Thema: Schnee

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Schnee:

Landschaftsfoto in HDR: Schnee muß nicht grau seinLandschaftsfotografie: Romantische WinterstimmungSchloßpark in Schwarzweiß: Ausschnitt und StimmungLandschaftsfotografie: Viadukt im Winter

 

Alle 9 Artikel zum Thema Schnee auf fokussiert.com:

Landschaftsfotografie:
Viadukt im Winter

Schnee-Fotos sind schwierig aufzunehmen, weil die Farbe fehlt und der kamerainterne Belichtungsmesser schwer mit dem vielen Weiß klarkommt. Aber es lohnt sich, wie dieses Winterfoto zeigt.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt das Bietigheimer Enz-Viadukt, fotografiert von einer Fußgängerbrücke über den selben Fluss. Ich hab das Bild nach Sonnenaufgang aufgenommen. Früher bin ich auf meinem Schulweg oft über diese Brücke gelaufen, und auf der Suche nach einem neuen Fotomotiv habe ich mich an den Blick auf das Viadukt von der Brücke aus erinnert. Ich habe des Bild im nachhinein zu schwarz/weiß konvertiert, da im linken Teil des Bildes eine Straßenlaterne die Bäume beleuchtet hat, was mir zum einen nicht gefiel und zum andern die Symmetrie des Bildes zerstörte, da auf der anderen Seite keine solche Laterne zu sehen ist.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Dominic Walter:

Winterfotos, vor allem Schneefotos, sind für Fotografen immer eine Herausforderung. Nicht nur ist es meist so kalt, dass man sich am liebsten mit einem heißen Kakao am Kamin wärmen würde.

Der Schnee schluckt mit seinem Weiß auch alles Farbige und lässt sonst so strahlende Landschaften auf einmal ruhig und idyllisch erscheinen:

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Landschaftsfotografie:
Romantische Winterstimmung

An sich ist dieses Bild schlicht. Es lebt vor allem vom vorhandenen Licht, welches Tiefe erzeugt und majestätisch wirkt. Aber auch Komposition und der menschliche Faktor haben ihren Anteil an dem gelungenen Foto.

Kommentar des Fotografen:

Schneeschuhwanderung durch den Nebel. Blende: 4 Belichtungszeit: 1/1000 ISO:100

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Torsten Muehlbacher:

Der Winter ist vorbei. Endlich. Trotzdem schaffen es Bilder wie das des Fotografen Torsten Mühlbacher, dass man wehmütige an die kalten, verschneiten Monate zurückdenkt. Er fotografierte eine Schneewanderung durch eine waldliche Winterlandschaft:

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Rebnetzmuster:
Mehr Abstraktion

Magische Verwicklungen trotz trüben Wetters ins Bild zu bringen erfordert den richtigen Umgang mit den gestalterischen Elementen eines Bildes.

Kommentar des Fotografen:

Als Bildmotiv haben mich diese Rebnetze schon lange magisch angezogen. Aufnahmen im Herbst, mit Blättern und Früchten, ergaben ein sehr unruhiges Bild. Der Winter bringt’s, finde ich, ihr auch?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Esther Bachmann:

Esther, ich denke, es wird keiner abstreiten, dass du den richtigen Zeitpunkt für ein Bild gewählt hast, welches die Rebnetze in den Mittelpunkt stellt.

Wenn das ganze Laub darum ist, lenkt dieses sehr von diesen Details des Weinbaues ab, auch wenn natürlich die herbstliche Laubfärbung klasse sein kann, genau wie das junge Grün im Frühjahr.

Durch den hellen Hintergrund im Schnee allerdings heben sich die Netze mit ihrer recht frischen Farbe ab. Das Blau der Rebnetze paßt auch gut zum kühlen Ambiente im Winter. Blau ist nun mal ein kalte Farbe und verstärkt das winterliche Empfinden beim Betrachter.

