3 Bildkritiken zum Thema Städte:
Alle 13 Artikel zum Thema Städte auf fokussiert.com:
Zwei Fotografen verschiedener Generationen – der älteren, der jüngeren: Jürgen Heinemann und Tobias Zielony. Was trennt sie, was vereint sie?
Der Ältere (Jürgen Heinemann) wie der Jüngere (Tobias Zielony) teilen ein grundsätzliches fotografisches Interesse an der Gesellschaft. Ihre Einstellung zur Fotografie unterscheidet sie.
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Auf den ersten Blick zeigt diese Aufnahme aus Venedig eine sehr schöne Raum- und Lichtstimmung. Schauen wir das Bild aber genauer an, so erkennen wir die technischen Grenzen der Kamera.
Kommentar des Fotografen:
Venedig, Stadt der Kanäle, Kanalimpressionen…;)impressioni di canale
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Corinna Kohl:
Das Bild erinnert mich auf den ersten Blick an die wunderschönen Bilder von Eugène Atget (* 12. Februar 1857 in Libourne; † 4. August 1927 in Paris), der ein Paris aufgenommen hat, das es heute so nicht mehr gibt. Atget arbeitete mit einer 18×24 cm-Kamera und nahm Gassen und Stimmungen von Quartieren in Paris auf, die abgerissen oder verändert werden sollten.
Auch diese Aufnahme von Corinna Kohl erinnert an solche Stimmungen in alten, historischen Städten:
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Babylon ist überall, meint Architekturfotograf Tim Griffith. Er fotografiert weltweit Wolkenkratzer und andere Gebäude, die etwas von Größenwahn haben.
“Babel Town” heißt die Ausstellung, die aktuell in Stuttgart zu sehen ist. Tim Griffith zeigt uns Ansichten aus boomenden Städten, wo die Hochhäuser wie Pilze in die Höhe schießen. » weiterlesen
Zwielicht, Halbwelt, Nachtleben – das ist die Welt des amerikanischen Fotografen Jerry Berndt.
Jerry Berndts “Nite Works” zeigen uns schummrige Gassen amerikanischer Städte. Aktuell sind die Bilder in Hamburg zu sehen.
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Städte bieten nicht nur endlos Motive für Architektur- und Streetfotografie. Unter anderem sind hier Lichtverhältnisse zu finden wie sonst nirgends.
Kommentar des Fotografen:
Check Point Charlie in Berlin. Spontan aufgenommen, mit Aperture bearbeitet.Viel mit dem Definitions- Regler gemacht und am Blau geschraubt. Das Soldatengesicht in der Mitte nachbelichtet. Es soll ein etwas unwirklicher, leicht amerikanischer Eindruck entstehen. Ich bin eher ein Spontanfotograf, Kompositionen entstehen eher aus dem Augenblick. Ich mag Festbrennweiten, weil ich da auch wirklich gute Abbildungsqualität bekomme, die ich auch noch bezahlen kann. Im nachhinein hätte ich das Bild lieber mit einer kleineren Blende gemacht (3,5), dann hätte ich sicher noch etwas mehr Grundschärfe aus dem Objektiv raus bekommen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Fabian Lenné:
Eine Strassenschlucht mit dominanten Fluchtpunktlinien. Der Fotograf scheint mitten in der Strasse zu stehen, ihm gegenüber das überdimensionale Bild eines Soldaten in knalligen Farben – Checkpoint Charlie. Die Aufnahme ist geprägt von einem harten Licht und gleichzeitig unreal anmutenden Glanzeffekten. Die Szene scheint aus Stahl und Glas zu bestehen.
Auch wenn mir nicht ganz klar ist, was Du mit “amerikanischem Eindruck” meinst – ein “unwirklicher Anblick” ist Dir jedenfalls gelungen. Die Aufnahme hat eine starke Tiefenwirkung – ich würde behaupten, durch den Blickwinkel, der für ausgeprägte Fluchtlinien sorgt.
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Der niederländische Fotograf Hans Eijkelboom beschäftigt sich in seinen fotografischen Untersuchungen mit der Identität der globalisierten Menschheit und ihrer Metropolen. Paris, New York und Shanghai hat er dafür bereist.
Paris steht dabei für die vergangene Avantgarde des 19. Jahrhunderts, New York für die Moderne des 20. und Shanghai für eine kommende, noch ungewisse Ära des 21. Jahrhunderts. Hans Eijkelboom arbeitet in streng methodischen Reihen, die auf täglich entstandenen Fotografien beruhen. Die online leider schlecht zu zeigenden Bilder sind derzeit in Köln zu sehen.
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Walker Evans, der Begründer der “Straight Photography”, der “direkten Fotografie”, ist in Winterthur zu studieren.
Die Bilder der Klassiker sind uns immer irgendwie präsent im Hinterkopf wie flüchtige Bekannte, deren Name uns nur gerade nicht einfällt. Wenn wir uns entscheiden, sie wirklich kennen zu lernen, werden sie richtig spannend. » weiterlesen
Nicola Meitzner fotografiert Großstädte dieser Welt und findet, dass sie ihre Eigenschaften verlieren und sich immer ähnlicher werden.
Nicola Meitzner erkundet seit 1999 die Eigenschaften von Städten, wie etwa an ihren Wohnorten Berlin oder Zürich oder in fernen Metropolen wie Singapur, Tokio, Sydney. Daraus entstehen lange Serien, zum Beispiel “Shanghai Builder” mit 94 Teilen, die wir hier gar nicht wiedergeben können: Sie nimmt mit einer Länge von über acht Metern zwei Wände ein.
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In Städten und Umgebungen mit markanter Silhouette bieten sich Gegenlichtaufnahmen an. Dabei muss man sich entscheiden: Schattenriss – oder doch noch etwas Zeichnung im Vordergrund?
Kommentar des Fotografen:
Das Bild wurde im Dezember 08 in London aufgenommen. Beim Überqueren der Londonbridge sind mir die herrlich hereinflutenden Sonnenstrahlen aufgefallen. Da musste ich mir einen Moment Zeit nehmen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Damian Byland:
Dir ist es hier gelungen, das durch die Wolken brechende Sonnenlicht einzufangen und als Strahlen aus dem Himmel die Erde erleuchten zu lassen – ein beliebtes Motiv im Barock, in dem es ausserdem von Gold und fetten Puten wimmelt…
Damit ist auch schon ein Problem dieser Aufnahme angesprochen:
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Die Schweizer Fotografin Laurence Bonvin fotografierte in Istanbul die eingezäunten Wohnquartiere der besseren Gesellschaft. Ihre Bilder von den “Rändern des Paradieses” sind in Braunschweig zu sehen.
Laurence Bonvins Ausstellung im
Museum für Photographie mit den Titel ”On Location” – vor Ort – gibt einen Überblick auf ihre verschiedenen Serien und Projekte, die sich mit der zunehmenden Verstädterung und Zersiedlung von Landschaft auseinandersetzen.
Die ausufernde Megapolis Istanbul hat sie dafür mehrfach besucht.
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