Thema: Schwarz-Weiss

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Schwarz-Weiss:

Actionporträt: Volle KonzentrationStilleben im Nebelwald: Glühende LinienFluchtpunkt-Landschaft: Linien, betontBewegte Sonnenblumen: Zu Schwach für Schwarz-Weiss

 

Alle 61 Artikel zum Thema Schwarz-Weiss auf fokussiert.com:

Konzeptfoto:
Zwanzig nach acht

In Konzeptfotos lohnt es sich, auf Details zu achten und Arbeit in die Nachbearbeitung zu investieren. Hier sind gröbere Eingriffe erlaubt.

Kommentar des Fotografen:

der traurige clown und ein wundervolles, altes, geschwungenes fenster…ein schöne, wenn auch abstrakte kombination..das bild kam aus dem bauch, deshalb fehlen mir die worte zur erklärung…

Peter Sennhauser meint zum Bild von heike brauer:

Ein Mann mit Clown-Maske und traurigem Gesicht sitzt, die Beine weit vor sich gespreizt, mit dem Rücken am Sims zu einem grossen, geschwungenen Panorama-Fenster auf einem Plattenboden. Das einzige Licht in der Schwarz-Weiss-Aufnahme scheint durch das geschwungene, dem Mund des Clowns gleichende und in viele Quadrate aufgeteilte alte Fenster in den leeren Raum zu fallen. Draussen gleissen verschneite Bäume.

Was Formen, Linien, Lichtstimmung und Komposition angeht, ist diese Aufnahme insgesamt sehr stimmig:

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Strassenfotografie:
Der graue Clown

Farbe in Schwarz-Weiss – geht das? Manchmal ist es reizvoll, eindeutig bunte Motive in den Köpfen der Betrachterinnen zu schaffen.

Kommentar des Fotografen:

Wien Stephansplatz am letzten des Jahres 2011. Geschossen mit Hasselblad 500cm Sonnar 150mm T-max 100, entwickelt in Rodinal 1:50

Peter Sennhauser meint zum Bild von Gerd L:

Ein Clown sitzt auf einer Bank an einer belebten Fussgänger-Zone, mit auf dem Bauch gefalteten Händen. Hinter der Figur mit Luftballon-Hut sitzen zwei leicht von ihm abgewandte junge asiatische Frauen und essen etwas aus Papptellern. Rings um die Szene strömt das Strassenleben in Schwarz-Weiss und quadratisch, ohne den Unterhaltungskünstler mit irgendwelcher Aufmerksamkeit zu ehren.

Wirklich verblüffend finde ich an dieser Aufnahme, dass sie farbig zu sein scheint, aber eindeutig Schwarz-Weiss ist:

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Autostilleben:
Angedeutete Formen

Schwarz-Weiss-Fotografie wirkt besonders durch Linien, Licht und Formen. Das geht gut zusammen mit Autos und anderen Designobjekten.

Kommentar des Fotografen:

Ein ausgedientes Cadillac Deville Coupé von 1955, das auf dem Hof eines Autohändlers sein Gnadenbrot geniesst. Schon tagsüber ein respektabler Anblick, lassen sich bei Nacht, wenn die Straßenlaterne von links durch den Fahrerraum strahlt und vorne auf der Straße Fahrzeuge hinzukommen, mit den Formen der Karosserie schöne Motive gestalten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Frank Wahner:

In dieser hochformatigen Schwarz-Weiss-Fotografie ist ein Teil der Karosserie eines Autos aus den siebziger Jahren oder von noch früher zu sehen. In einem kühnen Bogen schwingt sich von unten links eine Chrome-Scheibenfassung durch das Bild in die Linke Mitte.

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Schiffe im Hafen:
Vignettierter Tunnelblick

Schwarz-Weiss-Aufnahmen verlangen eine eigene Bildkomposition; die Verstärkung des Effekts durch Erhöhung des Kontrasts noch viel mehr.

Kommentar des Fotografen:

das bild entstand während eines englischkurses in irland, dublin – genauer in howth. Wie immer in raw fotografiert, mit capture nx2 entwickelt und mit silver efex pro 2 in sw umgewandelt. das war’s auch schon.

