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Fotografen im Fokus:
Dierk Topp

In der Rubrik “Fotografen im Fokus” präsentiert fokussiert.com das Werk von bekannten und unbekannten Fotografen. Wer in die Auswahl kommen möchte, schickt uns eine Nachricht an mitmachen@fokussiert.com mit einem kurzen Überblick über sein Werk!

Fotografie ist für ihn nicht nur eine kreative, sondern auch eine technische Herausforderung. Seit über 60 Jahren erforscht er die Grenzen des Möglichen – mit herausragenden Ergebnissen.

Selbstporträt - (c) Dierk Topp

Selbstporträt – (c) Dierk Topp

Biografisches:

Name: Dierk Topp

Wohnort: Schleswig Holstein

Ich fotografiere seit: 1955 Weiterlesen

Fotografen im Fokus:
Michael Gündling

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Seine liebsten Motive offenbaren sich zumeist sehr zufällig, ungeplant – und sind auch spontan.

Selbstportrait - (c) Michael Gündling

Selbstportrait – (c) Michael Gündling

Biografisches:

Name: Michael Gündling

Wohnort: 68809 Neulußheim (Raum Heidelberg-Mannheim)

Ich fotografiere seit: Das Interesse für Fotografie verfolgt mich seit meiner Jugendzeit, aber eher beiläufig, meistens ganz klassisch mit Familien- und Urlaubsfotografie. Richtig angefangen, mich intensiver damit zu befassen habe ich mich nach meiner Indienreise im Jahr 2013. Das bunte Leben, die vielen Facetten, die Unendlichkeit der möglichen Motive weckten meine Begeisterung. Seitdem hat mich die Leidenschaft gepackt. Ich kaufte Fotobücher, d.h.  sowohl Lehrbücher, als auch das Werk verschiedener Fotografen. Ich begann Workshops und Kurse zu nehmen. Mich interessierten und interessieren auch die philosophisch-theoretische Konzepte und die historische Seite dieses Genres. Ich beschäftigte mich also auch mit Susan Sontag, Roland Barthes und neueren Entwürfen und Essays. Auch eine gewisse kritische Betrachtungsweise gegenüber der Bilderflut, gegenüber meinen eigenen Arbeiten ist mir immer immanent. Weiterlesen

Fotografen im Fokus:
Matthias Schlindwein

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Ein passionierter Reisefotograf, der von Südostasien fasziniert ist.

Selbstporträt - (c) Matthias Schlindwein

Selbstporträt – (c) Matthias Schlindwein

Biografisches:

Name: Matthias Schlindwein

Wohnort: Karlsdorf (Südwest Deutschland)

Ich fotografiere seit: 1997

Bevorzugte Ausrüstung/Medium: Ich fotografiere vorzugsweise digital, Vollformat, mit zwei Canon 1Ds MkII (Affiliate-Link) und einer Leica M9 (Affiliate-Link). Hingegen bevorzuge ich das fertige Foto lieber als analogen Fine-Art Print auf Barytpapier von Hahnemühle (Affiliate-Link) oder Ilford. Durch die besondere Haptik die nur Barytpapier bietet, gelingt mir eine tiefe Verbindung zur Aufnahme. Andererseits ist es auch nötig die modernen Medien nicht außer Acht zu lassen so haben die Tablets als Trägermedium durchaus ihre Berechtigung. Zukünftig wird die digitale Form weiter an Gewicht gewinnen. Dies war für mich auch der Grund als eBook zu veröffentlichen. Im Gegensatz zu den Reisen benutze ich zuhause auch gerne ein paar analoge Schätzchen, so zählen Leica M6 und R8 und eine Hasselblad 503 zu diesem Fundus. Mit Film und Filter zu arbeiten ist eine ganz andere Art der Fotografie, die nach wie vor ihre Bedeutung hat.

