Thema: Schnappschuss

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Schnappschuss:


 

Alle 35 Artikel zum Thema Schnappschuss auf fokussiert.com:

Leserfoto:
Versunken im Tanz

Eine verdichtete Bildbetrachtung.

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unser Leser Jonathan Kopf aus Stuttgart hat uns das obige Bild unter dem Titel „el niño” in der Kategorie ‘Street/Strasse’ zur Besprechung eingereicht.

Er schreibt dazu: „Der Junge, welcher in sich selbst versunken in den Gassen des Barri Gotic Barcelonas vor sich hin tanzte, faszinierte mich sofort. Durch die Perspektive zwischen den Mauern hindurch habe ich versucht der Situation einerseits Tiefe zu verleihen, andererseits das ‘einsame’ Tanzen des Jungen herauszustellen. Aus einer Serie von Bilder habe ich dann das herausgesucht, in welchem er sich in der Pfütze spiegelt. Tipps würden mich vor allem hinsichtlich EBV interessieren – einerseits fand ich Schwarz-Weiß besser um die Grundstimmung des Bildes zu unterstreichen, andererseits geht der Junge dann aufgrund fehlender Helligkeitskontraste fast unter. Da auf mich reines Color-Key irgendwie billig wirkt, habe ich mich für einen Mittelweg entschieden und alle Farben außer Blau stark, aber nicht ganz entsättigt. Wie hätten Sie das Bild bearbeitet? Auch über Tipps zum Fotografieren selbst würde ich mich freuen, auch wenn man bei Street ja ohnehin kaum Vorbereitungszeit hat…”

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Thomas Brotzler

  Thomas Brotzler

Die Faszination der Szene mit dem ‘im Tanz versunkenen Jungen im Hinterhof der alten Stadt’ konnte ich nach der obenstehenden Beschreibung unmittelbar nachempfinden.

Wie Jonathan sehe ich aber auch die Schwierigkeiten des Bildes …

Zum einen ist da jene von links bis fast zur Bildmitte hineinreichende Mauerkante, die als Symbolisierung der versteckten Beobachterwarte des ‘Flaneur photographique’ durchaus zulässig und wirksam ist, doch eben auch ‘wie ein Brett vor dem Kopf’ erscheinen kann.

Zum anderen (und fast noch gravierender) ist die geringe Figur-Grund-Differenzierung des Jungen anzuführen, der tonal eher mit der Straßenflucht verschmilzt wie daß er sich von dieser abhebt.

In der Überarbeitung setzte ich auf eine Schwarzweißkonvertierung und die Möglichkeiten von Silver Efex Pro. Dies ist ein ursprünglich von Nik und mittlerweile von Google vertriebenes und erschwingliches Photoshop-Plugin und mein Standardprogramm für solche Bearbeitungen. » weiterlesen

Leserfoto:
Schlaflos

Eine verdichtete Bildbetrachtung.

Ausgangsbild

Ausgangsbild

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Unsere Leserin Tatjana Butschik aus dem niedersächsischen Hildesheim hat uns das obige Bild unter dem Titel „Schlaflos” in der Kategorie ‘Schnappschuss’ (auch ‘Nacht’ wäre möglich gewesen) zur Besprechung eingereicht.

Sie schreibt dazu: „Mit meiner Nikon D5100 und dem 18-105 Kitobjektiv wurde ich von der Momentmagie angezogen, als Schneeregen nachts auf die Autodächer fiel und das Laternenlicht sich milchig auf den Straßen spiegelte. Der letzte Schatten irrte durch die Gassen, es wirkte leicht unheimlich, die Schritte hallten in meinen Ohren und ich sah durch den Sucher meiner Kamera zu.”

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Thomas Brotzler

  Thomas Brotzler

Tatjanas sehr poetische und bildhafte Beschreibung ließ mich das Potential dieser Szene erahnen – das Bild quasi ‘eher spüren wie sehen’, denn auf der Fotografie selbst fand ich dahingehend zunächst wenig, nur schwarze Fächen und helle Punkte, abgebildet.

Mein nachfolgender Workflow ist ein Versuch, Tatjanas Bildabsicht nachzuempfinden und bildhaft umzusetzen. Zum Aufnahmesetup möchte ich noch kurz ‘1/60 Sek bei ISO 14368′ erwähnen – so etwas geht, wie man sieht … » weiterlesen

Leserfoto – “Treppe”:
Architektur als Abstrakt

Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, lassen sich auch aus eher unscheinbaren Motiven außergewöhnliche Fotos herausholen.

(c) Oliver Bedford

(c) Oliver Bedford

Schnappschuss einer Kolonnade in Hamburg – genauen Ort kann ich nicht mehr rekonstruieren. Perspektive korrigiert, in S/W gewandelt, Kontrast erhöht und beschnitten.