Da ja nun recht wenige Farben im Spiel sind, musst du sehen, auf andere Weise Spannung zu erzeugen. Die oft beschriebene aufsteigende, positive Diagonale hast du schon gut erkannt und in dein Foto eingebaut. Durch einen etwas engeren Ausschnitt und das entgegengesetzte Schrägstellen des linken Pflanzstockes könntest du diese Ansicht noch verstärken.

Ich hab dein Bild dann allerdings in die Kategorie “abstrakt” gestellt und mal ein wenig daran gefeilt. Der Hintergrund ist etwas unschärfer und das ganze Motiv etwas heller geworden. Für mich bringt diese minimale Bearbeitung etwas mehr Leichtigkeit und Anmutung ins Motiv. Wobei ich nicht weiß, inwieweit du noch aufblenden kannst.

Deine 95er Brennweite ist zum verdichten des Motivs schon gut gewählt, wenn statt der Blende 5,6 noch eine 2,8 (was dann aber ein doch eher teures Objektiv bedeuten würde) drin wäre, hättest du mit einer leichten Überbelichtung auch diesen Effekt erzielt.

Ich hoffe, du findest dein Bild nun nicht zu abstrakt, möchte ich dir doch nur die möglichen Varianten zeigen, die du auch schon bei der Aufnahme beeinflussen kannst, da ich selber nicht so der Freund des nachträglichen Bearbeitens bin.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
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Landschaftsfoto in HDR:
Schnee muß nicht grau sein

Bei HDR kommt es darauf an, Photomatix oder anderer Software nicht die ganze Arbeit zu überlassen/aufzubürden. Dann kann man sehr bemerkenswerte Resultate erzielen.

Kommentar des Fotografen:

morgens gemacht, als die sonne schemenhaft hinter den wolken zu erkennen war. ich bin dafür auf einen grenzstein geklettert um eine leicht erhöhte position zu bekommen. es ist ein hdr aus 5 aufnahmen, programm photomatix.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Thomas Renner:

HDR oder “High Dynamic Range” ermöglicht dem digitalen Fotografen, Bilder darzustellen, die so eigentlich gar nicht existieren. Extreme Hell- und Dunkelwerte sind nicht vorhanden, der Kontrast ist über den mittleren Bereich verteilt. Schon mehrmals sind auf fokussiert Bilder dieser Art besprochen worden, und auch die Bearbeitungsweise wurde bereits öfter erklärt. Wenn HDR gekonnt eingesetzt wird, lassen sich damit ziemlich beeindruckende Ergebnisse erzielen.

Ein Schlüssel zu einer guten HDR-Aufnahme ist ein Programm wie Photomatix, das Du hier für Deine Aufnahme eingesetzt hast.

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Bildschnitt:
Mit Mut etwas neues schaffen

Ein “mutiger” Bildschnitt kann bisweilen aus einem vermeintlich missglückten Bild das herausholen, was immer drinsteckt: Jenes Bild, das den Fotografen zum Drücken des Auslösers bewegt hat.

Kommentar des Fotografen:

Zur Zeit lese ich viel über “mutiges Schneiden”, konnte aber lange nicht wirklich damit etwas anfangen. Bein Durchstöbern meiner Foto-Müllkiste (Übungsmaterial) viel mir ein völlig Unterbelichtetes, nichtsagendes Bild auf. Aufgenommen bei absolut sch… Wetter, Ende letzten Jahres. Schwarz- und Weisspunkt gesetzt, Aufhellen, partielles Scharfzeichnen und “mutiges Schneiden”. So entstand ein Bild was einen Panorama-Effekt simuliert. Überraschend und Faszinierend wie ein Bild seine Eigenschaft ändern kann, wenn es “mutig beschnitten” wird.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Deuer:

In einer verschneiten, möglicherweise aber auch versandeten Landschaft steht in dieser im Panorama-Schnitt gehaltenen Fotografie eine Hölzerne Anlage auf Pfählen, die wie eine Koppel oder eine Verladestation für Vieh aussieht, bei näherer Betrachtung aber ihren Zweck nicht preisgibt.

