Thema: Stadtlandschaft

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Stadtlandschaft:

Strassenszene: Versteckte grafische SchätzeStadtlandschaft: Das kalte ParadiesStadtlandschaft: Schöne Lichtstimmung  stösst an technische GrenzenAussenbezirk: Verlorene Farbe

 

Alle 11 Artikel zum Thema Stadtlandschaft auf fokussiert.com:

Stadtlandschaft:
Das kalte Paradies

Je mehr gleichförmige Flächen ein Motiv aufweist, desto bedeutender wird eine bewusste Bildaufteilung.

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Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist während eines Urlaubs in St. Petersburg entstanden. Das “Paradise Café” steht an einer tristen, von Plattenbauten gesäumten Standpromenade am Golf von Finnland. Die Temperaturen waren sehr niedrig, ein kalter Wind wehte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Denis Gerlach:

Ein Flacher Pavillon mit Wellblechdach und Fensterfront voller Vorhänge steht auf einem Parkplatz. Das in kyrillischer und lateinischer Schrift als «Café Paradise» angeschriebene Gebäude in der horizontalen Bildmitte wirkt trotz des modernen Werbebanners heruntergekommen; der leere, von Frost bedeckte Parkplatz zwischen dem Fotografenstandort und dem Kaffee und der triste, graue Himmel dahinter sorgen für eine Stimmung der Einsamkeit und Kälte.

Die einfachsten Bilder sind oft die besten.

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Vivian Maier:
Fotografieren war ihre Passion

Sie arbeitete als Kindermädchen und Fotografieren war ihre Passion – Vivian Maier. Nach ihrem Tod erst wurden ihre Negative entdeckt.

100’000 Aufnahmen hat Vivian Maier hinterlassen, teils noch nicht einmal entwickelt. Entdeckt wurden sie in vielen Kisten – bei einer Zwangsversteigerung.

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Architektur:
Licht und Bauten

Altstädte sind für Fotografen ein bisschen wie Wald: In allen Lichtsituationen schwierig zu fotografieren. Umso mehr fallen gute Fotos auf.

Kommentar des Fotografen:

Blick auf die Frauenkirche in Dresden, aus Richtung Fürstenzug. Aufgenommen im Winter – meine Finger sind immernoch kalt!

Peter Sennhauser meint zum Bild von Frieder Haenisch:

Der Dom einer Kirche ist in diesem Farbbild im Hintergrund durch den Spalt in verwinkelten Gassen mit neoklassizistischen Bauten in der linken Bildhälfte, die von der untergehenden Sonne beleuchtet werden, und Barockfassaden in der rechten Bildhälfte zu sehen.

Wer sich schon mal in Stadtlandschaften versucht hat, wird sofort erkennen, welche Kombination an Qualitäten in diesem Bild steckt:

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Strassenszene:
Versteckte grafische Schätze

Stadtlandschaften bieten viele versteckte Schätze: Fassadenausschnitte, Winkel und Kontraste – oder auch mal bunter Müll auf einer Litfasssäule.

Kommentar des Fotografen:

Haben Sie sich schon mal gefragt,was sich alles auf Litfaßsäulen befindet? Nein? Ich bevor ich dieses Motiv sah auch nicht.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Nils Waldow:

Wir blicken in dieser Farbaufnahme von schräg oben auf etwas, was wir erst auf den zweiten Blick als Litfasssäule erkennen: Ihr Dach, das die gesamte rechte Bildhälfte aussmacht, ist bestreut mit Müll und bunten Dingen aus dem Alltag, die in wildem Durcheinander schon fast wieder ein Farbmuster bilden. Darunter ist eine Rasenfläche und ein Plattenweg zu erkennen, an dem eine kleine, grüne Mülltonne steht.

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Sabine Dorothea Schnell:
Ansichten über Städte

Stadtlandschaften lösen sich im Ungefähren auf oder werden in Montagen neu erfunden. Sabine Dorothea Schnell stellt gängige Ansichten über Städte in Frage.

“Im.Mobile” heißt die eine ihrer Serien, obwohl die die Häuser doch zu springen, zu stürzen scheinen. “L.A. Cuts” – das ist die andere Reihe, Los Angeles ausgeschnitten und neu zusammengesetzt. » weiterlesen

Foto des Monats:
Stadtansichten im Mai

Der Sieger unseres monatlichen Fotowettbewerbs heisst Johannes Heuckeroth. Sein Pano aus der Defense in Paris ist uns das Preisgeld von 100 Euro wert.


