Thema: schwarzweiß

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema schwarzweiß:

Porträt in Schwarzweiß: Gekonnter RegelbruchAlpenbild: Erinnerung an alte MeisterMittelaltergebälk: Linien, Flächen - Tonwerte!Schnappschuß in Bauruine: Ein paar Schritte mehr

 

Alle 10 Artikel zum Thema schwarzweiß auf fokussiert.com:

iPhone-Schnapschuß:
Vordergrund dominiert Hintergrund

Wenn der Vordergrund mit dem Hintergrund zu sehr konkurriert, kann das einem Foto abträglich sein.

Kommentar des Fotografen:

Ein Spaziergang zum Leuchtturm bei Dorum, prächtiges stimmungsvolles Nebelwetter, Sichtweite unter 100 Meter, tausend Motive springen ins Auge… und natürlich die Spiegelreflex vergessen. Glücklicherweise ist das Telefon immer dabei. Also aus der Not eine Tugend gemacht. Ich bin mit der Qualität der Kamera des iPhone 4s sehr zufrieden, die Nachbearbeitung in Apple Aperture und Nik Silver Efex tat ihr übriges.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Jan Thomas Michaelsen:

Man sollte eben immer notfalls noch ein As im Ärmel oder ein iPhone in der Tasche haben, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Besser ist meines Erachtens eine Kamera, wenn sich ja auch mittlerweile eine große Fangemeinde von “iPhoneography” gebildet hat. Allerdings wäre Dir dann die Gelegenheit flöten gegangen. Mit der mickrigen 3.2 MP “Kamera” auf meinem LG hätte ich es jedenfalls garnicht erst versucht.

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Porträt in Schwarzweiß:
Gekonnter Regelbruch

Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden. Allerdings muß man das gekonnt tun.

Kommentar des Fotografen:

Mich haben hier sofort die Lichtpunkte fasziniert, die durch den Strohhut auf die Nase gefallen sind. Die S/W Umsetzung habe ich gewählt, weil ich dadurch die Kontraste schöner schärfen konnte. Den Bildschnitt habe ich so gewählt, um das Auge auf das Wesentliche, die Lichtpunkte, zu wälen. Das Bild ist unbemerkt gemacht, allerdings ist mir das Model bekannt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabine Reuss:

Bei Porträts soll man sich auf die Augen konzentrieren. Und alles im Goldenen Schnitt halten… Hier mußte ich sofort an Asterix und Kleopatra denken: “Diese Nase…” Bei diesem Foto stimmt praktisch nichts, und doch alles. Um Regeln gekonnt zu brechen, muß man sich dieser bewußt sein. Das kommt in Deinem Bild für mich zum Ausdruck.

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Schnappschuß in Bauruine:
Ein paar Schritte mehr

Wenn ein Foto Potential hat, kann man mit nur ein bisschen Nachbearbeitung daraus ein Kunstwerk machen.

Kommentar des Fotografen:

Eine Bauruine, die hier zwar am Rand des Industríegebietes steht, aber trotzdem die Landschaft verschandelt. Im inneren ist dieses Loch, was mich nahezu festhielt, es irgendwie zu fotografieren. Nach ca 30 verschiedenen Blickwinkeln ist dieses daraus enstanden.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Gerhard Frenzel:

Dein Bild hat mich aus den von Dir genannten Gründen angesprochen. Diese Öffnung hält einen fest, man muss sie förmlich fotografieren. Das Bild dann aber nicht weiter zu bearbeiten, heißt, es bei einem Schnappschuß zu belassen, wo ein Kunstfoto möglich gewesen wäre.

Wie schon ad nauseum hier ausgeführt, kommen in den allerseltensten Fällen Bilder vollkommen aus der Kamera.

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Brandenburger Tor:
Der Teufel liegt im Detail

Vielfotografierten Motiven neuen visuellen Reiz zu verleihen ist schwierig. Allerdings sollte dabei auf Details geachtet werden, insbesondere, wenn man sich die Zeit nehmen kann.

