4 zufällige Bildkritiken zum Thema Musiker:
Alle 7 Artikel zum Thema Musiker auf fokussiert.com:
Schnellschüsse aus der Hüfte können Glückstreffer werden. Oder der Fotograf hat Pech und schafft es nicht, das Wesen des Porträtierten einzufangen.
Kommentar des Fotografen:
Dieses Bild ist entstanden, als ich im Londoner Untergrund unterwegs war.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Marvin Mendzies:
Ich möchte wetten, dass der Fotografen den Porträtierten vor dem Fotografieren nicht gefragt hat, ob er ein Foto machen darf bzw. auch nicht mit ihm geredet hat. So wirkt zumindest das Bild.
Marvin Mendzies hat es in der Rubrik “Porträt” eingereicht, aber schon der Aufnahmestandpunkt lässt vermuten, dass hier sozusagen “aus dem Versteck” fotografiert wurde. Das würde ich bei einer Reportage über somalische Kindersoldaten oder den ukrainischen Straßenstrich verstehen, aber nicht bei einem Keyboarder in der Londoner U-Bahn:
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Bei ungestellten Porträts wie auch bei Street Photography besteht die Herausforderung darin, mit dem zu arbeiten, was man hat.
Kommentar des Fotografen:
Darf sich auch ein Fotograf einmal verlieben?
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von reinhard schnetzer:
Eine junge Frau, die unbemerkt fotografiert wurde. Der Fotograf als Betrachter, aber zum Teil auch als Voyeur. Die Frage wurde bereits anderswo angeschnitten:
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In der Musikfotografie kommt eigentlich alles auf den entscheidenden Moment an, in dem die Musiker ihre Emotionen zeigen. Dies fehlt mir hier.
Kommentar des Fotografen:
Hallo, das Bild wurde am 04.206 in Ludwigshafen aufgenommen. Der Künstler, den ich sehr bewundere ist Ron Carter (Bass) ein “Klassiker” der internationalen Jazzszene. Ich kann fömlich fühlen wie er in seiner Musik ist. Dass das Foto ohne Blitz oder bearbeiten entstanden ist, was bei Konzertfotos üblich ist, möchte ich noch erwähnen. Für mich ist diese Art zu Fotografieren besonders reizvoll. Improvisation ist hier wie in der Musik alles. Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Marianne Hamann-Weiss:
Grundsätzlich finde ich dieses Bild nicht schlecht. Mir gefällt der Aufbau, die Belichtung ist in Ordnung, der Moment ist ok und die Brennweite ist richtig gewählt. Nur die Verschlussgeschwindigkeit mit 1/25 ist viel zu kurz. Und doch reizt es mich nicht, das Bild länger anzuschauen:
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Dinge wie eine ungewöhnliche Bildaufteilung, Negativraum oder Color-Key können viel Aufmerksamkeit auf ein Bild vereinen. Der Bruch mit Konventionen sollte aber nicht durch die unbewusste Vernachlässigung anderer Regeln geschwächt werden.
Kommentar des Fotografen:
Servus, das Bild wurde am 24.04.09 bei einem Konzert des Norwegischen Jazz Trompeters Nils Petter Molvaer aufgenommen. Ich finde selbst finde sowohl den Schnitt wie auch die Farbgebung sehr nett. Übrigens: Bis auf die Größe ist das Bild Out-of-the-Cam. Die Farben waren durch die Scheinwerfer so. Würde mich über ein Feedback freuen. Grüße aus München jesse
Peter Sennhauser meint zum Bild von Werner Tschernoussow:
Negativraum – “leerer” Bildanteil – kann ein wirksames Gestaltungswerkzeug sein. In der Landschaftsfotografie ist dabei nicht “nichts” zu sehen, aber nichts relevantes; in Bildern wie diesem Trompeterporträt und in Studioaufnahmen bietet sich die Möglichkeit, echten, total einfarbigen Negativraum zu benutzen.
Er sollte natürlich mehr sein als nur grafische Aufteilung des Bildes, sonst wirkt er aufgesetzt:
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Ist es wichtiger, die Realität einer Szene wahrheitsgetreu abzubilden, als sie ästhetisch so ansprechend zu gestalten, wie es Dir gefällt?
Kommentar des Fotografen:
Stillfire, eine australische Nachwuchs-Hardrockband, aufgenommen an den Seminfinals der “National Campus Band Competition” in einem kleinen Pub in Fremantle, Western Australia. Dank dem Licht auf den Monitoren wirkt die Szene viel grösser als sie in Wirklichkeit ist. Die Band steht erst am Anfang ihrer Karriere, beherrscht aber bereits alle Tricks der “Grossen”, um das Publikum zu begeistern.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Lorenz Ramseyer:
Als Konzertfoto ist dieses Bild nicht schlecht. Es gibt schöne Farben von den Lichtern, einen Musiker in einer dramatischen Position, der einen Ton aus seiner Gitarre herausquetscht, und der Fotograf hat die Lautsprecher und Kabel benutzt, um unsere Augen zum Hintergrund des Bildes zu leiten, wo die Handlung stattfindet. Es ist auch cool, wie das Haar des Gitarristen sein Gesicht verbirgt, was ein wenig Geheimnisvolles hat.
Während das für ein ziemlich anständiges Konzertfoto durchaus genug ist, bleibt immer noch die Frage: wie können wir es verbessern?
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Ein klasse Konzertbild, das durch Aufteilung und Farbgebung eine besondere Stimmung transportiert.
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Nick Lobeck). NIKON D300 – 1/80s – f/3.5 – 175mm (257mm)
Kommentar des Fotografen:
Konzert von Justice am Openair St. Gallen 2008 Aus grosser Distanz mit einem 70-200 2.8 Tele von Nikon.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Nick Lobeck:
Konzertfotografie ist etwas sehr eingängiges, dankbares. Die Zuschauer haben Spass, die Musiker machen ihren Job gern und wenn man vom Veranstalter nicht nach 10 Minuten des ersten Liedes aus dem Fotograben hinauskomplimentiert wird, kann man sogar einen Schweißtropfen auf der Stirn des Sängers fotografieren.
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Rockstar Bryan Adams ist auch Fotograf. Mit Vorliebe porträtiert er andere prominente Stars – Musiker, Schauspieler oder auch – wie kürzlich – deutsche Fußball-Nationalspieler.

Bryan Adams: Franka Potente – Bildgalerie
Bryan Adams ist offizieller Fotograf von Hear the World – einer weltweiten Initiative des Hörgeräteherstellers Phonak, die das Bewusstsein für das Thema Hören und Hörverlust fördern soll. Die Stiftung Hear the World ist gemeinnützig und unterstützt weltweit Projekte, die sich Menschen mit Hörminderungen widmen. Der Kanadier Adams fotografierte die Botschafter dieser Initiative – und die Bilder dazu sind bis 11. Juni noch in Berlin in einer Ausstellung zu sehen.
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