4 zufällige Bildkritiken zum Thema München:
Alle 11 Artikel zum Thema München auf fokussiert.com:
Thomas Weinberger verschmilzt auf seinen Bildern Tag und Nacht: Es entstehen unwirkliche Szenen – gleichzeitig ist es taghell und nächtlich dunkel.
Weinberger fotografiert denselben Ort zweimal – bei Tag und bei Nacht. Das Übereinanderblenden beider Aufnahmen ergibt diese malerische Verschmelzung, die ihrem Wesen nach immer noch Fotografien sind.
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Weitwinkelaufnahmen hoch aufragender Objekte verlangen einen bewussten Umgang mit der Verzerrung. Stürzende Linien können genutzt, aber nicht in Kauf genommen werden.
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Kommentar des Fotografen:
Ich habe das Bild Ende August bei Sonnenuntergang mit Stativ und Weitwinkel im Olympiapark in München aufgenommen. Im Hintergrund ist das Olypmiastadion zu sehen, rechts der Olympiaturm, im Vordergrund der See im Park. Das Motiv ist der Olympiaturm, dessen imposante Form und Höhe ich auf dem Bild darstellen wollte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Fabian Frölich:
Diese Hochkantaufnahme zeigt bei lieblichem Sommerwetter nach Sonnenuntergang aufgenommen einen park mit Teich und Enten im Vordergrund, in dem sich der Münchner TV-Turm rechts vorne spiegelt, der in den oberen zwei Bilddritteln am rechten Bildrand hoch aufragt und dabei extrem nach links zur Bildmitte kippt.
Weitwinkelobjektive sind für viele Einsteiger in die Fotografie eine späte Entdeckung:
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Die Münchener Pinakothek der Moderne zeigt einen sehenswerten Querschnitt durch den künstlerischen Aufbruch der Fotografie im frühen 20. Jahrhundert – und einen kurzen Blick in eine der wichtigsten und besten privaten Fotosammlungen von Ann und Jürgen Wilde.
Es war ein Glücksgriff für die Münchener Museenlandschaft, als die international beachtete, private Sammlung an Fotografien der 1920er und 1930er Jahren von Ann und Jürgen Wilde in die Stiftung Ann und Jürgen Wilde überging und der Bayerischen Staatsgemäldesammlung angegliedert wurde. Denn die Münchener Pinakothek der Moderne kann nur erstmals (noch bis zum 26. Juni) unter dem Titel «Die neue Wirklichkeit» einen Querschnitt der Kölner Sammlung zeigen. Ein Querschnitt, der von der Vitalität des frühen 20. Jahrhunderts zeugt und für jeden Kunst- und Fotointeressierten einen Besuch wert ist.
«Die neue Wirklichkeit»
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Die abstrakte Fotografie ist ein weites Experimentierfeld. Die Reduktion auf das Wesentliche ist vielleicht der kleinste gemeinsame Nenner.
Ein Spektrum dieser Experimente können wir uns derzeit in München anschauen. Unter dem Titel <abstract> werden fünf Fotokünstler mit aktuellen Arbeiten ausgestellt.
Der Medienphilosoph Lambert Wiesing unterscheidet zum Begriff “abstrakte Fotografie” in einem Aufsatz folgende Formen der Abstraktion: Abstraktion im fotografischen Produktionsprozess, im fotografischen Produkt, um der Sichtweise willen, um der Sichtbarkeit willen und um der Objektkunst willen.
Die Intention, das Darzustellende auf das Wesentliche zu reduzieren, bleibt das Gemeinsame. Wir kennen diese Art von Fotografie auch unter dem Begriff “Konkrete Fotografie”. Darüber haben wir bei fokussiert.com schon ein paar Mal geschrieben, zum Beispiel über Wolfgang Tillmans: Das Wunder der Fotochemie.
Die Galerie f5.6 stellt uns die fünf Fotokünstler vor: » weiterlesen
Die Münchner Fotografin Juliane Eirich fotografiert in der Nacht. Da entfalten die Schauplätze ihre einzigartige Aura, meint sie.
