4 zufällige Bildkritiken zum Thema Planung:
Alle 10 Artikel zum Thema Planung auf fokussiert.com:
Was hebt diese Fotografie einer wilden Orchidee von den üblichen Blumenbildern ab? Eine ganze Liste beachtenswerter Punkte.
Kommentar des Fotografen:
Das Holunderknabenkraut, früher eine weit verbreitete Orchidee, ist heute außerhalb der Alpen nur noch an wenigen Fundorten anzutreffen. Bei uns im Frankenwald gibt es noch einige Stellen mit teilweise über 100 Exemplaren. Besonderes Glück hatte ich dieses Jahr bei einer kleineren Population, die in ihrer Lage für mich einmalig ist, am Hang, mit der Chance, daß die Frühjahrssonne mit ihren letzten Strahlen die Orchideen, von denen es auch eine rote Variante gibt, illuminiert. Ein Makro mit langer Brennweite (200mm) bei offener Blende sorgte für die Vignettierung und die “Auflösung” der Umgebung.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Stephan Amm:
Eine wilde Orchidee im letzten Licht des Tages, fotografiert mit extremer Brennweite, steht in einer Wiese mit hohen Grashalmen, die im Vorder- und Hintergrund ind er Unschärfe verschwinden.
Diese Aufnahme könnte als Schulbeispiel für gut gemachte Blumenaufnahmen dienen:
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Großartige Fotos können einem gelegentlich einfach so zufallen, meistens sind sie jedoch das Resultat von viel Bemühung und guter Planung.
Kommentar des Fotografen:
Während eines Reiter-Pferd-Shootings für eine Bekannte gefielen mir die kraftvollen Hufe des Pferdes besonders. Ich wartete, bis der Schatten der Reiterin ebenfalls gut zu sehen war, und bezog sie so mit ins Bild ein.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Birgit Engelhardt:
So viel Spaß Fotografie auch machen kann, meist ist sie mit einer Reihe von Kämpfen verbunden: Dem Kampf, das perfekte Thema zu finden, die Beleuchtung genau richtig zu treffen, die Komposition präzise zu gestalten und im richtigen Moment den Auslöser zu drücken, um nur ein paar zu nennen.
Manchmal, wenn auch selten, entsteht jedoch ein sehr schönes Bild einfach durch einen glücklichen Zufall. Hier haben wir ein Beispiel dessen, obwohl ein wenig mehr Bemühung und Planung zu einem stärkeren Bild geführt hätten.
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Am Montag herrscht Vollmond, am Sonntag ist der Beste Tag, Um Mondfotos vor markanten Landschaftsteilen oder Gebäuden zu machen. Planung ist alles. Noch eine Anleitung. Update: Google Earth benutzen!

Mond über Alcatraz - schaffe ich heute sowas in der Schweiz? (© PS)
Jeden Monat gibt es einen Tag, der sich besser als alle andern zum Fotografieren des Mondes eignet. Und jedes zweite Mal verpasse ich ihn – weshalb ich jetzt mittels dieser Tabelle der US-Naval Services alle entsprechenden Daten in meinem Kalender markiere.
Das nächste Stichdatum ist – heute, 6. 6. 2009: Das ist ein Tag vor Vollmond in Europa, und der Mond geht rund eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang auf. Warum das Ideal ist?
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Fotografie als Beruf: Heute kann jeder versuchen, mit Stockphotos Geld zu verdienen. Wieviel Arbeit beim Profi dahintersteckt und wie wenige Shootings es wirklich sind pro Monat, verrät Fotoproduzent Robert Kneschke.
Die erste Entscheidung zur Planung eines Shootings ist die Wahl des Modells. Ich überlege grob, ob ich ein männliches oder weibliches Modell ablichten will – oder gar ein Paar, eine Gruppe von Freunden oder eine ganze Familie.
Wofür ich mich entscheide, hängt davon ab, was gerade von den Agenturen gesucht wird, wie viele ähnliche Typen ich schon fotografiert habe und auch, wer als Modell gerade anfragt.
Weitere Kriterien sind die Haarfarbe und Haarlänge und auch die zusätzlichen Qualifikationen des Models, wie Schauspielunterricht oder sportliche Fähigkeiten. Naturblond geht immer gut, und ich mag rothaarige, sommersprossige Modelle, weil sie Frische und Natürlichkeit ausstrahlen. Typische Model-Gesichter suche ich nicht, es soll eher der oder die “Schöne von nebenan” sein.
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Stockfotos sind eine Art, die Fotografie zum Beruf zu machen – Robert Kneschke gibt in einer Serie einen Einblick in seine Arbeit. Er macht deutlich, dass wenig davon hinter der Kamera stattfindet.
Fotoproduzent ist kein Ausbildungsberuf. Die meisten meiner Kollegen sind Quereinsteiger, und ihr Rutsch in dieses Arbeitsfeld ähnelt meinem. Ich fotografiere seit meinem 15. Lebensjahr als Hobby. Ursprünglich analog, was sich in einem hohen Posten für Filme und Filmentwicklungen in meinem Taschengeldbudget bemerkbar machte.
Zehn Jahre lang habe ich mit der Kamera gespielt, experimentiert, gelernt und Fotos gemacht, für die ich mich heute schämen würde. Dann kam der Punkt, an dem ich die Ausgaben für das Hobby wieder einzunehmen versuchen wollte. Ich kaufte mir bei einem Großhändler Passepartouts, machte Abzüge von schönen Fotos, vor allem Landschaften und Berlin-Motive, und stellte mich damit auf Berliner Kunstmärkte.
