Goldin gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografinnen und Fotografen. Die Amerikanerin, geboren 1953 in Washington DC, entstammt einer Familie aus der jüdischen Mittelklasse.
Nan Goldin hat eine Art von “Streetphotography des Lebens” entwickelt: Ihre Bilder wirken oftmals wie Schnappschüsse ohne kreative Gestaltung und fotografisches Regelwerk. Aber sie zeigen allesamt Ausschnitte aus Goldins bewegtem Leben, Szenen aus Subkulturen von Drag Queens, Transvestiten und Homosexuellen, unter denen Goldin ab 14 lebte, nachdem sie das Elternhaus verlassen und nach Boston gegangen war.
Sie ist Absolventin der School of the Museum of Fine Arts, Boston/Tufts University
Nan Goldin ist Hasselblad-Preisträgerin. Ihr unverwechselbarer Stil, die Provokation ihrer Bilder und die daraus resultierenden kleinen Skandale sind integraler bestandteil ihres Werks.
Literatur von und über Nan Goldin
Alle 6 Artikel zum Thema Nan Goldin auf fokussiert.com:
Immer wieder lebte und lebt Nan Goldin in Berlin. Die Bilder ihres Berliner Lebens sehen wir nun in – Berlin, wo sonst?
Die Berlinische Galerie zeigt 80 ausgewählte Fotoarbeiten von Nan Goldin, die zwischen 1984 und 2009 in Berlin entstanden sind. Dazu gibt es bisher unveröffentlichtes Archivmaterial aus Nan Goldins eigenem Besitz. » weiterlesen
Als Bilder unterliegen Fotografie und Malerei prinzipiell den gleichen Gestaltungsgrundsätzen. Ein Vergleich lässt das deutlich erkennen.
“Auf Leben und Tod” – so heißt die Ausstellung im Kölner Museum Wallraf, die den Vergleich zwischen Fotografie und Malerei anstellt: mit verblüffenden Einsichten. » weiterlesen
Die vierzigsten fotografischen Rencontres d’Arles widmen sich zum Geburtstag den Themen “Begegnungen” (Rencontres) und “Zusammenstößen”. Die 66 Ausstellungen sind bis September zu sehen.
Der Sommer in Arles sieht die Fotografin Nan Goldin als speziellen Gast. Sie wiederum hat ihre Freunde dazu eingeladen, ihre Fotografien zu zeigen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem weiter eine große Retrospektive von Duane Michals und die Präsentation von Lucien Clergue, dem Gründer und langjährigen künstlerischen Leiter, der ja selbst Fotograf ist.
Fotografie in Arles
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“Kontaktabzüge” zeigt jeweils sonntagabends auf Arte TV eine halbe Stunde das Werk von einem oder zwei Fotografen. Abschließend kommen Nan Goldin und Nobuyoshi Araki zu Wort.

Jimmy Paulette, the taboo. 1991 (Bild: Arte France / Nan Goldin)
“Kontaktabzüge” – das waren im teuren Analogfotozeitalter unvergrößerte Probeabzüge, um vorab zu bestimmen, welche Bilder es wert waren, überhaupt vergrößert zu werden. Damit waren sie auch so etwas wie das persönliche Tagebuch der Fotografen.
Die 2002 entstandenene französische Dokumentationsreihe “Kontaktabzüge” nimmt die Bilder und die Arbeitsweisen bekannter Fotografen der Gegenwart unter die Lupe – kommentiert von den Fotografen selbst. Heute zum Abschluss der Reihe: Die Amerikanerin Nan Goldin und der Japaner Nobuyoshi Araki.
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Der “Skandal” um ein Bild von Nan Goldin,das in England wegen des Verdachts auf Kinderpornographie beschlagnahmt wurde, lässt eine immerwährende Diskussion auflammen: Was darf Kunst? und was ist Kunst?

Inzwischen hat Nan Goldins Aufnahme “Klara And Edda Belly Dancing” eine weltweite Diskussion ausgelöst darüber, was Kunst ist und was Pornographie ist.
Um diese Diskussion führen zu können, muss man das Bild kennen, weshalb wie hier eine Kopie aus einem amerikanischen Blog (danke für den Hinweis, Marcel) zeigen (Abdeckung aus rechtlichen Gründen durch uns).
Für weit wichtiger als den unlösbaren Glaubenskrieg, ob es sich um Pornographie handelt (nach puritanischem Verständnis weiter Kreise vor allem in den USA ist Nacktheit an sich pornographisch), halte ich persönlich die Frage, was diesen Schnappschuss zur Kunst erhebt. Da er Teil einer künstlerischen Serie ist, liegt die Antwort möglicherweise in der gesamten Abfolge – dann würde diese Diskussion wiederum an fehlender Kenntnis der Sachlage scheitern.
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Innerhalb von Minuten vervielfachten sich bei Google News die Meldungen: Eine Fotografie Nan Goldins aus dem Besitz von Elton John wurde wegen des Verdachts auf Kinderpornografie beschlagnahmt. So entwickelt sich ein Skandal, von dem noch offen ist, ob es wirklich einer ist.
Gemäss der Deutschen Presseagentur ist Nan Goldins Bild mit dem Titel “Klara and Edda belly-dancing” noch vor der Vernissage einer Ausstellung im “Baltic Centre of Contemporary Art” in der nordenglischen Stadt Gateshead entfernt worden:
Das Foto zeigt zwei nackte Mädchen. Den Veranstaltern des seien Bedenken gekommen und sie hätten sich deshalb an die Polizei gewandt. Das Foto stammt aus der Sammlung von Elton John, der es 1999 von der bekannten und renommierten Londoner Galerie White Cube erworben hat.
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