Thema: Schweiz

 

3 Bildkritiken zum Thema Schweiz:

Linde mit Stockhorn: Gibt es zu viel Harmonie?Gulli-Foto: Schlichte LinienNebelmeer: Unsichtbares Motiv

 

Alle 17 Artikel zum Thema Schweiz auf fokussiert.com:

Swiss Press Photo 2009:
Ist das die neue Bildsprache
im Zeitalter des Bürgerjournalismus?

Peter Sennhauser, 26. November 2009 um 6.02 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Der Bildjournalismus ist “in der Defensive”: Der Schweizer Pressefoto-Preis soll zeigen, dass sich die Bildsprache in den Medien weiter entwickelt. Die preisgekrönten Bilder bringen das nur teilweise zum Ausdruck.


“Was ist ein Pressebild noch wert in einer Zeit, da jeder zufällige Zeitzeuge von jetzt auf gleich zum Bildreporter werden kann?”

Auf diese Frage aus der Laudatio von Hans-Michael Koetzle, Mitglied der Swiss Press Photo-Jury, soll der jährliche Wettbewerb des Schweizer Verlags Espace Media eine Antwort geben.

Das ist ihm meiner Ansicht nach in diesem Jahr nur sehr bedingt gelungen.

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Linde mit Stockhorn:
Gibt es zu viel Harmonie?

Peter Sennhauser, 20. November 2009 um 11.03 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Zu viel Harmonie und zuviel Beachtung der Regeln können ein Bild sterilisieren.

Kommentar des Fotografen:

Linde mit Stockhorn Aufgenommen im Juni 2004 auf dem Uttiggut, Bern, Schweiz an einem wunderbaren, warmen Abend.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Marcel Zaugg:

Eine grosse, grüne, saftige Linde in einem knallgelben Kornfeld vor einer glasklaren Kulisse der Schweizer Alpen unter einem blauen Himmel mit Schäfchenwolken. Die Beschreibung des Bildes klingt fast zu perfekt.

Und so ungern ich das sage:

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Loan Nguyen:
Stille Gesten

Uli Eberhardt, 28. Oktober 2009 um 12.03 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die Schweizer Fotografin Loan Nguyen inszeniert vielsagende Bilder, in denen sie meist selbst zu sehen ist und uns in stillen Gesten auf ihre Absichten hinweist.

Die Kunsthalle Erfurt zeigt Loan Nguyens Arbeiten unter dem Titel “Stellenweise” zum ersten Mal in Deutschland. Ihre Bildwelten müssen wir intuitiv begreifen. Sie sind “Work in Progress”, also noch nicht beendet.

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Gulli-Foto:
Schlichte Linien

Robert Kneschke, 29. September 2009 um 12.33 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Die Betonung auf das Wesentliche: Linien, Graustufen, Schwarz und Weiß – So simpel die Zutaten, so raffiniert das Ergebnis.

Kommentar der Fotografin:

Bern, Bahnhofvorfahrt. Ich habe ungefähr drei Sekunden Zeit, das Bild zu schiessen, das vor mir auf dem Boden liegt, bevor ich ins Auto steige. Zwei Sekunden braucht die Kamera zum Erwachen, eine muss für den Bildausschnitt reichen. Wie bereits öfter erlebt, ist’s wohl auch hier: Schnell gesehen, schnell abgedrückt – und das erste Bild ist das beste. Bildbearbeitung: Kontrast erhöht, nichts geschnitten. Ich bin zurzeit auf der Suche nach dem simplen Bild, geprägt von Linien, mit kaum Farben, und da bieten sich mir elegante graue Strassenbeläge mit nichts als Zigarettenstummeln als Farbtupfern geradezu an. Mich erheitert das Bild auch, weil es ein Ausschnitt Schweizer Boden zeigt, auf dem aus lauter Exaktheit Schräges entsteht.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Corinne ZS:

Fotografen sehen anders. Oder in diesem Fall: Fotografinnen sehen anders als Menschen ohne Kamera.

Anders ist es nicht zu erklären, dass gute Fotografen (ich bleibe der Einfachheit halber mal bei der männlichen Form, anwesende weibliche Fotografen sind natürlich eingeschlossen) so schlichte Motive festhalten können, die als Foto klar und stark wirken, im wirklichen Leben jedoch oft gnadenlos übergangen werden. In diesem Fall des Fotos vom Straßenbelag mit Gullideckel und Fahrbahnmarkierung sogar wörtlich.

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Musée de L’Elysée Lausanne:
Schauplätze des Verbrechens

Uli Eberhardt, 28. Juli 2009 um 12.35 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Fotografien von Verbrechensschauplätzen und Zeugnisse von Gefangenschaft und Unterdrückung sind derzeit in Lausanne zu sehen.

Das Musée de l’Elysée in Lausanne warnt ausdrücklich: Kinder unter 14 Jahren und sensible Menschen sollten sich die (echten) Fotografien von historischen Gewaltverbrechen besser nicht anschauen. Bedrückend, aber auch berührend sind die Aufnahmen von Graffitis aus einem irakischen Gefängnis des Saddam-Hussein-Regimes. Andreas Rentschs Obsession ist die fotografische “Verwicklung” mit der Justiz.

