Thema: Schnappschuss

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Schnappschuss:


 

Alle 41 Artikel zum Thema Schnappschuss auf fokussiert.com:

“Kleinkind und Corbijn”:
Dem Hauptbildgegenstand mehr Gewicht verleihen

Schnappschuss mit Kleinkind in einer Ausstellung, der noch ein wenig Nachbearbeitung benötigt.

Kleinkind in Ausstellung

Kleinkind in Ausstellung

Unser Leser Torsten Groth aus Bochum hat uns das obige Bild unter dem Titel „Corbijn und ein wenig Farbe” in der Kategorie ‘Schnappschuss’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „In einer Ausstellung mit Bildern von Corbijn waren meine Tochter und ich fast allein unterwegs – rote Jacke, schwarz/weißer Hintergrund, und dann “nur” das Handy (iphone4 mit zerkratzter Linse zur Hand). Aber wenn ich die vielen Kinder-Bilder, die man (also Vater) so macht im Laufe der Zeit, durchgehe, bleibe ich immer wieder an diesem Bild hängen – habe lange überlegt, ob es anders zugeschnitten sein sollte, mich aber entschlossen, es vollkommen unverändert zu belassen. Freue mich über eine Rückmeldung.(Bilddaten: ISO 125, 4mm, f/2.8, 1/120)”

Längere Zeit habe ich überlegt, “Wie reagiere ich auf dieses Bild, wie empfinde ich es?” Letztendlich bin ich zum Schluss gekommen, dass die Farben des Kindes in dem eher monochromen Raum alleine wirken, und dass ich den nicht vorhandenen Blickkontakt zu einem sichtbaren Bild an der Wand ignorieren kann. Besser wäre es schon gewesen, bei der Aufnahme gleich darauf zu achten, dass das Kind eines der im Foto befindlichen Bilder anschaut. Auch eine andere Perspektive der Aufnahme, von einem Standpunkt weiter rechts, würde sich dann anbieten.

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“Bahnsteig”:
Bewegung vs. Stillstand

Die Linie ist hervorragend geeignet, den Blick des Betrachters zu lenken, Räume aufzuteilen und Dynamik oder Statik zu symbolisieren. Dem Fotografen bietet sie ein einfaches, aber mächtiges Kompositionselement. Wirkungen und Nebenwirkungen wollen wir uns in der folgenden Bildbesprechung vor Augen halten.

Ausgangsbild (verkleinert)

Ausgangsbild (verkleinert)

Unser Leser Bruno Reuter aus dem unterfränkischen Kleinostheim hat uns das obige Bild unter dem Titel „Bahnsteig” in der Kategorie ‘Street/Strasse’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Beim Betrachten des Bildes \”MTA\” von Emil Licht erinnerte ich mich an ein ähnliches Bild von mir. Es entstand an einer Bahnstation in Amsterdam. Ich kam gerade die Treppe hoch und habe schnell das Bild gemacht, im nächsten Moment ging der junge Mann im Vordergrund auch weiter. Ich wollte die Mischung aus Stillstand und Bewegung festhalten. Später fiel mir dann auch die extreme blaue Farbe au, die durch die Fenster zu sehen ist.”

Über Ausrüstung und Aufnahmedaten ist hier nichts bekannt. Das von Bruno mit 4996 Pixel mal 3378 Pixel eingereichte Bild ist für normale Monitore doch etwas groß, so daß ich es für unsere Zwecke auf 1000 Pixel mal 676 Pixel verkleinert habe. Unverändert zeigt sich im Vorschaubild ein kräftiges Moiré, was allerdings im Vollbild verschwindet.

Die Belichtung zeigt sich dem Betrachter ausgewogen. Ein Blick auf das Histogramm bestätigt diesen Eindruck. Die Mehrheit der Tonwerte bewegt sich in den Zonen I bis VII. Geringfügige Abbrüche sind lediglich im Lichterbereich zu verzeichnen. Da es sich hierbei um die Lampen oberhalb des einfahrenden Zuges handelt, sehe ich dies als unproblematisch an. Einzig die Bahnhofsuhr scheint etwas überblendet. Hier hätte man eventuell in der Nachbearbeitung über das Werkzeug “Lichter wiederherstellen” nachjustieren können.

