Thema: Strassenfotografie

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Strassenfotografie:

Zwiegespräch: Strassen-SchnappschussStrassenfoto: Der AbschiedSchnappschuss-Porträt: Tiefe schafft NäheActionbild: Schweisstrebender Job

 

Alle 49 Artikel zum Thema Strassenfotografie auf fokussiert.com:

Helen Levitt mit 95 verstorben:
Legende der Straßenfotografie

Die Fotografin Helen Levitt, eine Ikone der US-Straßenfotografie, ist im Alter von 95 Jahren gestorben.

Die dpa meldete gestern Abend, dass die Fotografin am Sonntag in ihrer Wohnung in Manhattan im Schlaf verstorben ist. 1913 geboren, machte Helen Levitt schon frühzeitig Bekanntschaft mit den Fotografen Henri Cartier-Bresson und Walker Evans. » weiterlesen

Simon Hoegsberg:
Das längste Foto

In unserer an Rekorden nicht armen Zeit ist nun auch von einem langen Foto zu berichten – mit hundert Metern buchstäblich eines der längsten. Schön, dass es dem Fotografen Simon Hoegsberg gar nicht um einen Weltrekord ging.

Das Werk hat den beziehungsreichen Titel “We’re All Gonna Die” – wir müssen alle mal sterben. So geht es hier sichtlich und hundert Meter weit um die menschliche Existenz, eben um “100 meters of existence”, so auch der Untertitel.

Der dänische Fotograf Simon Hoegsberg nahm die Protagonisten seines längsten Bildes 2007 in Berlin auf – auf einer Eisenbahnbrücke in der Warschauer Straße. 178 Menschen wurden es im Laufe von 20 Tagen. Simon Hoegsberg: “Nur wenige schienen zu bemerken, dass ich Bilder von ihnen aufnahm.”

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Nächtliche Strasse:
Stimmung ohne Motiv

Fotografien mit einem offensichtlichen Motiv, aber ohne jegliche atmosphärische Stimmung, gibt es wie Sand am Meer. Die Umkehrung kommt seltener vor.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen kurz nach Mitternacht in Jena. Eigentlich hatte ich meine erfolglose Fototour schon beendet. Es war dann der letzte Versuch, um nicht ganz ohne ein Bild nach Hause zu gehen. Mich hat vor allem das Licht, aber auch die Leere der Straße inspiriert. Zumal fünfzig Meter weiter links auf dem Markt noch reges Treiben herrschte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Hans Niemietz:

Den Moment kennen wir wohl alle: Man spaziert, vielfach nachts oder in der Dämmerung, durch die Strassen der eigenen Stadt und verspürt urplötzlich irgendwo einen Stimmungsbruch – surreal, ungewohnt, weit weg von der Vertrautheit, die sonst den Wandel durch die heimischen Gassen begleitet. Als Fotograf sucht man die Erklärung sofort im Licht und in der Szenerie.

Das ist Dir hier passiert, und Du hast den Moment festgehalten. Auf den ersten Blick funktioniert das auch sehr gut:

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Lee Friedlander:
Die nackte Madonna

Lee Friedlander ist einer der Gründer der modernen amerikanischen Strassenfotografie. Ausserdem hat er 1979 die damals unbekannte Madonna nackt porträtiert – und die Bilder 1985 dem Playboy verkauft.

25 Dollar hat Popstar Madonna 1979, damals noch unbekannt unter dem Namen Madonna Louise Ciccone, laut Agenturberichten für eine Nacktbild-Session mit Fotograf Lee Friedlander verdient. Der verkaufte sechs Jahre später eine Serie von sechs Bildern an den Playboy. (Nicht als einziger Fotograf aus der Zeit, als Madonna in New York als Nacktmodell grade knapp überlebte – aber der berühmteste.)

