Thema: Nachtfotografie

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Nachtfotografie:

Nächtlicher Strand: Technik im WegAussenarchitektur: Fluchtpunkt HimmelLangzeitbild Stadt: Ebenen in SchwarzHandy-Schnappschuss: Die Grundregeln bleiben gültig

 

Alle 34 Artikel zum Thema Nachtfotografie auf fokussiert.com:

neoHDR:
Technik als Mittel

David Kaplan hat nicht nur eine neue Technik für HDR-Bilder entwickelt. Er hat auch ein Auge, sie anzuwenden.

Kommentar des Fotografen:

Bei diesem Foto handelt es sich um ein neoHDR. Die aufsummierte Belichtungszeit aller Belichtungen beträgt rund 400s. Bei Blende 1.4 reichte hier, dank der grosszügigen Beleuchtung, ISO 200. Soweit zum technischen.
Aufgenommen wurde es über einem Nebelmeer am Lauerzersee. Auf diese Wetterkonstellation habe ich wochenlang gewartet. Wegen den schwierigen Wetterbedingungen war es auch schwierig da hochzukommen. Mit dem Auto und etwas wandern in der Nacht bin ich dann aber zu diesem tollen Aussichtspunkt gekommen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:

Das Nebelmeer über dem Lauerzersee – eine Nachtaufnahme in Farbe, die sich einerseits wie eine Langzeit-, andererseits aber wie eine Momentaufnahme präsentiert.

Kritisieren kann in man das eigentlich nicht, aber ich glaube, das ist auch nicht Davids Absicht. Er bewirbt hier sein “neoHDR”-Verfahren, und wir helfen ihm gerne dabei – denn die Bilder, die er bisher mit dem Programm geschaffen hat, sind keine Techno-Spielerei, sondern eine faszinierende neue Ansicht der Nachtwelt und ausserdem fast ausnahmslos sehr schön komponiert:

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Fingerübungen – Sternspuren:
Heller als gedacht

Sternspurenbilder bedingen eine dunkle Nacht mit wenig Umgebungslicht – oder eine gute Komposition und korrekt gesetzten Fokus. Ein Erfahrungsbericht vom Mono Lake.

Tom ist schuld. Der Amateurfotograf aus St. Louis, der zufällig in der gleichen Nacht wie ich am Mono Lake in Kalifornien Sternspuren fotografierte, bannte mich mit seinen Erzählungen über das Grizzly-Camp in Alaska, wo er vor einem Jahr in vier Tagen 3700 Bärenfotos geschossen hat.

Und so wurde aus unserer ursprünglich auf 30 Minuten angelegten Belichtung ein 40-Minuten-Bild. Jedenfalls in meiner Nikon D300:

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Ellen von Unwerth:
Berlin bei Nacht

Ellen von Unwerth entdeckte einst Claudia Schiffer. In neuen Bildern zeigt sie uns ihr Berlin bei Nacht.

Das “Berliner Nachtleben” entstand als Werbekampagne für einen Shampoohersteller. Es will aber doch authentisches Zeugnis sein, versichern Ellen von Unwerth und die Ausstellungsmacher vom NRW-Forum Düsseldorf. » weiterlesen

Aussenarchitektur:
Fluchtpunkt Himmel

Nur mit Diagonalen zum Fluchtpunkt ein Bild zu komponieren, kann eine spannende Radikalentscheidung sein.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist beim Festival of Lights in Berlin entstanden. Es sollte den typischen Schriftzug vom Bahnhof in den Kontext der Festivalbeleutung bringen und dabei auch den historischen Bezug berücksichtigen. Aufgenommen wurde das Bild aus einer tiefen Position mit einer D300 und dem Tokina 12-24@16mm Blende 11 bei 8s Belichtungszeit. Aus dem Bild wurde in Lightroom in 3 Belichtungen entwickelt und in Photoshop weiterverarbeitet.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Fabian Möbis:

Wir blicken von unten an die Fassade des Bahnhofs am Potsdamer Platz. In der perspektivischen Verzerrung ragen um das zentrale Motiv herum die Wolkenkratzer in den schwarzen Himmel. Bunt beleuchtet, nehmen sie das blau des Bahnhofs auf; im Vordergrund hebt sich eine rostrote Marker-Säule der Berliner Mauer ab.