Schauplätze des Verbrechens
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (6 Bilder)

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Microsoft-Wettbewerb:
Dein Bild als Windows 7-Desktop

Philip Hetjens, 4. Juli 2009 um 9.43 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Bei Microsoft Schweiz läuft noch bis zum 31. Juli 2009 eine Aktion für neue Schweizer Windows-7-Hintergrundbilder. Jeder Schweizer kann bis zu drei Bilder vorlegen, und eine Jury wählt die besten aus. Zu gewinnen gibt es auch etwas.

Unter der Adresse windows7wallpaper.ch kann jeder Schweizer Fotos für die neue länderspezifischen Hintergrundbilder von Windows 7 einreichen.

Wer möchte nicht sein Bild Millionen Nutzern zur Auswahl stellen? Microsoft hat aber strikte Regeln für die Bilder und möchte nicht alles.

Zuerst kommt es auf die Objekte im Bild an. Microsoft wünscht: » weiterlesen

Swiss Photo Award 2009:
Schweizer Auswahl

Uli Eberhardt, 8. Mai 2009 um 8.01 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Im Rahmen des elften Swiss Photo Award werden am Abend des 8. Mai die Preisträger bekannt gegeben. Noch nie wurden mehr künstlerische Projekte eingereicht als 2009.

Nominiert am Swiss Photo Award 2009
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (7 Bilder)
Aus 465 eingesandten Arbeiten sind 18 bereits nominiert worden. Diese 18 Arbeiten sind bis zum 17. Mai im ewz-Unterwerk Selnau in Zürich zu sehen. Einen kleinen Querschnitt durch diese Nominierungen und die Hintergründe der Arbeiten zeigen wir hier.

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Laurence Bonvin:
An den Rändern des Paradieses

Uli Eberhardt, 9. April 2009 um 15.38 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Die Schweizer Fotografin Laurence Bonvin fotografierte in Istanbul die eingezäunten Wohnquartiere der besseren Gesellschaft. Ihre Bilder von den “Rändern des Paradieses” sind in Braunschweig zu sehen.

Laurence Bonvins Ausstellung im Museum für Photographie mit den Titel ”On Location” – vor Ort – gibt einen Überblick auf ihre verschiedenen Serien und Projekte, die sich mit der zunehmenden Verstädterung und Zersiedlung von Landschaft auseinandersetzen.

Die ausufernde Megapolis Istanbul hat sie dafür mehrfach besucht.

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Gigabank im Test:
Das Online-Bildarchiv

Wolf-Dieter Roth, 18. März 2009 um 23.45 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Die Schweizer “Gigabank” verspricht Langzeitarchivierung auch für Digitalbilder. Wir haben das System getestet.

Digitalbilder haben viele Vorzüge gegenüber Film. Langzeit-Datensicherheit gehört jedoch nicht dazu: Während Filme erst nach Jahrzehnten ausbleichen, sind CD-Rs und DVD-Rs mitunter schon nach Monaten unlesbar. Zudem finden sich für ältere Medien wie Disketten und ZIP-Disks an heutigen Computern gar keine Lesegeräte mehr. Auch heutige Festplatten sind zwar recht zuverlässig, wenn man sie in den Schrank legt, doch in ein paar Jahren wird den PCs die passende Schnittstelle fehlen, um sie anzuschließen.

Warum nicht im Netz ablegen? Aber wenn der Provider dann in 3 Jahren Pleite ist, sind die online hinterlegten Bilder plötzlich weg. Manchmal sogar noch eher. Gibt es denn etwas mit Langzeitsicherheit?

Ja, den in der Schweiz gehosteten Dienst Gigabank:

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Nebelmeer:
Unsichtbares Motiv

Jan Zappner, 27. November 2008 um 10.14 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Ein Foto muss die Hauptaussage für den Betrachter in den Vordergrund rücken und sollte sie nicht verstecken.

Kommentar des Fotografen:

In der Schweiz, im Zürcher Oberland, liegt der Bachtel. Auf einer Höhe von 1115 Metern über Meer hat man im Herbst einen wunderschönen Blick auf die Alpen und das darunterliegende Nebelmeer. Als die zwei Spaziergänger durchs Motiv spazierten, drückte ich schnell ab. Die Farben bringen die Stimmung an diesem Abend schön rüber…

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Lukas Messmer:

Ich kann Deine Begeisterung, die im Text durchklingt, sehr gut verstehen. Dieser Moment hat etwas Faszinierendes. Das Licht ist wunderschön, die Spaziergänger laufen freiwilllig als Vordergrund durch das Bild und der Nebel füllt das gigantische Tal vollständig mit einem Meer. Und ausserdem knirscht der Schnee unter den Füßen und die Hände werden kalt beim Fotografieren.

Leider kann ich das alles nicht wirklich auf dem Foto sehen.

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