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Leserfoto – «Paris en pleine nuit»:
Etwas mehr Nacht bitte

(c) Nicolas Zenz

(c) Nicolas Zenz

Eigentlich beginnt doch jeder Urlaub gleich. Streit mit der Freundin, ob das Stativ nun mitkommt oder nicht. Ich habe mich durchgesetzt, das Stativ im Gepäck, leider auch das Versprechen es bei der Stadtbesichtigung zuhause zu lassen (=100% der Zeit). Was macht der kreative Fotograf? Er fotographiert aus dem Hotelfenster bei Nacht. So ist dieses Foto also entstanden.

Mir gefällt es gut, der Freundin (vielleicht aus Trotz, weil ich sie damals aufgeweckt habe?) nicht besonders. Nun fände ich eine professionelle Meinung zu dem Bild interessant. Was könnte man verbessern? Wenn man sich zu lange selbst mit einem Bild beschäftigt, wird man einfach betriebsblind.

Fotodaten:
Sony NEX-C3, Daten: 60mm; F22; 20 Sek. Verschlusszeit; ISO 200

LG Nicolas

Paris ist eine dieser Städte, die einen nicht mehr losläßt, wenn man mal da war. Mir war es nur einmal vergönnt, und ich rede heute noch drüber. Du hast uns einen Schnappschuß eingereicht, der die Stadt bei Nacht zeigt. Zu sehen ist der Fluß, Straßenlichter reihen sich wie Perlen durchs Bild. » weiterlesen

Leserfoto:
Märchenhafte Landschaft

Eine sehr stimmungsvolle Landschaftsaufnahme möchte ich Euch in der heutigen Bildbesprechung präsentieren.

Überblick
Einleitung
Beschreibung
Zusammenfassung
Bildteil (4 Bilder)

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Patricia Szabo aus dem niedersächsischen Springe hat uns das obige Bild unter dem Titel „Am Strand von Essaouira” in der Kategorie ‘Schnappschuss’ (auch ‘Landschaft’ wäre hier in Frage gekommen) zur Besprechung eingereicht.

Sie schreibt dazu: „Dieses Foto entstand an einem nebeligen Nachmittag in Essaouira (Marokko – April 2014). Ich unternahm eine einwöchige Reise in dieses spannende Land. Auf eigene Faust. Mit Rucksack. Einfach mal umsehen. An diesem Tag wollte ich einfach etwas Sonne tanken. Der dichte Nebel jedoch, versetzt mit Staub machte mir einen Strich durch die Rechnung. Die Kulisse wirkte fast märchenhaft, die nur schemenhaft erkennbaren Menschen wie Geister. Ich schoss einige Bilder und bearbeitete sie zu Hause anschließend nach (Lightroom 5). In Wirklichkeit war alles in gelblichen Dunst gehüllt. Ich finde es in Blau ein wenig interessanter … Kamera: Nikon D7000, Objektiv: Tamron 10-24, Blende: f/10, Brennweite: 11 mm, Messmodus: Mehrfeld, kein Blitz”

Über Ausrüstung und Aufnahmedaten hatte Patricia bereits berichtet. Zu ergänzen wäre noch die kleinbildäquivalente Brennweite von 16,5 mm bei einem Formatfaktor von 1,5 sowie die Sensorempfindlichkeit von ISO 100.

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Es ist fast ein wenig schade, daß sich Patricia so brav an unsere Vorgaben gehalten und dieses Panoramabild mit einer langen Seite von 1000 Pixel eingereicht hat – je größer das Bild, desto besser mag es zur Geltung kommen. Daher möchte ich Euch ermuntern, ruhig einmal ‘dem intelligenten Regelübertritt zu frönen’ und Panoramabilder künftig mit einer langen Seite von 2000 Pixel einzureichen. Unser Server überlebt das schon … doch betrachten wir zunächst wieder die grundsätzlichen Bildelemente. » weiterlesen

Leserfoto – „Fußball, auf den Hund gekommen“:
Schnappschuß mit Tiefgang

Gute Fotos regen zum Nachdenken an, doch sollte man kompositionelle Entscheidungen aus einem Grund treffen.