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Schloßpark in Schwarzweiß:
Ausschnitt und Stimmung

Wenn man die Zeit hat, ein Foto Stück für Stück zu komponieren, sollte man sich diese auch nehmen.

Kommentar des Fotografen:

Verschneiter Park eines verlassenen Schlosses. Aufgenommen bei einem Spaziergang.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Norbert Reinsch:

Was mir an Deinem Foto gefällt, ist die Tatsache, daß Du an einem Tag, wo andere lieber daheim gemütlich im Warmen sitzen, mit der Kamera unterwegs warst. Dabei hast Du diesen Park eingefangen, und mich persönlich hätte dieses Schloß auch fasziniert, wie es da so einsam zwischen kahlen Bäumen steht.

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Mittenhorizont:
Symmetrisch ausgewogene Harmonie

Manchmal kann ein “regelwidrig” in die Mitte des Bildes gelegter Horizont einem Bild das gewisse Etwas verleihen.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand auf dem Alaska Highway in Kanada im Februar 2009. Meine Absicht war, mit Hilfe des Highways den Blick auf die weiss verschneiten Berge im Hintergrund zu lenken.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Mirco Widmer:

Vor ein paar Wochen habe ich die Rezension zu einer Art minimalistischem Bild geschrieben, das zwei fast gleich große Bildhälften über und unter der Horizontlinie zeigte. Ich sagte, man solle sich entscheiden, welche der beiden Hälften mehr ins Gewicht fällt, und dass diese Hälfte den größeren Bildanteil einnehmen solle.

In jenem Fall war es wichtig, eine größere Hälfte abzubilden, vorzugsweise im Rahmen der Drittelregel, weil die Komposition zu statisch und ohne Höhepunkt war.

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Sportfoto:
Orientierungsloser Skirennfahrer

Sportfotografie setzt ein paar Regeln voraus: Verschlusszeit – Blende – Brennweite. Es fehlt die Motivklingel.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde beim Ski Worldcup Garmisch-Partenkirchen 2010 aufgenommen. Es zeigt den Schweizer Carlo Janka beim Abschwung des Riesenslaloms.

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Gerhard Buthmann:

Sportfotografie ist mein Steckenpferd, deshalb möchte ich auch kurz etwas zu dem Bild von Gerhard schreiben.

Es ist leichter bei Sportarten, die man selber betreibt, gute Bilder zu bekommen, als wenn man keine Ahnung von Regeln und Ablauf hat.

Nun kann ich zwar nicht Alpinskifahren, wie ich gestehen muss, aber bei diesem Geschwindigkeitssport gibt es doch viele Gleichnisse der Abfolgen und Bewegungsrichtungen wie beim Biken auch.

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Schneewüste:
Photoshopeffekte sparsam anwenden

Photoshop hat seinen Platz, aber Spezialeffekte können ein gutes Foto nachträglich verschlimmbessern.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild habe ich auf einer Fototour in der Rhön unweit von Frankenheim gemacht. Auf einer Höhe von über 700m wird die Landschaft oftmals zur Schneewüste in dieser Jahreszeit. Starke Schneeverwehungen werden oft nur durch Fangzäune verhindert. Doch in diese Wüste gibt es Leben! Eine geschwungene Straße durchzieht die Landschaft, und ab und zu kommen hier Fahrzeuge durch, die in der Ferne wieder im Nebel verschwinden. Ein Amsel sitzt auf einen Baum am Straßenrand, mitten in dieser lebensfeindlichen Umgebung. Futter wird sie hier kaum finden, aber was macht sie dann hier? Mit diesem Bild will ich zeigen, dass weniger oft mehr ist. Bearbeitet habe ich das Bild mit PS. Als Hobbyfotograf konzentriere ich mich hauptsächlich auf die Landschaft in der Rhön.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Michael Leipold:

Kompliment zu diesem Foto. Es vereinigt einige Ratschläge, die hier in den vergangenen Wochen in der Kritik erschienen sind. Vom inneren Schweinehund zu Tiefe im Foto zu einfacher Komposition – ein insgesamt sehr gelungenes Bild.

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