Thema: Monochrom

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Monochrom:


 

Alle 15 Artikel zum Thema Monochrom auf fokussiert.com:

Bildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (1)

Der nachfolgende Artikel befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im heutigen ersten Teil geht es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im folgenden zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.

Eine Begriffserklärung
Die Ausdrücke “Abwedeln” und “Nachbelichten” klingen fast nach einer Geheimsprache, und deren englische Entsprechungen “Dodge” und “Burn” sind auch nicht besser (siehe Bild 1). Ich möchte Euch zunächst die Herkunft der Begriffe erläutern. Der historische Bezug mag dann verdeutlichen, warum nicht einfach von “Aufhellen” und “Abdunkeln” einzelner Bildpartien gesprochen wird.

Ein klärendes Gespräch

Ein klärendes Gespräch

Die Begriffe stammen aus der Zeit der analogen Dunkelkammer. » weiterlesen

Lenswork

Der nachfolgende Artikel ist zwar in der Reihe „Fotografen im Fokus“ erschienen, fällt aber insofern aus dem Rahmen, weil er nicht einen einzigen Fotografen behandelt, sondern eine Publikation. Ich habe mich dennoch entschlossen, Lenswork anzusprechen, weil die Zeitschrift sich von vielen anderen, die sich im selben Metier bewegen, abhebt.

Lenswork

Abgesehen davon, daß man sie seit 2006 nicht mehr am Zeitungsstand kaufen kann (einzelne Ausgaben sind jedoch am “virtuellen Zeitungsstand” auf der Seite erhältlich), wird sie auch nicht durch Anzeigen finanziert, und sowohl der Zeitschrift als auch der dazugehörigen Webseite ist der Geist ihres Urhebers anzusehen.

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Bildbearbeitung:
Digitale Filmkornsimulation (2)

Überblick (bereits erschienene Teile sind verlinkt)
1. Einleitung
2. Das Problem des Bildrauschens
3. Die Haptik des Bildes
4. Das Phänomen der Kornschärfe
5. Der Aspekt des Stilmittels
6. Einbindung des beigelegten Aktionssets
7. Eine Beispielbearbeitung
8. Was noch zu sagen wäre …
9. Und noch etwas …

 

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6.Einbindung des beigelegten Aktionssets

Nach dem Herunterladen des Aktionssets und dem Abspeichern an einer möglichst wiederauffindbaren Stelle der Festplatte öffnet man Photoshop und wählt die Aktionsverwaltung über das Menü (Fenster: Aktionen) oder über F9 direkt aus. In dieser findet sich rechts oben ein kleines Icon mit einem Pulldownmenü und dort in der fünften Abteilung der Befehl Aktionen laden. Nun kann der Aktionsset ausgewählt und eingebunden werden, er steht nun zur Anwendung bereit. » weiterlesen

Strassenfotografie:
Der graue Clown

Farbe in Schwarz-Weiss – geht das? Manchmal ist es reizvoll, eindeutig bunte Motive in den Köpfen der Betrachterinnen zu schaffen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gerd L).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gerd L).

Kommentar des Fotografen:

Wien Stephansplatz am letzten des Jahres 2011. Geschossen mit Hasselblad 500cm Sonnar 150mm T-max 100, entwickelt in Rodinal 1:50

Peter Sennhauser meint zum Bild von Gerd L:

Ein Clown sitzt auf einer Bank an einer belebten Fussgänger-Zone, mit auf dem Bauch gefalteten Händen. Hinter der Figur mit Luftballon-Hut sitzen zwei leicht von ihm abgewandte junge asiatische Frauen und essen etwas aus Papptellern. Rings um die Szene strömt das Strassenleben in Schwarz-Weiss und quadratisch, ohne den Unterhaltungskünstler mit irgendwelcher Aufmerksamkeit zu ehren.

Wirklich verblüffend finde ich an dieser Aufnahme, dass sie farbig zu sein scheint, aber eindeutig Schwarz-Weiss ist:

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Digitale Kunst:
Gänseblümchen einmal ganz anders

Um effektive Fotos zu schießen muß man manchmal nur vor die Haustür gehen. Und dort etwas sehen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stefan Leisi)

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Stefan Leisi)

Kommentar des Fotografen:

Mich fasziniert, wie die im Frühling alle Pflanzen mit aller Macht den ersten Sonnenstrahlen entgegenwachsen, mögen sie noch so klein sein. In diesem Fall ist es eine kleines Gänseblümchen, welche seine Blüte der Sonne entgegen streckt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stefan Leisi:

Mein Kunstmaler-Vater hat einmal gesagt, die Welt bestünde aus denen, die schauen, und denen, die sehen. Du siehst. Glückwunsch zu diesem beeindruckenden Foto, das wieder einmal beweist, daß für gute Bilder eigentlich nur ein gutes Auge und die Fähigkeit, mit der Kamera das Gesehene wiederzugeben, gehört.

Die Nachbearbeitung gibt, zusammen mit den fast ausgebrannten Blütenblättern, dem Ganzen den Charakter digitaler Kunst.

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Cy Twombly:
Malerei, Fotografie?

“Gemalte” Fotografien oder “fotografierte” Malerei? Cy Twomblys Fotos müssen wir zusammen mit seiner Malerei sehen, mit den Zeichnungen und der Plastik.

