Thema: Langzeitbelichtung

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Langzeitbelichtung:

Konzeptfoto: Regungslos starrt die FrauLandschaftsfotografie: WolkendynamikGeisterfoto: Die Menschen in der LeereSteinlinien: Zwei Bilder in einem

 

Alle 23 Artikel zum Thema Langzeitbelichtung auf fokussiert.com:

Geisterfoto:
Die Menschen in der Leere

Bewusst gestaltete Effekte mit Langzeit-Belichtungen und anderen fotografischen Mitteln gehören zum Entdeckungsprozess der kreativen Fotografin.

Kommentar des Fotografen:

Titel: “Ghosts Gathering” Dieses Foto ist vor kurzem bei meinem Urlaub an der Ostsee enstanden. Ich bin am Abend am Strand unterwegs gewesen und habe die Jugendlichen im Wasser spielen sehen. Mit der Langzeitbelichtung konnte ich dann den gewünschten Effekt erreichen. Bei der S/W-Umwandlung des RAWs fügte ich noch einen Blaufilter hinzu.

Mir persönlich gefällt an diesem Bild auch der Umstand, dass zumindest der unerfahrene Betrachter etwas zum Nachdenken angeregt wird um das Foto zu enträtseln. Vielen Dank!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Babut:

Eine Gruppe Menschen scheint in dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme im Zentrum zu schweben. Sie sind relativ weit entfernt in der grossen weissen Masse des Bildes und bilden einen Kreis; sie scheinen ausserdem in einer Flüssigkeit oder im weissen Nebel zu stehen.

Fotografische Verfahren zur Verfremdung und “anderen Sichtweise” auf Dinge gibt es wie Sand am Meer. Ich finde jene derzeit noch am spannendsten, die weitgehend direkt in der Kamera generiert werden. Nicht, weil ich nichts mit den Möglichkeiten von Photoshop und Co zu tun haben möchte:

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Stadtlandschaft:
Alles fliesst in HDR

High Dynamic Range (HDR) gilt als nicht mit bewegten Objekten vereinbar. Dieses Bild beweist, dass sich mit bewusstem Bruch technischer Regeln auch Stimmungen zaubern lassen.

Kommentar des Fotografen:

HDR ist eine Technik, die mich begeistert. Ich verstehe es als Teil meines Lernprozesses, die Technik zu verfeinern und nach Lichtsituationen zu suchen, die sie überhaupt erfordern. Denn HDR muss nicht immer sein und sieht oftmals schnell übertrieben aus. Bei Langzeitbelichtungen, besonders nachts oder gegen Ende der blauen Stunde bin ich von HDR überzeugt. An diesem Motiv reizte mich besonders die Dynamik des Flusses, der unbeirrt fließt. Egal, wie viel Beton und Stahl man ihm in den Weg baut. Augenommen mit: Pentax k7, PENTAX-DA 35mm F2.8 Macro Limited, f9.0, ISO 100, HDR aus 5 Belichtungen, Photomatix & Co. Dieses Bild habe ich auch auf meinem Blog veröffentlicht.Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Jonas Ginter:

Ein Fluss fliesst in der blauen Stunde durch diese Farbfotografie und belegt dabei in Bewegungsunschärfe rund zwei Drittel des Bildes von unten:

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Konzeptfoto:
Regungslos starrt die Frau

Ein Motiv ist entweder logisch oder so überdreht, dass es lustig oder skurril wirkt. Einer teilnahmslos schauenden Frau einen Regenschirm in die Hand zu drücken, reicht allerdings nicht.

Kommentar des Fotografen:

Porträt einer jungen Frau, symbolisch ins Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit gesetzt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Walther:

Mehrmals musste ich die Bemerkungen des Fotografen zum Bild lesen. War der Kommentar ernst gemeint? Oder sollte hier mit einem Augenzwinkern die ausufernden Künstler-Beschreibungen zu ihren Werken auf die Schippe genommen werden?

Ich befürchte jedoch, der Fotograf meint es ernst, wenn er von „Spannungsfeld zwischen beschleunigter Ökonomie und persönlicher Zurückhaltung und Zweifel an deren Menschlichkeit“ redet.

Aber widmen wir uns dem Foto:

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Michael Ruetz:
Sichtbare Zeit

Michael Ruetz beschäftigt sich fotografisch in vielerlei Hinsicht mit dem Thema Zeit. So fotografierte er über Jahrzehnte immer wieder dieselbe Ansicht einer Landschaft.

Ohne die Fotografie wüssten wir nur andeutungsweise etwas von der Zeit, meint Michael Ruetz. Seine Serien “Sichtbare Zeit II – Eye on Infinitiy” sind aktuell in Potsdam augestellt.