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Makrofoto:
Die Lese-Fliege

Einfache Makroaufnahmen im Haus machen Spass – aber auch Mühe: Meistens ist Licht Mangelware.

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand spontan. Die Fliege las scheinbar die neusten News. Leider habe ich kein Makro, deshalb habe ich mein bereits uraltes Nikkor 18-135mm auf meine D5000 geklemmt. Geschossen @ 135mm, ISO=1600, f/5.6, shutter 1/160, raw, entwickelt in PS4. Die Lichtquelle ist eine Tischlampe, von der man rechts noch den Sockel im Vordergrund sieht. In 100% Auflösung ist das Bild leider nicht ganz scharf (Hand-Verwackelung und die Fliege hat sich dauernd bewegt). Ich hätte gerne einen Tipp wie man in so einer Situation das Bild noch schärfer hinkriegt und auch bezüglich der Belichtung, resp. Helligkeit des Bildes. (Exposurekorrektur? oder ISO=3200 etc? Was macht hier am meisten Sinn?) und auch gerne eine Beurteilung der Bildkomposition und Farbigkeit/Tönung. Besten Dank!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Norman Hamley:

Eine gemeine Stubenfliege sitzt auf der Kante einer Tageszeitung, wie wenn sie die darunterliegenden Zeilen lesen würde. Die Schärfentiefe in der Farbaufnahme ist sehr gering, die beiden Worte direkt unter der Fliege sind lesbar, alles andere im Bild ist unscharf.

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Langzeitbelichtung:
Nachtbilder ohne Bewegung

Nachts sind extrem lange Belichtungszeiten Pflicht – und Sternstreifen dabei meistens die Folge. David Kaplan hat einen Weg gefunden, sie zu reduzieren.

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Kommentar des Fotografen:

Meine Herz gehört der Nacht. Auch wenn der Tag für den Landschaftsfotografen sehr viele wundervolle Farben und Kontraste bietet, so ist doch die Nacht jenes unbekannte Gebiet, das erforscht werden will. Hier habe ich das mit einem Wasserfall gemacht, den ich seitlich jeweils kurz mit einem X21 LED Lenser angeleuchtet habe während insgesamt 375s Belichtungszeit. Nichtsdestotrotz ist aber die Bildkomposition wegen dem unbrauchbaren Sucherbild extrem schwierig und hier kam auch noch ein dichter Wassernebel vom Wasserfall hinzu, der sich schon nach wenigen Sekunden auf der Frontlinse abgesetzt hat. Dennoch war ich überrascht, wie klar und deutlich das Foto trotzdem geworden ist. Welche Schwächen in der Bildkomposition stecken, würde ich nun gerne über die Profikritik erfahren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:

Seit langem lag in meiner Warteschlange ein anderes Bild von David, der uns hier dieses erstaunliche Nachtbild präsentiert. Auch die andere Aufnahme hat meine Aufmerksamkeit gewonnen, weil sie offenkundig sehr lang belichtet, aber sternstreifen-frei ist.

Ich habe David dann gebeten, mir sein Verfahren zu erklären:

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Langzeitbild Stadt:
Ebenen in Schwarz

Bei Nachtaufnahmen ist es besonders schwierig, räumliche Wirkung zu erzielen. Es sei denn, man nutzt alle beleuchteten Elemente der Szenerie gekonnt aus, um Bildebenen aufzubauen.

