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Makroaufnahme:
Geometrie und Chaos

Mit sehr einfachen Mitteln gut umgesetzte Themenidee: Ein Beispiel für fotografische Fingerübungen mit Potential.

Limmetten-Geometrie

Olympus E-510, 1/50s bei Blende 2.5 mit 50mm Brennweite und ISO 400

Charlotte Hasler aus schreibt zu diesem Bild: Ich musste für die Uni ein Fotoprojekt zum Thema „Chaos und Geometrie“ machen und das ist eins der dabei entstandenen Bilder. Insgesamt habe ich dabei verschiedene Obst und Gemüsesorten fotografiert.

Nein, das ist keine Food-Fotografie (Affiliate-Link) – auch wenn sie Lebensmittel zeigt, und das auch noch in sehr ansprechender Weise.

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Low Key und High Key:
Von gruselig bis romantisch

Ein Foto hat immer schön von schwarz bis weiß alle Helligkeitsstufen abzudecken? Nicht unbedingt. „Low Key“ und „High Key“ ist eine bewußte „Fehlbelichtung“, um bestimmte Stimmungen im Bild zu erzeugen.

Low Key-Aufnahme W.D.Roth
Blende 6,3 und 1/500 s bei Sonnenuntergang sind mit ISO 100 eindeutig viel zu knapp, um noch irgendetwas in der Landschaft erkennen zu können. Doch das war hier auch gar nicht gefragt: Es ging darum, das Glühen der untergehenden Sonne hinter dem sie verdeckenden Haus festzuhalten, so wie es das Auge fasziniert hatte. Dazu war es auch wichtig, den Weißabgleich nicht auf Automatik, sondern fest auf Tageslicht einzustellen. Eine Low-Key-Aufnahme, in der große Teile des Bilds Schwarz erreichen, aber kein Bildpunkt Weiß. (Bild: W.D.Roth)

Gründe, von der automatischen Belichtung der Kamera abzuweichen, wurden ja bereits früher genannt. Nun ist die weiße oder schwarze Katze allerdings kein besonderer künstlerischer Aspekt, die Belichtung höher oder tiefer einzustellen, sondern nur die Korrektur einer technisch unzureichenden Messung. Es gibt allerdings durchaus Gründe, aus künstlerischen Gesichtspunkten die Belichtung vom Standardwert abweichend vorzunehmen:

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Digitalkamera-Technik:
Welche Filter brauchen wir noch?

Filter für Kontraststiegerungen und Lichteffekte waren zur Zeit der Schwarzweißfotografie ein sehr beliebter Zubehörartikel. Die meisten sind mit der Digitalkamera überflüssig geworden. Aber nicht alle.

kaesemann-polfilter-wdroth
Zirkular polarisierendes, entspiegeltes Polfilter nach Käsemann, das in der gezeigten Slim-Ausführung auch für Weitwinkelobjektive geeignet ist (Bild: W.D.Roth)

Farbfilter für Schwarzweißaufnahmen werden bei modernen Digitalkameras wie der Olympus E-510 elektronisch simuliert und sind deshalb ebenso entbehrlich geworden wie die früher sehr beliebten Effektfilter (Weichzeichner, Sechsfach-Stern, Kaleidoskop…). Wenn einer dieser ohnehin ziemlich abgenutzten Effekte wirklich benötigt wird, macht man dies heute in der Bildbearbeitung und nicht bei der Aufnahme.

Vorsatzlinsen für Tele- oder Nahaufnahmen haben auf einer Spiegelreflexkamera ebenfalls nichts verloren, da sie nur eine optisch sehr eingeschränkte Qualität liefern. Sie sind für einfache Kameras mit fest montiertem Objektiv bestimmt, bei denen keine andere Möglichkeit besteht. Die einzigen Filter, die heute noch Bedeutung haben, sind UV-/ Skylightfilter, Graufilter und Polfilter.

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