4 zufällige Bildkritiken zum Thema Makro:
Alle 28 Artikel zum Thema Makro auf fokussiert.com:
Bei einer minimalistischen Komposition sollte auf alles Ablenkende verzichtet werden.
Kommentar des Fotografen:
Eins der ersten Herbstbilder mit meinem neuen Lieblingsobjektiv Tamron 60mm f/2 Makro auf meiner D90 (f14, 1/15).
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Carmen Jahnke:
Stillleben sind eine gute Übung für Komposition, denn als Fotograf hat man in der Regel volle Kontrolle über die ganze Szene. Nichts läuft aus dem Bild, gähnt im falschen Augenblick etc:
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Negativer Raum ist Dein Freund. Oder der so manchen Sujets, das in einem engen Motivrahmen eingesperrt wirkt.
Kommentar des Fotografen:
“Löwenzahn-Lichter” – als Sujet etwas verbraucht, aber trotzdem schön und spannend zum Üben, in diesem Fall mit Makro-Objektiv.Nach einer längeren Pause haben die Models dann ziemlich auf schlapp gemacht…
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Esther Bachmann:
Das Licht in Deinem Foto ist schön, weich, und die Töne hatten mich sofort in ihren Bann gezogen. Das Licht und die blasse, schon fast monochrome Farbpalette sind klassisch, gut gesehen. Ob verbraucht oder nicht, entscheidet letztlich jeder selbst – und ich fand den Löwenzahn hier dennoch interessant. Ein gutes Übungsprojekt.
Was mir bei diesem Bild ins Auge stach, war das Glas, das alles dominiert – nein, erstickt:
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Was man mit Makro-Fotografie auch noch machen kann: Illusionen einer futuristischen Welt – gebaut aus Heftklammern.
Der Schweizer
Roger Albani, der auf fokussiert.com auch bereits mit einem
Architekturbild vertreten war, hat eine Serie Stadtfotos geschossen, die der Romantik der Skyscraper-Klischees folgt und mit Silhouetten und Lichteinfällen operiert. Allerdings handelt es sich um Makro-Fotos, die dank geringer Schärfentiefe (Modell-Effekt, Fake Tilt/Shift) wie Aufnahmen grosser Städte aussehen. Uns hat Roger erzählt, dass er nicht von Peter
Root’s Staple-Stadt Ephemicropolis inspiriert war, die aber nicht minder interessant ist:
Roger Albanis Bostitch City und Peter Roots Ephemicropolis
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Mit der Fokusfalle lassen sich auch mit verhältnismässig “einfachen” Kameras raffinierte Bilder bewegter Objekte schiessen.
Kommentar des Fotografen:
IKARUS: Ein Löwenzahn-Samen schwebt der untergehenden Sonne entgegen.
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Becker:
Ein Löwenzahnsamen segelt in diesem Bild in der linken Hälfte einem Objekt im rechten Bildteil entgegen, das der Sonne gleicht.
Ich weiss nicht, ob das Objekt im Bild die Sonne ist. Der Eindruck allerdings, den es erweckt, ist treffend und eindeutig: Sommerabend, Letzte Sonnenstrahlen, und im Vordergrund schwebt ein Löwenzahnsamen an der Linse vorbei gen Sonnenuntergang.
Diese Fotografie ist in ihrer Einfachheit so raffiniert wie wirksam:
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Die Umgebung – und sei sie auch so unnatürlich wie eine Autoscheibe – geschickt zu nutzen ist ein Element guter Fotografie.
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Kommentar des Fotografen:
eins meiner ersten makros. diese bremse saß auf meiner windschutzscheibe des autos und ich konnte sie ganz in ruhe fotografieren. es war wie im studio. sie ließ sich nicht beirren.
Peter Sennhauser meint zum Bild von jens wildner:
Ein Insekt – eine Bremse – sitzt auf einem weitgehend monochromen Hinter- oder Untergrund. Die Makro-Fotografie stellt das Tier aus einer Perspektive von Schräg vorne oben ins Zentrum des Bildes und bietet Gelegenheit, das Tier im detail zu mustern.
Ich kann nicht sagen, dass Tiere dieser Art zu meiner Lieblingsgattung gehören – aber interessant anzuschauen, speziell im Makro, sind sie allemal.
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Auch mit dem Tele lässt sich Makro-Fotografie erstellen. Besonderes Augenmerk verlangt dabei die Schärfentiefe.
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Kommentar des Fotografen:
Habe ich ohne Stativ fotografiert.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Bernhard Schindele:
Eine Libelle bei der Eiablage an einem Tümpel oder einer Pfütze. Das Tier steht im Zentrum der Aufnahme mit sehr geringer Schärfentiefe. Eine Art natürliches Spotlight entsteht durch eine punktuelle Sonnenbestrahlung, die den Rücken und den Kopf des Insekts in grelles Licht taucht. Der Hinterleib ist gekrümmt in den Schlamm gestreckt; von den vier Flügeln sind drei gut sichtbar, zwei ragen dem Betrachter fast im rechten Winkel entgegen, weshalb einer kaum auszumachen ist.