Kommentar des Fotografen:

Diese Aufnahme entstand am 4.9.11 um 7.52 morgens … Freehand. Ich wollte Sonntagsmorgens die Stimmung in Berlin einfangen, ohne dass Touristen vor der Kamera herumlaufen. Es waren Menschen unterwegs, die der Aufnahme, wie ich persönlich gaube, noch einen Reiz verleihen. Diese Aufnahme habe ich einmal in Farbe und SW und finde die SW Form sehr passend für diese Stimmung. Es lenkt nichts ab.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabina Schöfer:

Bei diesem Foto mußte ich zweimal hinsehen, denn ich hätte nicht gedacht, daß das Brandenburger Tor dermaßen menschenleer sein kann. Ich bin schon sehr oft in Berlin gewesen, habe aber nie die Gelegenheit gehabt, so früh unterwegs zu sein. Glückwunsch zu dieser Aufnahme.

Ein paar Kleinigkeiten sind zu bemängeln, aber diese sind nur Kleinigkeiten. Zunächst einmal hast Du das Tor vollkommen mittig ins Bild genommen.

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Schwarzweiss-Porträt:
Der Ausdruck macht das Bild

Pose und Ausdruck machen ein Porträt. Insbesondere bei Schwarzweißporträts, bei denen Farbe nicht ablenken kann.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild zeigt meine damalig 12 jährige Nichte Jana. Sie liebte es über alles für mich Modell zu stehen. Solche “Posen” blieben eher die Seltenheit. Deshalb hat es für mich auch eine größere Bedeutung, als viele Hundert andere Bilder von ihr. Ich nannte das Bild später “Hurt”. Nicht unbedingt, weil jetzt das Pflaster darauf hinweisen könnte, sondern auch wegen des Ausdrucks, den man mit “Warum?” definieren könnte. Den Ausschlag dieses Bild zu veröffentlichen hat aber ihre immer wieder faszinierende Natürlichkeit gegeben. Und um diese noch zu verstärken, habe ich eine Textur darüber gelegt. Wird vielleicht nicht jedermanns Geschmack sein, aber meinen triffts…

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Reinhard Witt:

Glückwunsch zu diesem insgesamt gelungenen Porträt Deiner Nichte. Ich persönlich neige zu Schwarzweißfotografie, und der Gesichtsausdruck der jungen Frau hatte es mir angetan:

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Oskar Barnack Preis 2011:
Sieger ist Fotograf Jan Grarup

Der «Leica Oskar Barnack Preis 2011» geht an den dänischen Fotografen Jan Grarup. Die Jury wählte seine Fotostrecke «Haiti Aftermath» zum Sieger. Den zweiten Preis, den «Leica Oskar Barnack Nachwuchspreis 2011» erhält Jing Huang aus China für seine Fotoreportage «Pure of Sight».

Mit «Haiti Aftermath» hält Jan Grarup das schwere Erdbeben vom 12. Januar 2010 und dessen Auswirkungen fotografisch fest. Nach Ansicht der Jury, zeigt Jan Grarup das Ausmaß der Katastrophe und das Schicksal der Überlebenden deutlich auf. Die Zerstörung ist massiv. Eine genaue Erfassung und Identifizierung der Opfer ist aufgrund der vorherrschenden Verhältnisse schwierig – Opferzahlen können bis heute nur geschätzt werden. Die Regierung geht von rund 300.000 Todesopfern und insgesamt mehr als drei Millionen Betroffenen aus. Damit handelt es sich um das schwerste Beben in der Geschichte Nord- und Südamerikas. » weiterlesen

Alpenbild:
Erinnerung an alte Meister

Diese Aufnahme erinnert mich an Bilder von Ansel Adams. Die kontrastreiche Wiedergabe in Schwarzweiss passt zu diesem Motiv. Allerdings lenken noch zu viele Dinge vom Kern der Aufnahme ab.

Kommentar des Fotografen:

Almsee und Totes Gebirge, Oberösterreich. Wo meine fotografischen Vorbilder in der Landschaftsfotografie liegen, ist vermutlich leicht zu erraten. Für mich ist die klassische “straight photography” in schwarzweiß immer noch die beste Methode, um den Charakter dieser Landschaft darzustellen, auch wenn ich mittlerweile diesen Stil in die digitale Fotografie übertragen habe.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Johann Kühnl:

Kontrastreiche Landschaftsaufnahmen in Schwarzweiss haben eine lange Tradition in der Fotografie. Ein Meister dieses Fachs war Ansel Adams mit seinen grossformatigen Aufnahmen aus der Sierra Nevada.

