4 zufällige Bildkritiken zum Thema Vignettierung:
Alle 23 Artikel zum Thema Vignettierung auf fokussiert.com:
Mit gezielter Fotografie oder Bearbeitung kann man einem Bild ein bestimmte Aussage mitgeben. Nur stimmt diese immer?
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Kommentar des Fotografen:
Fototour im tschechischen Niederböhmen, das vor 1945 zu Deutschland gehörte, das Bild, eher ein Schnappschuss, zeigt aber gut die Perspektivlosigkeit des Lebens in den grenznahen Gebieten zu Deutschland. Bearbeitet das übliche, zuzüglich Vignettierung und warmer Ton. Titel…Dorftratsch
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Günter Kutschke:
Was mir an Günters Bild als Erstes auffiel, waren die leichten Pastelltöne im gut gewähltem Farbkontrast und die korrekte Anordnung der Protagonisten im Bild nach der Drittelregelung. Also rein technisch gibt es nichts auszusetzen. Dann las ich seine Beschreibung dazu:
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Schwarz-Weiss-Aufnahmen verlangen eine eigene Bildkomposition; die Verstärkung des Effekts durch Erhöhung des Kontrasts noch viel mehr.
Kommentar des Fotografen:
das bild entstand während eines englischkurses in irland, dublin – genauer in howth. Wie immer in raw fotografiert, mit capture nx2 entwickelt und mit silver efex pro 2 in sw umgewandelt. das war’s auch schon.
Peter Sennhauser meint zum Bild von thomas neumann:
Zwei Kutter liegen in einem von den Gezeiten fast geleerten Hafenbecken an der Quaimauer im Schlick. Der Pier zieht sich vom rechten Vordergrund des Bildes diagonal nach rechts hinten. Das Bild in Schwarz/Weiss ist geprägt von einem starken Kontrast, Grobkörnigkeit und einer deutlich erkennbaren Vignettierung.
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Wenn man sich die Mühe macht, HDR-Aufnahmen nachzubearbeiten, kommen dabei außergewöhnliche Ergebnisse heraus. Details und Stimmung, die vorher im Bild angelegt waren und durch HDR verstärkt herausgearbeitet werden sollen, kommen so zur Geltung, anstatt von unerwünschten Effekten “überrannt” zu werden.
Kommentar des Fotografen:
Je länger ich im Fotografier- und Ausstellungsgeschäft unterwegs bin, desto intoleranter werde ich gegenüber den “typischen HRD-Bildern mit Mickeymouse-Farben und Heiligenschein”. Man möge mir solche Radikalisierung nachsehen, bezieht sie sich doch in allererster Linie auf den Anspruch gegenüber meinen eigenen Arbeiten. Hier ein Beispiel …
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Dr. Thomas Brotzler:
Der Innenraum eines Klosters, links eine Steinbank, die durch das von rechts kommende Licht von Seiten eines Fensters spärlich beleuchtet wird. Auf der Bank lehnt eine Blume, daneben ist schwach eine Zeichnung mit Kreuz zu sehen. Der Rest des Raumes liegt fast vollständig im Dunkeln, die ganze Szene hat etwas Träumerisches.
Mein erster Impuls war, diesem Beitrag den Titel “HDR Done Right” (HDR Richtig Gemacht) zu geben. Glückwunsch zu diesem Foto, bei dem ich (fast) nichts anderes zu sagen habe als:
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Gute Streetaufnahmen fixieren eine sich spontan vor den Augen des Fotografen entfaltende Geschichte so, daß der Betrachter automatisch ins Foto gezogen wird.
Kommentar des Fotografen:
Immer aus der suche nach was besonderen! in einer stadt in süddeutschland gesehen. so schnell wie es kam, so schnell war das motiv verschwunden. EILE WAR GEBOTEN, eine möglichkeit hatte ich. NUR DIESE !!!
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Peter Gutzat:
Der Reiz guter Straßenfotografie ist, Menschen in ihrem Alltag, in ihrer Umgebung so festzuhalten, daß das Foto zum Augenzeugen wird. Da sich die Situationen genauso schnell verflüchtigen, wie sie dem Fotografen gewissermaßen vor die Linse springen, ist es wichtig, Abläufe vorhersehen zu können, um im richtigen Augenblick auf den Auslöser zu drücken:
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Babys sind für Fotografen von Natur aus dankbare Geschöpfe. Vom Motiv her kann kaum etwas misslingen, so muss sich der Fotograf nur auf Technik und Komposition konzentrieren.
