Thema: Porträt

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Porträt:

Tageslicht-Porträt: Das Bild des VatersGegenlichtporträt: Lola mit den LuftballonsPorträt mit Vignettierung: Technik und AussagePorträtfoto: Sanft im Getreidefeld

 

Definition

Bilder von Personen, in denen der individuelle Mensch im Vordergrund steht. Inszenierte Studio- ebenso wie Action-Porträts.

Literatur

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Alle 193 Artikel zum Thema Porträt auf fokussiert.com:

Kinderporträt in Schwarzweiß:
Der sorglose Augenblick

Unbeobachtet fotografiert entfaltet sich die Persönlichkeit des Porträtierten am besten, denn alles Gestellte fällt weg. Wenn dann auch noch alle anderen Faktoren wie Komposition und Beleuchtung stimmen, ist das Ergebnis mehr als nur ein gutes Porträt.

Kommentar des Fotografen:

Flo ist ein enthusiastischer Feuerwehrfan. Ich habe hier versucht einen dieser Momente festzuhalten in denen er in seine Fantasiewelt versunken ist, um kurz darauf wieder loszurennen und das Ausgedachte zu spielen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stephan Bremicker:

Glückwunsch zu diesem meines Erachtens sehr gut gelungenen Porträt. Es hatte mich sofort in seinen Bann gezogen, als ich es auf dem Bildschirm auftauchen sah, und jedes Mal, wenn ich es mir ansehe, entdecke ich im Blick des Jungen etwas anderes:

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High-Key:
Nicht zu schlicht

Bei einem High-Key-Porträt sollte versucht werden, möglichst viele störende und dunkle Elemente aus dem Bild zu entfernen. Hier ist das nur teilweise umgesetzt worden.

Kommentar der Fotografin:

Modell: Jennifer – Fotografiert mit meiner Canon EOS 500D, Standardobjektiv

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Nicole Krämer:

Schlicht vs. nicht schlicht. Die Fotografin Nicole Krämer hat beim Porträt des jungen Modells Jennifer eine Art High-Key-Aufnahme probiert. Das ist ein Stil, bei dem – vereinfacht gesprochen – durch Auswahl der Beleuchtung, der Kleidung und Requisiten und der Nachbearbeitung ein Look erzeugt werden soll, der so hell wie möglich ist.

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Strassenporträtfoto:
Freistellung reicht nicht

Ein Portrait lebt nicht nur von der Pose des Motivs, der Schärfentiefe und der Freistellung, sondern auch vom Licht.

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Kommentar des Fotografen:

Raheem, Obdachloser, lebt auf der Straße und im Obdachlosenheim in Harlem. Ich traf ihn, kaum dass ich die Metro an der Station 125th/Lexington Av. verlassen hatte. Das Bild ist ein “Zwitter”, es handelt sich einerseits um ein spontanes Straßenportrait und insofern um Street Photography, andererseits verschleiert die Freistellung den Zusammenhang, den ein deutlicher wahrnehmbarer Hintergrund bieten würde. Manchmal finde ich ein Gesicht auf der Straße aber einfach so stark, dass ich nicht widerstehen kann, mich nur auf die Person zu konzentrieren und den Hintergrund mit voller Absicht der weit geöffneten Blende zu opfern. Raheems Gesicht, sein blindes Auge, hatte eine enorme Wirkung auf mich und hat sie immer noch. Nachdem wir uns dann eine Weile unterhalten hatten und er mir seinen Gesichtsausdruck mit “I’m an angry old man” erläutert hatte, fing er an, für weitere Aufnahmen in rascher Folge mit wechselndem Ausdruck zu posieren.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Daniel Haeker:

Ein Portrait auf der Straße. Ein interessantes Gesicht, und vor allem eine schöne Geschichte. Das Foto lebt vor allem durch den persönlichen Austausch vor dem Fotografieren. Technisch ist es sehr gut gelöst. Allerdings stört etwas ganz anderes.

Zur technischen Seite:

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Outdoor-Porträt:
Super Licht

Erst Licht – das besondere Licht – haucht Fotos eine besondere Stimmung ein. Und das muss man finden.