Peter Sennhauser meint zum Bild von thomas neumann:

Zwei Kutter liegen in einem von den Gezeiten fast geleerten Hafenbecken an der Quaimauer im Schlick. Der Pier zieht sich vom rechten Vordergrund des Bildes diagonal nach rechts hinten. Das Bild in Schwarz/Weiss ist geprägt von einem starken Kontrast, Grobkörnigkeit und einer deutlich erkennbaren Vignettierung.

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Schnappschuss:
Der Schattenmann

Hohe Kontraste und die Umkehrung der “korrekten Belichtung” zwischen Motiv und Subjekt werden hier als reizvoller Effekt demonstriert.

Kommentar des Fotografen:

Diesen “Schnappschuss” habe ich auf der Art Cologne 2010 machen können, da die dunkle Kleidung des Kunstliebhabers zu den weissen Wänden gut kontrastierte. Die Betrachtung eines Betrachters, der sich mit seinem Schatten in ein Bild gleichsam versenkt, war hierbei der besondere Reiz. Die ursprüngliche Aufnahme ist farbig, sie wurde mit Lightroom insbesonders hinsichtlich des Kontrastes leicht bearbeitet

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Johannes Joha:

Ein Mann mit Hut steht in einem Museum dicht vor einem Bild an der Wand. In der Linken hält er eine Plastiktüte mit Aufdruck, in der rechten mit angewinkeltem Arm seine Brille. Auffällig an dieser Schwarz-Weiss-Fotografie ist vor allem, dass der Mann fast vollständig im Schwarz absäuft, während die Tonwerte in seinen Schatten an der Wand und dem Bild, das er betrachtet, korrekt abgestuft scheinen.

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Dokumentation:
Störende Wellen

Eine auf Aussage getrimmte Fotografie verlangt eine konsequente Komposition. Gegensätze sind dabei ein sinnvolles Werkzeug.

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Kommentar des Fotografen:

Das Bild entstand im November in Ault, an der Côte d´albâtre, in Frankreich. Wege und Straßen sind sowohl von der Landseite durch Steinschlag, als auch vom Meer bedroht. Der Mensch versucht sich durch Zäune und Schilder zu sichern. Mir ging es nicht um ein möglichst harmonisches Landschaftsbild, sondern um die Darstellung von Großartigkeit der Landschaft einerseits und um ihre Entstellung durch (notwendiges) menschliches Eingreifen andererseits.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Angela Bettinger:

Eine Naturstrasse, welche die gesamte Bildbreite des Vordergrunds einnimmt, windet sich in dieser quadratischen Schwarz-Weiss-Aufnahme am linken Bildrand entlang in die Tiefe. Im Hintergrund ragen steile Klippen eines Meeresufers über die Strasse, den rechten Vordergrund belegt ein die ganze Bildhöhe ausmachendes Fahrverbotsschild.

Mein erster Reflex, als ich diese Fotografie in der Vorschau sah, war die Frage, was das soll:

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Actionporträt:
Volle Konzentration

Menschen in Aktion zu fotografieren bedarf des richtigen Zeitgefühls. Dabei darf die Technik auch mal zweitrangig werden.

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Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen bei der niederösterreichischen Landesausstellung, als meine Freundin hochkonzentriert ans Werk ging um mit ihrer Canon G9 das wirklich große Modell von Carnuntum (Hauptstadt der römischen Provinz Pannonien) einzufangen. Ich war mit meiner neuen Canon EOS 550D unterwegs und dementsprechend bin ich auch noch nicht mit allen optimalen Einstellungen vertraut, von daher würde mich eine Profikritik natürlich besonders interessieren. Wenn schon richtig lernen dann doch am besten auch gleich mit einer neuen Kamera… ;-)

Peter Sennhauser meint zum Bild von Clemens Schleinzer:

Eine Junge Frau stützt sich mit dem Ellenbogen in dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme auf eine Vitrine, um mit ihrer kompakten Kamera ein Objekt ausserhalb des Blickfelds des Betrachters zur Linken aufzunehmen. Das Modell mit dunkler Sonnenbrille scheint dabei voll konzentriert und beisst sich sogar auf die aus dem Mund lugende Zunge.

