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Drauflosfotografieren reicht nicht (2/2):
10 Gründe, warum Deine Fotos
wie Anfängerschnappschüsse wirken

(Fortsetzung von Teil 1)

Auch Komposition und Nachbearbeitung sind wichtig, um nichtssagende Schnappschüsse zu vermeiden.

Nichtssagendes Naturfoto

6. Dir sind Regeln der Komposition nicht bewußt, bevor Du sie brichst

Viele Anfängerbilder haben Kompositionsmängel. Die Regel des Goldenen Schnitts, vereinfacht Drittelregel, hält sich in der Malerei und jetzt in der Fotografie schon seit Jahrhunderten. Der Grund: so komponierte Bilder werden vom menschlichen Auge als angenehm empfunden.

Diese Grundlage sollte man einzusetzen wissen, bevor man mit ihr bricht. Wenn man einen Gegenstand mittig darstellt, wirkt er statisch. Tut man das bei einer dynamischen Sportszene, wirkt es fehl am Platz. Will man dadurch die Ruhe in einer Landschaft noch unterstreichen, ist es richtig. Im allgemeinen eben.

Auch wenn das Foto zufälligerweise mit Regelbruch so stimmen sollte, kann man sich als Fotografin in dieser Hinsicht nur weiterentwickeln, wenn man Kompositionsentscheidungen bewußt trifft; andernfalls ist jede Aufnahme kompositionsmäßig ein Schuß ins Blaue. Manchmal kann es klappen, meistens nicht. Weiterlesen

Drauflosfotografieren reicht nicht (1/2):
10 Gründe, warum Deine Fotos wie Anfängerschnappschüsse wirken

Wer einfach ohne nachzudenken auf den Auslöser drückt, bekommt eben nur Schnappschüsse.

Nichtssagendes Naturfoto

Seit Jahren besprechen wir hier bei fokussiert jetzt schon Leserbilder. Sehr häufig sind Einreichungen mit der Frage verbunden, was der oder die Fotograf/in anders hätte machen können.

Was sich in dieser ganzen Zeit bei unseren Bildbesprechungen abgezeichnet hat, sind bestimmte „Themen“, die immer wiederkehren: technische Mängel, Kompositionsfehler etc. Im folgenden möchte ich einige typische Anfängerfehler zusammenfassen. Vielleicht ist es ja von Nutzen. Weiterlesen

Urlaubsfotografie:
Fotografische Tipps für die schönste Zeit des Jahres

Langweilige Urlaubsbilder? Hier erfährst Du, wie es besser geht.

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Halong-Bucht im Norden Vietnams

 

Egal ob eine kurze Städtereise, Pauschalurlaub oder Backpacking in exotischen Ländern, egal ob Knipser, ambitionierter Amateur oder Profi, heutzutage fotografiert fast jeder während seines Urlaubs. Werden die Bilder dann zu Hause gesichtet, folgt oft die Ernüchterung und dann Enttäuschung. Der Urlaub war super, die Bilder davon leider nicht. Sie bringen es irgendwie nicht rüber, wie es war. Ich denke, dieses Problem dürften viele kennen. Manch einer glaubt aber auch, er (oder sie) hätte tolle Bilder gemacht, und ist dann enttäuscht, dass Freunde und Familie eher gelangweilt reagieren.

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Bildbearbeitung:
Vier W-Fragen bei der digitalen Bildschärfung (3)

Der nachfolgende, mehrteilige Artikel über die digitale Bildschärfung soll helfen, einige Antworten auf grundsätzliche Fragen (warum, wie, wann und was) der digitalen Bildschärfung zu finden.

Im zweiten Teil ging es um das „Wie“ des Schärfens. In diesem dritten und letzten Teil möchte ich mich nun mit dem „Wann“ und dem „Was“ befassen, wann die Bilder also und welche Bildteile davon zu schärfen sind …

Wann?

Grundschärfung

Bei der Raw-Konvertierung ist eine Grund- bzw. Vorschärfung aus meiner Sicht unbedingt zu empfehlen (die Meinungen gehen hierzu auseinander, was ich nicht verhehlen will). Es geht hierbei ja nicht darum, ein Bild bereits druckfertig zu machen, sondern um den (im ersten Teil skizzierten) nötigen Ausgleich zum Tiefpaß- bzw. Antialias-Filter. „Wohldosiert“ (ich komme darauf noch zurück) werden dadurch auch keine Artefakte erzeugt, sondern Grundlagen geschaffen, um in der nachfolgenden Ausarbeitung feinste Bilddetails sichtbar zu machen (eine Ausnahme stellen natürlich die Kameras ohne Tiefpaßfilter wie die D800 E von Nikon dar, deren Bilder keine solche Vorschärfung dulden).

Schärfegrade: unscharf, schärfer. leicht überschärft (von links nach rechts) Weiterlesen

Bildbearbeitung:
Vier W-Fragen bei der digitalen Bildschärfung (2)

Der nachfolgende, mehrteilige Artikel über die digitale Bildschärfung soll helfen, einige Antworten auf grundsätzliche Fragen (warum, wie, wann und was) der digitalen Bildschärfung zu finden.

Im ersten Teil ging es um das „Warum“ des Schärfens. In diesem zweiten Teil möchte ich mich nun mit dem „Wie“, also den verschiedenen Methoden des Schärfens befassen …

Wie?