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Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist mit einer 50mm Brennweite bei Offenblende 1.4 entstanden. An die Belichtungszeit kann ich mich leider nicht mehr erinnern und Exifs sind nicht mehr da. Die Bearbeitung ist nicht unbedingt subtil, trotzdem denke ich (zumindest habe ich das versucht), dass ich keine Stimmung in das Bild hineinbearbeitet habe, die im Ausgangsbild nicht schon vorhanden war. Im nachhinein hätte ich die Blende vielleicht lieber noch ein Stückchen weiter geschlossen aber nun mag ich es einfach so wie es ist. Ich habe versucht den Blick und seine leichte Melancholie einzufangen und sie durch die Farben des Waldes im Hintergrund zu unterstreichen. Bei der Bearbeitung habe ich die vorhandene grüne Farbwelt noch etwas verstärkt, etwas Korn hinzugefügt und an manchen stellen eine Papiertextur eingearbeitet. Was ich selbst an diesem Bild mag ist die harmonische Farbwelt und die Ruhe, die es ausstrahlt.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von David Sanwald:

Ein klassisches Portrait, das auf den ersten Blick fesselt. Das hat vor allem zwei Gründe. Auf der technischen Seite natürlich die Blende von 1,4, was einen unglaublichen geringen Teifenschärfebereich zur Folge hat, das wiederum zu dieser Konzentration auf die Augen des Jungen führt. Auf der anderen Seite die Art wie das Licht hier genutzt wurde. Und dieses Licht macht den eigentlichen Zauber des Fotos aus.

Nur eine Kleinigkeit stört den Gesamteindruck:

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Bewegtkamera-Porträt:
Einfühlsam unscharf

Die Aufnahmetechnik kann das Gefühl verstärken, das der Fotograf vermitteln will.

Kommentar der Fotografin:

Dieses Bild ist in s/w aufgenommen worden und der Kontrast noch nachträglich bearbeitet.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Leoni Huge:

Ein klassisches Porträt, was den Ausschnitt und die Pose betrifft. Beides ist sehr gut getroffen. Der Anschnitt richtet sich nach dem Goldenen Schnitt, der hier den Kopf anschneidet und dabei das Gesicht im oberen Drittel platziert.

Die Pose ist zärtlich und verträumt. Durch das absolut reduzierte Setting vor einer weißen Wand und die Aufnahme in schwarz/weiß kann der Betrachter sich auf den Ausdruck des Mädchens konzentrieren.

Eine Sache jedoch ist nicht klassisch gelöst worden:

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Porträt mit Aufhellblitz:
Warum einfach, wenn…

In Situationen mit Gegenlicht oder hartem Kontrast durch hohen Sonnenstand lässt sich mit dem Aufhellblitz einiges retten. Besser ist es, solche Situationen zu vermeiden.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand während eines Ausflugs am Alpsee in Hohenschwangau. Aus dem Spaß am Fotografieren entstand mein “erstes Fotoshooting” mit diesem Ergebnis. Das Model zu fotografieren war kein Problem, der Hintergrund dagegen schon. Erst in der Nachbearbeitung mit PSE8 konnte ich den Himmel sichtbar machen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Unterdorfer:

Eine Junge Frau sitzt auf einem Felsbrocken vor einem See. Hinter ihr steigt ein Wald den Hang am andern Seeufer hinauf zu den Felsgipfeln der Berge, über denen in einem knallblauen Himmel einige weisse Wolkenfetzen treiben.

Erinnerungsfotos aus Ferienorten und von Ausflugszielen machen es bisweilen nötig, unter suboptimalen Bedingungen zu fotografieren.

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Rückenporträt:
Unerkannt am Bahnhof

Wer auf Zufälle hofft, wird leichter enttäuscht als jemand, der sich vor dem Fotografieren Gedanken macht.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist eigentlich nur aus Zufall entstanden. Die Nikon Spiegelreflex war auf Automatik einestellt. Der Kontrast wurde noch ein bisschen verändert.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Alena Bareiss:

Eine junge Frau sitzt mit dem Fotografen zugewandtem Rücken auf einem Gleisbremsprellbock und schaut mit ihren Händen am Haar in Richtung Bahnhof.

