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Fotokunst mit Symmetrie (1/2):
Gespiegelt

Fotografische Spiegelungen, Reflexionen – es ist nicht so einfach, eine passende Bezeichnung zu finden für diese Art der Bildbearbeitung. Ich möchte zeigen und anregen, was wir weit jenseits der „normalen“ Bearbeitung aus unseren Bildern machen können.

Fotografische Spiegelungen

Blatt auf Naturstein: Es entstehen bei den fotografischen Spiegelungen oft irgendwelche „Gesichter“ © Dierk Topp

In den ersten Bildern wird das Original zwei bis vier mal gespiegelt, im zweiten Teil mit Mandalas noch um ein Vielfaches mehr. Die meisten der hier gezeigten Bilder sind 10 bis 15 Jahre alt.

Die Fotografien sprechen sicher für sich: Weiterlesen

Bewegung durch Composite:
Windspiel-Fotografie

Bewegung konnte bisher in der Fotografie entweder eingefroren oder verwischt werden – beides im gleichen Bild war nahezu unmöglich. Jetzt macht die digitale Kombination von Fotos – Composite – viel mehr möglich.

Composite-Blumenfotografie

Composite aus zwei Aufnahmen: Sony Alpha 7, 1/20s bei Blende 4.5 mit 64mm Brennweite und ISO 50, © Ralf Lehmann

Ralf Lehmann aus Dresden schreibt zu diesem Bild: Bewegung in einem Bild festzuhalten empfinde ich als besondere Herausforderung.
Hier hat mich stark wechselnder Wind dazu animiert, mehrere Aufnahmen vom gleichen Kamerastandpunkt zu kombinieren.
Die Bewegung wurde mit 1/25 belichtet. Dann musste ein Moment der Windstille abgewartet werden, um die scharf sichtbaren Blüten aufzunehmen. Diese wurden dann in Photoshop mit Hilfe von Ebenenmasken partiell über die Basisebene gelegt. Mit Blende 4 wollte ich dem Hintergrund seine Schärfe nehmen, trotzdem hat er wegen der leuchtenden Farben für mich eine wichtige Aufgabe im Bild. Am Ende wurde das Bild noch horizontal gespiegelt, obwohl auch die Original-Ausrichtung meiner Meinung nach ihren Reiz hat. Das ist sicherlich Geschmackssache.

Bewegung in der Fotografie: Geht das überhaupt? Klar geht’s, es ging schon immer, und es sorgt für spannende Fotos.

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Fotografie schärfen:
Gegen falsch gesetzten Fokus hilft’s nicht

Wenn ein Foto unscharf ist, kann man es schärfer machen? Ja und nein. Eine leichte verwackelte Aufnahme kann heute vielleicht durchaus geschärft werden. Ein falscher Fokus dagegen ist ziemlich endgültig. Und bisweilen ist das gar nicht so wichtig.

Feuer am Himmel: Wolkenfotografie von Heiko Rau

NIKON D3000 1/125s bei f4.2 mit 62mm Brennweite und ISO 250 „..and fire in the sky…“ © Heiko Rau

Heiko Rau aus Hattenhofen: Neulich abends hat sich mir am Himmel diese Szene geboten. Die tiefstehende Sonne beleuchtete isolierte Wolkenfetzen unter der dunkleren Wolkendecke, sodass ein starker Kontrast entstand. Ich habe umgehen die Kamera hervorgeholt und drauflos fotografiert. Da ein ordentlicher Wind ging, musste alles schnell gehen und ich habe nicht einmal die Einstellungen überprüft. Im Nachhinein habe ich gesehen, dass die Vollautomatik ausgewählt war.

Das Bild habe ich nachbearbeitet. Die Helligkeit habe ich weit heruntergenommen und die Sättigung leicht erhöht.

Dabei ist mir allerdings aufgefallen, dass das Bild – für meinen Eindruck – nur als Vorschaubild gut aussieht, spricht in recht kleiner Auflösung.

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Schneefoto:
Einfachheit schafft Wirkung

Fotografien können mit einer einfachen Komposition sehr wirksam sein. Sie müssen aber nicht. Jedenfalls ist die Komposition das wichtigste Element – und danach vielleicht die Bearbeitung des Inhalts.