Webseite: www.schlindwein.co

Veröffentlichungen: Derzeit sind zwei eBooks bei Apples iBook von mir veröffentlicht. Moments of Southeast Asia Part I und II. Part III ist in der Planung.

Zusätzlich gibt es ein Postkartenset das ich selbst vermarkte. Das Zentrum meiner Arbeit liegt jedoch auf meinen limitierten Fine-Art Prints, welche ich in den Größen 30*45 und 40*60 anbiete.

Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass ich diese auf einem professionellen Printer selbst erstelle. Weiterlesen

Fotografen im Fokus:
Martin Spülbeck

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Komplette künstlerische Freiheit ist für ihn wichtig, darum hat er sich gegen eine Profikarriere als Fotograf entschieden – macht aber trotzdem, wie wir meinen, Profi-Fotos.

Selbstporträt - (c) Martin Spülbeck

Selbstporträt – (c) Martin Spülbeck

Biografisches:

Name: Martin Spülbeck

Wohnort: Kerpen bei Köln

Ich fotografiere seit: 2006

Bevorzugte Ausrüstung/Medium: Kleinbild digital, früher Canon 5D/6D, heute Sony A7RII (Affiliate-Link)

Webseite: www.spuelbeck.net Weiterlesen

Seniorenporträt:
Das Rätsel von Lady Luck

Situationsporträts entwickeln bisweilen hohe Anziehungskraft dadurch, dass einige der wesentlichsten Elemente einer Porträtfotografie fehlen. Diese Aufnahme ist ein Bilderrätsel von hoher Dynamik. Leider macht das missglückte Framing viel davon gleich wieder zunichte.

Senior in Schwarz Weiss

Charakterkopf im Seniorenheim – S/W-Porträt Canon EOS REBEL T4i, Blende 9 bei Brennweite 135mm und ISO 100 © Reinhard Witt

Das Bild zeigt meinen 90 jährigen Vater bei einem Besuch im Alten/Pflegeheim. Es wurde vor kurzem aufgenommen. Eine Absicht stand nicht dahinter. Er kasperte zu dem Zeitpunkt ein wenig herum, was er sonst eigentlich nie getan hatte. Zufälligerweise (!) hatte ich zu dem Zeitpunkt meine Kamera am Mann und konnte eine ganze Serie davon ablichten. Mir gefällt einfach der Ausdruck und das SW – in Farbe kommt das Bild überhaupt nicht rüber… :-) – Reinhard Witt

Ein älterer Herr mit Sonnenbrille und Baseball-Cap schaut in diesem Schwarz-Weiss-Brustporträt (Medium-Closeup) in die Kamera. In seiner rechten Hand hält der Mann eine Kuchengabel über einem Stück Kuchen auf dem Teller in seiner Linken. Das zerfurchte Gesicht lässt keinen genauen Schluss auf seine Gemütsstimmung zu. Weiterlesen

Für einen Apfel und ein Ei? – Teil 2

Photobombe II

(c) Sofie Dittmann 2014

[Teil 1]

Und wie soll man es dann schaffen?

Erstens muß es etwas geben, das einen von den anderen Fotografen und Fotografinnen abhebt. Schaut Euch in Eurer Umgebung um, studiert die Webpräsenz der Konkurrenz. Vieles, was Ihr dort beispielsweise zum Thema Porträtfotografie zu sehen bekommt, gleicht sich letztlich wie ein Ei dem anderen. Das ist zwar einerseits dem geschuldet, was die Kundschaft von einem erwartet, doch andererseits auch dem Zögern des Fotografen oder der Fotografin selbst, aus dieser Gußform auszubrechen. Was macht diejenigen aus, die nach außen hin Erfolg haben? Man sieht oft sofort, daß es sich bei einer Landschaft um eine Aufnahme von Ansel Adams, bei einem Porträt um eines von Annie Leibovitz handelt. Selbst Anne Geddes mag man hassen, aber ihre Neugeborenenfotos werden zwischenzeitlich überall kopiert. Auch weniger berühmte, aber erfolgreiche Fotograf/Innen haben ihre Signatur. Was ist Eure?