Insekten sind ein ebenso beliebtes wie schwieriges Fotomotiv:
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Einfache Makroaufnahmen im Haus machen Spass – aber auch Mühe: Meistens ist Licht Mangelware.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto entstand spontan. Die Fliege las scheinbar die neusten News. Leider habe ich kein Makro, deshalb habe ich mein bereits uraltes Nikkor 18-135mm auf meine D5000 geklemmt. Geschossen @ 135mm, ISO=1600, f/5.6, shutter 1/160, raw, entwickelt in PS4. Die Lichtquelle ist eine Tischlampe, von der man rechts noch den Sockel im Vordergrund sieht. In 100% Auflösung ist das Bild leider nicht ganz scharf (Hand-Verwackelung und die Fliege hat sich dauernd bewegt). Ich hätte gerne einen Tipp wie man in so einer Situation das Bild noch schärfer hinkriegt und auch bezüglich der Belichtung, resp. Helligkeit des Bildes. (Exposurekorrektur? oder ISO=3200 etc? Was macht hier am meisten Sinn?) und auch gerne eine Beurteilung der Bildkomposition und Farbigkeit/Tönung. Besten Dank!
Peter Sennhauser meint zum Bild von Norman Hamley:
Eine gemeine Stubenfliege sitzt auf der Kante einer Tageszeitung, wie wenn sie die darunterliegenden Zeilen lesen würde. Die Schärfentiefe in der Farbaufnahme ist sehr gering, die beiden Worte direkt unter der Fliege sind lesbar, alles andere im Bild ist unscharf.
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Nahaufnahmen verlangen Nähe – und die ist nicht mit jedem Objektiv ohne weiteres zu bewältigen.
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Kommentar des Fotografen:
Auf einer Wanderung in den Garmischer Bergen entdeckte ich diese Biene auf der Blume. Hat mir so gut gefallen, daß ich sofort ein Foto machen musste. Ist eines meiner ersten Fotos, bin immer noch am Üben und Lernen. Brennwite 55mm, Belichtung 1/100, F/6.3, ISO100
Peter Sennhauser meint zum Bild von Jörg Falch:
Eine Biene sitzt auf einer Kleeblüte. Die Makro-Aufnahme von schräg oben stellt das Motiv ins Bildzentrum, wobei die Umgebung aus grünem Gras und Klee den grössten Bildanteil ausmacht.
Der Fotograf oder die Fotorafin macht das Bild – die Kamera ist nur ein Werkzeug: Gute Fotografien lassen sich mit allem machen, was Licht bannen kann. Das ist ein wichtiger Grundsatz, den wir alle uns immer wieder vorhalten sollten.
Nachdem das gesagt ist: Mit bestimmten Ausrüstungsteilen, namentlich Objektiven, lassen sich gewisse Aufgaben sehr viel schlechter lösen als mit andern. Der Makro-Bereich, die Aufnahme sehr kleiner Dinge, gehört dazu.
Aber fangen wir vorne an:
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Alltägliche Motive müssen mit fotografischen Mitteln spektakulär gemacht werden. Die können technischer und kompositorischer Art sein.
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Kommentar des Fotografen:
Bei der Kategorie bin ich mir nicht sicher: Ich habe dieses Raubtier unterm Briefkasten entdeckt, sozusagen “bei der Arbeit”. Einige Stunden hat sich die Spinne zum Bearbeiten Ihrer Beute schon genommen. Hätte ich mir die auch für das Foto nehmen sollen? ;-) Leider war die Spinne mit dem Rücken zur ca 5cm entfernten Hauswand gewandt, was ein freistellen erschwerte. Letztendlich hab ich versucht es mit dem Blitz so gut wie möglich zu bewerkstelligen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Heeg:
Eine Spinne sitzt in ihrem Netz und verarbeitet eine gefangene Fliege zu einem Fresspäckchen. Die Aufnahme ist mit einer Perspektive direkt in der Ebene des Netzes aufgenommen und zeigt Spinne und Opfer aus einer Sicht, wie sie ein zweites Wesen im Netz hätte.
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Auch ohne großen Aufwand können wunderschöne, stimmungsvolle Pflanzenportraits entstehen.
Kommentar des Fotografen:
Eigentlich war ich zu “meinem” See gefahren um ein paar Vögel zu fotografieren, aber dort tat sich so rein gar nichts. Also experimentiert ich ein wenig mit meinem Makroobjektiv, meinem neuen Metz Makroblitz und dem Metz 48AF. Als “Opfer” musste dieser Huflattich herhalten. Die Freistellung gelang schon recht ordentlich durch eine kleine Blende, der Rest konnte problemlos mit dem RAW Konverter erledigt werden, anschliessend noch eine SW Umwandlung, und jetzt würde mich eure Meinung zu dem Bild brennend interessieren.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Friedhelm Peters:
Schon im 19. Jahrhundert widmete sich Karl Blossfeldt der Pflanzenfotografie, wobei er sich der streng formalen Fotografie verschrieben hat und als Vertreter der neuen Sachlichkeit gilt. Sie zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nüchternheit des Fotografen gegenüber seinem Sujet aus.
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