Cy Twombly: Landscape, Lexington, VA, 2007 © 2011 Cy Twombly / courtesy Schírmer/Mosel

Cy Twombly: Landscape, Lexington, VA, 2007 © 2011 Cy Twombly / courtesy Schírmer/Mosel

Beim Amerikaner Cy Twombly steht die Fotografie in einem eigenen Zweig neben den anderen künstlerischen Feldern. Wir können seine Fotos nun erstmals in Deutschland sehen – aktuell in München. » weiterlesen

Bremsenporträt:
Umfeld geschickt genutzt

Die Umgebung – und sei sie auch so unnatürlich wie eine Autoscheibe – geschickt zu nutzen ist ein Element guter Fotografie.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens Wildner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Jens Wildner).

Kommentar des Fotografen:

eins meiner ersten makros. diese bremse saß auf meiner windschutzscheibe des autos und ich konnte sie ganz in ruhe fotografieren. es war wie im studio. sie ließ sich nicht beirren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von jens wildner:

Ein Insekt – eine Bremse – sitzt auf einem weitgehend monochromen Hinter- oder Untergrund. Die Makro-Fotografie stellt das Tier aus einer Perspektive von Schräg vorne oben ins Zentrum des Bildes und bietet Gelegenheit, das Tier im detail zu mustern.

Ich kann nicht sagen, dass Tiere dieser Art zu meiner Lieblingsgattung gehören – aber interessant anzuschauen, speziell im Makro, sind sie allemal.

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Porträt im Ambrotypie-Look:
Grundlagen nicht vernachlässigen

Gerade bei einfach und sauber komponierten Porträts kommt es besonders darauf an, daß keine störenden Elemente vorhanden sind, da diese um so mehr auffallen. Auch die Nachbearbeitung kann hier eher hinderlich sein, wenn sie das Foto selbst nicht wirklich unterstützt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Bax).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Bax).

Kommentar des Fotografen:

Hallo. Dieses Portrait enstand in meiner Familie. Ich habe versucht den Charakter dieser jungen Frau auf diesem Foto festzuhalten. Ich wollte mit dem Ambrotypen-Look die Bildwirkung verstärken. Ob ich damit auf dem Holzweg bin, werdet Ihr mir hoffentlich sagen können.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von André Bax:

Eine junge Frau blickt uns unverwand und ungestellt an. Sie wirkt nachdenklich, aber gleichzeitig auch irgendwie herausfordernd.

Es ist schwierig, solche Porträts zu schießen, weil viele Leute denken, sie müßten grundsätzlich lächeln, wenn sie fotografiert werden. Was mir bei diesem Foto gut gefällt, ist die saubere, klare Pose:

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Arktislandschaft:
Eis wohin das Auge blickt

Vermeintlich eintönige Landschaften können mit dem Weitwinkel und Detail-Vordergrund zu faszinierenden Entdeckungswelten gemacht werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Leonhardt).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Leonhardt).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand während einer Arktisexpedition diesen Sommer. Mein Kollege wollte einen kurzen Spaziergang machen. Es war gar nicht so einfach, den richtigen Moment zu erwischen wenn er gut sichtbar im Bild war. Die Stimmung finde ich gut wiedergegeben. So wie es halt war. Allerdings fehlt einfach was? Nachbearbeitung nur durch Kontrastanhebung und Scharfzeichnung.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Martin Leonhardt:

Eine Landschaft aus schmelzendem, schmutzigem Eis. Bis zu den Hügeln am Horizont ziehen sich in dieser Farbaufnahme vermeintlich monochrome, weiss-graue Eisbuckel eines Gletschers hin. Mitten darin ist, unerwartet klein, eine Gestalt im roten Parka zu erkennen. Dahinter ist das Festland zu erahnen, darüber breitet sich ein grau-blau-bewölkter Himmel aus.

Einöden wie Wüste, Steppe, Grasland – Landschaften, die vermeintlich nichts bieten, an dem sich das Auge festhalten kann -eignen sich für Landschaftsaufnahmen genau so wie dramatische Alpenklippen:

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Schneewüste:
Photoshopeffekte sparsam anwenden

Photoshop hat seinen Platz, aber Spezialeffekte können ein gutes Foto nachträglich verschlimmbessern.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Leipold).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Michael Leipold).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild habe ich auf einer Fototour in der Rhön unweit von Frankenheim gemacht. Auf einer Höhe von über 700m wird die Landschaft oftmals zur Schneewüste in dieser Jahreszeit. Starke Schneeverwehungen werden oft nur durch Fangzäune verhindert. Doch in diese Wüste gibt es Leben! Eine geschwungene Straße durchzieht die Landschaft, und ab und zu kommen hier Fahrzeuge durch, die in der Ferne wieder im Nebel verschwinden. Ein Amsel sitzt auf einen Baum am Straßenrand, mitten in dieser lebensfeindlichen Umgebung. Futter wird sie hier kaum finden, aber was macht sie dann hier? Mit diesem Bild will ich zeigen, dass weniger oft mehr ist. Bearbeitet habe ich das Bild mit PS. Als Hobbyfotograf konzentriere ich mich hauptsächlich auf die Landschaft in der Rhön.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Leipold:

Kompliment zu diesem Foto. Es vereinigt einige Ratschläge, die hier in den vergangenen Wochen in der Kritik erschienen sind. Vom inneren Schweinehund zu Tiefe im Foto zu einfacher Komposition – ein insgesamt sehr gelungenes Bild.

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