Gesetzt den Fall, man hat sich noch keinen Portfolio erarbeitet, ist nichts Falsches daran, selbigen über Spezialarrangements mit seinem sozialen Umfeld anzufangen. Irgendwann einmal muß jedoch der Punkt kommen, wo das aufhört – meine Autowerkstatt und mein Frisör arbeiten ja auch nicht ohne Bezahlung.

Und wieviel soll man verlangen? Wenn man seine Hausaufgaben gemacht und den Markt studiert hat, sollte man eine Vorstellung dessen haben, was allgemein preislich drin ist. Je nachdem, was das eigene Angebot ist, kann man sich entsprechend positionieren – doch eben nicht in die Falle tappen, daß man der gleiche fotografische Billig-Discounter sein sollte, wie viele andere.

Nehmen wir einmal an, der Fokus sind verträumt-nostalgische Neugeborenenporträts in Schwarzweiß. Die Webseite und alles andere an Werbematerial spiegeln die Kunstfertigkeit wider, die man für diese Art von Porträts benötigt (unter anderem muß ja ein schlafendes Baby entsprechend in Szene gesetzt werden), alles sieht edel und elegant aus – und dann verlangt man Billigpreise? Und kommt, wenn man Nachbearbeitungszeiten etc. hineinrechnet, auf einen Stundenlohn von weniger als einem Euro? Würdet Ihr für das Geld bei McDonald’s arbeiten? Warum dann also für einen Hungerlohn Bilder machen?

Ich persönlich habe mittlerweile einen Preisspiegel, von dem ich nicht mehr abweiche. Es gibt natürlich Leute, die das nicht bezahlen wollen – einige sogar – aber es gibt auch erstaunlich viele, die nicht mal mit der Wimper zucken, wenn sie hören, was das Shooting kosten soll. Ansonsten sehe ich zu, daß ich die Ausgaben anderweitig decke, wenn mal porträtsmäßig Flaute ist. Zumindest hat das eines bewirkt: ich bin nicht mehr frustriert, weil ich wieder nur einen Apfel und ein Ei für ‚zig Stunden Arbeit bekommen habe.

Wie seht Ihr das? Versucht Ihr in eine bestimmte Fotografiesparte als Profis einzusteigen und seht Euch mit Dumpingpreisen der Konkurrenz konfrontiert? Besteht Ihr auf Euren Preisen? Sonstige Tipps?

Leserfoto:
Eine Allegorie der Zeit

Ein reizvolles ‚Porträt mit Zeitbezug‘.

Ausgangsbild

Unser Leser Stephan Oertel aus Leipzig hat uns das obige Bild unter dem Titel „In Gedanken ans neue Jahr” in der Kategorie ‚Portrait‘ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Dieses Foto entstand zu unsere Silvesterfeier und ich habe meinen ersten Blitz, den ich erst seit dem 23.12.2013 besitze, ausprobiert. Ich versuche mich seit ca. einem halben Jahr mit Portraitfotografie und würde mich über Kritik freuen. ”

Zur Aufnahme wurde eine sehr wertige Ausrüstung mit der Canon EOS 6D (Affiliate-Link) und der Festbrennweite Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM verwendet. Die Brennweite betrug 100 mm (entsprechend Kleinbildäquivalent beim verwendeten Vollformat), die Belichtungsdaten waren 1/60 Sekunde unter Blitzbedingungen bei Blende f/2,8 und ISO 100.

Die Porträtfotografie ist ein anspruchsvolles, aber auch lohnendes Gebiet. Und so freuen wir uns über die wachsende Anzahl von Bildeinreichungen unserer Leser in diesem Bereich. Sofern unser einschlägiges Porträt-Tutorial dazu beitragen konnte, wäre einer seiner Zwecke erfüllt. Doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. Weiterlesen

Tutorial Porträtfotografie (4/4):
Psychologie des Gesichts

Warum mögen wir eigentlich Porträts, was heissen sie für uns? Weshalb soll man sich mit Menschen und ihren Gesichtern aufhalten? 