Fotografie einer Schneelandschaft

Sony RX100 1/200s bei Blende 11 mit 25mm Brennweite und ISO 125. © Paula Lehmann

Paula Lehmann aus Freiburg: Dieses Winter-Bild ist am 21.1.2017 auf dem Schauinsland, Schwarzwald, bei einem langen Spaziergang im Schnee entstanden. Die Motivation bestand auch darin, schneebehangene Bäume zu fotografieren. Leider fand ich diese nicht vor. Daraufhin fand ich es reizvoll, einen einzelnen Baum in den Fokus zu setzen. Was mich an diesem Bild stört, ist der „durchgelaufene“ Schnee im Vordergrund. Kann man so etwas kaschieren?

Sony RX100 1/200s bei Blende 11 mit 25mm Brennweite und ISO 125

Natürlich kann man Bilder inhaltlich retuschieren – es gibt berühmte Leute, die sehr viel an ihren Bildern herumdoktern. Die Frage ist, ob wie sinnvoll oder angebracht das ist.

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Der Monitor:
Fotografie richtig abbilden

Auch der Bildschirm ist ein Bindeglied zwischen Motiv und späterem Ausdruck – leider vernachlässigen ihn viele Fotografen vollkommen. Die Wahl des richtigen Monitors und der richtigen Einstellungen ist zentral bei der Bildbeurteilung.

fotolia.com © Artur Marciniec

fotolia.com © Artur Marciniec

Kamera? Check! Optiken? Check! Photoshop-CC-Abo? Check! Fotodrucker? Check! Wer sich in dieser Liste wiedererkennt, muss sich zunächst einmal keine Sorgen machen, denn er gehört zur „normalen“ Riege von Fotografen. Was aber den wenigsten aufgefallen sein dürfte: Es fehlt ein Punkt, der mindestens so wichtig ist, wie das Photoshop-Abo. Und zwar der Bildschirm. Viele Fotografen – und das müssen nicht mal die mit GAS-Syndrom sein –  sind mit ihrem Equipment bestens auf nur jede denkbare Situation vorbereitet – bloss kommt am Ende, wenn es ans Drucken geht, immer irgendetwas anderes heraus, als am Bildschirm gesehen wurde. Und in den allermeisten Fällen ist der Übeltäter der Bildschirm selbst.

Hier muss man sich einfach eine Frage stellen:Wie kann ich erwarten, das Maximum aus meinen Fotos herauszuholen, wenn mein primäres Betrachtungsgerät – der Computerbildschirm – weder in Qualität noch Einstellung auch nur annähernd dem entspricht, was ich für die restliche Ausrüstung investiert habe?

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Googles Nik-Collection:
Umsonst ist der Tod

Wenn etwas zu schön klingt, um war zu sein, ist es in unserer kapitalistischen Gesellschaft immer so. Denn umsonst ist der Tod – in diesem Fall der einer populären Plug-in Familie für Lightroom und Photoshop.

Screenshot Silver Efex Pro 2

Screenshot Silver Efex Pro 2

Der folgende Artikel beruht unter anderem auf einem Beitrag in PC World vom 25. März 2016.

Am 24. März 2016 verlautbarte Google, daß sie ihre Sammlung von Nik-Filtern von jetzt ab für umsonst weggeben wollten. Für diejenigen, die keine Ahnung haben, um was es sich handelt: Nik-Filter sind eine Handvoll Plug-ins hauptsächlich für Lightroom und Photoshop (Affiliate-Link), die es dem Benutzer ermöglichen, in relativ wenigen Schritten bestimmte bildliche Ergebnisse zu erzielen, für die man sonst freihand wesentlich länger gebraucht hätte. Von ernsthaften Amateuren und Profis gleichermaßen geschätzt waren – sind – sie äußerst populär. Weiterlesen

„Kleinkind und Corbijn“:
Dem Hauptbildgegenstand mehr Gewicht verleihen

Schnappschuss mit Kleinkind in einer Ausstellung, der noch ein wenig Nachbearbeitung benötigt.

Kleinkind in Ausstellung

Unser Leser Torsten Groth aus Bochum hat uns das obige Bild unter dem Titel „Corbijn und ein wenig Farbe” in der Kategorie ‚Schnappschuss‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „In einer Ausstellung mit Bildern von Corbijn waren meine Tochter und ich fast allein unterwegs – rote Jacke, schwarz/weißer Hintergrund, und dann „nur“ das Handy (iphone4 mit zerkratzter Linse zur Hand). Aber wenn ich die vielen Kinder-Bilder, die man (also Vater) so macht im Laufe der Zeit, durchgehe, bleibe ich immer wieder an diesem Bild hängen – habe lange überlegt, ob es anders zugeschnitten sein sollte, mich aber entschlossen, es vollkommen unverändert zu belassen. Freue mich über eine Rückmeldung.(Bilddaten: ISO 125, 4mm, f/2.8, 1/120)”

