Thema: Tonwerte

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Tonwerte:


 

Alle 15 Artikel zum Thema Tonwerte auf fokussiert.com:

Digitale Schwarzweißfotografie:
Das Zonensystem (2)

In dieser Artikelreihe werden Fragen der Schwarzweißfotografie mit digitaler Ausrüstung behandelt. Heute möchte ich Euch die Grundlagen, Bedeutung und Verwendbarkeit des Zonensystems vorstellen.

Aufbau

Das Zonensystem besteht aus elf Tonwertbereichen, die mit römischen Ziffern von 0 bis 10 (0, I, II, III, IV, V, VI, VII, VIII, IX, X) bezeichnet werden. Die Unterteilung folgt hierbei nicht den optischen Gegebenheiten, denn die Tonwerte verlaufen ja kontinuierlich von Schwarz nach Weiß und weisen keine natürliche Grenzen auf. Das geniale Konstrukt besteht vielmehr darin, daß die jeweils summierten bzw. gemittelten Werte eines Tonwertbereichs eine Verdoppelung gegenüber dem linksgelegenen Bereich darstellen, somit also jeweils den Unterschied eines ganzen Blendenwertes markieren. » weiterlesen

Digitale Nachbearbeitung von Fotos:
Das Salz in der Suppe

Die Digitalfotografie ermöglicht uns, „einfach mal drauflos zu schiessen“ und anschliessend zu löschen, was nicht gefällt. Oft tritt dabei der Akt des Fotografierens an sich in den Hintergrund. Aber auch in Zeiten der Digitalfotografie hat ein gutes Bild unsere volle Aufmerksamkeit beim Fotografieren verdient. Eine korrekt belichtete Aufnahme mit einem gut gewählten Sujet und dem richtigen Ausschnitt ist der erste Schritt zu einem perfekten Bild. Die Bildbearbeitung sollte dabei als eigener Schritt angesehen werden und nicht für Korrekturen bereits vor der Aufnahme vorausgesetzt werden.

Originalbild vor der Bearbeitung

Originalbild vor der Bearbeitung

Der Look steuert die Emotionen
Doch natürlich ist auch die Nachbearbeitung im Photoshop essentiell für das Bild, oder wer trinkt seinen teuren Wein schon aus einer Kaffeetasse? » weiterlesen

Bildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (2)

Der nachfolgende Artikel befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im vorangegangenen ersten Teil ging es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im heutigen zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.

Praktische Umsetzung
Die zuvor schon angeführte, schonendere Methode besteht im Grundsatz darin, zwei neue Ebenen mit 50% Grau zu füllen und diese der eigentlichen Bildebene zu überlagern. Die als “Weich” bezeichnete Ebene wird dabei im Modus “Weiches Licht”, die als “Hart” bezeichnete Ebene im Modus “Ineinanderkopieren” mit 100% überlagert. Wie sich in den Ebenenbezeichnungen andeutet, kann durch Wahl der Arbeitsebene eine sanftere oder energischere Bearbeitung durchgeführt werden.
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Bildbearbeitung:
Abwedeln und Nachbelichten in der Digitalfotografie (1)

Der nachfolgende Artikel befaßt sich mit den Möglichkeiten des Abwedelns und Nachbelichtens. Im heutigen ersten Teil geht es um die Herkunft und Bedeutung dieser Technik. Im folgenden zweiten Teil werden praktische Aspekte mit einem Bearbeitungsbeispiel aufgezeigt.

Eine Begriffserklärung
Die Ausdrücke “Abwedeln” und “Nachbelichten” klingen fast nach einer Geheimsprache, und deren englische Entsprechungen “Dodge” und “Burn” sind auch nicht besser (siehe Bild 1). Ich möchte Euch zunächst die Herkunft der Begriffe erläutern. Der historische Bezug mag dann verdeutlichen, warum nicht einfach von “Aufhellen” und “Abdunkeln” einzelner Bildpartien gesprochen wird.

Ein klärendes Gespräch

Ein klärendes Gespräch

Die Begriffe stammen aus der Zeit der analogen Dunkelkammer. » weiterlesen

Fotografieren:
Nachtfotografie mit digitaler Ausrüstung (3)

Im letzten Teil der Serie über die technischen Aspekte der digitalen Nachtfotografie geht es um die spezielle Bildbearbeitung von Nachtaufnahmen.

