Beiträge

Handarbeit mit Pferd:
Raum aufbauen

Wer die Beziehung eines Menschen zu einem Tier einfangen will, sollte auf die Gesichter achten – oder eine Körpersprache einfangen, die deren Ausdruck zu ersetzen vermag.

Pferd an der Longierleine

Pferd und Meisterin. Canon EOS 60D, 1/6400s bei Blende 2.8 mit 137mm Brennweite und ISO 200. © Thomas Reinema

Thomas Reinema aus Herrenberg schreibt zu diesem Bild: Januar 2017 Rottenburg-Seebronn. Ziel war es, die Person bei der Lektionsarbeit mit ihrem Pferd zu zeigen, dabei sollten Pferd und Mensch im Vordergrund stehen. Aufgrund vom Bewegungsablauf wurde das Querformat gewählt.

Tiere mit Menschen: Was ist daran sehenswert? In den meisten Fällen die Beziehung, die sich aufbaut. Hier sehen wir davon aber wenig bis nichts.

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Vogelfotografie Albatrosse:
Im Gleichflug

Redundanz ist auch in der Tierfotografie ein tolles Stilmittel. Bedingung ist ein sehr bewusster und sorgfältiger – und bisweilen auch durch Glück perfektionierter – Einsatz der Schärfentiefe.

Vogelfotografie: Zwei Albatrosse

NIKON D5 Aufnahmedaten: 1/80s bei Blende 4.5 mit 400mm Brennweite und ISO 100 © Andreas Kleinkauf

Andreas Kleinkauf aus Beijing, Chaoyang District, P.R. China – Royal Albatross Centre, Dunedin (NZ)

Vögel im Flug stellen Fotografen vor ganz spezielle Herausforderungen: Man will ja nicht nur das isolierte Tier in der Luft inszenieren, sondern auch die Landschaft darunter. Das gelingt hier gut – dafür geht ein anderer Aspekt ein wenig schief.

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Makro-Fotografie:
Spinne mit Auftritt

Eine Makro-Fotografie wie ein Still-Photo eines Horror-Films aus den Siebzigern: Die Tarantel, die nicht zu sehen ist, wirkt grade deshalb furchteinflössend schön.

Makrofoto einer Spinne, die auf einen Ast klettert

Makrofotografie mit grossem Auftritt. Canon EOS 6D , 1/60s bei Blende 4 mit 100mm Brennweite und ISO 250. © Johann Schreml

Johann Schreml aus Bad Wörishofen: In einer Ausstellung in München fotografiert. Eigentlich wollte ich die Spinne als ganzes fotografieren, doch dies war auf Grund der starken Reflektionen des Terrariumglases nicht möglich. So entstand nach langem Herumprobieren dann dieses, aber wie ich finde, spannenderes Fotos als das eigentlich geplante.

Man ist geneigt zu sagen: Glück gehabt. Aber das wird Deinem fotografischen Können wahrscheinlich nicht gerecht, denn die Qualität dieser Aufnahme scheint mir kaum ein Zufall.

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Tierfotografie:
Soaking up the Sun

Für angehende Tierfotografen sind Reptilien dankbare Modelle: Sie halten wenigstens zeitweise absolut still. Wie diese Echse in Arizona.

eidechse

Canon EOS 550D, EF70-300mm f/4-5.6 IS USM 160mm, 1/200s, f/10, ISO 100, © Jean-Claude Thelen

Jean-Claude Thelen aus Ottery St. Mary, UK: Ich habe diese Eidechse im Saguaro National Park in Arizona fotografiert, eins von den einzigen Tieren das mir Zeit gelassen hat mit den Kamera herum zuspielen. Ich sass ein paar Stunden im National Park um Tiere zu fotografieren und ich glaube dass diese meine beste Aufnahme ist.

 

Sie sind zwar blitzschnell, wenn sie laufen, aber wenn sie stillstehen, dann stehen sie STILL: Eid- und andere Echsen sind perfekt für Fotografinnen und Fotografen, die keine bewegten Ziele in den Fokus kriegen.

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Orang Utan:
Ein Bild auf den Punkt bringen

Mit wenigen Schritten kann man in Lightroom ein gutes Ausgangsfoto extrem aufwerten. Bildschnitt, Kontraste und Lichtführung bringen das Bild auf den Punkt.

orangutan

Simon K aus Heusweiler schreibt zu diesem Bild: „Orang Utans sind sehr gefährdete Tiere. Mein Traum ist es einen in freier Wildbahn zu sehen. Leider war mir das bisher nur in Zoos möglich, doch dort sehe ich immer öfters eine Traurigkeit in ihren Augen.“

Du hast bei Deinem Foto ein gutes Auge gehabt und die Motiv-Situation des Orang Utans erkannt und im Bild festgehalten. Es scheint, dass der Orang Utan Blickkontakt zum Betrachter aufnimmt, was meiner Meinung nach das existentielle an diesem Foto ist. Dass er einen traurigen Blick hat, finde ich eigentlich nicht.