Das Künstliche und Modellhafte des nächtlichen Lichtes interessiert Juliane Eirich ganz besonders. Ihre Arbeiten sind zur Zeit in München zu sehen.
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Nachts ist die Zeit des Lichtmalens, und was eignet sich besser dafür als ein Rummel mit all den blinkenden Lichtern und bunten Farben? Jürgen Schulte hat sie festgehalten.
Kommentar des Fotografen:
Impression vom Oktoberfest 2009 in München. Ich finde das Farbenspiel sich schnell drehender Fahrgeschäfte faszinierend. Mit einer etwas längeren Belichtungszeit erfasst man nicht nur die Dynamik der Bewegung. Ähnlich einer sich schnell drehenden Palette eines Malers entstehen immer neue Farbspiele und Formen, die die konkrete Technik des Karussels völlig in den Hintergrund treten lassen. Ein Eindruck, der dem flüchtigen Beobachter meist verborgen bleibt.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jürgen Schulte:
Das Zeichnen mit Licht ist eine Art der Kunst, bei der die Fotografie (und zum Teil auch der Film) zur Hochform auflaufen.
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Die schiefe weiße Box der Münchner Fotografin Anna Peisl bringt unsere Sehgewohnheiten durcheinander. Die Perspektive verrutscht, der Mensch verliert gewohnten Halt.
Anna Peisls “Whitebox” wurde über mehr als drei Jahre zur schiefen Bühne für viele Menschen. Hundert von ihnen zeigt sie jetzt – nur eine Woche bis 7. Februar – in der Münchner Orangerie im Englischen Garten.
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Kindheit als sichtbarer Prozess: Die Berliner Fotografin Eva Bertram hat von der Geburt an über elf Jahre das Aufwachsen ihrer Tochter Herveva festgehalten.
Kindheit als Prozess des Eigensinns ist das zentrale Thema der Arbeit “2 Ein Kind“ von Eva Bertram – zu sehen aktuell im Münchner Stadtmuseum.
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Dinge wie eine ungewöhnliche Bildaufteilung, Negativraum oder Color-Key können viel Aufmerksamkeit auf ein Bild vereinen. Der Bruch mit Konventionen sollte aber nicht durch die unbewusste Vernachlässigung anderer Regeln geschwächt werden.
Kommentar des Fotografen:
Servus, das Bild wurde am 24.04.09 bei einem Konzert des Norwegischen Jazz Trompeters Nils Petter Molvaer aufgenommen. Ich finde selbst finde sowohl den Schnitt wie auch die Farbgebung sehr nett. Übrigens: Bis auf die Größe ist das Bild Out-of-the-Cam. Die Farben waren durch die Scheinwerfer so. Würde mich über ein Feedback freuen. Grüße aus München jesse
Peter Sennhauser meint zum Bild von Werner Tschernoussow:
Negativraum – “leerer” Bildanteil – kann ein wirksames Gestaltungswerkzeug sein. In der Landschaftsfotografie ist dabei nicht “nichts” zu sehen, aber nichts relevantes; in Bildern wie diesem Trompeterporträt und in Studioaufnahmen bietet sich die Möglichkeit, echten, total einfarbigen Negativraum zu benutzen.
Er sollte natürlich mehr sein als nur grafische Aufteilung des Bildes, sonst wirkt er aufgesetzt:
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Die Galerie Stephen Hoffmann in München zeigt zum 80. Geburtstag des Magnum-Fotografen Elliott Erwitt eine Auswahl seiner Werke.
Bereits anfangs des Jahres berichteten wir über
“Seen & Unseen”, eine Ausstellung neuer Fotografien Erwitts in Hamburg, jetzt wird eine Auswahl seiner Arbeiten in München präsentiert. Am Samstag wurde die kleine Ausstellung eröffnet – in Anwesenheit des Künstlers.
Für mich Grund genug mal wieder die alte Leica auszupacken und in klassischer Manier mal wieder einen Schwarzweißfilm zu belichten. Allerdings war ich mit dieser Idee nicht allein.
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