4 zufällige Bildkritiken zum Thema Museum:
Alle 16 Artikel zum Thema Museum auf fokussiert.com:
Anfang Februar wurde in Amsterdam das World Press Photo des Jahres 2011 erkoren.
Sieger ist der spanische Fotograf Samuel Aranda mit dem Bild von Fatima al-Qaws, die ihren Sohn Zayed während der Proteste gegen den jemenitischen Präsidenten Saleh umsorgt. fokussiert hat bereits über das Bild berichtet. Die 3×2 Tickets, welche von KEYSTONE zur Verfügung gestellt wurden, gingen an Andi, Miau und Hans-Dieter. Wir hoffen, sie hatten Freude an der Ausstellung.
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Eine zuerst unpassend wirkende Kombinationen verschiedener Dinge – hier alt und modern – hat auf Fotos oft ihren Reiz.
Kommentar der Fotografin:
Die Aufnahme entstand anlässlich eines Besuches des Kröller-Müller Museums (NL) mit meiner Familie. Das Motiv reizte mich auf Grund des Unterschiedes eines heutigen modernen Mädchens mit einem Audioguide vor dem Hintergrund eines Historienbildes.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Adelheid Prünte:
Dieses Bild hat etwas Surreales, etwas Unwirkliches. Schnell wird klar, woran das liegt. Der Hintergrund hinter dem Mädchen wirkt abstrakter, gezeichneter als das Mädchen selbst. Kein Wunder, ist das Bild “Transport der Kolonialsoldaten” doch in der Tat gemalt worden, und zwar 1884 von Isaac Israël. Jetzt hängt das Gemälde im niederländischen Kröller-Müller Museum und kann dort auf die “modernen” Menschen treffen.
So entstand auch diese Aufnahme des Mädchens mit Audioguide am Ohr und des Soldatenmarsches im Hintergrund:
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Die Prognosen für die Ostertage sind nicht gerade vielversprechend, warum also nicht einen Tag da verbringen, wo das Wetter keine Rolle spielt: im Fotolabor?
Das
Kameramuseum in Vevey veranstaltet über Ostern Labortage für Jugendliche.
Heute betrachten wir unsere Bilder am Monitor, bestenfalls kommen sie aus dem Drucker. Da ist es eine ganz besondere Erfahrung, mit anzusehen, wie ein lichtempfindliches Papier in einer Schale entwickelt wird und wie von Geisterhand langsam ein Bild entsteht. Wahrlich ein Erlebnis – nicht nur für Jugendliche …
Diese Ostern veranstaltet das Fotomuseum in Vevey solche Labortage für Jugendliche, wo sie unter Aufsicht selbst ein Fotogramm erstellen können und dabei lernen, wie das chemische Bildverfahren funktioniert. In den Ausstellungsräumen rund um das grosse Labor wird die Geschichte der Fotografie von den Anfängen mit der Lochkamera bis zum heutigen digitalen Bild mit zahlreichen Exponaten dokumentiert.
Öffnungszeiten
Das Museum ist am Ostersonntag und Ostermontag, sowie regulär von Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 17:30 Uhr geöffnet. Das Fotolabor ist an den Wochenenden, Feiertagen und während den Schulferien von 11:00 bis 17:00 Uhr zugänglich.
Eintrittspreise
Erwachsene (Museum und Fotolabor): CHF 15.–
nur Museum CHF 8.–
Kinder CHF 7.– (Museum und Fotolabor)
(bis 16 Jahre ist die Museumsbesichtigung gratis)
Gut gemachte Bildmanipulationen verbinden perfekte Technik mit fotografischem Handwerk. Dies gelingt am besten, wenn realistische “Fehler” ins Bildwerk integriert werden.
Kommentar des Fotografen:
Meine fotografische Leidenschaft sind Fotomontagen. Hier habe ich einen Raum in einem Kunstmuseum aufgenommen. Auf den Bildern waren Motive aus der Natur zu sehen. Da kam mir ide Idee, wie es den aussehen würde, wenn die Natur nun tatsächliche aus den Bildern “heraus käme”. Der 2. Gedanke war, dass vielleicht in Zukunft die Natur nur noch in Museen zu “besichtigen” sein könnte. Außerdem gefallen mir solche surrealistischen Szenen. Ich habe mit diesem Bild schon bei einigen Wettbewerben teilgenommen und dabei in einem FIAP-Wettbewerb in Zargozza (Spanien) eine Goldmedaille gewonnen. Mich würde natürlich auch Ihre Meinung dazu interessieren!
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Norbert Senser:
Wir blicken in dieser Farbfotografie frontal in einen kleinen Museumsraum mit Holztäferung bis Hüfthöhe und Fischgräte-Holzboden. An den drei rostroten Wänden hängen jeweils zentriert drei barocke Goldrahmen. Darin sind aber nicht Bilder zu sehen; aus den beiden Rahmen an den seitlichen Wänden wachsen uns hellgrüne Dschungelpflanzen entgegen, aus dem Bildrahmen an der Stirnseite des Raums strömt ein kleiner Wasserfall mitten in den Raum, das Wasser spritzt vom Holzboden auf.
Die Nachbearbeitung von Fotografien in Photoshop ist eine der ersten neuen Erfahrungen, welche viele Einsteiger in die Fotografie heute zunächst scheuen, dann begeistert aufnehmen und sehr rasch bei dem ankommen, was nicht mehr reine Nachbearbeitung, sondern bereits Bildmanipulation genannt werden muss.
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Farbfilter, Komplementärkontrast und eine Prise Exotik sind die Zutaten, welche dieses Bild zu einem Hingucker machen.