Ein weiteres aus dem Shooting, laut “Christie’s” das freizügigste, wird jetzt versteigert und soll mindestens 10’000 Dollar einbringen:

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Strassenfotografie:
Rom, ganz anders

Das geeignete Motiv zu finden, ist nur der erste Schritt auf dem Weg, gute Fotografien von Straßen zu machen. Als nächstes muss man geduldig sein, planen und warten, bis die Elemente zusammenfallen.

Kommentar des Fotografen:

Rom

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Hristo Hristov:

Straßenfotografie hat sich seit den frühen 1920er Jahren, als Henri Cartier-Bresson und André Kertész durch Europas Straßen wanderten, stark verändert.

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Zwiegespräch:
Strassen-Schnappschuss

Die Begegnung zweier fremder Menschen zu beobachten und auch noch zu fotografieren ist eine spannende Angelegenheit. Die Herausforderung besteht darin, das Optimum einzufangen, ohne die Interaktion zu stören.

Kommentar des Fotografen:

Andalusisches Fest zum Ende des Sommers: Hinter den Kulissen ein alter Herr mit seinem Hund, der mit jedem, der sich ihm nähert, auch gerne mal ein Schwätzchen hält – ob man nun will oder nicht. In der Aufnahme ging es mir einerseits um die pure Situation, anderseits um den Kontrast zwischen den Personen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Patrick Figaj:

“Menschen zusehen” ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen in Städten und auf Reisen. Am Rande postiert, könnte ich den Ein- und bisweilen Zwei- und Dreiaktern auf Gehsteig und Strasse stundenlang zusehen:

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Folkwang-Museum Essen:
Straße oder Studio?

Straße und Studio – zwei Orte, an denen Fotografie entsteht. Das Museum Folkwang in Essen widmet diesen zentralen Produktionsorten eine Ausstellung: “Street & Studio. Eine urbane Geschichte der Fotografie”.

Mit rund 300 Exponaten aus dem 19. und 20. Jahrhundert zeigt sich da ein Überblick über die Geschichte der Fotografie – die laut Folkwang-Museum ein Medium der Stadt ist.

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Hirtengesang:
Motiv zum Modell machen

Glücksfälle von Situationen mit unfreiwilligen Modellen enden leider meist nur in Andeutungen dessen, was die Komposition hergeben könnte. Bisweilen lohnt sich ein keckes Vorpreschen.


Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Joerg Schneider). – Olympus E3 – 1/200s – f/4.5 – ISO 100 – 60mm (120 mm)

Kommentar des Fotografen:

Es gab nur eine einzige Stelle, an der ich durch das Gebüsch fotografieren konnte. Jetzt im nachhinein würde ich mit einem sehr begrenzten Tiefenschärfenbereich arbeiten, um das Grün im Vordergrund noch unschärfer zu machen. Mich hat die Szene an die Schäferbilder der Renaissance erinnert.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Joerg Schneider:

Ein wahrlich bukolisches Motiv. Ein moderner Hirte ruht sich an der Schulter eines Baumes aus, der ihm sein Ohr leiht – oder so. Die Aufnahme ist ein Hingucker, allein schon, weil uns die Neugier die Haltung des Schläfers ergründen lässt. Sehr gut gesehen, und wahrscheinlich den Möglichkeiten entsprechend umgesetzt – und darin steckt ein “Aber” von hohem Anspruch:

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Helen Levitt in Hannover:
Die große alte Dame der Straßenfotografie

Noch eine Fotografenlegende, der wir zur Zeit in Deutschland begegnen können: Das Sprengel-Museum Hannover zeigt Helen Levitts Lebenswerk.

Helen Levitt: Strassenszene in New York, ca 1970
Helen Levitt: Straßenszene New York, siebziger Jahre

Helen Levitt, heute 94 Jahre alt, wurde durch die persönliche Begegnung mit Henri Cartier-Bresson zur Straßenfotografie angeregt. Über viele Jahrzehnte hielt sie Szenen ihrer vertrauten Straßenzüge in New York fest. Was sie interessiert, ist das alltägliche Schauspiel des menschlichen Miteinanders in den Straßen.

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