(c) Hans Praefke

(c) Hans Praefke

Das Bild entstand 2014 in Buenos Aires im Problembezirk La Boca

Marke: NIKON CORPORATION, Modell: NIKON D3000, Belichtungszeit: 10/2500, ISO: 200, Blende: 110/10, Brennweite: 180/10

Nachdem ich dieses Bild ausgewählt hatte – ja, der Hund hatte es mir auch angetan – habe ich erst einmal recherchiert. Das mache ich zwar sonst auch, aber wenn Dein „Modell“ hier ein Tutu angehabt hätte, wäre die Aussage der Aufnahme eine vollkommen andere. » weiterlesen

Leserfoto:
Versuch einer Ideallandschaft

Die Kombination einer gelungenen Befassung der Ton- und Farbwerte mit einigen kompositorischen Schwächen wollen wir in der heutigen Bildbesprechung diskutieren.

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Peter Eich aus Konstanz hat uns das obige Bild unter dem Titel „Überschwemmung am Bodensee” in der Kategorie ‘Landschaftsfotografie’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Das Wollmatinger Ried ist eine große Schildlandschaft am Bodensee bei Konstanz. Hier sind immer wieder einige der Wiesen überschwemmt, so auch diese. Ich spazierte im Januar 2014 zum Sonnenuntergang dort vorbei und wollte mein neues Objektiv testen, das Nikkor 14-24. Fast hätte ich das Bild zuhause gelöscht. Doch nach etwas Korrektur in Lightroom ist aus dem RAW doch noch ein Resultat entstanden, das ich mag.”

Zur Aufnahme wurde eine Nikon D610 mit Nikon AF-S Zoom-Nikkor 14-24mm 1:2,8G ED verwendet. Die Brennweite betrug kleinbildäquivalente 14 mm aufgrund des verwendeten Vollformats, die Belichtungsdaten waren 1/80 Sekunde bei Blende f/4,5 und ISO 400.

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Leserfoto:
Versunken im Tanz

Eine verdichtete Bildbetrachtung.

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Jonathan Kopf aus Stuttgart hat uns das obige Bild unter dem Titel „el niño” in der Kategorie ‘Street/Strasse’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Der Junge, welcher in sich selbst versunken in den Gassen des Barri Gotic Barcelonas vor sich hin tanzte, faszinierte mich sofort. Durch die Perspektive zwischen den Mauern hindurch habe ich versucht der Situation einerseits Tiefe zu verleihen, andererseits das ‘einsame’ Tanzen des Jungen herauszustellen. Aus einer Serie von Bilder habe ich dann das herausgesucht, in welchem er sich in der Pfütze spiegelt. Tipps würden mich vor allem hinsichtlich EBV interessieren – einerseits fand ich Schwarz-Weiß besser um die Grundstimmung des Bildes zu unterstreichen, andererseits geht der Junge dann aufgrund fehlender Helligkeitskontraste fast unter. Da auf mich reines Color-Key irgendwie billig wirkt, habe ich mich für einen Mittelweg entschieden und alle Farben außer Blau stark, aber nicht ganz entsättigt. Wie hätten Sie das Bild bearbeitet? Auch über Tipps zum Fotografieren selbst würde ich mich freuen, auch wenn man bei Street ja ohnehin kaum Vorbereitungszeit hat…”

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Die Faszination der Szene mit dem ‘im Tanz versunkenen Jungen im Hinterhof der alten Stadt’ konnte ich nach der obenstehenden Beschreibung unmittelbar nachempfinden.

Wie Jonathan sehe ich aber auch die Schwierigkeiten des Bildes …

Zum einen ist da jene von links bis fast zur Bildmitte hineinreichende Mauerkante, die als Symbolisierung der versteckten Beobachterwarte des ‘Flaneur photographique’ durchaus zulässig und wirksam ist, doch eben auch ‘wie ein Brett vor dem Kopf’ erscheinen kann.

Zum anderen (und fast noch gravierender) ist die geringe Figur-Grund-Differenzierung des Jungen anzuführen, der tonal eher mit der Straßenflucht verschmilzt wie daß er sich von dieser abhebt.