3. Möglichkeiten der Ausarbeitung
Nun sind „alle Aufnahmen im Kasten“, wir sind ebenso glücklich wie erschöpft (unterschätzt bitte nicht, wie anstrengend eine solch konzentrierte Tätigkeit ist!) nach Hause gekommen – und jetzt ist alles gut? Leider nicht, denn die Vertreter der unverfälschten „out‐of‐camera‐Philosophie“ (daß das Bild also mit der Aufnahme bereits fertig zu sein habe) werden bei der Nachtfotografie meines Erachtens nicht unbedingt glücklich werden. Ein Gutteil der Anstrengung (gefühlt ein Drittel bis eine Hälfte des gesamten Zeitaufwandes) steht uns im Sinne der Ausarbeitung noch bevor. Maßgeblich für den zu leistenden Aufwand bei der Ausarbeitung ist natürlich der Zweck, den wir mit unseren Fotografien verfolgen. Jemand, der seine Bilder nur kleinformatig im Internet präsentieren möchte und darauf baut, daß in diesem Medium viele Artefakte verschluckt werden, kann sich da kürzer fassen. Mein Anspruch ist hingegen, daß meine Nachtaufnahmen auch im großformatigen Druck (also im Auge des Kritikers, Galeristen und Ausstellungsbesuchers) hinsichtlich ihrer Artefaktüberlagerung bestehen können und daß die mit digitalen Mitteln angefertigten Aufnahmen sich dem Ideal der monochromen Analogfotografie (mit weicher und ansehnlicher Lichterzeichnung sowie einer den plastischen Eindruck unterstreichenden Körnigkeit) möglichst annähern.

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Ausstellungsstilleben:
Göttliche Strahlen

Flutendes Licht – ob in der Natur, in Gebäuden oder in bebautem Gebite – ist immer ein Blickfang. Als Motiv allein reicht es aber meistens nicht aus.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gerd Tschebular).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Gerd Tschebular).

Kommentar des Fotografen:

Das Foto entstand auf der Biennale in Venedig und überzeugt wohl durch die einzigartige Lichtstimmung resultierend aus dem riesigen Fenster im alten Gemäuer. Die menschliche Komponente zählt wohl zur Kategorie “zur richtigen Zeit, am richtigen Ort”.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Gerd Tschebular:

Durch ein Fenster am rechten Bildrand flutet in dieser Fotografie das Licht als dichter Strom in das Bild nach links unten. Unterhalb des Fensters ist altes Gemäuer mit bröckelndem Putz zu erkennen. In der Mitte der Komposition, gerade noch ausserhalb der Lichtflutung, steht eine Frau, in Turnschuhen, Leggins und Rock, die mit mit einem Gerät von der Kamera weg hin zu filmen scheint.

Vor ihr auf dem Boden steht ein kleines, feinbeiniges Objekt, das auf den ersten Blick einer zu klein geratenen Sesselgruppe gleicht.

“Godbeam” heissen solche flutenden Sonnenstrahlen, wenn sie durch die Wolken brechen, in der Landschaftsfotografie auf Englisch.

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Landschaftsfotografie:
Plastische Küste

Ohne Extreme in den Kontrasten des Motivs ist kein HDR notwendig. Eine Aufnahme in RAW reicht bereits für vieles.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Bax).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© André Bax).

Kommentar des Fotografen:

Zu sehen hier ein Küstenatreifen meiner Heimat auf Mallorca. Ich versuche mich mit der Technik des HDR und erhoffe mir Tips. Was ist zu viel und worauf sollte ich achten. Vielen Dank :)es war grau und diesig.

Peter Sennhauser meint zum Bild von André Bax:

Eine mediterrane Küstenlandschaft zieht sich in dieser Farbfotografie hinter einem felsigen Vordergrund von rechts unten nach links in die Bildmitte.

Landschaften dürfen eines nicht in der Fotografie: flach wirken. Das tut dieser Küstenabschnitt auf Mallorca jedenfalls nicht: Du hast die Bucht hinter den Felsen im Vordergrund und einem Mittelgrund platziert, dahinter zieht sich eine Landzunge ins Bild hinaus und darüber hängt ein spannend bewölkter Himmel. Alle Elemente für eine gute Landschaftsaufnahme sind vorhanden, und die Räumlichkeit gewinnt durch den diagonalen Aufbau der Bucht in die dritte Dimension.

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Landschaft in HDR:
Nachbearbeitung muss Sinn machen

HDR kann aus Landschaftsaufnahmen spektakuläre Bilder herauskitzeln – wenn diese in der Anlage schon vorhanden waren.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Pfenninger).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas Pfenninger).

