Thema: Surreal

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Surreal:


 

Alle 17 Artikel zum Thema Surreal auf fokussiert.com:

Leserfoto:
Bild des Montas Dezember

Jeden Monat erhalten wir eine Vielzahl Bildeinsendungen zur Besprechung in unserer Kategorie Bildkritik. Die Autoren von fokussiert.com wählen sich ein Bild aus, welches sie sich gerne genauer anschauen möchten und beschreiben dann, was der Fotograf gut gemacht hat und wie er vielleicht mit einem kleinen Schritt nach links einen optimaleren Ausschnitt hätte kreieren können oder mit etwas mehr – oder manchmal auch weniger – Bildbearbeitung noch mehr aus seinem Bild herausgeholt hätte.

Die Autoren haben nun auch das letzte Bild aus 2012 gewählt. Und das Rennen auf das beliebteste Bild des Monats Dezember war sehr knapp – so viele wirklich gute Fotografien wurden eingesandt.

Klick für Legende und Vollansicht. (Bilder )

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Lee Friedlander – Surrealistischer Meister Fotografischer „Fehler“

Anfangs wurde Fotografie als Medium dafür gepriesen, daß Fotos anders als Malerei Realität festhielten und daher einen bestimmten sozialen Nutzen hätten. Diese Prämisse wird von modernen Fotografen wie Lee Friedlander ad absurdum geführt, denn viele seiner Fotos sind von fragwürdiger sozialer Nützlichkeit, halten aber gleichzeitig die Realität vieler auf brutal offene, trotzdem aber subtil-kreative Weise fest. Seine Kamera sieht die Welt, wie wir sie sehen – bannt aber auch Aspekte auf Film, die wir gerne nicht sehen würden.

Lee Friedlander (nicht zu verwechseln mit dem Regisseur gleichen Namens) ist einer der bekanntesten kontemporären Fotografen der USA. Geboren 1934 begann sich Friedlander mit 14 Jahren für Fotografie zu interessieren. » weiterlesen

Neue Kategorie:
Fotografen im Fokus

Die Lieblingsfotografen der fokussiert Redaktion


Von August Sander bis Tim Walker haben wir sie zusammengetragen und bereits damit begonnen zu notieren, weshalb welcher Fotograf oder welche Fotografin uns besonders inspiriert und wessen Bilder vielleicht sogar in unserem Büro hängen.

Zu meinen Favoriten gehört beispielsweise David LaChapelle, der in seinen schrillen Bildern neue Welten erschafft in denen er Fabelwesen zum Leben erweckt oder besser: die grossen Stars zu Fabelwesen macht. so entstehen bunte Fotografien, die bisweilen wie surrealistische Kunstwerke anmuten.

Auch David LaChapelle wird also in unserer neuen Rubrik nicht fehlen. Den Anfang wird nächste Woche aber unsere Autorin Sofie Dittmann machen wenn sie uns erzählt, welche Fotobücher bei ihr im Regal stehen.

Welches sind eure Lieblingsfotografen, welche wir in dieser Serie auf keinen Fall vergessen dürfen?

Floris Neusüss:
Traumbilder

Seit den späten Fünfzigern experimentierte Floris Neusüss damit, statt fotografischer Abbilder Traumbilder herzustellen. Also lange vor den Möglichkeiten der digitalen Ära.

Floris Neusüss, Wurzelgesicht, Akademiegarten, München 1959

Floris Neusüss, Wurzelgesicht, Akademiegarten, München 1959


Bekannt ist Floris Neusüss vor allem mit seinen lebensgroßen Fotogrammen. Die Akt-Fotogramme wurden als „Nudogramme“ bezeichnet und vielfach ausgestellt, die „Traumbilder“ bisher nur selten.

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Die Anemone im surrealistischen Wald

Blumenbilder gibt es zuhauf und deshalb wirken viele schnell platt und langweilig. Wenn der Hintergrund – wie hier – gut mit einbezogen wird, kann das leicht vermieden werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Annemarie Berlin)

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Annemarie Berlin)

Kommentar des Fotografen:

Da ich schon sehr viele “normale” Anemonenbilder gemacht habe, wollte ich dieses Blümchen einmal etwas anders ablichten. Die Einsamkeit, die Suche nach dem Licht und die kühle Umgebung des Waldes sollten unbedingt mit einfließen.