Stadtlandschaften der besonderen Art haben es uns im Mai angetan: Dass darunter zweimal Paris fungiert, ist allerdings ein Zufall.Johannes Heuckeroths Bild von der Defense in Paris ist genau genommen kein Foto, sondern ein Pano aus mehreren hochkant-Fotografien – und das ist, zusammen mit der Langzeitbelichtung und der Komposition, dermassen gut gelungen, dass die Kritiker es durchwegs hoch bewertet haben – und Johannes den Preis für das Bild des Monats Mai von hundert Euro zugesprochen haben. Herzliche Gratulation!

Auf den Rängen dahinter finden sich vier weitere, bemerkenswerte Bilder:

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Ephemicropolis und Bostitch-City:
Makro-Stadtlandschaften

Was man mit Makro-Fotografie auch noch machen kann: Illusionen einer futuristischen Welt – gebaut aus Heftklammern.

Der Schweizer Roger Albani, der auf fokussiert.com auch bereits mit einem Architekturbild vertreten war, hat eine Serie Stadtfotos geschossen, die der Romantik der Skyscraper-Klischees folgt und mit Silhouetten und Lichteinfällen operiert. Allerdings handelt es sich um Makro-Fotos, die dank geringer Schärfentiefe (Modell-Effekt, Fake Tilt/Shift) wie Aufnahmen grosser Städte aussehen. Uns hat Roger erzählt, dass er nicht von Peter Root’s Staple-Stadt Ephemicropolis inspiriert war, die aber nicht minder interessant ist:

Roger Albanis Bostitch City und Peter Roots Ephemicropolis
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (9 Bilder)

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Stadtlandschaft:
Schöne Lichtstimmung
stösst an technische Grenzen

Auf den ersten Blick zeigt diese Aufnahme aus Venedig eine sehr schöne Raum- und Lichtstimmung. Schauen wir das Bild aber genauer an, so erkennen wir die technischen Grenzen der Kamera.

Kommentar des Fotografen:

Venedig, Stadt der Kanäle, Kanalimpressionen…;)impressioni di canale

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Corinna Kohl:

Das Bild erinnert mich auf den ersten Blick an die wunderschönen Bilder von Eugène Atget (* 12. Februar 1857 in Libourne; † 4. August 1927 in Paris), der ein Paris aufgenommen hat, das es heute so nicht mehr gibt. Atget arbeitete mit einer 18×24 cm-Kamera und nahm Gassen und Stimmungen von Quartieren in Paris auf, die abgerissen oder verändert werden sollten.

Auch diese Aufnahme von Corinna Kohl erinnert an solche Stimmungen in alten, historischen Städten:

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Nachstadtaufnahme:
Lichterzauber mit Spiegelung

Nächtliche Stadtansichten bieten viele Möglichkeiten. Besonders reizvoll sind Ansichten mit Wasseranteilen und Spiegelung.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen in dem Teil Hamburgs in dem ich am liebsten verweile. Trotz der Kälte an diesem Tag strahte die Speicherstadt für mich Wärme, Behaglichkeit aus. Man fühlt sich zu Hause zwischen diesen alten Gemäuern und den Fleeten in denen das Wasser ruhig fließt und meint sie erzählen Geschichten aus alten Zeiten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Krämer:

Eine nächtliche Ansicht der Hamburger Speicherstadt. Gemäss meiner Google-Maps-Konsultation von der Poggenmühle aus fotografiert, zeigt sie den holländischen Brook als Insel zwischen Häuserzeilen mit spannenden Fassaden und Türmchen, punktueller Beleuchtung und vielen spannenden Details. Diese spiegeln sich im ruhigen Wasser zwischen den Häuserzeilen.

Die Speicherstadt in Hamburg kenne ich lediglich aus Bildern. Und auch wenn ich inzwischen der Meinung bin, dass ich sie erkennen würde, staune ich über die Vielfalt von Ansichten, die in den Häuserzeilen möglich sind.

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New Topographics:
Neuer Blick auf die Landschaft

Diese Ausstellung hat die künstlerische Fotografie verändert: “New Topographics”, eine neue Sicht auf die Landschaft, die vom Menschen gestaltete Landschaft.

Die jungen Fotografen der Siebzigerjahre wandten sich vom Erhabenen ab und der Alltagsumwelt zu. Die Ausstellung “New Topographics” vereint Leute wie Stephen Shore, Lewis Baltz oder die Bechers, wurde 1975 erstmals gezeigt, 2009 rekonstruiert und ist gerade in Köln zu sehen.

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