Diese Aufnahme von Johann Kühnl erinnert mich an eine Aufnahme von Ansel Adams von den Grand Tetons:

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Porträt mit Vignettierung:
Technik und Aussage

Oft sind wir begeistert von der Kraft eines Motivs, vernachlässigen dann aber vielleicht die technischen Aspekte der Aufnahme. Wieweit lassen sich solche “Aufnahmefehler” mit den heutigen Möglichkeiten der Bildbearbeitung wieder korrigieren?

Kommentar des Fotografen:

Ein relativ spontanes Portrait mit wenig Vor-, aber umso mehr Nachbereitung. Schwarzweiß war von vornherein geplant; wichtig war mir einseitiges Fensterlicht. Die BEA ist kein Filter, o.ä., sondern ist “von Hand” ´reingewedelt. Ich wollte einen Grat zwischen Realität (normale Kids-Kleidung / Fensterrahmen,…) und Verträumten (eben durch die BEA) erreichen. Der Fokus sollte auf dem Blick liegen. Dank denen, die sich mit dem Foto beschäftigen!

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Rafael Scheidle:

Rafael Scheidle hat recht. Sein Motiv wirkt sehr spontan und natürlich. Der scheue, aber trotzdem neugierige Blick des Mädchens, das grosse Auge, das skeptisch in die Kamera blickt, der abgedrehte Kopf (der so auf uns sehr attraktiv und sympathisch wirkt) und das durch die Haare abgedeckte Auge:

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Kinderporträt in Schwarzweiß:
Der sorglose Augenblick

Unbeobachtet fotografiert entfaltet sich die Persönlichkeit des Porträtierten am besten, denn alles Gestellte fällt weg. Wenn dann auch noch alle anderen Faktoren wie Komposition und Beleuchtung stimmen, ist das Ergebnis mehr als nur ein gutes Porträt.

Kommentar des Fotografen:

Flo ist ein enthusiastischer Feuerwehrfan. Ich habe hier versucht einen dieser Momente festzuhalten in denen er in seine Fantasiewelt versunken ist, um kurz darauf wieder loszurennen und das Ausgedachte zu spielen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Stephan Bremicker:

Glückwunsch zu diesem meines Erachtens sehr gut gelungenen Porträt. Es hatte mich sofort in seinen Bann gezogen, als ich es auf dem Bildschirm auftauchen sah, und jedes Mal, wenn ich es mir ansehe, entdecke ich im Blick des Jungen etwas anderes:

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Mittelaltergebälk:
Linien, Flächen – Tonwerte!

Wenn das Licht mit Strukturen und Linien spielt, sammeln sich Gelegenheiten für Motive. Sie richtig zu inszenieren ist eine Herausforderung.


Kommentar des Fotografen:

Der Dachstock des oktagonalen Taubenschlags auf dem Anwesen des Chateau Fins in Frankreich. Einer der letzten gut erhaltenen Taubenschläge, welche von der französischen Revolution verschohnt blieben. Mir gefiel erstens der majestätische Bau und die Tonwerte welche sich durch das einfallende Licht im Gebälk bildeten. Deshalb habe ich das Bild auch in schwarz-weiss eingesendet. Zu dem gefallen mir die sich wiederholenden Symmetrien und die strahlenförmig auslaufenden Stützbalken. Ich freue mich über eure Bildkritik! PS: in PS Kontrast erhöht und wenig Fülllicht zugefügt

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Grosse:

Ein Gewirr aus Balken, die eine Kuppel (Achteck) bilden, sind in dieser Schwarzweiss-Aufnahme zu sehen. Das Kuppeldach scheint von einer redundanten Konstruktion getragen zu werden – den Mittelgrund des Bildes macht eine Balkenkonstruktion im unteren rechten Bilddrittel aus, die dem Kern der hoch darüber zusammenlaufenden Balken in der Struktur ebenso wie im Bild nahe liegt.

Die Aufnahme ist geprägt von den zusammenlaufenden Linien des Dachgebälks, das in allen Tonwerten des relativ spärlichen Lichts sichtbar ist:

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