Wir haben in dieser Rubrik immer wieder darauf hingewiesen:

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Naturfoto:
Auf den Hund gekommen

Schnappschussbereitschaft zahlt sich grade in Städten immer wieder aus.

Kommentar des Fotografen:

Kürzlich war ich am Mythenquai in Zürich unterwegs, um eine Wucherung an einem Baum zu dokumentieren. Durch Zufall habe ich auf den See geschaut und einen “Kampf” zwischen einem badenden Hund und einem ihn angreifenden Schwan gesehen. Reflexartig habe ich die umgehängte Kamera aufgehoben, sie dabei mit einer Hand eingeschaltet, gleichzeitig mit der andern Hand das Tele aufgedreht, sofort anvisiert und 2x abgedrückt. Zeit für Einstellungen hat es keine gegeben, wenige Sekunden später war alles vorbei, der Schwan hat sich gleich danach entfernt.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Otto Friedmann:

Ein Schwan im Wasser bäumt sich auf dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme über etwas auf, was erst auf den zweiten Blick als der Kopf eines schwimmenden Hundes zu erkennen ist.

Eine solche Szene habe ich diesen Sommer ebenfalls am Zürichsee miterlebt, wobei ein Schwanenpaar nicht einen Hund, sondern einen fremden Jungschwan aus einem Hafenbecken vertrieb:

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Landschaftsstimmung:
Nebel als Offenblende-Ersatz

Wenn man nicht mit offener Blende für Tiefenwirkung sorgen kann, helfen andere Dinge – wie Nebel – eine Schichtung der Distanzen abzubilden.

Kommentar des Fotografen:

Früh morgens bei der Fahrt durchs Altmühltal. Die Sonne war gerade dabei, den Morgennebel aufzulösen. Diese verzauberte Stimmung wollte ich einfangen. Da die farbige Variante nur im Vordergrund etwas Grün zeigte, aber nichts an der Atmosphäre änderte, habe ich mich für s/w entschieden. Olympus Pen E-P2, Blende 5,6, 1/500

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Wolfgang Uhlig:

Ein einsamer Mensch auf einem Fahrrad fährt auf einer Strasse in dieser Schwarz-Weiss Fotorafie ins Bild hinein. Die Person hat eben einen Baum im nebligen Vordergrund rechts passiert. Während Baum und Radfahrerin eine klare Silhouette abgeben, liegen dahinter am Weg zwei weitere Ebenen mit Büschen und Bäumen.

Bei Landschaftsaufnahmen spielt die Illusion der Räumlichkeit eine grosse Rolle. Wenn es der Fotografin gelingt, die Szenerie dreidimensional wirken zu lassen, ist das halbe Bild geschossen – und das ist, zumal mit geschlossener Blende und damit ohne Schärfentiefeneffekte, gar nicht so einfach.

Schwarz-Weiss-Fotografie dagegen bedingt klare Kontrastverhältnisse, sich abgrenzende Flächen und Formen.

Dir ist es in diesem Bild gelungen, beides zusammenzuführen:

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Architekturfotografie:
Mensch im Raum

Mensch und Raum – namentlich künstlicher Raum – lassen sich in der Fotografie kompositorisch sehr schön verknüpfen.

Kommentar des Fotografen:

Situation in der Kunsthalle in Bremen, am Tag der Eröffnung ohne Bilder nach dem Um- und Anbau.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Wolfgang Everding:

Eine Frau sitzt in diesem Schwarz-Weiss-Bild mit dem Rücken zur Kamera in einem Ausstellungsaal. Dessen Ausstattung ist typisch: Weisse Wände, Sitzwürfel im Zentrum, dunkler Holzboden. Aber die Wände sind leer; neben der Frau – deren Handtaschen-Tragegurt in Color-Key rot belassen wurde – sehen wir am rechten Bildrand lediglich den Durchgang zum nächsten Raum, in dem ein junges Paar steht, hinter dem ein weiterer Durchgang sichtbar ist.

Ein leeres Museum als Rahmen für die Menschen, die darin stehen und gehen:

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