Thema: Porträt
«Selection»:
Margaret Bourke-White:
Das Auge ihrer Zeit
Mit dabei sein, wenn Geschichte geschrieben wird: Das war Margaret Bourke-Whites “unstillbarer Wunsch” und sie sah sich als “Auge der Zeit”.
Margaret Bourke-White war eine der ersten Frauen, die in die männlich dominierte Welt der Fotoreporter eindrang. Sie schoss das Titelfoto der allerersten Life-Ausgabe.Tim Walker:
Poesie aus dem Kleiderschrank
Gastautor und Fotograf George Eberle stellt uns in unserer Rubrik “Fotografen im Fokus” seinen Lieblingsfotografen vor. Er schreibt über sein Vorbild: “Wenn man sich die Bilder von Tim Walker ansieht, will man glauben, er sei im Wunderland gross geworden, habe schon als Baby die Phantasie mit dem grossen Löffel gefüttert bekommen und etwas zu viel vom Zaubertrank getrunken.”
Timothy “Tim” Walker wurde 1970 in Devon, England geboren. Während andere Kinder draussen Fangen spielen, begann der kleine Tim im Garten seiner Mutter Szenen zu schaffen und Bilder zu arrangieren. » weiterlesen
Bildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2)
Der nachfolgende Artikel befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im vorangegangenen ersten Teil ging es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im heutigen zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.
Praktische Umsetzung
Die zuvor schon angeführte, schonendere Methode besteht im Grundsatz darin, zwei neue Ebenen mit 50% Grau zu füllen und diese der eigentlichen Bildebene zu überlagern. Die als “Weich” bezeichnete Ebene wird dabei im Modus “Weiches Licht”, die als “Hart” bezeichnete Ebene im Modus “Ineinanderkopieren” mit 100% überlagert. Wie sich in den Ebenenbezeichnungen andeutet, kann durch Wahl der Arbeitsebene eine sanftere oder energischere Bearbeitung durchgeführt werden.
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Konrad Rufus Müller:
Schattenwelten
Konrad Rufus Müller ist bekannt als Fotograf aller deutschen Bundeskanzler. Aber er hat auch eine unentdeckte Seite.
Seine “Schattenwelten” – Landschaften und Gegenstände zwischen Licht und Schatten – sind weniger bekannt als die Porträtfotografien.
Lee Friedlander – Surrealistischer Meister Fotografischer „Fehler“
Anfangs wurde Fotografie als Medium dafür gepriesen, daß Fotos anders als Malerei Realität festhielten und daher einen bestimmten sozialen Nutzen hätten. Diese Prämisse wird von modernen Fotografen wie Lee Friedlander ad absurdum geführt, denn viele seiner Fotos sind von fragwürdiger sozialer Nützlichkeit, halten aber gleichzeitig die Realität vieler auf brutal offene, trotzdem aber subtil-kreative Weise fest. Seine Kamera sieht die Welt, wie wir sie sehen – bannt aber auch Aspekte auf Film, die wir gerne nicht sehen würden.
Lee Friedlander (nicht zu verwechseln mit dem Regisseur gleichen Namens) ist einer der bekanntesten kontemporären Fotografen der USA. Geboren 1934 begann sich Friedlander mit 14 Jahren für Fotografie zu interessieren. » weiterlesen
Leserfoto:
Schwarzweißporträt – Auf Einzelheiten achten
Wenn man sich die Zeit nehmen kann, sollte man auf alle Einzelheiten achten. Das kann der Unterschied zwischen einem guten Foto mit ein paar Problemen und einem exzellenten sein.
Kommentar des Fotografen:
Sänger einer befreundeten Rockband. Sie spielten an diesem abend unplugged in einem kleinen lokal in Oberfranken. 85mm, F1.4, 1/80s
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von André Heßler:
Du hast hier ein experimentelles Porträt eingereicht, das mir aus mehreren Gründen ins Auge stach. Erstens, weil es eben experimentell ist – das Format ist quadratisch, das Modell in der genauen Bildmitte etc. » weiterlesen
Was hast DU an Fotobänden auf dem Regal?
Fotografen, die jeder einmal gesehen haben sollte!
