Thema: Raumaufteilung

 

2 Bildkritiken zum Thema Raumaufteilung:

Kirschblüten: TiefenkompositionBabyporträt: Das Filmstar-Format

 

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Babyporträt:
Das Filmstar-Format

Die Ästhetik der Fotografie orientiert sich gerne auch an andern Medien – hier mit einem Kleinkind-Porträt im 16:9-Breitwandformat.

Kommentar des Fotografen:

Dieses Foto zeigt den nachdenklich, verträumten Blick von Oliver an seinem ersten Geburtstag. Ein erhöhter Standort des Fotografen ist ja normalerweise bei einem Kinderportrait nicht ideal, allerdings empfinde ich es in diesem Fall nicht unbedingt als störend. In meinen Augen macht es das Foto sogar interessanter.

Trotzdem habe ich mit der Wahl des Formates 16:9 diese Tatsache etwas abzumildern versucht. Auch habe ich versucht mit diesem Format an die Grossaufnahmen von Filmstars, wie man Sie von der Kinoleinwand kennt, zu erinnern. Mit der Bearbeitung in Schwarzweiss wollte ich diesen Effekt noch etwas verstärken.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Sven Kellenberger:

Oliver, offenbar des Fotografen Sohn, blickt in diesem Breitformat-Porträt in Schwarz-Weiss von schräg unten nach rechts an der Kamera vorbei. Der verträumte, nachdenkliche Blick des Jungen sticht ins Auge, das Porträt wirkt, wie von Sven beabsichtigt, ein wenig wie das Standbild eines Films.

Grundsätzlich finde ich deine Analyse in fast allen Punkten treffend:

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Kirschblüten:
Tiefenkomposition

geringe Schärfentiefe erlaubt spannende Bildeffekte, setzt aber auch die Anforderungen an die Bildkomposition höher: Es mus dreidimensional gesehen werden.


Kommentar des Fotografen:

Waren mit der Familie am Ostermontag auf Wanderschaft (Gewaltmarsch ;)) und ich hatte die Kamera glücklicherweise dabei. Am Wegesrand entdeckte ich eine in voller Blüte stehende Kirsch, welche ich mit möglichst geringer Tiefenschärfe einfangen wollte, da dies oftmals eine sehr verträumt wirkende Stimmung erziehlt. Was sagen die Profis?

Peter Sennhauser meint zum Bild von Mathias Krüger:

Grade bei Pflanzen ist das Spiel mit der geringen Tiefenschärfe häufig sehr hilfreich, um beispielsweise Blumen freizustellen oder andere Motive deutlich gegen den Hintergrund abzuheben, in welchem sie ansosten völlig untergehen würden.

Aber was bei einfachen Strukturen und wiederkehrenden Objekten – Sonnenblume aus einem Feld herausisoliert – fast immer gut wirkt und für den Betrachter sofort fassbar wird, kann bei einer Übertreibung mehr zur Verwirrung als zur Bildaussage beitragen. Die Schärfentiefeneffekte wirken überraschend, weil sie einer Fokussierung des Auges entsprechen, die der Betrachter aber nicht willkürlich vollzogen hat. » weiterlesen