4 zufällige Bildkritiken zum Thema Mensch:
Alle 50 Artikel zum Thema Mensch auf fokussiert.com:
Zwei Blicke auf Amerika: Jacob Holdt in den Siebzigerjahren und Jean-Christian Bourcart heute. Wer würde die Bilder auf den ersten Blick unterscheiden wollen?
“Social Documents” – unter diesem Titel werden die Arbeiten des Dänen Jacob Holdt und des in New York lebenden Jean Christian Bourcart aktuell im Photomuseum Braunschweig ausgestellt: die soziale Verfasstheit der amerikanischen Gesellschaft im Abstand von mehr als 30 Jahren.
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“Supernatural” – übernatürlich wirken sie, Katja Stukes Porträts von Sportlerinnen und Sportlern. Ihre Gesichter zeigen totale Konzentration und Abwesenheit.
Der Moment der Konzentration vor der sportlichen Höchstleistung; die Fähigkeit, die ganze Umgebung, ein tausendköpfiges Publikum zu vergessen, ist entscheidend für den Erfolg. Jedenfalls bei den prestigeträchtigen Olympischen Spielen, die es im Februar in Vancouver wieder gibt.
Der Begriff Konzentration wird so beschrieben: Es ist die willentliche Fokussierung der Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Tätigkeit, das Erreichen eines kurzfristig erreichbaren Ziels. Fokussierung bedeutet, dass für eine gewisse Zeit auf das momentan Ausgeübte oder Empfundene geachtet wird. Konzentration erfordert geistige Anstrengung und lässt mit der Zeit nach.
Katja Stukes Sportler-Konzentration
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Strassenfotografie bedingt eine Beobachterpose – aber die muss nicht mit einem Überraschungsmoment zusammenhängen.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild habe ich in Amsterdam an einem öffentlichen Platz aufgenommen. Ganz spontan und glücklicherweise ohne dass der Protagonist etwas davon gemerkt hätte und etwa in die Kamera gelächelt hätte. Ursprünglich war das Bild deutlich größer und im Hochformat. Beim bearbeiten ist mir aber aufgefallen, dass der Spieler dadurch nicht als zentrale Figur erscheint. Ich hoffe, das hat sich durch den Beschnitt geändert und man fühlt die Nachdenklichkeit dieses Mannes. Das Format gefällt mir nicht, ist aber dem Ausschnitt geschuldet. Auch das abgeschnittene Bein des sitzenden Zuschauers fällt auf. Soviel zur Selbstkritik…
Peter Sennhauser meint zum Bild von Philipp Becker:
Mehrere Männer sind in dieser Schwarz-Weiss-Fotografie in ein Schachspiel vertieft. Im Vordergrund steht ein Spieler im grossflächigen Schachfeld und versucht, sich den Überblick zu verschaffen;
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Menschen stehen im Mittelpunkt des Interesses von Donata Wenders. Aus flüchtigen Impressionen entstehen “kleine Ewigkeiten”.
“Fotografisch begeistere ich mich für Menschen, deren inneres Strahlen, Hoffen oder Suchen ich in einer Geste oder Haltung sehen kann”, sagt Donata Wenders, Ehefrau des Filmregisseurs Wim Wenders. Aktuell sind ihre Werke in Ulm zu sehen.
Donata Wenders würdige den Menschen, indem sie ihn auf ihren fotografischen Streifzügen beobachtet, so heißt es in der Presseinfo: Sie begibt sich auf eine Spurensuche, bei der Porträts, Stadt- und Landschaftsaufnahmen fern jeder Inszenierung entstehen. Dabei übersetze sie selbst flüchtige Impressionen in einen poetischen Raum kleiner Ewigkeiten. » weiterlesen
Mit dem Tod umgehen, sterbende Menschen fotografieren? Der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta begleiteten unheilbar Kranke in ihren letzten Tagen.
Aus diesen Begegnungen entstanden einfühlsame Porträts von Menschen, die ihrem Tod sehr nahe sind. Die erschütternde Ausstellung ist aktuell in Stuttgart zu sehen – noch bis 20. Dezember.
