4 zufällige Bildkritiken zum Thema Stimmung:
Alle 63 Artikel zum Thema Stimmung auf fokussiert.com:
Fotografieren heisst “mit Licht malen”. Dieses Bild zeigt, warum.
Kommentar des Fotografen:
Berlin, 1997, Porträts (aus Serie) von Mädchen beim Verkleidungsspiel, analoge Aufnahme, Mittelformat
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Kerstin Koletzki:
Dieses Bild ist der beste Beweis dafür, dass Fotografie Lichtmalerei ist. Es erinnert mich stark an die alten holländischen Meistermaler wie Vermeer (das Mädchen mit dem Perlohrring) oder Rembrandt, die es schafften, in Porträts eine unglaublich Stimmung durch Licht herzustellen. So auch hier:
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Fotografie ist, nüchtern betrachtet, ein simpler Vorgang. Warum also sind wir so fasziniert vom Knöpfedrücken? Weil wir mehr lernen können als bei irgendeiner anderen Tätigkeit.
Er wisse doch gar nicht, was er eigentlich wolle, klagte ein Freund kürzlich , dessen Leben durch die Trennung von Frau und Kindern auf den Kopf gestellt worden ist: Vorher hatte sich alles um Familie und Job gedreht. “Ich brauche etwas anderes”, sagte er.
Ich begann nachzudenken, welche Dinge denn in meinem Leben eine grosse Rolle spielen – und warum.
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Früh morgens ist das Licht noch sehr kontrastschwach, was eine besondere Stimmung möglich macht.
Kommentar des Fotografen:
In Varanasi, ca. 5 a.m., fotografiert mit Nikon Coolpix compact. Mich hat die Selbstverständlichkeit interessiert, mit der in Indien Religion ausgeübt wird – die einen beten, die anderen fischen, daneben wird auch im Morgengrauen schon gewaschen…
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Sybille Stempel:
Ein wunderschönes Foto. An diesem Bild gefällt mir vor allem die einfache, aber trotzdem sehr effektive Aufteilung der Bildelemente (der Bildaufbau) und natürlich dieses Licht, das das Wasser irgendwie konturlos, kontrastarm und dickflüssig macht. Eigentlich gibt es dem nichts hinzuzufügen. Nur eins vielleicht:
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Die Lichtstimmung hier ist toll, allerdings hätte die Konzentration auf einen der beiden Farbtöne dem Bild geholfen.
Kommentar des Fotografen:
Die Aufnahme entstand auf Usedom, am Hafen von Raknitz am Achterwasser. Ich war von der Lichtstimmung und der fast meditativen Ruhe beeindruckt. Jetzt bin ich neugierig auf die Bildbesprechung.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Bodo Viebahn:
Zur rechten Zeit am rechten Ort. Das denkt man häufiger und ist wahrlich glücklich über diese Momente. So auch hier:
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Manchmal sind Fotos ganz einfach wertvoll, weil sie persönliche Befindlichkeiten besser ausdrücken als alle Worte der Welt.
Kommentar des Fotografen:
herzinfarkt II. Zugefallen während einem Spitalaufenthalt nach 2. Herzinfarkt binnen 6 Monaten. Fotos dieser Kategorie zeige ich jeweils bestenfalls engen Vertrauten. In diesem Fall nach der Frage nach meinem damaligen Befinden. Für einmal wage ich es, nach der Wirkung auf Aussenstehende zu fragen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Martin Lacher:
Ist das ein gutes Bild? Was ist ein gutes Bild? Sind Nan Goldins Fotos “gut”, oder jene von William Eggleston?.
Es gibt sehr viele Definitionen von Qualität, und bei Bildern und Fotos sind sie so vielfältig wie die Techniken, mit der die Technologie angewandt werden kann.
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Menschen oder menschgemachte Maschinen als ruhende Pole inmitten des Ungemachs der Natur ergeben wirksame Symbolbilder. Die Majestät eines Segelflugzeugs eignet sich dazu hervorragend.
Kommentar des Fotografen:
“Wahre Größe” Da ich derzeit unseren Flugplatz mit Fotos unterstütze und gestern mal wieder “einer dieser Tage” war, nämlich ein Tag an dem es zu windig für schönen Kunstflug und zu diesig für gute Sicht und was weiß ich nicht alles war, hatte ich genug Zeit mir Gedanken zu machen wie ich denn diese “Dinger” prominent in Szene setzen könnte. Das oben stehende Ergebnis funktioniert meiner Meinung ganz gut, die Kollegen vom Platz waren begeistert. Hab ich schon erwähnt, dass es sich um einen MODELLflugplatz handelt :) zur Technik: 1/800, f9, -1, LR: Kontrast, downsizing
Peter Sennhauser meint zum Bild von D. M.:
Mich würde ja interessieren, was “was weiß ich nicht alles” auch noch umfasst – aber lassen wir das mal beiseite:
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Um tolle Stimmungsbilder zu bekommen, brauchst du entweder einen Termin oder viel Zeit, Glück und Geduld. Das Teleobjektiv ist dabei eine undankbare Krücke: Es schafft Distanz statt Nähe.
