Häusser gehört zu den wichtigen Figuren der Deutschen Fotografie. Träger zahlreicher Preise, darunter der Hasselblad-Preis (1995) und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1985), hat er mit seinen häufig melancholischen, die Vergänglichkeit thematisierenden Schwarz-Weiss-Aufnahmen einen eigenen Stil der Gegenständlichen Fotografie entwickelt und viel andere Fotografen beeinflusst.
Mit starken Kontrasten und häufig mit Symmetrie widmete sich Häusser seinen Motiven: “Die kleinen stillen Dinge zogen mich an.”
1924 geboren, wuchs Häusser in Stuttgart auf. Mit 14 bekam er seine erste richtige Kamera und begann ernsthaft zu fotografieren. Seine Prägung durch die Nazi-Zeit liegt in der KZ-Verbannung seines Vaters, der sich von einem Anhänger Hitlers zu einem erbitterten Gegner entwickelte. Häusser selbst war in den letzten drei Kriegsjahren Soldat und verbrachte 1946 einige Zeit in amerikanischer Gefangenschaft.
Robert Häusser studierte Ende der vierziger Jahre an der Schule für angewandte Kunst in Weimar; bereits 1950 begann er, Arbeiten auszustellen. Vom DDR-Regime unter Druck gesetzt, floh die ganze Familie – Vater, Mutter, Robert Häusser und seine Frau Elfriede Meyer – 1956 in den Westen, wo sich Robert Häusser in Mannheim niederliess.
Viele seiner rund 64’000 Fotos sind berühmt geworden – Häusser fotografierte ausschliesslich in Schwarz-Weiss. Seine anfänglich menschenleeren Bilder wurden zwar nie ausdrücklich fröhlich, aber zunehmend mit mehr Menschen beseelt. Häussers späteres werk umfasst viele Porträts auch von Prominenz.
Literatur von und über Robert Häusser
Alle 3 Artikel zum Thema Robert Häusser auf fokussiert.com:
Was macht die Faszination der Straßenfotografie aus? Was unterscheidet sie vom reinen Schnappschnuss? Was macht aus dem Schnappschuß Kunst? Der Bildband «Road Atlas – Straßenfotografie von Helen Levitt bis Pieter Hugo» (Hirmer Verlag) widmet sich diesen Fragen.
Die Straßenfotografie ist Fotografie in ihrer wohl ursprünglichsten Form. Denn – so der einleitende Essay von Freddy Langer – Louis Jacques Mandé Daguerre machte seine ersten fotografischen Versuche, indem er 1838 seine Kamera auf den Pariser Boulevard du Temple richtete. Das Ergebnis:
«Road Atlas - Straßenfotografie von Helen Levit bis Pieter Hugo»
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Robert Häusser – die Fotografien dieses Klassikers der deutschen Fotografie sehen wir aktuell in Köln zusammen mit eigens dazu verfassten Gedichten.
37 bekannte Lyrikerinnen und Lyriker – darunter Wolf Biermann, Ulla Hahn, Günter Kunert oder Peter Rühmkorf – schrieben eigens Gedichte zu Bildern aus dem siebzig Jahre umfassenden Werk von Robert Häusser. Fotos und Gedichte – wie geht das zusammen?
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Wer alle bisherigen Hasselblad-Preisträger auf einmal sehen will, muss jetzt nach Mannheim reisen: Die Reiss-Engelhorn-Museen zeigen die “Weltstars der Fotografie” – so der Ausstellungstitel – bis Januar 2009.
Der Hasselblad-Preis wird auch als “Nobelpreis der Fotografie“ bezeichnet und 28 Fotografen haben ihn bisher bekommen. Erstmals und ausschließlich in Mannheim sind alle diese Fotografen in einer Ausstellung vereint. Etwa 250 ihrer Werke sind im Museum Weltkulturen D5 der Reiss-Engelhorn-Museen zu sehen.
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