Thema: Makrofotografie

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Makrofotografie:

Makrofoto einer Kleeblüte: Ein Wald in PinkZeiger-Makro: Der unerbittliche ZeitverlaufBlumenfoto mit Leselampe: Farben- und TiefeneffektSchmetterlingsporträt: Freigestellt für mehr Wirkung

 

Alle 8 Artikel zum Thema Makrofotografie auf fokussiert.com:

Das Stativ in der Landschaftsfotografie (II):
Positive Nebenwirkungen

Ein Stativ bremst den Fotografen, es sorgt für Ruhe und eine feste Routine bei der Komposition – einige weitere Argumente für das Dreibein, das jeder Landschaftsfotograf mit sich rumschleppen sollte.

Profi Gary Hart ist Spezialist für Landschaftsfotografie und Instruktor

Das wichtigste Argument dafür, warum eine Landschaftsfotografin nie ohne Stativ unterwegs sein sollte, ist die Kompromisslosigkeit bei der Bildqualität – nur wenn Du die richtige Blende für Deine Komposition wählen kannst, hast Du eine Garantie für die beste Bildqualität. Das haben wir im ersten Teil dieses Stativ-Argumentariums geklärt.

Aber es gibt noch mehr Gründe, warum ein ernsthafter Landschaftsfotograf nicht ohne das Dreibein in die Gegend zieht.

Nehmen wir als erstes die zusätzliche Kontrolle, welche das Stativ beim kreativen Prozess der Komposition ermöglicht.

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Makroaufnahme:
Belebter Mini-Engel

In Ausnahmesituationen lohnt es sich, mit unorthodoxer Beleuchtung zu experimentieren. Zum Beispiel auch bei Makroaufnahmen (hier mit Retro-Adapter).

Kommentar des Fotografen:

Aufnahme einer etwa 10 cm hohen Engelsfigur: Beleuchtung durch Aufsteckblitz und Reflexion per Spiegel von oben zur Erzielung des “Rampenlichts”. Objektiv 18-55 per Retroadapter angeflanscht, für den kleinen Bildausschnitt. Ziel war die Darstellung einer Theaterähnlichen Situation, sowie dem unbelebten Gegenstand Leben einzuhauchen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Arvid Kammler:

Das Gesicht einer steinernen Figur, vielleicht aus Jade, seitlich mit sehr geringer Tiefenschärfe fotografiert. Es handelt sich um eine Makro-Aufnahme mit einem Retroadapter und einem Standard-Objektiv. Das Gesicht des Engels wird von rechts oben beleuchtet – relativ heftige Schattenpartien, die aber keinen zu hohen Kontrastumfang mitbringen, machen das pausbäckige Antlitz plastisch.

Dein Ansatz ist unübersehbar und somit wohl gelungen:

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Morgentau-Grashalm:
Braucht keine Story

Nicht jede Fotografie braucht eine “Geschichte”. Ein wirklich gutes Bild lässt sie im Kopf des Betrachters entstehen.

Kommentar des Fotografen:

Hallo, tja, irgendwann einmal beim Weg zur Arbeit machte ich an einer taufeuchten Wiese halt, um ein paar Fotos zu schießen. Dabei ist dieses hier entstanden. Da ich immer sehr gerne die Kritiken hier auf fokussiert lese, lernt man mit der Zeit ja, auf was es ankommen sollte. Ein Punkt, der fast immer angesprochen wird ist die Geschichte, die ein Foto erzählen kann oder sollte. Aber kann man so etwas auch auf die Makrofotografie anwenden? Daher lege ich in diesem Bild eher wert auf die technische und kompositorische Bewertung des eingereichten Fotos. Schon einmal Danke dafür.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Beyer:

Ein taufrischer Grashalm in der Morgensonne vor einer Wiese, fotografiert mit Makro und weit geöffneter Blende. Der Hintergrund verschwimmt in zahllosen, verschieden grossen Bokeh-Kreisen, deutet das Umfeld aber mit hochschiessenden Schatten an.

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Makrofoto einer Kleeblüte:
Ein Wald in Pink

Makrofotografien bieten Einblicke in andere Welten. Die können allein durch die Vergrösserung, noch besser aber durch zusätzlich Perspektiven-Methoden spektakulär werden.


Kommentar des Fotografen:

Makroaufnahme einer roten Kleeblüte, wie man sie auf fast jeder Wiese finden kann. Meine Absicht war es, die Schönheit im Detail dieser Pflanze einzufangen, da sie mit freiem Auge kaum von jemandem wahrgenommen wird.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Sascha Vogt:

Detailansicht einer gemeinen Kleeblüte als Makro-Fotografie. Auf den ersten Blick sind die Blütenkelche, die sich wie ein kleiner Wald dem Betrachter entgegenrecken, nicht eindeutig einer Grösse zuzuordnen. Eine gelungene Nahaufnahme, die aus dem Blütenkopf einen ganzen Blumenkorb macht.

