Thema: Symmetrie

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Symmetrie:

U-Bahn Kinderporträt in Schwarz-Weiß: Der richtige AugenblickAbendrot in HDR: Nicht alles ist ein VordergrundBlumenmakro: Entdeckung im Gegenlicht

 

Alle 10 Artikel zum Thema Symmetrie auf fokussiert.com:

70er Innenraum:
Komposition folgt Inhalt

Peter Sennhauser, 3. März 2010 um 11.02 Uhr , 0 Kommentare Kommentare

Auch wenn Design der Funktion folgt, muss Foto-Komposition nicht unbedingt dem Bildinhalt folgen. Bisweilen allerdings kann es das Bild überhaupt erst ausmachen.

Kommentar des Fotografen:

Scan einer analogen Aufnahme mit einer Hasselblad. Ich habe diese Aufnahme in einem Optikerladen in Leer/Ostfriesland gemacht. Die komplett erhaltene Einrichtung aus den 70ern hat mich fasziniert und schloss sich meinem Endexamensthema an. Für mein Endexamen an der Kunshochschule Minerva Groningen (NL) habe ich Räumlichkeiten festgelegt, in denen wir uns selber an jemand anderen überhandigen, was ein höchst persönlicher eingriff ist; diese Räumlichkeiten strahlen haäfig räumliche kälte und gleichzeitig menschliche Wärme aus.

Peter Sennhauser meint zum Bild von jessica ziegler:

Drei Kunstoff-Sessel in Reihe, im unverkennbaren Design der 70er Jahre und in Giftgrün, stehen etwas von der Kameraposition entfernt auf einem grünen, gemusterten Spanntepichboden vor einer Fensterfront.

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Spiegelkabinett:
Museumsfotografie, anders

Peter Sennhauser, 5. Februar 2010 um 11.06 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Die Ausstellungsobjekte sind keineswegs das einzige oder das beste Motiv in Museen. Die Architektur, die Raumeinteilung, die Beleuchtung und die Menschen bieten sich für spannende Fotografie an.

Kommentar des Fotografen:

Zeche Zollverein 2010, Ruhr Museum Eröffnung. Spontan aufgenommen. Kompaktkamera auf Vitrine positioniert. Interessant fand ich die Spiegelungen und die Einbettung der Ausstellungstücke in die gegebene Architektur. Die Tiefe des Raumes wird durch die Kameraposition verstärkt. Ich wollte die Stimmung im Museum festhalten und fand die Beleuchtung der Austellungsstücke im Museum sehr gelungen. Kann ich noch etwas verbessern (Nachbearbeitung).

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Guido Sokolis:

Ein ebenso futuristisch wie minimalistisch anmutender Raum mit dunklen Farbtönen und fragmentierter Betondecke, vielen indirekten Lichtquellen und einigen Menschen erstreckt sich aus der Perspektive des Betrachters ins Bild hinein.

Menschen schlendern um eine Vitrine im Bildzentrum und -vordergrund herum, in welcher Gesteinsbrocken liegen, nur halb sichtbar durch die Spiegelungen im Glas, welche die linienreiche Raumgestaltung und die Lichtquellen verdoppelt und über andere Ansichten im Bild legt.

Eine spannende Fotografie, die viele Leitplanken bietet, denen das Auge folgen kann, ohne sogleich alles preiszugeben, was es zu entdecken gilt.

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Kinderporträt in Schwarz-Weiß:
Der richtige Augenblick

Sofie Dittmann, 26. Januar 2010 um 11.29 Uhr , 1 Kommentar Kommentare

Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen ist es wichtig, nicht gleich zum Blitz zu greifen. Ein lichtstarkes Objektiv oder auch nur das Hochschrauben des ISO-Werts bringen bessere Porträts.

Kommentar des Fotografen:

Wissbegierig Das Foto entstand im Sommer bei einem Ausflug ins Mathematikum Gießen. Ich hatte das erste Mal mein neues Objektiv dabei (50 mm, 1,8 von Nikon). Die Lichtverhältnisse dort waren sehr schwierig und ich hatte enorme Probleme mit dem Weißabgleich, sowie mit der Belichtung. Dieses Foto meiner 5jährigen Tochter spiegelt den ganzen Tag wieder. Sie war so neugierig, wissbegierig, alles wurde genau unter die Lupe genommen und ausprobiert.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Andrea Gerber:

Die besten Porträts, ich kann es nur immer wieder erwähnen, sind meistens die, in denen die Porträtierte im Augenblick versunken war oder entspannt genug, daß das Porträt ungestellt wirkt.