Kommentar des Fotografen:

HDR Bild aus drei Aufnahmen. An meinem Bid fasziniert mich vor allem die Wolken und Vögel im Hintergrund.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Thomas Pfenninger:

HDR, schon des öfteren hier auf fokussiert besprochen, oder “high dynamic range” ist eine Art der Bildbearbeitung, bei der die Tonwerte zwischen dem dunkelsten und dem hellsten verteilt werden, anstatt sich an das eine oder andere Ende des Histogramms anzulehnen. Wenn HDR gekonnt eingesetzt wird, können spektakuläre Bilder entstehen. HDR, wie alle anderen Bearbeitungsmöglichkeiten auch, kann aber nur aus einem Bild herausholen, was bereits in der Anlage vorhanden ist.

Des weiteren hat HDR die Tendenz, Dinge mit einem Grauschleier zu überziehen und eine helle Aura um Gegenstände zu legen. Deshalb ist nur mit der HDR-Umwandlung die Arbeit noch lange nicht getan.

Den Schatten nach zu urteilen hast Du diese an sich hübsche Landschaft um die Mittagszeit fotografiert. Die Bildaufteilung ist gut, die Unterschiede zwischen Grasflächen, Weg und Feldern ergeben interessante Texturunterschiede.

Die HDR-Bearbeitung ist hier allerdings meiner Meinung nach fehl am Platz:

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Landschaftsfotografie:
Der Dunst und die Schatten

Der morgendliche Dunst und die Schatten der aufgehenden Sonne ergeben bei diesem Panoramabild eine eindrucksvolle Kombination. Dafür lohnt es sich, früh aufzustehen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Franz Bogner).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Franz Bogner).

Kommentar des Fotografen:

An einem Sonntag-Sommermorgen erwartete ich nach einer klaren Nacht den für manche hochgelegenen Senken hier im Bayerischen Wald typischen Morgendunst und wurde direkt an der Grenze zum österreichischen Mühlviertel um ca. 6:00 Uhr nicht enttäuscht.

Entlang einer einsamen Straße fand ich diesen kleinen Weiler, wo die Sonne den Morgendunst gerade aufzulösen begann. Mit dem Stativ machte ich unter anderem 7 Hochformataufnahmen, die ich zu diesem Panorama zusammenfügte. Zuhause am PC fand ich die Farben allerdings viel zu blass und entschloss mich deshalb, daraus eine SW-Umsetzung zu machen.

Das Bild gefällt mir so ganz gut, doch so hundertprozentig zufrieden bin ich doch nicht. Ich würde gerne wissen was man hier bei der Bildgestaltung und Bearbeitung noch besser machen könnte. Bearbeitung: RAW-Enzwicklung mit Lightroom, Panorama mit Autopano Giga und SW-Umsetzung mit NIK Silferefex Pro.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Franz Bogner:

Ein Foto wie ein Gemälde. Solche Motive sind prädestiniert dafür, groß auf eine Leinwand gezogen und über das heimische – oder auch ein fremdes – Sofa gehangen zu werden.

Das Bild lebt vor allen durch zwei Komponenten, die gut ineinandergreifen:

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Tanzbären-Paradox:
Strassengeschichte

Wenn Strassenfotografie Motiv, Exotik und Emotion zu einer Geschichte kombiniert, ist ein wesentliches Ziel erreicht. Wenn wir Fragen stellen müssen, ein weiteres.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Borais).

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Borais).

Kommentar des Fotografen:

Bei einem Spaziergang durch die Straßen Sankt Petersburgs (Russland) beobachtete ich auf einer Brücke diesen Jungen mit einem Zirkusbär. Es ist eine SW-Analogaufnahme, Spiegelreflex Nikon F3 mit einem 20 mm Nikon-Weitwinkel (gescannt und bearbeitet). Das Bild war schief, habe es gerade gerückt und einen Ausschnitt gewählt. Möglicherweise ist der Himmel zu hell?

Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Borais:

Ein Junge mit wilder Frisur sitzt in diesem Hochformat-Schwarzweiss-Bild auf einer Mauer und stützt mit nachdenklich/traurigem Blick den Kopf in die Hand. Zu seiner Linken steht unter ihm ein junger Tanzbär mit Maulkorb, der sich anscheinend spielerisch an des jungen Bein zu schaffen macht und dabei in die Kamera blickt.

Ein starkes Stück. In unseren Breitengraden ist ein Tanzbär ein Anachronismus, und unser Tierschutz-Gewissen wird sich sofort mit einer gewissen Empörung ob diesem Bild Luft machen wollen. Damit ist ein Teil der Emotionalität bereits gegeben, die eine gute Fotografie aufweisen muss.

Hier geht die Geschichte aber noch viel weiter:

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