Im geschichtlichen Rückblick hatte ich bereits darauf hingewiesen, daß Porträts mit zu den ersten bildnerischen Schöpfungen des Menschen gehörten – wenn auch in stilisierter Form, was die Funktion des Abgebildeten gegenüber seiner Individualität betonte.

Zugleich klangen in den vorangehenden Abschnitten – etwa bei der Vorstellung der verschiedenen Porträtarten – schon die vom Bild bzw. dem Abgebildeten ausgehenden Wirkungsaspekte (im Sinne von ‚Einzelbuchstaben eines psychologischen Alphabets‘) an. In diesem Abschnitt möchte ich mich noch mit der allgemeinen Frage beschäftigen, was Porträts ‚eigentlich mit uns Betrachtern machen‘ … Weiterlesen

Tutorial Porträtfotografie (3/4):
Licht und Komposition

Die Porträtfotografie hat ihre ganze eigenen Licht-Wissenschaft: Gesichter wollen richtig beleuchtet werden, sonst ändert sich der ganze Ausdruck des Bildes.

4. Fotografische Aspekte

4a. Ausrüstung

Der Brennweitenbereich von kleinbildäquivalenten 50 bis 100 mm hat sich für die Porträtfotografie besonders bewährt.

Je nach Abstand zum Fotografierten ist dabei die erstgenannte Brennweite für die Halbtotale bis zum Hüftporträt, die zweitgenannte für Brust- bis Schulterporträts geeignet. Nur bei extremeren Porträtarten kämen andere Brennweiten in Betracht – etwa ein Weitwinkel unter 50 mm Brennweite für eine Totale oder Supertotale bzw. ein Tele über 100 mm Brennweite für eine Detailaufnahme.

Formatfaktor (Quelle: Wikipedia)Sofern Kameras mit kleineren Sensoren wie 36 mal 24 mm (‚Crop‘) zur Anwendung kommen, muß die am Objektiv abgelesene Brennweite noch mit dem sogenannten Formatfaktor multipliziert werden – bei kleinen Nikon-Kameras entspräche der kleinbildäquivalente Brennweitenbereich von 50 bis 100 mm somit einem abgelesenen Brennweitenbereich von etwa 33 bis 66 mm. Weiterlesen

Tutorial Porträtfotografie (2/4):
Ausschnitt und Perspektive

Porträt ist nicht gleich Porträt: Das Genre ist aufgeteilt in viele Untergenres. das fängt beim Format an und hört bei der Kopfhaltung und den Perpektiven nicht auf.

3. Arten des Porträts

Wer sich mit der Porträtfotografie ernsthaft beschäftigen möchte, ist gewiß nicht schlecht beraten, die Systematik einigermaßen zu kennen, um eine gute Wahl für das anstehende Motiv zu treffen – insofern möchte ich Euch in diesem Abschnitt gerne einen Überblick der Porträtarten vermitteln.

3a. Unterteilung nach dem Format

Bereits der Wahl des Aufnahmeformats kommt eine große Bedeutung zu.

So macht es einen beträchtlichen Unterschied, ob wir den aus größerer Entfernung im Sinne eines ‚long shots‘ bzw. Umgebungsporträts Aufgenommen ins Querformat setzen und insofern auch die Umgebung zitieren, oder ob wir andersherum den aus geringer Distanz im Sinne eines ‚close ups‘ bzw. Nahporträts Abgebildeten in das Hochformat setzen, seine Umgebung in Unschärfe fallen lassen und ihn so isolieren.

Es lohnt sich also, bei den Überlegungen zur Bildgestaltung auch diesen Aspekt mit einzubeziehen. Weiterlesen