Thema: Polfilter

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Polfilter:

Teichspiegelung: Fünf Ebenen, eine DimensionLandschaftsfotografie: WolkendynamikBergreflexion: Eine Spiegelung ist noch kein BildSpiegelungsbilder: Chaos verlangt Planung

 

Alle 11 Artikel zum Thema Polfilter auf fokussiert.com:

Seespiegelung:
Ein Loch unterm Himmel

Spiegelungen in Gewässern sind beliebte Motive, sie sollten aber einen interessanten Effekt bieten.

http://www.fotopostkarten.com — Postkarten von eigenen Fotos erstellen und sofort online per Post versenden: Glückwunschkarten, Einladungskarten, Geburtstagskarten, Grußkarten... einfach, günstig und schnell. — Textanzeige

Kommentar des Fotografen:

Diese Aufnahme wurde im “Großen Torfmoor” gemacht. Umwandlung in SW.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Roland Schweers:

Ein Weiher erstreckt sich in diesem Bild fast vom unmittelbaren Vordergrund bis ins oberste Drittel der Schwarz-Weiss-Aufnahme. Gerahmt wird er am unteren und an den seitlichen Bildrändern von allerlei Gräsern und Krautzeug; hinter dem gegenüberliegenden Ufer ist in der Ferne ein Hügelzug zu erkennen und darüber prangt ein dramatischer, von lockeren Wolken durchzogener Himmel.

Spiegelungsbilder – oder jedenfalls Aufnahmen mit einer Himmel- und einer Wasserfläche – ziehen ülicherweise unsere Blicke an. Ich nehme an das liegt daran, dass der Anblick für die wenigsten von uns alltäglich ist und sich nicht aus dem Wohnzimmerfenster ergibt:

» weiterlesen

Blumenfotografie:
Die volle Tiefe nutzen

Es lohnt sich bei Blumenfotografie, auf die Knie oder sogar auf den Bauch zu gehen, um eine andere Perspektive zu erreichen. Bei Freistellungen muss der Schärfentiefe viel Beachtung geschenkt werden.

Kommentar des Fotografen:

Auf dem Bauch liegend diese kleine Blume fotografiert.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Egbert Reinhold:

Eine rote Blüte mit vier Blättern und knallgelben Stempeln im Gegenlicht ist in diesem Farbfoto vor dunklem Hintergrund zu sehen. Die Stempel der Blume liegen im Fokus, die vorderen und vor allem die hinteren Blütenblätterteile befinden sich bereits im Unschärfebereich. Auf den glänzenden Wölbungen der gebogenen Blätter glänzt die Sonne und brennt die Stellen weiss aus.

Blumen anders als von oben zu fotografieren ist das erste Gebot, um zu besseren Blumenfotografien zu kommen:

» weiterlesen

Landschaftsfotografie:
Wolkendynamik

Mit längeren Belichtungszeiten lassen sich auch in der Landschaftsfotografie spannende Effekte erzielen.

Kommentar der Fotografin:

Dieses Bild entstand bei einer Fototour, bei der ich gezielt mit Grau- und Grauverlauffilter sowie Polfilter arbeiten wollte. Ich mag die Dynamik der Wolken. Mit dem Bildaufbau wollte ich die etwas fade wirkende Landschaft interessanter gestalten, ist es mir gelungen? B&W 1000x; Marumi Polfilter und Cokin Grauverlauf

Peter Sennhauser meint zum Bild von Berit Künzelmann:

Ein Flecken Schnee liegt an einem kleinen Abhang im Vordergrund, eingerahmt von blattlosem Gestrüpp; darüber ein tiefblauer, in Schwarz verlaufender Himmel mit Wolkenfetzen, die in der Bewegungsunschärfe verzerrt sind.

» weiterlesen

Teichspiegelung:
Fünf Ebenen, eine Dimension

Fotos von Spiegelungen in Wasser- und Glasflächen können verwirren und faszinieren. Der “Was ist das”-Effekt sollte aber mit weiteren kompositorischen Elementen ergänzt werden.


Kommentar des Fotografen:

Über einem Teich lehnend entdeckte ich die hellgrünen Algen, “darunter” die sich im Wasser spiegelnden Wolken, dahinter den Grund des leicht trüben Teiches und links oben noch unscharfe Grashalme, die über dem Teich waren, also 4 Ebenen in einem Bild. Das Faszinierende am Foto ist, dass man ohne Erklärung kaum auf einen Teich käme!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Kurt Worni:

Die Spiegelung in einem Teich, darunter der Teichgrund, schwimmende Algen und etwas Umgebung: eine Zwiebel von einem Bild. Auf den ersten Blick ist tatsächlich nicht ganz offensichtlich, worum es sich handelt.

Auf den zweiten allerdings schon, und damit ist die Faszination für das Bild auch schon verflogen, weil es eigentlich nichts mehr zu entdecken gibt. Wolken und Bäume sind in der Schärfe, aber ohne weitere inhaltliche oder kompositorische Funktion inszeniert; die andern Elemente des Bildes liegen alle in der Unschärfe und werden dadurch auf die Aufgabe der “Bildtarnung” reduziert:

» weiterlesen

Cokin-Filter und Filterhalter:
Graue Verläufe

Cokins Filterhalter hält alles vor dem Objektiv – obwohl die meisten Filter obsolet geworden sind. Grauverlaufs-Filter allerdings helfen noch immer enorm.

Anfangs neunziger Jahre versuchte ich mich eine Zeit lang in der Spiegelreflex-Schwarz-Weiss-Fotografie, und bald stiess ich dabei auf die Wirkung von Filtern: Farbfilter, vor die Linse geschraubt, sorgten für höheren Kontrast und anderes Bildverhalten.