In der Überarbeitung setzte ich auf eine Schwarzweißkonvertierung und die Möglichkeiten von Silver Efex Pro. Dies ist ein ursprünglich von Nik und mittlerweile von Google vertriebenes und erschwingliches Photoshop-Plugin und mein Standardprogramm für solche Bearbeitungen. » weiterlesen

Leserfoto:
Schlaflos

Eine verdichtete Bildbetrachtung.

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Tatjana Butschik aus dem niedersächsischen Hildesheim hat uns das obige Bild unter dem Titel „Schlaflos” in der Kategorie ‘Schnappschuss’ (auch ‘Nacht’ wäre möglich gewesen) zur Besprechung eingereicht.

Sie schreibt dazu: „Mit meiner Nikon D5100 und dem 18-105 Kitobjektiv wurde ich von der Momentmagie angezogen, als Schneeregen nachts auf die Autodächer fiel und das Laternenlicht sich milchig auf den Straßen spiegelte. Der letzte Schatten irrte durch die Gassen, es wirkte leicht unheimlich, die Schritte hallten in meinen Ohren und ich sah durch den Sucher meiner Kamera zu.”

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Tatjanas sehr poetische und bildhafte Beschreibung ließ mich das Potential dieser Szene erahnen – das Bild quasi ‘eher spüren wie sehen’, denn auf der Fotografie selbst fand ich dahingehend zunächst wenig, nur schwarze Fächen und helle Punkte, abgebildet.

Mein nachfolgender Workflow ist ein Versuch, Tatjanas Bildabsicht nachzuempfinden und bildhaft umzusetzen. Zum Aufnahmesetup möchte ich noch kurz ‘1/60 Sek bei ISO 14368′ erwähnen – so etwas geht, wie man sieht … » weiterlesen

Leserfoto – “Treppe”:
Architektur als Abstrakt

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, lassen sich auch aus eher unscheinbaren Motiven außergewöhnliche Fotos herausholen.

(c) Oliver Bedford

(c) Oliver Bedford

Schnappschuss einer Kolonnade in Hamburg – genauen Ort kann ich nicht mehr rekonstruieren. Perspektive korrigiert, in S/W gewandelt, Kontrast erhöht und beschnitten.

Ein Fotografenfreund hat mir einmal gesagt, die Herausforderung in der Fotografie sei oft nicht, spektakuläre Motive angemessen abzulichten (man muß sich beispielsweise regelrecht bemühen, vom Grand Canyon schlechte Bilder zu machen, obwohl es die leider auch zuhauf gibt), sondern im Alltäglichen das Interessante abzubilden. Das ist Dir hier meines Erachtens gelungen. Bei Deiner Aufnahme mußte ich zweimal hinsehen, bis mir die Illusion klar wurde, und das hat mich schließlich zur Auswahl bewegt.
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Leserfoto:
Die verborgenen Schnappschüsse der Festplatte

Oft ist von längst verloren geglaubten Perlen der Fotografie die Rede, die jahrelang unbemerkt auf der heimischen Festplatte schlummerten und erst durch eine spätere Bildbearbeitung zu vollem Glanz emporsteigen. Nur: Nicht jedem Foto ist dieses Märchen vergönnt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Kommentar des Fotografen:

Winziger Ausschnitt aus Schnappschuss. Sonntäglicher Trödelmarkt Boxhagener Platz Berlin-Friedrichshain. weitgehende Bearbeitung mit Picasa 3, um die techn. Unzulänglichkeiten in Vorzüge zu verwandeln, die durch professionell perfekte Aufnahmen mit Qualitätskamera kaum zu erreichen. Wie oftmals, habe ich das Motiv erst beim durchmustern des Originalfotos entdeckt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Peter Keit:

Der berühmte Fotograf Robert Capa hat gesagt: “Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht dicht genug dran.” Und dieser Mann war Kriegsfotograf, kein Flaneur, der beim Spazierengehen hofft, zufällig einige schöne Bilder machen zu können. Ein sicheres Zeichen, dass dieser Spruch auf die eigenen Fotos zutrifft, ist, wenn man das Bild stark beschneiden muss oder nur “winzige Ausschnitte” aus dem Originalfoto nehmen kann, damit es einem selbst zusagt.

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