Unscharf Maskieren

Noch aus der Ära der analogen Dunkelkammer stammt (wie im ersten Teil bereits angedeutet) das Prinzip der „Schärfung durch Maskierung der Unschärfe“, kurz auch USM. Ich will diese analoge Prozedur ein wenig erläutern, da sie für das Verständnis der digitalen USM-Variante wichtig ist. Beim Film erzeugte man Schärfe (akzentuierte man also die Kontrastkanten) dadurch, daß man von einem unscharfen Negativ eine noch unschärfere Variante anfertigte und dann beide Bilder übereinander belichtete. Der Clou das Ganzen war, daß die noch unschärfere Variante als transparentes Positiv Verwendung fand – so gelang der verstärkte Schärfeeindruck dadurch, daß man vom unscharfen Ausgangsbild das noch unschärfere Zwischenbild quasi subtrahierte.

Schema der Wirkung des "Unscharf Maskierens" Weiterlesen

Bildbearbeitung:
Vier W-Fragen bei der digitalen Bildschärfung (1)

Der nachfolgende, mehrteilige Übersichtsartikel soll helfen, einige Antworten auf grundsätzliche Fragen (warum, wie, wann und was) der digitalen Bildschärfung zu finden.

Warum?

Fangen wir in diesem ersten Teil gleich mit der fundamentalen Frage an: „unter welchen Voraussetzungen müssen digitale Bilder überhaupt geschärft werden?“ Die eindeutige, jedoch nicht ohne weiteres erhellende Antwort auf diese Frage ist: „bei Kameras mit Tiefpaß- bzw. Antialias-Filter immer“. Was ist damit gemeint?

Unschöne Überlagerung der periodischen Strukturen des Bildwandlers mit denen des Backsteinmusters (Quelle: Wikipedia)

Bei der Entwicklung der Digitalkameras fiel alsbald auf, daß störende Treppchenbildungen bei Diagonalen (nicht zu verwechseln mit den Schärfungsartefakten) und sogenannte Moirés (siehe obenstehendes Bild) bei regelmäßigen Mustern im Bildmotiv auftraten. Dies hat damit zu tun, wie die Sensoren die Bildinformation in einem Raster aus Zeilen und Reihen aufnehmen.
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Digitale Lochkamera:
Tipps für Einsteiger

Eine Lochkamera zu bauen, ist nicht nur ein beliebtes Projekt für Schüler, weil es ja eigentlich nur einer Kiste mit Loch bedarf, ausgerüstet mit lichtempfindlichen Material. Es gibt auch eine ganze Sparte von Fotografen, die Lochkamerafotografie regelrecht als Kult betreibt.

Eggs & Spoons
Enthusiasten arbeiten mit allen möglichen Kameramodellen, von selbstgemachten Kisten- und Röhrenkameras bis zu edel verarbeiteten Holzmodellen (etwa die der Firma Zero, http://www.zeroimage.com).

(Links: http://www.pinhole.org, http://www.pinholeday.org, http://die-lochkamera.de)

Ich selbst bin vor Jahren auf die digitale Variante der Lochkamerafotografie gestoßen, habe aber erst vor kurzem wieder angefangen, mich damit zu beschäftigen. Denn jeder, der eine (digitale) Spiegelreflexkamera besitzt, kann diese ohne weiteres zur Lochkamera machen (Anleitungen sind überall im Internet zu finden): Weiterlesen

„Faszination Sportfotografie“ – Data Becker:
Eine Kunst für sich?

Sportfotografie stellt spezifische Anforderungen – in jeder einzelnen Sportart. Dieses Einsteigerbuch verleiht einen guten Überblick und vermag zu einem Versuch zu reizen. Illustriert mit grossartigen Fotos, bietet das Buch aber vor allem technische und organisatorische Informationen.

Data-Becker Digital Proline: Faszination SportfotografieBei meiner täglichen Durchsicht einiger Tausend Agentur-Fotos auf der Suche nach den faszinierendsten und fotografisch spannendsten Newsbildern schaue ich mir zwangsläufig sehr viele Sportbilder an.

Und obwohl ich dieses Genre ursprünglich aus den „Fotografien aus 24 Stunden“ ausschliessen wollte, lässt sich nicht verleugnen, dass es fast täglich herausragende, umwerfend attraktive Bilder hervorbringt.

Grund genug, sich mit der Sportfotografie ein wenig näher zu befassen. Ein neues Buch aus dem Data-Becker-Verlag, „Faszination Sportfotografie“ (Affiliate-Link) vom preisgekrönten Sportfotografen Laci Perényi und Autor Jörg Walther, bietet einen umfassenden Einstieg in ein extrem vielfältiges Thema. Ein Vorweg-Fazit:

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Nikon D700 im Test:
Das Nachtsichtgerät

Die Nikon-Vollformatkameras D3 und D700 haben eine enorme Sensor-Empfindlichkeit von bis zu ISO 25600. Was kann man damit nachts wohl sehen? Mehr als das Auge…

Mitternachtsdämmerung bei Neumond... Nikon D700 und Zeiss Planar T* 1,4/50 mm, 1:1,4, 1 s, ISO 6400 (Bild: W.D.Roth)

Auch wenn die Nikon D700 bei Tage mitunter etwas umständlich zu bedienen ist (mehr dazu hier später) – bei Nacht sind die wichtigen Einstellknöpfe – Belichtungszeit, Empfindlichkeit, Zeitauslöser – gut zu finden. Daß der Einschalter beim Hinausdrehen über die Ein-Position das für den Nachtbetrieb wegen geringer Helligkeit wesentlich besser als der Monitor geeignete LC-Display auf der Kameraoberseite für einige Sekunden aufleuchten läßt, kommt dabei der „Dunkelarbeit“ zugute – die Menüs auf dem Monitor sind dagegen nachts viel zu hell und blenden, wenn man sie nicht via Einstellungen verdunkelt und sich dazu eine eigene Nacht-Konfiguration speichert (was ich bei einer Mietkamera natürlich nicht mache).

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