Das ist bei Andreas Foto ihrer Tochter voll gelungen. » weiterlesen

Fotografie eines Beleuchtungselements:
Unerklärlich schön

Peter Sennhauser, 23. November 2009 um 11.03 Uhr , 3 Kommentare Kommentare

Weil die Kamera anders sieht als wir und einen Ausschnitt produziert, lassen sich damit spannende Abstraktionen schaffen.

Kommentar des Fotografen:

Die Aufnahme zeigt einen Teil eines Beleuchtungselements. Die Aufnahme entstand auf der AIDADIVA

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Neumann:

Eine breite Diagonale in Rottönen zieht sich von rechts oben nach links unten vor einem schwarzen Hintergrund. Darin eingelassen eine Fläche mit bläulich schimmernden Punkten.

Wenn Du uns nicht aufklären würdest, wir hätten kaum eine Chance zu erkennen, worum es sich bei dem Gegenstand in dieser Fotografie handelt. Die Frage lautet, ob das überhaupt relevant ist:

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U-Bahn “Straßenfoto”:
Symmetrie muß Sinn ergeben

Sofie Dittmann, 10. November 2009 um 10.57 Uhr , 7 Kommentare Kommentare

Perfekte Symmetrie in einem Foto kann sehr interessant wirken, wenn sie bewußt und wirkungsvoll eingesetzt wird.

Kommentar des Fotografen:

Ich bin sehr glücklich über dieses Bild, schließlich gelang es mir, diese nur wenige Sekunden lang dauernde “Szene” meiner Meinung nach optimal einzufangen. U-Bahn hält an Endhaltestelle, alle sind schon ausgestiegen außer wir beide, meine Gegenüber bleibt kurz stehen und sieht aufs Handy, geht aber Sekundenbruchteile später weiter und steigt ebenfalls aus. Ich mag die Perspektive und die sich dadurch ergebene Tiefe. Meiner Meinung nach lenkt in der farbigen Variante zu viel vom Subjekt ab, in Graustufen wirkt es ein wenig ruhiger und gefälliger fürs Auge.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Johannes Huss:

Das erste, was mir an diesem Foto sofort auffiel, war die fast vollständige Symmetrie, durch die es visuell beherrscht wird.

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Abendrot in HDR:
Nicht alles ist ein Vordergrund

Peter Sennhauser, 14. August 2009 um 10.46 Uhr , 17 Kommentare Kommentare

Landschaftsfotografie kann durchaus mit zivilisatorischen Objekten arbeiten. Aber sie sollten den Haupteindruck des Bildes unterstützen.

Kommentar des Fotografen:

Ein perfekter Sommerabend. Die Badegäste am Haslisee sind bereits nach Hause gegangen. Auch die Sonne verabschiedet sich. Nur wenige Sekunden bleibt das perfekte Licht, um die idyllische Stimmung an diesem kleinen See zu erhalten. Der Linien des Stegs führen direkt in die liquide, sonnengefärbte Welt des Wassers. Das Bild entstand aus 3 Belichtungen mit je 2 Blendenstufen dazwischen. Der Hohe Kontrastumfang dieser Szenerie kam nur als leichtes HDR richtig zur Geltung. Durch die Bearbeitung hat das Bild natürlich auch die EXIFs verloren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:

Ein Bilderbuch-Sonnenuntergang am Schilfteich, aufwändig mit HDR zur Farbenpracht entwickelt und mit einer Spiegelungs-Symmetrie im Goldenen Schnitt komponiert. Das ist die Hälfte einer gelungenen Landschaftsaufnahme, zur richtigen Zeit und mit den harmonisch ungleichen Verhältnissen von Himmel und Erde komponiert.

Die andere Hälfte wäre ein passender Vorder- und Mittelgrund. Und hier steht dieses Bild auf einem falschen Konzept.