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Wolfsfütterung:
Dynamik und Tiefe

Auch gefangene Tiere erlauben bisweilen faszinierende Schnappschüsse. Diese Timberwülfe haben dem Fotografen einen solchen Gefallen getan.

Timberwölfe, fotografiert bei der Fütterung

Timberwölfe. Nikon D7000 bei ISO 280, f/4 und 1/400s © Emil Licht

Emil Licht aus Sassenburg: Wolfsfütterung in der Eifel. Mir gefallen die Gesichtsausdrücke der beiden Wölfe links. Das Ganze lief extrem schnell ab, und die Timberwölfe haben sich sofort mit ihrer Beute im weitläufigen Gehege zurückgezogen. Zu Ausflügen nehme ich gerne nur ein einziges Objektiv mit. Für diese Situation war der manuelle Fokus des AI-S 200mm f4 sicher nicht ideal geeignet.Die Aufnahme ist mit der D7000 bei ISO280 f4 und 1/400s aus der Hand entstanden.

Vier dunkle Wölfe zerren in dieser Farbfotografie im Schnee an einem Stück einer Beute. Wir sehen zwei der Tiere von Rechts hinten, die andern beiden in der linken Bildhälfte zerren nach links und nach hinten.

Ein beeindruckendes Bild: Es hat Dynamik, Bewegung, Tiefe und Detail. Weiterlesen

Mark Laita:
Tier-Stillleben

Mark Laita fotografiert Tiere – Meeresbewohner, Schlangen, Vögel – vor schwarzem Hintergrund. Es entstehen faszinierende, klar komponierte, dunkle Stillleben.

Mark Laita: North Pacific Giant Octopus, 2010

Allein für seine Serie „Sea“ – das Meer – investierte der Amerikaner Mark Laita über zehn Jahre Zeit. Wir sehen seine Serien zu den Meerestieren, Schlangen und Vögeln aktuell in Berlin.

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Naturfoto:
Zoo-Modell im Top-Einsatz

Tierfotografie kann auch im Zoo entstehen, und dort sind Tiger, Löwen und Eisbär gar nicht immer das attraktivste Motiv.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Andreas Wenter).

Kommentar des Fotografen:

dieses Bild ist im Tierpark Schönbrunn Wien entstanden. Diese „Racker“ sind relativ schwer zu fotografieren, weil extrem schreckhaft und richtig schnell in deren Bewegungen. Unser kleiner Held hielt dann doch einen Augenblick still, denn ihm dürfte etwas besonders peinlich gewesen sein…;-)

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Wenter:

Ein Nagetier von nicht einfach zu bestimmender Grösse (und Art, nebenbei gesagt) sitzt in dieser Farbfotografie in relativ hohem, fetten Gras. Das Tier hat die Vorderpfoten – Finger fast – offenbar mit Nahrung vor den Mund geführt und blickt mit grossen Knopfaugen direkt in die Kamera.

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Tierfoto:
Des Pelikans Textur

Fotografie wird auch dann interessant, wenn sich typische Genres vermischen. Das zeigt dieses Pelikanbild, das seine Spannung aus Texturen heraus entwickelt.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Dr. Timo Kaan).

Kommentar des Fotografen:

Ich habe das Foto im Zoo Hannover 08/10 „aus der Hand“ mit meiner D700 aufgenommen. (EXIF: ). Der Pelikan befand sich in einem Streichelgehege und war smoit ganz gut zugänglich. Mich reizen an dem Foto vor allem die unterschiedlichen „Oberflächen“ des Pelikans – das weiche Gefieder, der harte, holzige Schnabel, der wie „gefliest“ wirkende Kehlkopf. Das Bild habe ich daheim auf 1,40 Breite entwickeln lassen – so kann man von weitem die Anmut des Tieres, von nahem die unterschiedlich strukturieren Oberflächen betrachten.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dr. Timo Kaan:

In dieser Schwarz-Weiss-Aufnahme füllt der Kopf eines weissen Pelikans den gesamten linken Bildteil. Das Tier, mit Federbusch auf dem Kopf, wendet sich in der Grossaufnahme zudem leicht vom Fotografen ab. Gegen den fast schwarzen Hintergrund hebt sich der Schnabel und die Kopfform im rechten Bildteil ab.

Warum fotografieren wir? Was wollen wir eigentlich einfangen? Diese Frage haben wir uns kürzlich an einem Workshop gestellt. Die Liste ist lang:

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Tierfotografie:
Platz für Hund und Katz

Die Darstellung von Tieren gehört zu den ältesten Motiven in der Kunst. In der Fotografie ist das nicht anders.

Esko Männikkö: Tplá, 2005
. Aus der Serie: Harmony Sisters

„Für Hund und Katz ist auch noch Platz“ – so heißt eine aktuelle Ausstellung in Frankfurt/Main. Über 20 Fotografinnen und Fotografen zeigen zeitgenössische Tierfotografie.

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