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Traumwandlerin:
Idee und Resultat

Langzeitbelichtungen in Menschenmengen bieten tolle Effekt-Möglichkeiten. Alle anderen fotografischen Grundregeln dürfen dabei aber auch angewandt werden.

Kommentar des Fotografen:

Das ist ein Bild dass mir schon lange Zeit durch den Kopf gegangen ist. Mir kam die Idee als ich einen Artikel zum Thema Schlafwandeln gelesen habe. Ich wollte irgendwas darstellen, dass das Träumen deutlich verstärkt und nicht so real wirkt. Da kamen mir die verschwommenen Leute, der Schlafanzug und der Teddy in den Sinn. Die Ausführung war witzig. Sonntag nachmittag in der Kölner Innenstadt. Viele neugierige Blicke, Kommentare und sogar zwei mal die Frage ob sie auch mit aufs Bild dürfen. Wir haben uns amüsiert :-) Wir haben auch Passanten angesprochen ob sie mitmachen wollen. Sehr offene Menschen in Köln. Und sogar Polizisten waren sich nicht zu schade mitzumachen ;-) Ich zähle das noch nicht zu der digitalen Kunst, weil nicht die Bearbeitung wichtig ist, sondern die Aussage zu der Thematik. Es wurden drei Bilder gemacht um eine gleichmäßige Belichtung aller Ebenen zu bekommen. Das Hauptbild (stehendes Mädchen) aber wurde mit Blende 4.5 bei 1/100s, ISO 160 und 24mm gemacht. Damit die Leute verschwommen dargestellt werden hab ich die Zeit hochgeschraubt und die Blende erhöht. Für den Himmel genau umgekehrt. Die Bilder wurden mit der Nikon D80 gemacht. Lieben Gruß Dariusz

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dariusz Misztal:

Eine junge Frau im Schlafanzug steht, mit Teddybär an der Hand, mit geschlossenen Augen in einer geschäftigen Ladenstrasse. Links und rechts von ihr strömen die Menschen in der Bewegungsunschärfe entlang den Schaufenstern.

Methoden, um (vermeintlich) feststehende Objekte inmitten von Bewegungsunschärfe glasklar abzubilden, gibt es mindestens drei Methoden:

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Langzeitaufnahme:
Nordische Mystik auf Rügen

Landschaftsaufnahmen von Stränden und Meeren wirken wegen ihrer Schlichtheit oft einfach und simpel. Aber das Arrangement erfordert genau deshalb besonders viel Fingerspitzengefühl.

Kommentar des Fotografen:

Am nördlichsten Punkt der Insel Rügen befand sich einst eine slawische Kultstätte. Betritt man den schmalen Strandstreifen, sieht man diese Holzstehlen. Die Darstellung kühler Ruhe gepaart mit nordischer Mystik war hierbei meine Intention. Langzeitbelichtung am Strand von Kap Arkona / Rügen

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Gericke:

Schlicht und ruhig. So wirkt dieses Foto einer slawischen Kultstätte auf der Insel Rügen. Genau das wollte der Fotograf festhalten. Es ist ihm gelungen:

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Steinlinien:
Zwei Bilder in einem

Kontraste können ein Bild verstärken, aber auch abschwächen: Wenn Linien und Formen keine weitere Unterstreichung brauchen.

Kommentar des Fotografen:

Eine Langzeitbelichtung in der Bretagne. Die Steine sind nur so lange schwarz, wie sie nass sind. Es musste also genau der Zeitpunkt für das Zurückgehen der Flut abgewartet werden. Gerade diese schwarzen Steine haben mich fasziniert und zusammen mit der Landschaft in einen entrückten Zustand versetzt, das wollte ich mit diesem Bild vermitteln. Zudem ist es ein schwer auffindbarer, abgelegener Ort.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Strauss:

Ein Küstenabschnitt in Schwarz-Weiss. Im Vordergrund sind ist ein Streifen rundgeschliffener, nasser Kiesel zu sehen; im Mittelgrund liegen einige ebenso rundgeschliffene, grössere Felsbrocken im durch die Langzeitbelichtung vernebelten Wasser; den Hintergrund der hochkontrast-Aufnahme bilden äusserst kantige, in diagonaler Schichtung von links unten nach rechts oben aufragende Felsen.

In der Regel sind Widersprüche respektive inhaltliche Kontraste in einer Fotografie wünschenswert – sie schaffen Spannung.