Längere Zeit habe ich überlegt, „Wie reagiere ich auf dieses Bild, wie empfinde ich es?“ Letztendlich bin ich zum Schluss gekommen, dass die Farben des Kindes in dem eher monochromen Raum alleine wirken, und dass ich den nicht vorhandenen Blickkontakt zu einem sichtbaren Bild an der Wand ignorieren kann. Besser wäre es schon gewesen, bei der Aufnahme gleich darauf zu achten, dass das Kind eines der im Foto befindlichen Bilder anschaut. Auch eine andere Perspektive der Aufnahme, von einem Standpunkt weiter rechts, würde sich dann anbieten.

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Leserfoto – „Portrait of a Ghost“:
Lichtstimmung und Ausarbeitung

Nachbearbeitung kann als Kontrast zum Bildgegenstand selbst dienen, wenn dieses absichtlich so eingesetzt ist.

(c) Samuel Heermann

Das Foto ist oberhalb des Comer Sees auf einer Burgruine entstanden, wo Gipsmodelle als Geister aufgestellt worden sind.
Besonders der fotografierte Geist hatte es mir angetan, wie er sich so vor der grandiosen Kulisse des Comer Sees in Szene gesetzt hat.
Schwierig fand ich an dem Foto den sehr hellen Hintergrund und den Geist selber, welcher mir im Gegenlicht seine Schattenseite präsentiert hat.
Das Bild ist in RAW aufgenommen (Nikon D7000 mit Nikkor 18-55 3.5-5.6 ED, 46mm Brennweite, Blende 11, 1/160s, 100 ISO) und dann mit Raw Therapee entwickelt worden.
Im Photoshop habe ich das Bild dann nach S/W konvertiert, den Kontrast etwas angehoben, die Tonwerte korrigiert und einen kleinen Ast am oberen Bildrand wegretouchiert.

Du hast uns hier einen Urlaubsschnappschuß der etwas anderen Art eingereicht. Wo man sonst den Lago di Como als grüne Urlaubskulisse, komplett mit blauem Himmel und farbenfrohen Orten geboten bekommt, hast Du ihn hier schwarz-weiß und mit Geist abgelichtet. Mal etwas anderes. Weiterlesen

Farbe in der Schwarzweißfotografie (3/5):
Die Bedeutung der Farbkanäle

In der Schwarz-Weiss-Fotografie ist die Farbe zwar nicht mehr vorhanden. Aber in der Umwandlung der farbigen Digitalfotografie spielt sie eine wesentliche Rolle.

Abb. 8: Warmtonung mit Luminanzerhaltung

Man kann auch heute noch, und zwar sehr einfach, Tonungen vornehmen an Fotografien, die man in Schwarzweiss umwandelt. Insgesamt ist die Beachtung der Farbkanäle sehr wesentlich bei diesem Vorgang.

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Leserfoto:
Die verborgenen Schnappschüsse der Festplatte

Oft ist von längst verloren geglaubten Perlen der Fotografie die Rede, die jahrelang unbemerkt auf der heimischen Festplatte schlummerten und erst durch eine spätere Bildbearbeitung zu vollem Glanz emporsteigen. Nur: Nicht jedem Foto ist dieses Märchen vergönnt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Kommentar des Fotografen:

Winziger Ausschnitt aus Schnappschuss. Sonntäglicher Trödelmarkt Boxhagener Platz Berlin-Friedrichshain. weitgehende Bearbeitung mit Picasa 3, um die techn. Unzulänglichkeiten in Vorzüge zu verwandeln, die durch professionell perfekte Aufnahmen mit Qualitätskamera kaum zu erreichen. Wie oftmals, habe ich das Motiv erst beim durchmustern des Originalfotos entdeckt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Peter Keit:

Der berühmte Fotograf Robert Capa hat gesagt: „Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht dicht genug dran.“ Und dieser Mann war Kriegsfotograf, kein Flaneur, der beim Spazierengehen hofft, zufällig einige schöne Bilder machen zu können. Ein sicheres Zeichen, dass dieser Spruch auf die eigenen Fotos zutrifft, ist, wenn man das Bild stark beschneiden muss oder nur „winzige Ausschnitte“ aus dem Originalfoto nehmen kann, damit es einem selbst zusagt.

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