Thema: Porträt

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Porträt:

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Definition

Bilder von Personen, in denen der individuelle Mensch im Vordergrund steht. Inszenierte Studio- ebenso wie Action-Porträts.

Literatur

Empfehlenswert ist Menschen fotografieren – Der Meisterkurs: mehr sehen, mehr können (Affiliate-Link) von Carina Meyer Broicher, 340 Seiten, Markt+Technik – Gut bebildertes, umfangreiches Werk zur Gestaltung und Komposition von Porträts.

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Alle 193 Artikel zum Thema Porträt auf fokussiert.com:

Sony World Photography Awards 2012:
Dreizehn aus 112.000

112.000 Einsendungen waren eingegangen, dreizehn hat die Jury der Sony World Photography Awards 2012 jetzt als die Besten der einzelnen Sparten ausgewählt.

Beim Thema “Im Bruchteil von Sekunden” gewann Tobias Bräuning aus Deutschland. Die beiden Gesamtgewinner des Offenen und des Jugendwettbewerbs werden erst bei der Gala am 26. April in London bekannt gegeben.

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Strassenporträt:
Kubanischer Lebensabend

Menschenportraits können so einfach sein: Sehen, abdrücken, fertig. Selbst mit minimaler Ausrüstung, in diesem Fall der günstigen 50mm-Festbrennweite und natürlichem Licht, gelingen ansprechende Fotos, wenn das Motiv spannend genug ist.

Kommentar des Fotografen:

Wie nicht schwer zu erraten ist das Foto auf Kuba entstanden. Dieses Foto ist nicht geplant, sondern ein für mich erhofftes gefundenes Motiv, welches ich beim Streifzug durch Havanna entdeckt habe. Das Bild wurde nicht unbemerkt aus der Distanz aufgenommen, sondern mit einem 50mm Objektiv nach einem kurzen Smalltalk aus relativ kurzem Abstand. Ob der freundliche Kubaner ein Wort verstanden hat, bezweifle ich heute; er hat halt positiv reagiert. Das Original ist ein Farbdia, die Blende vermutlich 4.0 (habs nicht notiert).

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Matthias Kleinmanns:

Menschenportraits können so einfach sein: Sehen, abdrücken, fertig. Selbst mit minimaler Ausrüstung, in diesem Fall der günstigen 50mm-Festbrennweite und natürlichem Licht, gelingen ansprechende Fotos, wenn, ja wenn das Motiv spannend genug ist. Bei der Portraitfotografie heißt das für den Fotografen, die richtigen, fotogenen, interessanten Personen suchen und finden zu müssen und diese dann so zu motivieren oder zumindest zu beschäftigen, dass ihr Abbild dann natürlich wirkt.

Matthias Kleinmanns hat das mit diesem Foto eines kubanischen Senioren ganz gut geschafft:

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Picasso im Fotoportrait:
«Ichundichundich»

Eigentlich ist «Ichundichundich – Picasso im Fotoportrait» (Hatje Cantz) ein Ausstellungskatalog. Das Buch ist jedoch auch für Fotografen von großem Interesse. Denn auf knapp 280 Seiten vereint er den Blick von 34 namhaften Fotografen auf einen Titanen des 20. Jahrhunderts.

Fast alle großen Fotografen des 20. Jahrhunderts haben Pablo Picasso im Bild festgehalten, unter anderem Richard Avedon, René Burri, Robert Capa, Herbert List, Dora Maar, Man Ray und Irving Penn. Sie alle haben Picasso seit 1916 immer wieder fotografiert, haben mit ihm Zeit verbracht. Manchmal nur sehr kurz, manchmal nur einmalig, manchmal aber auch öfter und über Jahre hinweg.

«Ichundichundich - Picasso im Fotoportrait
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (7 Bilder)

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Schwarzweiß-Porträt:
Das Teufelskind

Für effektvolle Fotos braucht man nicht viel. Mit einfachen Hilfsmitteln und einer guten Idee lassen sich beeindruckende Aufnahmen machen.

Kommentar des Fotografen:

Bei einem privaten Test-Shooting mit meinem Sohn, um das selbst gebastelte Grid für mein Blitzgerät zu testen, entstand dieses Bild. Mir gefällt besonders sein Blick in diesem Foto, der in Schwarz-Weiss besser zur Geltung kommt. Unter Photoshop mit Nik Silver Efex in Schwarzweiss umgewandelt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Oktar Özkartal:

Du hast hier ein meines Erachtens sehr gelungenes Foto geschossen. Aus irgendeinem Grund war “Damien” das erste, was mir durch den Kopf ging, als ich dieses Porträt sah – und dabei bin ich kein Fan von Horrorfilmen, und “Omen” habe ich nie wirklich zuende gesehen.

Dein Sohn sieht hier aus, als wäre er zu allem fähig, und die gewählte Beleuchtung trägt ihren Teil dazu bei. Meine Kinder fanden es auch immer ganz klasse, wenn ich sie so fotografiert habe – sie durften so furchterregend, verrückt oder wie auch immer sie wollten aussehen, und heraus kamen immer super Bilder.

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Paolo Woods/Serge Michel:
Der wirkliche Iran

Wie leben die Menschen im Iran wirklich – ungeachtet aller Vorurteile? Das wollten Paolo Woods und Serge Michel mit ihrer Arbeit “Land des Lachens – Land der Tränen” herausfinden.

In 45 Einzelporträts haben der Fotograf Woods und der Journalist Michel ein Puzzle dieser Kulturnation mit dem Image eines “Schurkenstaates” geschaffen. Ihr Buch vereint Bilder und Interviews. Die Fotos sind aktuell in Köln ausgestellt.