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Kommentar des Fotografen:

Hallo, nun ja Stadtansichten bei Nacht scheinen langsam ein Tick zu werden. Ich habe vor eineinhalb Jahren bereits ein Anfängerbild hier eingereicht und bin (um es freundlich zu sagen) auf Problembereiche des Bildes hingewiesen worden. Wie auch immer; man versucht an sich zu arbeiten. Seid so nett und pfückt das Bild technisch und gestalterisch auseinander. Das ist Sinn der Sache. Aber lasst dem Foto noch ein bisschen “Poesie” PS CS4 Korrekturen haben im Bereich des Zaunes stattgefunden und die Effekte um die Lampen herum sind verstärkt !

Peter Sennhauser meint zum Bild von A. Wagner:

Ein Stadt bei Nacht, durch die ein Zug oder eine S-Bahn braust. Der Zug wischt in Bewegungsunschärfe von der gesamten linken Bildhälfte im leichten Bogen ins Bild und rechts wieder hinaus; im Vordergrund steht ein Zaun, der Passanten schützen soll; rechts davon, auf der andern Seite der menschenleeren Strasse, steht ein beleuchtetes Reiterdenkmal, von dem wir kaum mehr als das Hinterteil des Pferdes sehen. In der Bildtiefe ist eine gotische Kathedrale oder ein Dom zu sehen, der seinerseits von der Tiefenunschärfe verwischt ist.

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Juliane Eirich:
Nacht-Aura

Die Münchner Fotografin Juliane Eirich fotografiert in der Nacht. Da entfalten die Schauplätze ihre einzigartige Aura, meint sie.


Das Künstliche und Modellhafte des nächtlichen Lichtes interessiert Juliane Eirich ganz besonders. Ihre Arbeiten sind zur Zeit in München zu sehen.

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Handy-Schnappschuss:
Die Grundregeln bleiben gültig

Ein Handy als Strassen-Kamera ist so wenig eine Garantie für spannende Motive wie eine teure Digital-Spiegelreflexkamera ein Garant für technisch perfekte Bilder ist. Und vielfach wirken Bilder auf dem kleinen Bildschirm besser, als sie wirklich sind.

Kommentar des Fotografen:

Ein iPhone-Snapshot mit zusätzlicher Tonwertkorrektur.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Ivan Sicak:

Die Mac-Jünger werden mich steinigen: Ein iPhone garantiert keine gelungenen Bilder. Dabei gehöre ich nicht mal zu den Puristen, die Handy-Fotos ablehnen, im Gegenteil, ich weiß die Vorzüge der Immer-Dabei-Kamera zu schätzen.

Aber einige elementare Grundregeln der Fotografie sollten auch beim Fotografieren mit dem Handy – sei es iPhone oder der Rest – in Erinnerung bleiben:

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Nachtfotografie:
Die Reduktion der Nacht genutzt

Für die Fotokamera sind nachts keineswegs alle Katzen grau. Die klare Trennung von dunkel und hell hilft, starke Reduktionen zu inszenieren.


Kommentar des Fotografen:

Ein Foto aus einem nächtlichen Spaziergang. Ich hatte Lust ein wenig frisches Luft zu schnappen und habe meine Kamera mitgenommen. Auf dem Weg nach Hause entdeckte ich ein interessantes Motiv. Eine einsame Lampe, die einen kleinen, leeren und mit Schnee bedeckten Parkplatz beleuchtet. Unter der Lampe ein Fenster der im warmen, gelben Farbton erscheint. Da ich Freihand fotografiert habe, wählte ich die Blende von 1,4, um die Belichtungszeit kurz zu halten. Später wurden am Foto kleine Korrekturen vorgenommen wie Ausschnitt, Kontrast etc.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Anton Krieger:

Eine Hauswand im rechten Bildteil mit einer montierten Strassenlaterne, die einen durch die Perspektive elliptisch wirkenden Lichtkreis auf den ansonsten in völliger Dunkelheit liegenden Vorplatz wirft. Wie ein Bühnenspot beleuchtet die Strassenlampe mit ihrem kalten Halogenlicht einen kleinen Teil der Hauswand und einen klar begrenzten Raum der Strasse:

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