In Bill Jays Interview mit Magnum Fotograf David Hurn, festgehalten in „On Being a Photographer“ („Fotograf sein“ – besprochen auf fokussiert im November 2010), bringt dieser zum Ausdruck, daß ein Teil dessen, was einen Fotografen als solchen wachsen läßt, die Arbeiten anderer Fotografen sind. » weiterlesen
Infrarotfotografie:
Tipps für Einsteiger
Für gute Infrarotfotografie benötigt man nicht viel: eine Kamera, die Infrarot fotografieren kann, ein Stativ und Tageslicht. In der Nachbearbeitung kann man entscheiden, wie man mit einem Bild weiter verfährt.
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Kamera und Einstellungen Für Infrarotfotografie braucht man eine Kamera, die das Infrarotspektrum des Lichtes aufnehmen kann. Um festzustellen, ob Deine Kamera geeignet ist, nimmst Du eine Fernbedienung, richtest sie auf die eingeschaltete Kamera und drückst einen Knopf. Wenn Du nichts siehst, kann Deine Kamera Infrarot (IR) nicht einfangen.Es gibt dann zwei Möglichkeiten: entweder Du besorgst Dir eine Kamera, die Infrarot „kann“. Ich habe mir vor Jahren eine kleine Minolta DiMage7 auf eBay ersteigert, die zwar nur 5.2 Megapixel hat, aber dafür im Gegensatz zu meiner Canon IR sieht. Alternativ kannst Du eine Kamera so umarbeiten lassen, daß ihr Sensor nur noch IR und sonst nichts anderes einfängt (Vorsicht, ist meines Wissens nicht reversibel). Im Internet gibt es alle möglichen Firmen, die diese Dienste anbieten. Ich werde mich im folgenden auf die Option der nicht veränderten Kamera konzentrieren.
Im Fall der kleinen Minolta oder einer anderen Kamera, die nicht umgearbeitet wurde, braucht man noch einen IR Filter. Hier wird typischerweise ein Hoya 72 verwendet. Es gibt auch andere, die sich dadurch unterscheiden, wieviel IR sie durchlassen.
Ich fotografiere auf der Minolta im vollen Programmmodus und in Farbe. Ersteres, weil die Kamera von sich aus meistens die richtigen Einstellungen wählt, und letzteres, weil ich in der Nachbearbeitung bessere Kontrolle darüber habe, wie ich das Foto in Schwarzweiß umwandele. Weil hier nur das Infrarotspektrum aufgenommen wird, empfiehlt es sich auch, im RAW Format zu arbeiten (RAW Dateien enthalten mehr Bildinformationen).
- Stativ Belichtungszeiten mit IR sind sehr lang, da durch einen fast undurchsichtigen Filter fotografiert wird. Es ist unerläßlich, mit Stativ zu fotografieren, weil man sonst verwackelte Fotos riskiert.
- Tageslicht Wenn Du kannst, fotografiere bei Sonnenlicht im Freien, denn künstliches Licht hat in der Regel nicht genügend IR-Anteil. Alternativ kannst Du Dir Glühbirnen zulegen, die das Tageslichtspektrum imitieren.
- Motivwahl Wie bei anderen Genres der Fotografie eignet sich nicht alles gleichermaßen für IR. Es bietet sich an, bevorzugt Landschaften aufzunehmen, denn dann wird der Effekt besonders sichtbar: der Himmel wird fast schwarz, Blätter leuchten weiß und so weiter.Ich persönlich fotografiere gerne Porträts in IR. Der Effekt ist mit nichts vergleichbar, was ich bisher gesehen habe. Weil ja nur das Licht im IR-Bereich abgebildet wird, das von der Person reflektiert wird, bekommt jeder automatisch kalkweiße Haut und Lippen. Augen haben alle ein dunkles Leuchten und Sonnenbrillen sind durchsichtig. Wegen der oft langen Belichtungszeiten (2 Sekunden und mehr sind keine Seltenheit) muß jedoch darauf geachtet werden, daß das Modell vollkommen still sitzt.
- Nachbearbeitung Wie oben erwähnt hat meine kleine Minolta nur 5.2 MP. Das bedeutet im Klartext, daß ich Fotos nicht über etwa DIN A4 hinaus ausdrucken kann. Ich fotografiere in Farbe und wandele dann die Bilder in Photoshop in Schwarzweiß um, weil ich so bessere Kontrolle habe. Allerdings muß erwähnt werden, daß ich an den Aufnahmen generell nicht viel herumfeile, sondern einfach nur eine Schwarzweißumwandlung vornehme.
Hier zur Veranschaulichung dasselbe Modell in “normalem” Schwarzweiß, unbearbeitetem IR und IR-Schwarzweiß:



























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