3 Bildkritiken zum Thema USA:
Alle 13 Artikel zum Thema USA auf fokussiert.com:
Wenn es Nacht wird in Amerika, drückt Todd Hido auf den Auslöser. Er zeigt traurige Vororte, menschenleere Straßen und einsame Porträts.
Nachts fährt Todd Hido im Auto durch die Straßen und lässt sich inspirieren. “Househunting” nennt er die Jagd nach diesen nächtlichen Szenen. Die Serie ist aktuell zusammen mit seinen Frauenporträts – “Nudes” – in Köln zu sehen.
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Landschaftsfotografen sind der Natur und dem natürlichen Licht fast vollständig ausgeliefert. Aber nur fast.
Kommentar des Fotografen:
Vor einiger Zeit habe ich schon einmal eine Profi-Kritik von Ihnen zu einem meiner Bilder bekommen. Es war für mich sehr interessant – insbesondere weil es eine heftige Diskussion ausgelöst hat :). Den Hauptkritikpunkt habe ich mir aber auch sehr zu Herzen genommen. Nun war ich 4 Wochen im Südwesten der USA und habe viele viele wunderschöne Landschaften gesehen. Ich bin an vielen Klischees vorbeigekommen, die ich Ihnen hier in der Profikritik gerne ersparen möchte.
Auf einer meiner zahlreichen abendlichen Fototouren bin ich an einem für mich ganz aussergewöhnlichen Ast vorbeigelaufen. Er fiel mir zum einen auf, weil in der Nähe kein Baum zu finden war, zu dem er einmal gehört haben konnte und zum anderen, weil seine geschwungene Form wie eine Art Pfeil zum Hintergrund wirkte.
Dort hatte sich über der typischen, felsigen Arches-NP-Kulisse nämlich ein grosses Gewitter zusammengebraut. Diese Ausgangsbasis war ideal. Leider fehlte es am richtigen Licht. Die Sonne war hinter dicken Wolken versteckt. Weil ich das Bild aber unbedingt haben wollte, musste ich wohl oder übel warten. Für wenige Sekunden kam die Sonne dann tatsächlich heraus und schenkte meinem Bild auch noch das richtige Licht.
Unsicher bin ich mir, ob der Vordergrund zu überfüllt ist und ob die mittige Positionierung des Astes womöglich die spannende Stimmung wieder zunichte macht. Und überhaupt – ob das Bild nur auf mich so spannend wirkt, weil ich dort war, oder ob die Stimmung wirklich durch das Bild fühlbar wird. Die Uhrzeit in den Exif-Daten stimmt übrigens nicht, da muss man noch 8h abziehen. Mit freundlichen Grüssen David Kaplan
Peter Sennhauser meint zum Bild von David Kaplan:
Nun, David, wollen wir sehen, ob ich es schaffe, nochmals eine Diskussion auszulösen…
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Saul Leiters frühe und wunderbare Farbfotografien sind jetzt erstmals in Deutschland zu sehen – in München.
Der heute 86-jährige Amerikaner Saul Leiter begann Ende der Vierzigerjahre mit der Farbfotografie, als das noch als “Low Art” galt und bestenfalls für die Werbung gut genug war. Ursprünglich war er Maler.
Bis heute haben Saul Leiters Arbeiten eine Sonderrolle in der Farbfotografie: Die Farbigkeit zeugt eher von malerischem Einsatz als von fotografischen Mitteln. Sicherlich spielt dafür sein künstlerische Herkunft aus der Malerei eine wesentliche Rolle. 1946 nach New York gezogen, stellte er als Maler mit Abstrakten Expressionisten wie Willem de Kooning aus.
Obwohl Leiter bereits 1948 begann in Farbe zu fotografieren, wurden 1953 zunächst nur seine schwarz-weiß Arbeiten im Museum of Modern Art MoMA ausgestellt. Erst 1957 folgten seine Farbarbeiten, wenngleich auch nur als Diashow unter dem Titel “Experimental Photography in Color”. Die “frühen” Farbfotografen wie William Eggleston, Stephen Shore oder Joel Sternfeld schafften ihren Durchbruch erst Ende der Siebziger-, Anfang der Achtzigerjahre. Siehe den Beitrag bei fokussiert.com: Neue Farbe für das Land.
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Die Komposition ist das komplexeste Problem der Landschaftsfotografie. Die Entscheidungen für Weitwinkel, Hochformat und Perspektive bilden im Idealfall eine sehr bewusste, auf die Bildaussage ausgerichtete Kombination.
Kommentar des Fotografen:
Mein Bild wurde vor 2 Monaten in Kanada am Lake Louise aufgenommen. Es war frueh am Morgen und somit waren noch nicht ganz so viele Touristen dort… Die Boot wurden gerade zu Wasser gelassen und ich hatte die Moeglichkeit noch schnell ein Bild zu machen… Habe die Canon T1i mit einem 18-55 Objektiv verwenden.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Schmid:
Ein majestätisches Tal zwischen schneebedeckten Bergen, ein eisblauer Fluss oder See, durch dessen klares Wasser man im rechten Vordergrund des Bildes gesunkenes Treibholz erkennt, und im Vordergrund ein Holzsteg mit einer Reihe knallroter Kanus, die zu eimer Erkundungsfahrt einladen.
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Der Mythos Amerika zieht die Fotografen nach wie vor an. In Hamburg stehen sich die Ansichten von André Lützen und Markus Altmann gegenüber.
“Vor Elvis gab es nichts”, behauptet André Lützen. Markus Altmann erinnert bei seinen Wüstendurchquerungen mitunter an Edward Hopper, den Maler der Einsamkeit in der Moderne. Beide bis 15. August in der Galerie Robert Morat.
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Bei Thomas Wrede gilt es zweimal hinzugucken. Seine Landschaften heißen zwar “Real Landscapes”, aber wer weiß schon, was hier wirklich real ist?
Ähnliches gilt für seine Fotografien aus Manhattan: Hier vermischen sich Plakatwände und Straßenszenen zu Bildern mit neuen Identitäten. Thomas Wredes Bildwelten sind zur Zeit in zwei Ausstellungen zu sehen – in Berlin und in Düsseldorf.
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Ich bin früh aufgestanden und zwei Meilen durch den Tiefschnee gestapft. Wer mehr als Postkartenbilder machen will, sollte allerdings besser planen. (Farb- und Helligkeitsfehler bitte verzeihen. Ich hab diese Bilder am nicht kalibrierten Notebook nachbearbeitet.)
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Mit Schnee – richtigem Schnee, so an die 30 Zentimeter – rechnet im Südwesten der USA eigentlich niemand. Jetzt werden die Strassen geräumt und die Büffel gefüttert.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Schnee haben wir den ganzen Tag gesehen – dafür sonst nicht mehr viel, weder am Grand Canyon noch im Monument Valley. Bloss: Weiss war es eigentlich nie. Rötlich, blau, – sogar gelb schien die Umwelt bisweilen. Aber nie weiss.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Ich bin ein paar Tage im eingeschneiten Westen der USA unterwegs und kann deshalb die 24 Stunden nicht machen – dafür gibts täglich ein paar (rohe) Bilder ohne Kommentar von der Reise.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.