Auf Bahnhöfen werden bei Menschen je nach Anlass die unterschiedlichsten Emotionen hervorgerufen: Erwartung, Langeweile, Trauer, Heimweh, Erleichterung und so weiter.

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Versteckte Kamera:
Heikles Unterfangen

Drittpersonen im realen Leben ungefragt abzulichten – und noch dazu auf ihrem Privatboden – kann ins Auge gehen. Auch wenn dabei die witzigsten Bilder entstehen.

Kommentar des Fotografen:

Aufnahme beim Eintreffen eines Luftballons und der Lektüre der Nachricht durch den Nachbarn. Momentaufnahme. (Weiterer Kommentar weiter unten)

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dirk Valcke:

Ein Ehepaar mittleren Alters begutachtet einen Zettel, der an einem Roten Ballon befestigt ist. Vom Standpunkt des Fotografen aus sind die beiden nur im Ausschnitt zwischen einer im Vordergrund quer durchs Bild verlaufenden Hecke und dem Hintergrund (ihres) eines Gartens zu sehen. Der knallrote Ballon ist ebenfalls durch das Geäst eines im Vordergrund stehenden Baumes nur halb zu sehen.

Das Bild spricht die Neugier des Betrachters aus mehreren Gründen an:

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Fotografinnenporträt:
Bezug aus erster Hand

Den Bezug, den ein Fotograf zu seinem Foto hat, unterscheidet sich sehr von dem, den ein Betrachter zu diesem Bild hat.

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Kommentar des Fotografen:

Der Titel des Bildes ist “The unknown photographer”. Es ist als Schnappschuss im Yoyogi Park in Tokyo mit einer Rolleiflex T entstanden, der Film ist ein Fuji NP 400 PR. Die unbekannte Dame blieb neben mir und meiner Begleitung plötzlich stehen und schaute vertieft in ihre Kamera. Alles musste sehr schnell gehen, ich wählte spontan die offene Blende 3,5 und fokussierte auf ihr Gesicht, dann war die Szene schon wieder vorbei.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Lars Frik:

Jedes Foto, das gemacht wird hält einen kleinen, subjektiven Teil eines großen Ereignisses in sich fest. Da der Fotograf dabei war, als das Foto gemacht wurde und das Ereignis aus erster Hand erlebt hat, hat einen gewissen Bezug zum Foto, den Betrachter nicht haben. Für den Fotografen ist das Foto eine lebende Erinnerung einer dreidimensionalen Erfahrung, während es für den Betrachter einfach eine beiläufige zweidimensionale Abbildung eines Ereignisses, Ortes oder einer Person darstellt.

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Menschenfotos:
Für das Familienalbum

Es bedarf einiger Überlegungen, damit ein Menschenfoto auf mehr Interesse stösst als im privaten Fotoalbum bei Freunden und Verwandten.


Kommentar des Fotografen:

ich bin mir nicht sicher, ob ich das bild zur kategorie portät oder natur auswählen soll. ich hab mich fürs portät entschieden, das bild entstand im urlaub nach einem abendgewitter an der route 66 new mexiko (usa). was mir am besten gefällt sind die farben, bzw das licht am abend, was mich übrigens in dieser gegend immer wieder faszinierte.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Christof Baumgartner:

Manche Bilder sind wie geschaffen für großformatige Abzüge, die in Galerien oder Museen hängen. Andere Fotos haben ihren perfekten Platz im heimischen Fotoalbum. Dazu gehört auch Dein hier gezeigtes Foto. Worin liegt der Unterschied?

Als Erinnerung an die eigene Reise und als Andenken an eine geliebte Person erfüllt das Foto seinen Zweck. Aber als Porträt wäre es weniger aussagekräftig, da die USA und Fast-Food-Restaurants sicher nicht das Wesen des abgebildeten Menschen wiederspiegeln.

Aber fangen wir andersrum an: » weiterlesen