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Landschaftsfotografie:
Eine Frage der Balance

Ungewohnte Perspektiven erschweren die Komposition in der Landschaftsfotografie häufig durch das profane Problem, die eigene Balance zu halten.

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme ist aus einer extrem niedrigen Perspektive entstanden, wodurch es schwer war in ziemlich unwegsamen Gelände durch den Sucher zu schauen, um den Fokus aufs Blatt zu bekommen, bzw. das Bild auszurichten. Da ich keine Fan von künstlicher Bildverfremdung bin steckt an Bearbeitung lediglich der Beschnitt ins 1×1 Format drin und eine leichte Kontrasterhöhung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Max Kipp:

Ein kleiner Waldbach plätschert zwischen nassen, moosbewachsenen Steinen von oben rechts in diesem quadratischen Farbbild in Mäandern in den Vordergrund. Das Wasser ist durch die Langzeitbelichtung zur milchigen Schaumwolke verfremdet, welche die Steine umschmiegt. Links unten bildet ein moosbewachsener Stein mit einem wie hingelegt wirkenden, knallgelben Ahornblatt einen markanten Vordergrund und den Blickfang, von dem aus der Betrachter das Bild “stromaufwärts”, den Schnellen entlang ergründet.

Eine Landschaftsaufnahme wie aus dem Lehrbuch, die ein einfaches Naturmotiv sehr bewusst und gekonnt inszeniert:

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Langzeitbelichtung:
Nachtbilder ohne Bewegung

Nachts sind extrem lange Belichtungszeiten Pflicht – und Sternstreifen dabei meistens die Folge. David Kaplan hat einen Weg gefunden, sie zu reduzieren.

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Kommentar des Fotografen:

Meine Herz gehört der Nacht. Auch wenn der Tag für den Landschaftsfotografen sehr viele wundervolle Farben und Kontraste bietet, so ist doch die Nacht jenes unbekannte Gebiet, das erforscht werden will. Hier habe ich das mit einem Wasserfall gemacht, den ich seitlich jeweils kurz mit einem X21 LED Lenser angeleuchtet habe während insgesamt 375s Belichtungszeit. Nichtsdestotrotz ist aber die Bildkomposition wegen dem unbrauchbaren Sucherbild extrem schwierig und hier kam auch noch ein dichter Wassernebel vom Wasserfall hinzu, der sich schon nach wenigen Sekunden auf der Frontlinse abgesetzt hat. Dennoch war ich überrascht, wie klar und deutlich das Foto trotzdem geworden ist. Welche Schwächen in der Bildkomposition stecken, würde ich nun gerne über die Profikritik erfahren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:

Seit langem lag in meiner Warteschlange ein anderes Bild von David, der uns hier dieses erstaunliche Nachtbild präsentiert. Auch die andere Aufnahme hat meine Aufmerksamkeit gewonnen, weil sie offenkundig sehr lang belichtet, aber sternstreifen-frei ist.

Ich habe David dann gebeten, mir sein Verfahren zu erklären:

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Langzeitbild Stadt:
Ebenen in Schwarz

Bei Nachtaufnahmen ist es besonders schwierig, räumliche Wirkung zu erzielen. Es sei denn, man nutzt alle beleuchteten Elemente der Szenerie gekonnt aus, um Bildebenen aufzubauen.

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Kommentar des Fotografen:

Hallo, nun ja Stadtansichten bei Nacht scheinen langsam ein Tick zu werden. Ich habe vor eineinhalb Jahren bereits ein Anfängerbild hier eingereicht und bin (um es freundlich zu sagen) auf Problembereiche des Bildes hingewiesen worden. Wie auch immer; man versucht an sich zu arbeiten. Seid so nett und pfückt das Bild technisch und gestalterisch auseinander. Das ist Sinn der Sache. Aber lasst dem Foto noch ein bisschen “Poesie” PS CS4 Korrekturen haben im Bereich des Zaunes stattgefunden und die Effekte um die Lampen herum sind verstärkt !

Peter Sennhauser meint zum Bild von A. Wagner:

Ein Stadt bei Nacht, durch die ein Zug oder eine S-Bahn braust. Der Zug wischt in Bewegungsunschärfe von der gesamten linken Bildhälfte im leichten Bogen ins Bild und rechts wieder hinaus; im Vordergrund steht ein Zaun, der Passanten schützen soll; rechts davon, auf der andern Seite der menschenleeren Strasse, steht ein beleuchtetes Reiterdenkmal, von dem wir kaum mehr als das Hinterteil des Pferdes sehen. In der Bildtiefe ist eine gotische Kathedrale oder ein Dom zu sehen, der seinerseits von der Tiefenunschärfe verwischt ist.

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