Kommentar des Fotografen:
Der Karneval auf Teneriffa ist der zweitgrößte der Welt. Im Februar finden überall auf der Insel Festivitäten unterschiedlicher Größe statt, die bis in die Morgenstunden andauern. Das bunte Treiben habe ich in den letzten Jahren ausgiebig fotografiert und wollte in diesem Jahr etwas andere “Stimmungs”bilder vom Karneval machen. Ob mir dieses mit diesem Foto gelungen ist und auch, ob die etwas experimentelle Art der Bearbeitung beim Betrachter ankommen, möchte ich gerne wissen. P.S. Bei den Kategorien fehlt m.E. die “street-Fotografie”
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Ulrich Brodde :
Von Karnevalfeiern erwarten wir Paraden und Tanzen. Aber was passiert eigentlich hinter den Kulissen? In diesem Fall wollte der Fotograf Stimmungsbilder schaffen; alles anderes als die üblichen Paraden- und Partyfotos.
Dafür gibt es normalerweise zwei Möglichkeiten:
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Tolles Licht kann der Grund für eine Fotografie sein – und auch ihr Inhalt. Aber es darf nicht von langweiligen Motiven überlagert werden.
Kommentar des Fotografen:
Bei dem Bild ist es mir vor allem um das goldene Licht an diesem Nachmittag des 14. März am Etang du Stock in Lothringen gegangen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Wenskat:
Mir fallen an diesem Bild sofort die goldenen Schilfhalme im Hintergrund und die grossartige Struktur des Holzes auf dem Steg auf.
Aber ich käme nie auf die Idee, dass es das Licht war, was Dich zu der Aufnahme motiviert hat:
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Manches Bild gewinnt ganz enorm durch ein paar Eingriffe in der digitalen Dunkelkammer. Dabei ist aber Vorsicht geboten.
Kommentar des Fotografen:
Ein Hinterhof irgendwo in Italien. Beim Vorbeigehen sah ich den Jungen allein Fußball spielen. Das Bild lag lange in meiner Sammlung, bis ich mir mal die Zeit genommen habe, um es ein wenig älter aussehen zu lassen. Was für eine Stimmung überträgt dieses Bild auf den Betrachter? Was hätte man kompositorisch besser machen können/sollen? (bearbeitet in Lightroom, Kamera war eine Digicam von Sony, leider keine Exifdaten mehr vorhanden)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Florian Beyer:
Doch doch, die Exifdaten sind noch da…
Inhaltlich finde ich die Aufnahme so, wie Du sie jetzt präsentierst, sehr gelungen. Sie spiegelt diese in-sich-selbst-Versunkenheit wider, in der Kinder im Alter dieses Jungen bisweilen abtauchen: » weiterlesen
Ein einfühlsames Schwarz-Weiss-Porträt, das mit Kontrasten und einer nostalgischen Stimmung spielt. Der Quadratschnitt schafft eine schöne Balance – und verletzt sie zugleich mit einer Unachtsamkeit.
Kommentar des Fotografen:
Little Worker. Mein Patenkind intensiv beschäftigt mit einer Schraube und einer Mutter. Als ich ihn so sah, war mir klar, dass das ein klasse Motiv für eine SW Aufnahme ist. Ich benutzte das Tamron 70-200 f2,8 an meiner Pentax K 20D mit einer Blende von 4 bei einer Belichtungszeit von 1/200 sec. und bei einer Brennweite von 78 (117) mm nachbearbeitet in PSE 7. Habe das Bild insgesamt etwas weicher gestaltet, um den Kontrast Kindheit und Werkzeug darzustellen. Nun würde es mich sehr interessieren, ob es mir gelungen ist, aus einem wie ich meine tollen Motiv auch ein ordentliches Foto gemacht zu haben.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Friedhelm Peters:
Ganz eindeutig ist es nicht: War Dein Patensohn hier gelangweilt oder sehr vertieft ins Experiment mit der Schraube? Die Frage macht einen guten Teil der Klasse dieses Bildes aus, denn mir als Betrachter lässt die Unklarheit so wenig Ruhe wie das Lächeln der Monalisa: » weiterlesen