Die Kunden kamen, aber kauften nicht genug.
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Architekturfotografie soll Eigenschaften von Bauten möglichst ästhetisch dokumentieren. Und wenn man keine Architekturfotografie machen will, sollte man das vor dem Auslösen wissen.
Kommentar des Fotografen:
Auf der Suche nach geeigneten Drehorten für meinen Filmclub bin ich zufällig über dieses Motiv gestolpert. Das Treppenhaus der Spandauer Arcaden in Berlin.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Christopher Grieser:
Das ist ein spannendes Bild. Zu den vielen Linien und Bögen, welche die Perspektive nicht sofort erkennbar machen, den Betrachter aber umso mehr vom Rand nach innen hineinziehen, gesellt sich ein leises Rätselraten, was hier Illusion ist und was Realität. Gut gesehen, gelungen umgesetzt.
Ich habe zwei Probleme:
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Ein Touristenfoto muss nicht unbedingt perfekt komponiert oder beleuchtet sein; das Wichtigste ist, dass es die Erinnerungen festhält, die Du mit Deiner Reise verbindest.
Kommentar der Fotografin:
Aufgenommen in Victoria, B.C., Kanada, vor einigen Wochen. Ich habe das Bild mit Photoshop bearbeitet und einige störende Köpfe im unteren Bereich wegretuschiert sowie einen Rahmen hinzugefügt.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Anna-Lena Schleiss:
Ich habe viel über dieses Foto und das, was es repräsentiert nachgedacht, bevor ich mich entschieden habe, etwas darüber zu schreiben. Denn ich halte es für ein Touristenfoto, ein Foto, das für jemanden, der eine Reise gemacht, hat eine schöne Erinnerung darstellt, und mehr nicht. Was aber heisst das, und woran ist es zu erkennen?
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Je mehr sich der Fotograf mit seinem Thema auseinandersetzt, desto besser wird das Ergebnis.
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Udo Kibele). – NIKON D2X – 1/250s – f/5.6 – ISO160 – 52mm
Kommentar des Fotografen:
Bin durch Zufall auf Eure Website gestossen und finde die Idee und den “Service” der Bildbeurteilung durch Profis prima. Mein Foto stammt aus einer ganzen Serie von “Schweiss-Fotos”. Hintergrund war die umfangreiche Zusammenstellung von Fotos verschiedener Schweisstechniken. Bei diesem Foto handelt es sich um eine Aufnahme beim MAG-Schweissen. In meiner kleinen Fotoserie gäbe es dann auch noch WIG-, Autogen- oder Plasma-Schweissen.
Mit der Aufnahme wollte ich die Dynamik und die Farbevielfalt zeigen. Das große Thema bei der Aufnahme war die Problematik der Überbelichtung:
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Was war zuerst: Das Bild oder seine Botschaft? Amateure überfordern sich häufig, weil sie unbedingt eine Aussage in ein Bild fassen statt nach Bildern mit Aussage suchen wollen. Beide Ansätze sind möglich – aber der erste ist ungleich aufwändiger.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Caro Nadler). – Nikon D200, 10mm (Sigma-Zoom 10-22 mm), f 8.0, 1/250 Sek
Kommentar des Fotografen:
Fuerteventura, Casas El jablito. An diesem Motiv faszinierte mich der Kontrast zwischen der sehr einfachen Hütte, dem Auto und dem Vulklankegel im Hintergrund. Mit der 10mm-Brennweite hatte ich versucht, eine Spannung ins Bild zu bringen, bin aber nicht wirklich glücklich: die Hütte ist mir zu mittig, das Auto kommt nicht zur Geltung. Eine Änderung der Position war schwierig, da sonst das Gebäude links von mir (siehe Schatten) auf das Bild gekommen wäre. Muss man manchmal einfach vor den örtlichen Gegebenheiten kapitulieren?
Peter Sennhausermeint zum Bild von Caro Nadler:
Die Antwort auf Deine Frage lautet zweifellos Jein. Du musst nicht vor den Gegebenheiten kapitulieren – aber vielleicht vor der Beschränkung der Möglichkeiten durch Zeit und Aufwand:
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Die Digitalfotografie ermöglicht es, mit “Fingerübungen” als Autodidakt ganz ohne Anleitung viel zu lernen, wozu früher eine Materialschlacht nötig gewesen wäre. Sechs Erkenntnisse aus einem Freizeit-Shooting.

Drei der 300 Bilder werde ich behalten, das ist eins davon. Nikon D200, Nikkor AF 80-400 ED VR, ISO 100, 270mm (305mm), f/5.3, 1/2500s (Alle Bilder © Peter Sennhauser/fokussiert.com)
Ein ganz normaler Sonntag in San Francisco: Die Touristen stauen sich auf der Golden Gate Brücke, die Surfer in den Wellen darunter. Sie sind ein exzellentes Übungsmotiv für einen Amateur, weil sie dynamische Motive abgeben, aber viele Anforderungen stellen: Tempo, Distanz, Wasser – auf alles muss man sich technisch und kreativ einstellen. Und was kann man in zwei Stunden wilder Knipserei bewusster Übungsfotografie lernen? Ich habe sechs konkrete Erfahrungen gemacht:
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