Ein Fotografenfreund hat mir einmal gesagt, die Herausforderung in der Fotografie sei oft nicht, spektakuläre Motive angemessen abzulichten (man muß sich beispielsweise regelrecht bemühen, vom Grand Canyon schlechte Bilder zu machen, obwohl es die leider auch zuhauf gibt), sondern im Alltäglichen das Interessante abzubilden. Das ist Dir hier meines Erachtens gelungen. Bei Deiner Aufnahme mußte ich zweimal hinsehen, bis mir die Illusion klar wurde, und das hat mich schließlich zur Auswahl bewegt.
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Leserfoto:
Die verborgenen Schnappschüsse der Festplatte

Oft ist von längst verloren geglaubten Perlen der Fotografie die Rede, die jahrelang unbemerkt auf der heimischen Festplatte schlummerten und erst durch eine spätere Bildbearbeitung zu vollem Glanz emporsteigen. Nur: Nicht jedem Foto ist dieses Märchen vergönnt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Peter Keit).

Kommentar des Fotografen:

Winziger Ausschnitt aus Schnappschuss. Sonntäglicher Trödelmarkt Boxhagener Platz Berlin-Friedrichshain. weitgehende Bearbeitung mit Picasa 3, um die techn. Unzulänglichkeiten in Vorzüge zu verwandeln, die durch professionell perfekte Aufnahmen mit Qualitätskamera kaum zu erreichen. Wie oftmals, habe ich das Motiv erst beim durchmustern des Originalfotos entdeckt.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Peter Keit:

Der berühmte Fotograf Robert Capa hat gesagt: “Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, bist du nicht dicht genug dran.” Und dieser Mann war Kriegsfotograf, kein Flaneur, der beim Spazierengehen hofft, zufällig einige schöne Bilder machen zu können. Ein sicheres Zeichen, dass dieser Spruch auf die eigenen Fotos zutrifft, ist, wenn man das Bild stark beschneiden muss oder nur “winzige Ausschnitte” aus dem Originalfoto nehmen kann, damit es einem selbst zusagt.

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Leserfoto:
Tokio bei Nacht

Einhändig im fahrenden Auto solche Bildkompositionen einzufangen, ist nicht einfach. Dafür kann sich die Mühe lohnen, wie das Bild hier zeigt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Schölzel)

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Daniel Schölzel)

Kommentar des Fotografen:

Das Bild war eine spontane Idee auf einem Streifzug in Tokio 2007. Die nächtlichen Farben und die Dynamik der Metropole haben mich fasziniert und beim Herumexperimentieren mit der Langzeitbelichtung meiner Kompaktkamera ist mir dieser Schnappschuss gelungen. Die Belichtungszeit betrug 1 Sekunde. Leider sind einige Bereiche in der linken Bildhälfte überstrahlt, was ich im Nachhinein gern korrigieren würde.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Daniel Schölzel:

Wie fängt man den Charakter einer Großstadt wie Tokio ein? Die Schnelligkeit, Lebendigkeit, die Technikaffinität? Vielleicht wie es Daniel Schötzel in dieser nächtlichen Langzeitaufnahme gemacht hat. Das Bild zeigt gleichzeitig die Vor- und Nachteile einer Kompaktkamera. » weiterlesen

Teil 1 von 2:
Ebenenmasken – Eine Einführung

Dank Ebenenmasken im Photoshop können wir gezielt einzelne Bereiche nach unseren Wünschen bearbeiten, ohne dadurch das Originalbild zu zerstören.

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan von Photoshop. Eine Stärke der Software ist ihre unglaubliche Vielseitigkeit: man kann Stunden damit verbringen, an Bildern herumzufeilen, Kollagen zusammenzustellen oder jegliche andere Art von Grafik. » weiterlesen

Leserfoto:
Die fotografische Quadratur des Kreises

Die Kombination aus strengen geometrischen Formen und menschlichem Einfluss macht den Reiz dieses Straßenfotos aus.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Volker Rein).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Volker Rein).

Kommentar des Fotografen:

Am Münchner Marienplatz ist am Abgang zur U-Bahn dieses interessante Bodenmuster aufgeklebt. Per Zufall kam dann noch eine Dame mit dem gepunkteten Rock in Blau. Ich stand da gute 10 Minuten und habe einige Aufnahmen gemacht, aber diese hier gefällt mir besonders gut. Die räumliche Situation ist allerdings sehr beengt und man braucht ein gewisses Beharrungsvermögen, wegen der vielen Leute die rauf und runter gehen

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Volker Rein:

Ein guter Fotograf hat nicht nur eine Kamera, sondern auch ein geschultes Auge, welches spannende Farben, Formen und Motive auch dort entdeckt, wo die meisten Leute gedankenlos vorbeigehen. Oder wie in diesem Fall wortwörtlich täglich mit den Füßen darauf rumtrampeln. Volker Rein hat am Münchener Marienplatz dieses Foto gemacht, das auf den ersten Blick wie ein gelungener Schnappschuss aussieht, aber in Wahrheit Geduld und Ausdauer erfordert.