Kommentar des Fotografen:
Olafur Eliassons Kunstwerk “Your Rainbow Panorama” wurde im Mai 2011 auf dem Dach des Kunstmuseums Aros eröffnet. Der Rundgang verteilt alle Farben des Regenbogens auf die 360 Grad des Panoramas. Bei meinem Besuch traf ich auf diese Mönche in ihren orangenen Gewändern und passte den Moment ab, als sie in Richtung der orangefarbenen Fenster gingen.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Matthias Bühler:
“Hey, cooles Licht”, dachte ich mir beim ersten Blick auf das Foto. Als ich las, dass das Foto im Kunstwerk “Your Rainbow Panorama” entstanden ist, schaute ich mir im Internet einige Fotos davon an und merkte, dass diese permanente begehbare Installation in der Tat sehr fotogen ist und es wenig Aufwand erfordert, dort gelungene Fotos zu machen.
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Fotografie kann Vorgänge als Motiv haben, weil sie anders sieht als wir.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild ist im Rahmen eines Projektes für die Schule entstanden. Selbstgewähltes Thema war “Bewegung”. Die Technik die Kamera mitzubewegen während sich das Objekt bewegt hatte es mir angetan. Ich habe probiert das ganze in verschiedenen Situationen umzusetzen wie z.B. in diesem Bild eines Besuchers in einer Kathedrale.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Moritz Wörle:
Ein Mann in rotem Pullover mit hinter dem Rücken verschränkten Armen geht in diesem Bild von der Kamera weg in einen zeremonialen Raum. Es kann ein Rathaus, eine Uni oder ein Gerichtsgebäude, vielleicht auch ein Museum sein: Am Boden ist in der Bewegungsunschärfe ein Siegel zu erkennen. Die Kmaera wurde für die Aufnahme in einer Drehbewegung dem Mann entsprechend nach rechts mitgezogen.
Diese Aufnahme hat etwas, obwohl sie kein an sich spannendes gegenständliches Motiv zeigt. Deine selbstgestellte Aufgabe, Bewegung zu zeigen, hätten zwar die meisten von uns wohl anders und mit deutlich mehr “Schwung” gelöst, aber das Bild ist sehr spannend, weil es seinen Inhalt nicht auf den ersten Blick preisgibt:
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Mit dem Auge des Biologen fotografiert Jochen Lempert die Natur und die Tiere. Seine Beobachtungen zeigen das Spannungsfeld zwischen Natur und Kultur.
Zwar geht Jochen Lempert bei seinen Beobachtungen mit den Verfahren der Naturwissenschaft vor. Die daraus entstehenden Panoptiken sind jedoch keineswegs streng wissenschaftlich zu sehen.
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Die Betonung von Linien und eine Reduktion der Farben ist ein klassisches fotografisches Mittel – hier gut für das Portrait eines Museumsbesuchers eingesetzt.
Kommentar der Fotografin:
Mit einer Kompaktkamera aufgenommen, Kontrast mit Microsoft Office Picture Manager etwas erhöht. Während eines Museumsbesuchs musste mein Begleiter kurz auf mich warten und setzte sich freundlicherweise dekorativ hin. Tja, aber etwas stört mich am Bild, ohne dass ich wüsste, was. Widersprechen sich zwei Aussagen (linke schwarz/weiss-Seite gegen rechte Spiegelung-Seite) oder stört die Blickführung von der Mitte weg nach hinten rechts? Oder …? Ich bin sehr gespannt auf Euren Komentar, für den ich mich sehr herzlich bedanke!
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Corinne ZS:
Ein Museum kann – selbst wenn keine Fotografien ausgestellt werden! – eine Quelle der Inspiration für Foografen sein. In diesem Fall nutzte die Corinne die in der Luft liegende Kreativität -und die spezielle Architektur eines Museums.
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Sozial und ökologisch engagierte Fotografie zeigt uns Hans Peter Jost mit seinem globalen Projekt “Baumwolle weltweit”.
Die Bilder des Schweizer Fotografen Hans Peter Jost sind aktuell in Heidelberg zu sehen. Zusammen mit der Journalistin Christina Kleineidam entstand ein Buch über die Reisen, die globale Baumwollproduktion und ihre Auswirkungen.
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Die Ausstellungsobjekte sind keineswegs das einzige oder das beste Motiv in Museen. Die Architektur, die Raumeinteilung, die Beleuchtung und die Menschen bieten sich für spannende Fotografie an.
Kommentar des Fotografen:
Zeche Zollverein 2010, Ruhr Museum Eröffnung. Spontan aufgenommen. Kompaktkamera auf Vitrine positioniert. Interessant fand ich die Spiegelungen und die Einbettung der Ausstellungstücke in die gegebene Architektur. Die Tiefe des Raumes wird durch die Kameraposition verstärkt. Ich wollte die Stimmung im Museum festhalten und fand die Beleuchtung der Austellungsstücke im Museum sehr gelungen. Kann ich noch etwas verbessern (Nachbearbeitung).
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Guido Sokolis:
Ein ebenso futuristisch wie minimalistisch anmutender Raum mit dunklen Farbtönen und fragmentierter Betondecke, vielen indirekten Lichtquellen und einigen Menschen erstreckt sich aus der Perspektive des Betrachters ins Bild hinein.
Menschen schlendern um eine Vitrine im Bildzentrum und -vordergrund herum, in welcher Gesteinsbrocken liegen, nur halb sichtbar durch die Spiegelungen im Glas, welche die linienreiche Raumgestaltung und die Lichtquellen verdoppelt und über andere Ansichten im Bild legt.
Eine spannende Fotografie, die viele Leitplanken bietet, denen das Auge folgen kann, ohne sogleich alles preiszugeben, was es zu entdecken gilt.
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