Fotografiert habe ich mit der 5DMII und dem 100mm Trioplan bei Blende 2.8 und 1/640s

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Annemarie Berlin:

Ein nicht normales Blumenfoto wollte die Fotografin Annemarie machen und mit dieser Aufnahme ist ihr das auf jeden Fall gelungen. Wiederholt habe ich bei den Bildkritiken sowohl Fotos rausgepickt, die bei den abertausenden Blumenfotos, die täglich ins Internet gestellt werden, positiv herausstechen (http://fokussiert.com/2012/04/26/blumenfoto-stengel-im-fokus/) als auch welche, die noch verbessert werden können.

Das ungewöhnliche Bilder von Blumen nicht so schwer sind, wenn einige Regeln beachtet werden (siehe meine Auflistung hier: http://www.fotografr.de/6686/4-typische-anfaenger-fehler-bei-blumenfotos/), zeigt auch das heute besprochene Foto. Der Trick bei dieser Aufnahme ist, dass die Fotografin der Umgebung einerseits genügend Platz gegeben hat, um erkennbar zu sein und einen “Mood”, also eine Stimmung, zu schaffen. Andererseits ist der Hintergrund durch die weit offene Blende 2.8 abstrakt genug, um durch das massenhaft wiederholte kreisförmige Bokeh eine surreale Wirkung zu erzielen.

Die offene Blende sorgt auch für eine Tiefenwirkung, die beim Betrachter den Eindruck erweckt, man wäre ein kleines Tier auf dem Waldboden, welches die Blume betrachtet.

Dazu passt gut, dass die weiße Anemone vorsichtig von links unten nach rechts oben ins Bild “reinzuschnuppern” scheint. Sowohl die von der Fotografin erwähnte “Einsamkeit” als auch die “Suche nach dem Licht” und die “kühle Umgebung des Waldes” werden somit gut illustriert. Das betone ich hier deshalb, weil ich in der Vergangenheit genügend andere Fotos gesehen habe, bei denen vom Fotografenkommentar kaum etwas im Bild zu erkennen war.

Nach all der Lobhudelei noch eine kleine Kritik und ein Verbesserungsvorschlag: Wenn sich die Fotografin schon die Mühe gemacht hat, für dieses Foto tief in die Knie oder gar ganz auf den Boden zu gehen, hätte sie bei der Gelegenheit auch das braune, welke Blatt ganz links im Bild entfernen können.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

Konzeptfoto mit “Book Birds” – Die Grenzen zur Montage ausgedehnt

Mit digitalen Mitteln lassen sich immer noch neue fotografische Avenuen erschließen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Catherina Stuckmann).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Catherina Stuckmann).

Kommentar des Fotografen:

Inspiriert von Casey David, der eine Menge dieser Book-Bird-Bilder gemacht hat. Das war mein erster Versuch und es hat gleich super geklappt.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Catherina Stuckmann:

Da ich mich nicht lange soviel mit Flickr beschäftige wie andere, mußte ich zugegebenermaßen Casey David erst einmal “nachschlagen”. Er hat, wie Du sagst, das “Book Bird” (etwa: “Büchervögel”) Konzept zu einem Hauptthema gemacht, und lichtet sich und andere in allen möglichen Situationen mit “fliegenden” Büchern ab. Ein paar der auf seiner Flickr-Seite zu findenden Fotos sind konzeptionell gut gelungen, bei anderen fragte ich mich unwillkürlich, was die fliegenden Bücher im Bild sollten. Es ist eben, wie man so sagt, sein “Ding”, und irgendwann gehen einem wohl die Ideen aus.

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Architektur-Schnappschuß:
Funkturm in “Anlehnung”

Der Blick nach oben und entsprechende Ausrüstung können aus bekannten Motiven immer noch Neues herausholen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Westphal).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Westphal).