Heute sind sie ebenso wie die Stern- und Verzeichnungsfilter, mit denen vor der Digitalisierung viel bestaunte Effekte erzeugt werden konnten, grossteils obsolet geworden: PhotoShop erledigt das alles einfacher, schneller und meist auch beeindruckender. Dennoch haben die Filterhersteller wie beispielsweise Cokin, deren System ich hier vorstelle, noch eine umfangreiche Auswahl an Filtern im Sortiment.

» weiterlesen

Wasserfall:
Ent- oder weder…

Wasserfälle eignen sich hervorragend für Langzeitbelichtungen, die aus weißer Gischt weiche Wattesträhnen machen. Allerdings vernebeln 30 Sekunden auch den Blick auf den Seegrund.

Kommentar des Fotografen:

Ich bin gerade auf Reisen durch Australien und hatte das Glück, den McKenzie Wasserfall zu besuchen. Das ist aus meinem 30 min Aufenthalt geworden. Ich wollte den massiven und imposanten wasserfall mitsamt See so ablichten, dass es zu einem spannenden Bild wird. Darum habe ich das Panorama-Hochformat gewählt und den Stein im Vordergrund. Das Panorama-Format unterstützt die Blickführung, da man fast gezwungen wird, von unten nach oben zu schauen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Daniel Solari:

Wann immer eine Fotografie etwas zeigt, was wir von bloßem Auge gar nicht sehen können, sind wir speziell fasziniert. Grade Wasser liefert mit seinen diversen Aggregatzuständen von Gas (Dampf) bis Festkörper (Eis) fast endlose Möglichkeiten. Namentlich in flüssigem Zustand kann es mit sehr kurzer Belichtungszeit entweder als glasharte Struktur mitten in der Luft eingefroren werden, oder aber mit Langzeitbelichtungen zu einer weichen, weißen Masse verwandelt werden.

» weiterlesen

Bergreflexion:
Eine Spiegelung ist noch kein Bild

Wasserflächen verlocken zu Spiegel-Bildern. Deren Wirkung ist beinahe garantiert, selbst wenn das eigentliche Motiv nichts besonderes ist. Ein Grund, genau darauf zu achten.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand auf einer herbstlichen Wanderung im Pizolgebiet (Kanton St. Gallen, Schweiz). Das Wetter war wunderbar und es hatte eben ein bisschen Schnee hingeworfen. Ich habe den Polfilter so eingestellt, dass die Reflexion des Berges im See sichtbar ist. Ein schwacher Wind hat den See ein bisschen aufgewühlt, so dass der Spiegel nicht ganz glatt war. Das gibt dem Bild meiner Meinung nach etwas lebendiges.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Marcus Jenal:

Spiegelbilder: Zwei Bilder in einem. Das zieht jedes Auge magisch an, und noch besser sind die beiden Bilder, wenn sie nicht völlig identisch sind: Das ist hier der Fall, wo Dir ein bisschen Wind zuspielte und für die leichte “Unschärfe” in der Oberfläche sorgte.

» weiterlesen

Strassenschild:
Atmosphäre mit Farbe und Filtern

Eine starke Stimmung in Deinen Fotos zu schaffen, kann Deine Botschaft verstärken, Emotionen wecken und Atmosphäre erzeugen.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Katrin Räuber :

Ich bin kein großer Fan dieser Art Fotos. Es gibt weder Überraschungen, noch Raum für Interpretation, und das Schild wird für meinen Geschmack auf eine zu direkte und trickige Art benutzt.

Aber was es sich hier anzusehen lohnt, ist, wie einfach eine Stimmung erzeugt werden kann, die zur Bildaussage beiträgt:

» weiterlesen

Fassade:
Muster und Farbe – und…?

Ein tieferes Verständnis dessen, was Du fotografieren willst, kann zu einer größeren Wertschätzung Deines Publikum führen.

Kommentar des Fotografen:

Bauhaus in Dessau.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Harald Kellner :

Auf den ersten Blick machen die Farben und Formen der Fenster dieses Bild interessant. Aber dann muss unser Blick umherwandern, zuerst zu den Fenstern und den Rahmen, dann zu dem Dreieck des Himmels auf der linken Seite und dann zurück zur unteren Bildkante zu einem merkwürdigen Gerät, das wir hinter den Fenstern sehen können. Meine Frage:

» weiterlesen

Spiegelungsbilder:
Chaos verlangt Planung

Glänzende Objekte zu nutzen, um Reflektionen in Fotos zu erzeugen, kann viel Spaß machen und interessante Effekte hervorrufen. Die Resultate können allerdings sehr unvorhersehbar sein und verlangen viele Experimente.

Sandro Steinmann
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sandro Steinmann). – Leider keine Exif-Daten

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Sandro Steinmann:

Bei diesem Foto ist mein größtes Problem, dass es einfach zu vollgepackt ist – nichts leitet unser Auge von einem Punkt zum nächsten. Der Blick wandert durch das Bild, ohne recht zu wissen, wo er hingleiten soll. Abstraktion kann eine gute Sache sein, aber sie sollte niemals im unbeabsichtigten Chaos enden. Zumindest nicht in der Fotografie. Eine deutliche Aussage ist deshalb mit der Abstraktion zu verknüpfen.

Spiegelungen sind eine dankbare Spielwiese für Bilder, die zum Nachdenken anregen und zuerst dem Auge, dann dem Gehirn des Betrachters etwas abverlangen:

» weiterlesen