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Strahlende Lichter:
Morgenglück

Robert Kneschke, 7. April 2009 um 11.20 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Früh aufstehen und geduldig sein. Wichtige Eigenschaften für einen Fotografen. Das gelungene Foto vom Nebellicht beweist es.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen an einem nebligen Herbstmorgen, einige Zeit bevor die Sonne aufging. Eigentlich war ich vom Wetter enttäuscht, habe ich doch schönes Wetter erwartet. Als ich aber dieses Motiv gesehen habe, war die Enttäuschung schnell verflogen. Das Licht stammt von einer Strassenlaterne, den Weissabgleich habe ich von aufgenommenen 3600K nachträglich in Lightroom nach unten auf 2350K korrigiert.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Pascal Reis:

Wer solche Fotos machen will, kann schon mal den Wecker vorstellen. Der Fotograf Pascal Reis ist noch vor Sonnenaufgang durch die Straßen gezogen. Statt des erwarteten schönen Wetters bekam er Nebel – und damit erst die Möglichkeit, diese Lichtstrahlen so beeindruckend festzuhalten.

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Spiegelsee:
Gib mir eine Mitte

Peter Sennhauser, 11. Dezember 2008 um 10.34 Uhr , 7 Kommentare Kommentare

Landschaftsaufnahmen sind prädestiniert für Weitwinkelobjektive. Die sorgen für Weite, aber nicht für Tiefe: Darum muss sich der Fotograf mit der Komposition und entsprechender Schichtung selber kümmern.

Kommentar des Fotografen:

Auf der Fahrt von Zürich nach Murmansk (3000km) fuhren wir plötzlich in Finnland an diesem spiegelglatten See vorbei. Nach einem abrupten Bremsmanöver hielt ich den faszinierenden Anblick mit zwei Fotos fest und erstellte in CS3 dann ein Panorama. Ich habe das Bild unzählige Male betrachtet und mittlerweile auch auf Leinwand aufgehängt, doch frage mich immer, wie dies ein Profi festgehalten hätte.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Yves Dulex:

Auf den ersten Blick ist das eine wundervolle Landschaftsaufnahme mit einer schönen Gewichtung nach links. Ich will Dir die Freude an dem Bild keinesfalls vergällen. Allerdings wirkt die Aufnahme in der kleinen Vorschau unseres Auswahl-Tools deutlich besser als in der Vollansicht, wogegen sie in wandfüllendem Grossformat ebenfalls wieder ganz neue Qualität erreichen dürfte. Zweifellos ein gelungenes Panorama – und trotzdem fehlt mir bei genauerer Betrachtung einiges, das es hätte grossartig machen können:

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Blumenmakro:
Entdeckung im Gegenlicht

Peter Sennhauser, 24. November 2008 um 10.15 Uhr , 2 Kommentare Kommentare

Eins der meistfotografierten Motive – Blumen – verlangt der Fotografin einiges ab, um zum speziellen Bild zu kommen. Eine Makroaufnahme von unten gegen die Sonne ist ein spannender Ansatz.

Kommentar der Fotografin:

Blume von hinten, aufgenommen im August in Bern mit einer Sony Cybershot DSC-P100 (Makro-Einstellung, Autofokus u. s. w., Kontrast etwas erhöht mit Microsoft Picture Manager). Ich mag es, wenn ich mit Makro-Aufnahmen Bilder erhalte, wie mein eigenes Auge sie nicht liefern kann. » weiterlesen

Spiegelung:
Mehr Gewicht

Peter Sennhauser, 19. September 2008 um 22.18 Uhr , 4 Kommentare Kommentare

Ein quadratisches Bildformat eignet sich für totale Symmetrie – oder eben klassische Goldene Schnitte. Irgendwo dazwischen wird’s schnell schwierig.

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde mit einer (analogen) yashica 124 mat mittelformat-kamera aufgenommen und enthält darum auch keine exif daten. zeit und blende weiss ich leider nicht mehr, brennweite ist standard 80mm, film ilford 400iso. leider ist durch die verkleinerung die körnung ein bisschen untergegangen.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Mario Baronchelli:

Bäume am Wasser bieten eine beinahe unerschöpfliche Fülle an Variationen des Themas “Spiegelung”. In Schwarz/Weiss wirkt sie meist schon durch die klaren Linien der Stämme und den Bruch in der Wasseroberfläche.

Marios Bild ist eines der ersten, die auf fokussiert.com eingereicht wurden, und es ist bis jetzt “liegengeblieben”. Ich habe es oft angesehen und mich gefragt, warum es mich nicht zu fesseln vermag:

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