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Blumenfoto mit Leselampe:
Farben- und Tiefeneffekt

Der Einsatz von Kunstlicht erlaubt bei Blumenfotos starke Effekte. Die Tiefe sollte dabei optimiert werden.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild entstand im Frühjahr dieses Jahres. Ich wollte damit die ersten Frühblüher diese Jahres festhalten. Als Mittel dienten mir dazu meine Canon EOS 350D, mein Tamron Objektiv mit einer 200er Brennweite und einer schlichten Leselampe. Nach etlichen Aufnahmen hatte ich dann endlich den Richtigen Abstand von der Lampe, die ich von schräg links oben per Hand halten musste, gefunden, und bin so zu diesem, wie ich finde, sehr schönen Ergebnis gekommen. Ich habe mich bewusst für diese Leselampe entschieden, da mit Tageslichtlampen nicht so eine schöne Farbstimmung rausgekommen ist. Leider musste ich mich daher auf den Autofokus der Kamera verlassen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Stephan Scherze:

Eine offene Blumenblüte, fotografiert vor rabenschwarzem Hintergrund in fahlem Licht, das von ersten, indirekten Sonnenstrahlen herrühren könnten. Die Blüte füllt den Bildrahmen fast vollständig aus und ist durch den dunklen Hintergrund radikal freigestellt.

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Schmetterlingsporträt:
Freigestellt für mehr Wirkung

Makro-Aufnahmen sind auch mit Normal- und Teleobjektiven möglich, verlangen aber grösste Sorgfalt und Detailgenauigkeit bei der Planung des Hintergrunds.

Kommentar des Fotografen:

Diese Aufnahme entstand im Barockgarten in Heidenau am 8.8.09 gegen 13:30. Da ich derzeit kein Fan/Anwender von Photoshop bin wurde an dem Bild nichts verändert bin auf ausschneiden/skalierung (keine Anpassung der Helligkeit/Farben usw.). Zusätzlich war dies mein 1. Tag in die Makro/Nah-Aufnahme mit meiner neuen (4Tage) Olympus E330.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Brausewetter:

Ein Schmetterling sitzt auf einer knallroten Blume und senkt seinen Saugrüssel in einen Blütenkelch.

Das Bild ist ausgewogen belichtet und zeigt für eine Aufnahme, die um die Mittagszeit entstanden ist, eine gute Kontrastverteilung. Der Schmetterling liegt sauber im Fokus, der Hintergrund verschwimmt leicht in der Schärfen-Untiefe, zeigt aber klar erkennbar ein natürliches Umfeld.

Dennoch ist er zu wenig unscharf; die Zeichnung der Schmetterlingsflügel kann sich gegen den fast genau so wilden Hintergrund nur mit Mühe behaupten.

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Slinkachu:
Kleine Leute ganz gross

Strassenkünstler Slinkachu erschafft winzige Welten in der unseren, die wir ohne seine Fotografien gar nicht wahrnehmen würden. Die Makrofotografie wird bei ihm zur Bühne seiner Kunst.


Seit 2006 setzt der 29jährige britische Strassenkünstler Slinkachu seine Protagonisten in der Grossstadt aus: Die winzigen Modelleisenbahnfigürchen werden zu Strassenmusikern neben einem verlorenen MP3-Kopfhörer, zu Fliegentötern, Reisenden in der Wüste des Trottoirs oder Skateboardern in der Half-Pipe einer Orangenschale. So klein sind die Szenen, die der Künstler schafft, dass man sie als Passant nicht nur übersehen, sondern wohl auch zertreten würde – weshalb er sie für die Nachwelt fotografisch festhält.

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Zeiger-Makro:
Der unerbittliche Zeitverlauf

Makrofotografie lässt sich auch mit Tele-Objektiven realisieren. Die Schärfentiefe wird dabei sehr gering. Zum wirklich bewussten Freistellen aber sollte man sich lichtstarker Objektive bedienen.

Kommentar der Fotografin:

Ich wollte unbedingt mal ein Foto machen, bei dem man mit der Tiefenschärfe experimentieren kann. Dafür habe ich mir dieses Motiv ausgesucht. Ich hatte das Foto ursprünglich noch mit einem kleinen Spruch zum Thema “Zeit” versehen, den ich hier mal weglasse … Jetzt interessiert mich natürlich, ob/wie mir dieses Foto gelungen ist.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Antje Zwanzig:

Natürlich weisst Du, dass Dir dieses Bild gelungen ist – und wie. Das Zusammenspiel der Zeigerspitze und der römischen 5 funktioniert so gut, dass man den Zeiger förmlich sich bewegen sieht. Der Hintergrund mit dem Stundenzeiger in der Unschärfe und dem Farbverlauf des Zifferblatts am Rand rahmt die Aufnahme sehr schön und lässt die Stunden sozusagen in der Unschärfe verrinnen.

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