3 Bildkritiken zum Thema Recht:
Alle 5 Artikel zum Thema Recht auf fokussiert.com:
Im Rahmen der ONE hat Blogwerk einen Vortrag der Kanzlei Meili Pfortmüller und Keystone zum Thema Bildrecht organisiert.
Angelika Schlosser, Selina Staub und Sarah Zurmühle haben in ihrem Vortrag das Thema Bildrecht und speziell die Verwendung von Bildern im Internet und auf sozialen Plattformen fürs Publikum zugänglich gemacht. Wir alle wissen, dass wir Bilder nicht einfach so verwenden dürfen. Aber ist das wirklich allen immer so präsent? Folgende Erkenntnisse aus den Beispielen von Meili Pfortmüller sollte man sich gelegentlich wieder in Erinnerung rufen.
Was bedeutet Urheberrecht?
Ein Werk ist urheberrechtlich geschützt, wenn es unabhängig von seinem Wert oder Zweck, eine geistige Schöpfung der Literatur und Kunst ist, die individuellen Charakter hat. Der Urheber ist der Ersteller des Werkes, er darf über Art und Dauer einer Veröffentlichung verfügen. » weiterlesen
Kann eine Fotografie eines Kunstwerks selbst Kunst sein? Und welche Kriterien gilt es zu erfüllen?
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand vor längerer Zeit in einem stillgelegten IFA-Werk in Meerane. Nicht lange vorher fand dort eine IBUG-Veranstaltung statt (Industrie-Brachen-Umgestaltung), bei welcher dieses Kunstwerk entstand. Mich hat vor allem die Aussagekraft dieses Werkes beeindruckt, und so wollte ich dem Künstler auf meine Weise Respekt zollen.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von André Hofmann:
Damit eine Fotografie einen Urheberrechtsanspruch erheben kann, muss sie eine genügende Schöpfungshöhe (in der Schweiz, siehe Kommentare im verlinkten Artikel – in Deutschland trifft das nicht zu) aufweisen. Beim Kunstwerk selbst (wie bei diesem Motiv oder einem Gemälde) ist das kein Problem. Bei einer fotografischen Reproduktion eines flachen Gemäldes besteht keine Schöpfungshöhe und der Fotograf kann deshalb auch kein Urheberrecht geltend machen. Bei Aufnahmen von dreidimensionalen Kunstwerken ist das aber möglich.
Abgesehen von diesen juristischen Fragen stellt sich für mich die Kernfrage, welchen Stellenwert eine Fotografie von einem Kunstwerk hat:
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Dieser Artikel behandelte ursprünglich einen Aspekt des Urheberrechts, der allerdings nur in der Schweiz gültig ist und namentlich in Deutschland zu Missverständnissen und Fehlinterpretationen führt. Ich habe ihn deshalb offline genommen und danke den Kommentatoren für Korrekturen und Hinweise.
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Hier sind einige nützliche und interessante Links zum Thema. Zu bedenken gilt es allerdings immer, dass das Recht im Detail wie auch in grösseren Fragen von Staat zu Staat und von Rechtssystem zu Rechtssystem abweichenkann. » weiterlesen
Drittpersonen im realen Leben ungefragt abzulichten – und noch dazu auf ihrem Privatboden – kann ins Auge gehen. Auch wenn dabei die witzigsten Bilder entstehen.
Kommentar des Fotografen:
Aufnahme beim Eintreffen eines Luftballons und der Lektüre der Nachricht durch den Nachbarn. Momentaufnahme. (Weiterer Kommentar weiter unten)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dirk Valcke:
Ein Ehepaar mittleren Alters begutachtet einen Zettel, der an einem Roten Ballon befestigt ist. Vom Standpunkt des Fotografen aus sind die beiden nur im Ausschnitt zwischen einer im Vordergrund quer durchs Bild verlaufenden Hecke und dem Hintergrund (ihres) eines Gartens zu sehen. Der knallrote Ballon ist ebenfalls durch das Geäst eines im Vordergrund stehenden Baumes nur halb zu sehen.
Das Bild spricht die Neugier des Betrachters aus mehreren Gründen an:
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Inhaltlich sehr stark, moralisch zumindest fragwürdig: Eine gelungene Momentaufnahme einer Bahnfahrt.
Kommentar des Fotografen:
2 Gesichter – das bild entstand im november 2008 in der s-bahn auf dem weg von szentendre nach budapest. zu dem bild gibt es nicht viel zu sagen, außer dass mir der mann in der grünen jacke etwas mysteriös vorkam.. ich weiß nicht ob es vielleicht an dem ort lag, da die s-bahn so runtergekommen und alt war (z.b. fehlende türgriffe, beschädigte sitzpolster ) und sich die anderen fahrgäste in der bahn von ihm so beschäftigt, durch erzählen und sms schreiben distanzierten. jedenfalls beunruhigte mich zusätzlich die Tatsache, dass ich ihn nur von meiner position aus sehen konnte wie er auf dem bild zu sehen ist, die kamera legte ich also auf den sitz zu meiner rechten um nicht die blicke der anderen personen auf mich zu lenken und stellte den auslöser auf 10sek. farbkontraste + helligkeit hab ich anschließend geregelt.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Flo Meier:
Ich finde es spannend, wie sich der Eindruck des Fotografen und des Betrachters unterschieden können. Der Fotgoraf Flo kommentiert das Bild mit dem Schwerpunkt auf den “mysteriösen” Mann, den er heimlich fotografiert habe.
Ich hingegen sehe eine gelungene “Street”-Aufnahme, auch wenn die Kategorie in diesem Fall eher “Train Photography” heißen könnte:
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