4 zufällige Bildkritiken zum Thema Sonne:
Alle 17 Artikel zum Thema Sonne auf fokussiert.com:
Schwierige Beleuchtungssituationen verlangen der Kamera und dem Fotografen mehr ab, daher sollte man sich Zeit nehmen, wenn man sich Zeit nehmen kann.
Kommentar des Fotografen:
Ich habe dieses Foto im letzten Herbst im Rahmen eines Shootings aufgenommen. Im wesentlichen ging es mir darum eine Frau in einem sehr “sensiblen” Moment einzufangen, ohne dabei zu direkt und plump zu werden. Nikon D80, Nikkor 180 2.8 D @ 2.8
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Dave Makoun:
Eine badende Frau steht bis zu den Knien im Wasser, sie wird von der Abendsonne von hinten beleuchtet. Wenn man genau hinsieht, stellt man fest, daß sie dem Fotografen zugewandt ist. Die Sonne hat das Wasser in Gold verwandelt, hinter dem Modell spiegeln sich Lichtflecke im Wasser. Die Frau ist schön platziert, von der Komposition her entsteht der Eindruck einer Wassernymphe, die gerade aus dem Wasser zu ihrem Prinzen steigt.
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Wer nebensächliche Details betonen will, muss dicht an sein Motiv herangehen, wie hier bei diesen bunten Herbstblättern.
Kommentar des Fotografen:
Mit diesem Bild habe ich versucht den Herbst positiv und farbenfroh einzufangen. Mir gefällt der tiefe Stand der Sonne der für kontrastreiche Schattierungen sorgt. Die leichte “Schräglage” und die Farben drücken etwas fröhliches aus.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Matthias Bäuml:
Auf den ersten Blick mag es befremdlich erscheinen, ein Herbstbild im Frühling zu besprechen. Dabei ist es nicht so abwegig, denn ein gutes Foto enthält auch die Kraft, beim Betrachter die dazugehörigen Vorstellungen zu wecken. Wenn ich auf das Foto der herbstlichen Bäume mit den bunten Blättern schaue, spüre ich direkt die warmen Sonnenstrahlen auf meiner Haut und höre, wie die verwelkten Blätter unter meinen Füßen rascheln, wenn ich durch das Gras spaziere.
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Vielfotografierten Motiven neuen visuellen Reiz zu verleihen ist schwierig. Allerdings sollte dabei auf Details geachtet werden, insbesondere, wenn man sich die Zeit nehmen kann.
Kommentar des Fotografen:
Diese Aufnahme entstand am 4.9.11 um 7.52 morgens … Freehand. Ich wollte Sonntagsmorgens die Stimmung in Berlin einfangen, ohne dass Touristen vor der Kamera herumlaufen. Es waren Menschen unterwegs, die der Aufnahme, wie ich persönlich gaube, noch einen Reiz verleihen. Diese Aufnahme habe ich einmal in Farbe und SW und finde die SW Form sehr passend für diese Stimmung. Es lenkt nichts ab.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sabina Schöfer:
Bei diesem Foto mußte ich zweimal hinsehen, denn ich hätte nicht gedacht, daß das Brandenburger Tor dermaßen menschenleer sein kann. Ich bin schon sehr oft in Berlin gewesen, habe aber nie die Gelegenheit gehabt, so früh unterwegs zu sein. Glückwunsch zu dieser Aufnahme.
Ein paar Kleinigkeiten sind zu bemängeln, aber diese sind nur Kleinigkeiten. Zunächst einmal hast Du das Tor vollkommen mittig ins Bild genommen.
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Eine ausgeglichene Belichtung ist bei Gegenlichtaufnahmen mit der Sonne praktisch unmöglich. Es gibt aber Hilfsmittel und Tricks, um extreme Kontrastprobleme abzuschwächen.
Kommentar des Fotografen:
Für ein Projekt fotografiere ich zur Zeit die Leitern und Treppen in Strandbädern in ihrer Eigenschaft als Grenzübergänge – nicht nur zwischen Land und Wasser, sondern vor allem zwischen Zivilisation und Natur. Das ist eins davon, entstanden am Attersee/OÖ.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Johann Kühnl:
Ein von der abendlichen Sonne beleuchteter Holzsteg führt vom Betrachter weg in den unmittelbaren Vordergrund dieser Schwarz-Weiss-Fotografie. Die Bügel der daran rechts versetzt montierten Badeleiter liegen genau in der horizontalen Bildmitte, ihre Schatten fallen nach schräg rechts unten über die zum Fluchtpunkt weisenden Latten des Stegs. Das Klare Wasser eines Sees füllt das Bild bis etwa einen Drittel in der Vertikalen, dahinter zieht sich von rechts eine Bergkette nach links über den Horizont, wo die Sonne gleissend unter leichten Wolken durchscheint.
Gegenlichtaufnahmen sind ein heikles Unterfangen. Wenn die Sonne direkt im Bild zu sehen ist und nicht von Wolken verdeckt wird, ist der Kontrastumfang jedenfalls zu gross für den Sensor:
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Architektur hat immer auch mit Lichteinfall und Lichtverteilung zu tun. Diese Spielarten fotografisch zu erfassen ist ein Aspekt der Architekturfotografie.
