und sogar Polizisten waren sich nicht zu schade mitzumachen ;-) Ich zähle das noch nicht zu der digitalen Kunst, weil nicht die Bearbeitung wichtig ist, sondern die Aussage zu der Thematik. Es wurden drei Bilder gemacht um eine gleichmäßige Belichtung aller Ebenen zu bekommen. Das Hauptbild (stehendes Mädchen) aber wurde mit Blende 4.5 bei 1/100s, ISO 160 und 24mm gemacht. Damit die Leute verschwommen dargestellt werden hab ich die Zeit hochgeschraubt und die Blende erhöht. Für den Himmel genau umgekehrt. Die Bilder wurden mit der Nikon D80 gemacht. Lieben Gruß Dariusz

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dariusz Misztal:

Eine junge Frau im Schlafanzug steht, mit Teddybär an der Hand, mit geschlossenen Augen in einer geschäftigen Ladenstrasse. Links und rechts von ihr strömen die Menschen in der Bewegungsunschärfe entlang den Schaufenstern.

Methoden, um (vermeintlich) feststehende Objekte inmitten von Bewegungsunschärfe glasklar abzubilden, gibt es mindestens drei Methoden:

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Langzeitaufnahme:
Nordische Mystik auf Rügen

Landschaftsaufnahmen von Stränden und Meeren wirken wegen ihrer Schlichtheit oft einfach und simpel. Aber das Arrangement erfordert genau deshalb besonders viel Fingerspitzengefühl.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Gericke).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Johannes Gericke).

Kommentar des Fotografen:

Am nördlichsten Punkt der Insel Rügen befand sich einst eine slawische Kultstätte. Betritt man den schmalen Strandstreifen, sieht man diese Holzstehlen. Die Darstellung kühler Ruhe gepaart mit nordischer Mystik war hierbei meine Intention. Langzeitbelichtung am Strand von Kap Arkona / Rügen

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Gericke:

Schlicht und ruhig. So wirkt dieses Foto einer slawischen Kultstätte auf der Insel Rügen. Genau das wollte der Fotograf festhalten. Es ist ihm gelungen:

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