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Leserfoto:
Schnappschuß am Abend – Mehr Raum

Nahe an das Motiv heranzugehen, ist grundsätzlich richtig. Allerdings braucht es immer noch Raum zum Atmen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Heiko Priebe).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Heiko Priebe).

Kommentar des Fotografen:

Hallo, mir gefiehl das Motiv, da es eine alte kleine Lagerhalle zeigt, die Wölbung der Straße, nicht durch Objektivverzerung. Die Stimmung der Wolken war mir auch sehr wichtig, deshalb habe ich einen Winkel von etwa 70cm vom Boden gewählt um die Dynamik zu behalten oder zu erzeugen. Aufgenommen mit meiner alten Canon 20d, 1/25s, f8, ISO 100 am 06.6.2012 um 20:40 Uhr. Seht ihr ja alles in den EXIF. Würde mich freuen, wenn es Anregungen (Anmerkungen) dazu gibt. LG

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Heiko Priebe:

Mir gefällt die Stimmung in Deinem Foto, es ist düster, geheimnisvoll, und macht aus einem Motiv, das sonst gewöhnlich gewirkt hätte ein Bild, das “etwas hergibt”. So, wie Du es gehalten hast, wirkt es wie ein HDR, die Farben sind unwirklich, es liegt ein Grauschleier über allem. Aufnahmen wie diese eignen sich sehr gut für eine Schwarzweißumwandlung, und ich würde anregen, das hier einmal auszuprobieren – es würde den Charakter des Fotos noch verstärken.

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Schnappschuss statt Serie

Serien sind wie Sahne auf der Torte. Eine gute Serie vermag es, dem gelungenen Einzelbild durch das Hinzustellen weiterer gelungener Einzelbilder einen roten Faden zu verleihen, der jedes Foto noch intensiver wirken lässt. Das setzt jedoch voraus, dass dieser “rote Faden” auf dem Bild inhaltlich oder kompositorisch erkennbar ist.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© lucas  ziegler).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© lucas ziegler).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist ein Teil einer Bildstrecke/Streetphotogr. zum Thema Kältewelle in Zürich.

Ich wollte Menschen, die bei diesen tiefen Temperaturen unterwegs waren, bildnerisch festhalten um in einem Gesamtbild (siehe Homepage)die Stimmung dieses Tages in Zürich wiedergeben zu können.

Ich habe diese Bild augewählt, da die 3 Personen zwar zusammen waren, gedanklich dennoch für sich standen. Des Weiteren finde ich die Herkunft der Menschen interessant. Es war offensichtlich, das die Personengruppe aus dem Ausland stammte und sich zwangsweise an das neue Umfeld (Temperatur) gewöhnen musste.

Über konstruktive Kritik und Tipps würde ich mich sehr freuen.

Blende 1.8
Verschlusszeit 250
(Bin mir nicht mehr ganz sicher)

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von lucas ziegler:

Serien sind wie Sahne auf der Torte. Eine gute Serie vermag es, dem gelungenen Einzelbild durch das Hinzustellen weiterer gelungener Einzelbilder einen roten Faden zu verleihen, der jedes Foto noch intensiver wirken lässt. Das setzt jedoch voraus, dass dieser “rote Faden” auf dem Bild inhaltlich oder kompositorisch erkennbar ist.

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Erinnerungsfoto:
Hüpfer am Kugelstrand

Ein tolles Souvenirfoto hat meistens einen persönlichen Wert. Damit darf das Bild alle Regeln brechen und muss keine weiteren Ansprüche erfüllen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ralf Brzuska).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Ralf Brzuska).

Kommentar des Fotografen:

Hier ein Bild aus meinem Urlaub in Neuseeland ein Sonnenaufgang auf der Südinsel. gesprungen von Stein zu Stein die Steine sind die so genannten Moeraki Boulders ein coole Erinnerung

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Ralf Brzuska:

Ein Sonnenaufgang an einem Meeresstrand. Im Vordergrund sind eine Reihe grosser runder Gesteinskugeln zu sehen, dahinter geht die Sonne genau in der Bildmitte unter. Vorne rechts ist die Silhouette eines Menschen zu sehen, der mit gestreckten Armen von einem der Steinbrocken auf den nächsten zu springen scheint.

In der Tat, das ist sicher ein sehr bleibendes und wirksames Souvenir von einem Sonnenaufgang an einem bemerkenswerten Strand. Als solches hat es für Dich zweifellos auch einen ganz besonderen Wert.

Aber andern erschliesst sich dieser nicht:

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