Kommentar des Fotografen:

Bildtitel: Stütze Tja, hab halt versucht den Punkt zu finden, wo die Turmspitze, das “Kugelelement” (sorry, ich bin in Funkturm-Architekturterminologie – schönes Wort auch – nicht bewandert) und das Dachelement so im Einklang sind, dass der Eindruck des gegenseitigen Abstützens entsteht.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Alexander Westphal:

Bei diesem Foto hatte ich zuerst vermutet, es handele sich um eine Montage. Ich weiß nicht, welchen Funkturm Du hier fotografiert hast (Berlin?), aber die Art, wie er sich an das Dachelement “anlehnt”, war etwas, was ich in einer Aufnahme wie dieser nicht erwartet hätte:

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Strassen-Stillleben:
Erinnerung an ein Gemälde

Bilder können uns an Gemälde erinnern, die wir schon gesehen haben. Diese Aufnahme von Simone Naumann entwickelt einen sehr starken, fast malerisch wirkenden Ausdruck und erinnert so an ein Gemälde von Edward Hopper.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Simone Naumann).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Simone Naumann).

Kommentar der Fotografin:

Dieses Bild wurde in München im Studentendorf hinter dem Olympiapark aufgenommen. Das Zusammenspiel von Exterieur und Intereur verleiht dem Bild eine große surrealistische Wirkung. Eine große Schärfentiefe, sowie die Nutzung des vorhandenen Lichtes (Kunstlicht) soll den Bildcharakter unterstreichen.

Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Simone Naumann:

Gewisse Bilder rufen bei mir sofort Assoziation zu Gemälde wach, die ich kenne und schätze. Diese Aufnahme von Simone Naumann mit ihrem gekonnten Spiel der geometrischen Flächen, der Farben und des Lichts, erinnerte mich sofort an das Gemälde “Nighthawks” von Edward Hopper (1882-1967):

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Fotomontage:
(Zu) perfekte Illusion

Gut gemachte Bildmanipulationen verbinden perfekte Technik mit fotografischem Handwerk. Dies gelingt am besten, wenn realistische “Fehler” ins Bildwerk integriert werden.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Norbert Senser).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Norbert Senser).

Kommentar des Fotografen:

Meine fotografische Leidenschaft sind Fotomontagen. Hier habe ich einen Raum in einem Kunstmuseum aufgenommen. Auf den Bildern waren Motive aus der Natur zu sehen. Da kam mir ide Idee, wie es den aussehen würde, wenn die Natur nun tatsächliche aus den Bildern “heraus käme”. Der 2. Gedanke war, dass vielleicht in Zukunft die Natur nur noch in Museen zu “besichtigen” sein könnte. Außerdem gefallen mir solche surrealistischen Szenen. Ich habe mit diesem Bild schon bei einigen Wettbewerben teilgenommen und dabei in einem FIAP-Wettbewerb in Zargozza (Spanien) eine Goldmedaille gewonnen. Mich würde natürlich auch Ihre Meinung dazu interessieren!

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Norbert Senser:

Wir blicken in dieser Farbfotografie frontal in einen kleinen Museumsraum mit Holztäferung bis Hüfthöhe und Fischgräte-Holzboden. An den drei rostroten Wänden hängen jeweils zentriert drei barocke Goldrahmen. Darin sind aber nicht Bilder zu sehen; aus den beiden Rahmen an den seitlichen Wänden wachsen uns hellgrüne Dschungelpflanzen entgegen, aus dem Bildrahmen an der Stirnseite des Raums strömt ein kleiner Wasserfall mitten in den Raum, das Wasser spritzt vom Holzboden auf.

Die Nachbearbeitung von Fotografien in Photoshop ist eine der ersten neuen Erfahrungen, welche viele Einsteiger in die Fotografie heute zunächst scheuen, dann begeistert aufnehmen und sehr rasch bei dem ankommen, was nicht mehr reine Nachbearbeitung, sondern bereits Bildmanipulation genannt werden muss.

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Henrik Isaksson Garnell:
Surreal bis konkret

Henrik Isaksson Garnell meint, ein Fotograf sollte Bilder schaffen, nicht nur aufnehmen. Er selber schwebt dabei zwischen surreal und konkret.

Henrik Isaksson Garnell: Apsis 1

Henrik Isaksson Garnell: Apsis 1

Der schwedische Fotograf Henrik Isaksson Garnell baut an Tag- und Alpträumen, wie er schreibt. Eine Serie mit Titel “Apsis” sehen wir gerade in Berlin. » weiterlesen