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Kindheit als sichtbarer Prozess: Die Berliner Fotografin Eva Bertram hat von der Geburt an über elf Jahre das Aufwachsen ihrer Tochter Herveva festgehalten.
Kindheit als Prozess des Eigensinns ist das zentrale Thema der Arbeit “2 Ein Kind“ von Eva Bertram – zu sehen aktuell im Münchner Stadtmuseum.
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Alte Menschen von heute setzen sich nicht mehr in den Lehnstuhl, sondern absolvieren Triathlons und segeln um die Welt. Karsten Thormaehlen zeigt uns “Silver Heroes”.
Der Leistungswille setzt sich auch in der Lebensreife fort. Der Frankfurter Fotograf Karsten Thormaehlen schenkte jenen “Helden mit den silbernen Haaren” seine Aufmerksamkeit, die trotz hohen Alters körperliche Höchstleistungen erbringen.
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Actionporträts dürfen ein bisschen mehr als Passbilder. An- und abgeschnittene Gliedmassen allerdings sind fast nie akzeptabel.
Kommentar des Fotografen:
Eine Freundin von mir, im Wasser fotografiert. Mit Photoshop umgewandelt und bearbeitet. Als Anfänger haben wir einfach abends die Sonne ausgenutzt und über einen Reflektor noch aufgehellt.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Fridtjof Enzmann:
Eine junge Frau mit nassem Haar, rätselhaftem Blick und ansatzweise geöffnetem Mund blickt unter über dem Kopf entspannt verschränkten Armen in die Kamera. Die halbnassen Haare fallen ihr strähnig ins Gesicht, Wasser perlt vond er Haut und tropft von den Fingern der einen Hand. Die körnige Schwarz-Weiss Aufnahme scheint an einem Strand oder an einem Ufer mit Quaimauer entstanden zu sein, welche unscharf im Hintergrund für den Kontrast sorgt. Der Hintergrund fällt vom hellen Negativraum in der linken Bildhälfte hinter dem Modell ab in eine dunkle rechte Hälfte.
Ein fesselndes Bild:
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Der Mix von richtigen Zutaten: Wenige Farben, passender Bildschnitt und einige Menschen an den richtigen Stellen. Schon entstehen Bilder wie im Hollywood-Kino.
Kommentar des Fotografen:
Das Leben ist voller Überraschungen! Diese Tatsache mache ich mir beim Fotografieren zunutze, d.h. ich plane nur sehr selten im voraus, was ich wann wie aufnehme. Und so ist auch dieses Bild ein Zufallsprodukt: Wir – das sind meine Frau und unsere drei Kinder – machten gerade ein Picknick auf einer herrlichen Herbstwiese, als mir plötzlich ein Mann auffiel, der mit seinem Lenkdrachen wahre Wunder vollbrachte. Natürlich ist auch unser Sohn gleich aufgesprungen. Und als er so im Gras kniete und das Spektakel mitverfolgte, liefen plötzlich Bilder aus dem Kino vor meinem inneren Auge ab. Da konnte ich einfach nicht anders als abdrücken… Ich hoffe, die Faszination, die er in diesen Momenten verspürt hat, wird durch das Foto ein klein wenig greifbar.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Siglär:
Grosses Kino. Das war mein erster Gedanke, als ich das Foto sah. Zum einen natürlich wegen des Breitbild-Formats und der geringen Tiefenschärfe, was an Kinofilme erinnert. Auch die Tonung der Farben erinnert mich an ältere Hollywood-Filme. Dazu kommt, dass die Geschichte auf dem Bild erkennbar ist.
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Auch Architekturfotografie lebt von Menschen. Dieses Foto zeigt, dass eine einzelne Person ein abstraktes Foto leichter erkennbar machen kann.
Kommentar des Fotografen:
mensch im einkaufszentrum
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von lilo ulke:
In einigen Bildkritiken hatte ich darauf hingewiesen, dass im Zeitalter der Farbfotos und Reizüberflutung Bilder ohne oder mit nur einer Farbe eine besondere Wirkung entfalten.
Auch das Schwarz-Weiß-Foto von Lilo Ulke folgt diesem Prinzip – und das mit Erfolg:
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