Kommentar des Fotografen:
Nach einer mehrtägigen Bergtour mit dem SAC haben wir abschliessend die Kirche des Architekten Botta in Mogno (Tessin) besucht. Die Kirche hat mich fasziniert. Vor allem das Lichtspiel kam an diesem schönen Tag zur Geltung. Aufgenommen mit einer Canon G10 und unter etwas Zeitdruck. Ein paar Aufnahmen, und schon mussten wir für die Rückfahrt ins Postauto.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Bernhard Bischof:
Eine schwungvolle Glas-, Stahl- und vor allem Beton- oder Mauerwerkstruktur dreht sich in diesem Farbbild nach oben. Im Zentrum des Bildes steht ein Glasdach, durch das der blaue Himmel gesehen werden kann. Es wird von den runden Mauerstrukturen elliptisch als Schnittmenge zweier Hyperbeln eingefasst.
Die Spannung dieser Aufnahme liegt in den den verschiedenen Konstruktionen der Wände der Botta-Kirche und in ihren architektonisch seltenen Formen: Botta ist berühmt für seine tubusförmigen, diagonal abgeschnittenen Bauten.
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Sonnenstrahlen, Staub, Rot: Die Reduktion auf eine Farbe und eine eher seltene Lichtstimmung lassen dieses Foto zu seiner Wirkung kommen.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild wurde im Februar auf dem Dachboden einer Scheune aufgenommen – eigentlich ein Zufall, da gerade in dem Moment, als der Bauer mit dem Kehren der Scheune begonnen hat, die Sonne durch die Wolken geklommen ist und eine Lichtsäule durch die Dachluke geworfen hat. Mir gefällt der Kontrast zwischen den alten Autoteilen und dem Staub und der roten Tonne, der Lichtschein gibt dem ganzen etwas Mystisches.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Alexander Cinatl:
Man nehme: Den Dachboden einer Scheune, von jeder Gestaltungsregel für gute Fotos ein Teil, mixe das Ganze und man erhält ein sehenswertes Foto. Es ist schon beeindruckend, wie in dem eher schlicht gehaltenen Bild so viele gelungene Kompositionselemente zusammenkommen. Aber der Reihe nach:
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Claus Stolz betreibt die radikalste Form der Fotografie. Er richtet die Kamera in die Sonne und lässt die Filme anbrennen. Filme, nicht Sensoren!
Daraus entstehen Bilder von verblüffender Schönheit und Vielfältigkeit. Seit 15 Jahren arbeitet Stolz nach diesem Verfahren, das er “Heliografie” nennt. Zu seiner aktuellen Ausstellung in Berlin beantwortete Claus Stolz uns einige Fragen.
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Mit so vielen interessanteren Bereichen im Bild ist es gut, den Regeln zu folgen und von der Mitte fern zu bleiben.
Kommentar des Fotografen:
Ein Sonnenuntergang auf dem Land, erste Versuche, frei Hand
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Chris Wallnitz:
Ein leuchtend roter Sonnenuntergang füllt die obere Bildhälfte, während die untere von einem alles schluckenden Meer von schwarz bedeckt wird. Die beiden fast gleich großen Hälften werden von einer leicht gebogenen, nach oben strebenden Linie unterbrochen.
Leider ergeben die beiden gegensätzlichen Hälften kein überzeugendes Ganzes.
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Eine Fotografie von der Liebe zwischen zwei Menschen zu machen ist eine Herausforderung – aber sie kann gemeistert werden.
Kommentar der Fotografin:
(Red: Hier scheint etwas mit dem Kommentar schief gelaufen zu sein. Jeanine, vielleicht kommentierst Du in den Kommentaren nochmals?)
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Jeannine Jentsch:
Zwei Menschen, die sich lieben und zusammen Spaß haben, eine Weile zu betrachten, wirkt ansteckend und hebt die Stimmung. Das in einem Foto festzuhalten, ist schwierig, aber möglich, wie dieses Foto zeigt.
Die Fotografin Jeannine Jentsch hat ein junges, lachendes Pärchen portraitiert, welches die Kamera ob seiner Innigkeit gar nicht zu bemerken scheint. Die Brennweite von 37mm lässt annehmen, dass die Fotografin trotzdem dicht an den beiden dran war. Hat sie einen Witz erzählt? Hüpfte ein Kaninchen vorbei? Wir wissen es nicht.
Sichtbar ist aber, dass das Lachen der beiden echt ist.
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Claus Stolz richtet seine Kamera direkt in die Sonne und lässt sie Löcher in seine Negative brennen. So entstehen wie unter einem Brennglas Bilder, die er “Sunburns” – Sonnenbrände – nennt.
Achtung, für unsere Augen und für digitale Kameras ist das nicht zur Nachahmung empfohlen: Wer seine Augen ungeschützt in die strahlende Sonne richtet, muss mit gesundheitlichen Schäden, Verbrennungen der Netzhaut bis zur Blindheit rechnen. Digitale Sensoren wären ebenfalls dahin.
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