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Porträt in Schwarzweiß:
Gekonnter Regelbruch

Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Allerdings muß man das gekonnt tun.

Kommentar des Fotografen:

Mich haben hier sofort die Lichtpunkte fasziniert, die durch den Strohhut auf die Nase gefallen sind. Die S/W Umsetzung habe ich gewählt, weil ich dadurch die Kontraste schöner schärfen konnte. Den Bildschnitt habe ich so gewählt, um das Auge auf das Wesentliche, die Lichtpunkte, zu wälen. Das Bild ist unbemerkt gemacht, allerdings ist mir das Model bekannt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabine Reuss:

Bei Porträts soll man sich auf die Augen konzentrieren. Und alles im Goldenen Schnitt halten… Hier mußte ich sofort an Asterix und Kleopatra denken: “Diese Nase…” Bei diesem Foto stimmt praktisch nichts, und doch alles. Um Regeln gekonnt zu brechen, muß man sich dieser bewußt sein. Das kommt in Deinem Bild für mich zum Ausdruck.

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Gegenlichtporträt:
Lola mit den Luftballons

Kinder mit bunten Luftballons sind meist wegen der vielen knalligen Farben ein sehenswertes Fotomotiv. Aber auch in Schwarz-Weiß kann man der Szene etwas abgewinnen, indem zum Beispiel der Größenkontrast genutzt wird.

Kommentar des Fotografen:

Lola und die Ballons Treffen mit einer Flasche Helium, einigen Ballons und der Tochter einer Freundin im Park um die Mittagszeit. Die Lichtsituation war etwas schwierig, aber dafür hat Lola so viel Spaß am posen gehabt daß es eine Freude war mit ihr diese Fotos zu machen.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Sally Lazic:

Kinder mit Luftballons sind immer ein dankbares Fotomotiv. Selbst wenn wie hier auf dem Schwarz-Weiß-Foto von Sally Lazic keine Farben verwendet werden, die meist für genug Aufmerksamkeit sorgen. Stattdessen ist das Bild sehenswert durch den Größenkontrast, vor allem zwischen dem größten Luftballon direkt neben dem Kopf des Mädchens, der wiederum durch das junge Alter etwas kleiner als der Kopf eines Erwachsenen ist.

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Porträt mit Farbkontrast:
Hintergrund sollte nicht mit Vordergrund konkurrieren

Hintergrund sollte Hintergrund bleiben. Wenn er mit dem Vordergrund zu sehr optisch konkurriert, ist das dem Foto namentlich bei Porträts abträglich.

Kommentar des Fotografen:

Nachmittags ca. 15 Uhr im Sept. 2011, an einem stillgelegten Bahnhofsgleise, für eine Sedcard-Erweiterung. Obwohl die “Regel” besagt, dass sie nach links schauen müsste, habe ich mich bewusst dafür entschieden, hier zu brechen und sie aus dem Bild herausschauen zu lassen. Der Blick in den Himmel soll das Abschweifen mit ihren Gedanken an einem ruhigen, verlassenen Ort zeigen – jedoch nicht traurig und verzweifelt, sondern eher hoffnungsvoll. Durch den kräftigen Farbkontrast der Abdeckplane des Güterwagons links im Bild soll der Betrachter wieder zurückgezogen werden und nicht ebenfalls aus dem Bild triften.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Knut Haberkant:

Eine junge Frau steht vor einem Güterwagon. Etwas scheint sie abzulenken, sie schaut nach rechts oben. Was in diesem Blick zu lesen sei, liegt am jeweiligen Betrachter. Spontan gefallen hat mir an diesem Foto die grau-rote Farbpalette und das Experimentelle der Pose. Daß Subjekte aus dem Goldenen Schnitt heraus verschoben sind, sehe ich jetzt öfter – ein Regelbruch, der mir persönlich nicht immer zusagt, aber das kann man diskutieren.

Der rote Hintergrund ist, was das Foto mit ausmacht, aber auch gleichzeitig mein Hauptkritikpunkt:

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Porträt mit extremem “Makeup”:
Auf Nebensachen achten

Wenn auch bei einem Porträt das Gesicht im Mittelpunkt steht, sollten andere Körperteile nicht vernachlässigt werden – insbesondere, wenn die Umgebung kontrollierbar ist.

Kommentar des Fotografen:

eigentlich wollten wir nur töpfern.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Alois Peer:

An diesem Gesicht konnte ich einfach nicht vorbei. Womit der Junge auch eingerieben wurde, er sieht aus wie ein Ureinwohner im Busch, und sein Gesichtsausdruck verrät, daß ihm die ganze Sache Spaß macht. Ob Ton oder Makeup, dieses Foto bringt mich zum Lächeln – nein, Grinsen.

Zur Pose:

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Natürliches Porträt:
Weissraum am Bildrand vermeiden

Das natürliche Licht bietet uns eine Fülle von schönen Lichtsituationen, geignet für Porträtaufnahmen. Allerdings muss nicht nur unser Motiv gut wirken, sondern auch durch eine gekonnte Bildgestaltung verstärkt werden, was hier nur teilweise gelingt.

Kommentar des Fotografen:

Ich wollte direkt meine neue Nikon P7000 ausprobieren und bin mit einer Kollegin diesen Sommer nach Hettiswil gefahren um dort mit Ihr ein paar Portrait-Aufnahmen zu schiessen. Ich fand das hier am besten. Wirkt irgendwie sehr natürlich.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Oliver Zwahlen:

Natürlich ist bei Porträtaufnahmen der abgebildete Mensch das Wichtigste. Er sollte auf aussenstehende Betrachter interessant, sympathisch, attraktiv oder anziehend wirken. Oliver Zwahlen zeigt uns eine lockere Porträtaufnahme einer jungen Frau:

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