Kommentar des Fotografen:
Das erste Mal habe ich die Möglichkeit in aller Ruhe Babyfotos zu schießen – es soll zeitlos sein und Harmonie ausstrahlen. Bei leider schlechten Indoor-Lichtverhältnissen habe ich diesen friedlichen Moment im Leben meiner kleinen Nichte festgehalten. Bearbeitet in Gimp, um das schlafende Gesicht und die Hände in den Mittelpunkt zu rücken.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Nadine-Sophie Keller:
Babys sind für Fotografen von Natur aus dankbare Geschöpfe. Das Kindchenschema macht sie mit ihren großen Augen und dem überproportional großen Kopf automatisch niedlich:
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Wiederkehrende Element, fallende Linien und ein Analoglook helfen diesem tristen Bild, seine beabsichtigte Wirkung zu verstärken.
Kommentar des Fotografen:
Bei einem Spaziergang durch Mannheim, kam ich an diesem Spielplatz vorbei. Mich reizte die tristes die davon ausging, verstärkt durch die Hochhäuser im Hintergrund.
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Dirk VAlentin:
Meine erste Frage an Dirk: Hast du noch wirklich analog fotografiert oder diesen Look dem Bild gegeben? Das Foto wirkt wie mit einem (nicht mehr existenten) Kodachrome fotografiert.
Auf jeden Fall hast du deine Mission, das Triste zu fotografieren, gut umgesetzt.
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Oft sind wir begeistert von der Kraft eines Motivs, vernachlässigen dann aber vielleicht die technischen Aspekte der Aufnahme. Wieweit lassen sich solche “Aufnahmefehler” mit den heutigen Möglichkeiten der Bildbearbeitung wieder korrigieren?
Kommentar des Fotografen:
Ein relativ spontanes Portrait mit wenig Vor-, aber umso mehr Nachbereitung. Schwarzweiß war von vornherein geplant; wichtig war mir einseitiges Fensterlicht. Die BEA ist kein Filter, o.ä., sondern ist “von Hand” ´reingewedelt. Ich wollte einen Grat zwischen Realität (normale Kids-Kleidung / Fensterrahmen,…) und Verträumten (eben durch die BEA) erreichen. Der Fokus sollte auf dem Blick liegen. Dank denen, die sich mit dem Foto beschäftigen!
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Rafael Scheidle:
Rafael Scheidle hat recht. Sein Motiv wirkt sehr spontan und natürlich. Der scheue, aber trotzdem neugierige Blick des Mädchens, das grosse Auge, das skeptisch in die Kamera blickt, der abgedrehte Kopf (der so auf uns sehr attraktiv und sympathisch wirkt) und das durch die Haare abgedeckte Auge:
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Noch eine raffinierte Art, Blumenbilder zu machen: Der Blick ins Unsichtbare, das Subjekt als Entdeckung, macht Banales spannend.
Kommentar des Fotografen:
…blühen, im Verborgenen. Die ersten Frühlingsboten unter einer blühenden Azalee
Peter Sennhauser meint zum Bild von Michael Becker:
Ein Paar Osterglocken sind in dieser Farbfotografie im Halblicht der Sonnenstrahlen zu sehen, welche zwischen dem Bewuchs eines Gartens hindurch scheint. In der unmittelbaren Vordergrund-Unschärfe sind die violetten Blütenblätter einer Azalee mehr zu erahnen als zu sehen. Sie bildenen einen Rahmen um die gelben Osterglocken, die deutlich ausserhalb des Bildzentrums oben links angeordnet sind.
Es gibt unzählige Arten, wie man Blumen spannend fotografieren kann. Leider ist ihre natürliche Anmut meistens so vereinnahmend, dass die wenigsten Fotografinnen und Fotografen auf die Idee kommen, die Umgebung einzubeziehen oder einen frischen Blickwinkel zu wagen.
Du hast hier eine besonders raffinierte Methode gewählt, welche aus der hinlänglich bekannten Osterglocke eine Entdeckung macht:
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Der Einbezug der Umgebung in ein Porträt verlangt höchste Aufmerksamkeit und sorgfältige Abstimmung von Subjekt und Hintergrund.
Kommentar des Fotografen:
Mein Freund Markus (er ist Schauspieler) in einem leeren Restaurant in Köln. Mit einer Hasselblad CM, Diafilm, 80mm Planar mit Blende 2.8, auf Stativ. Die Stimmung und das Licht gefallen mir sehr gut, ebenso sein Blick. Der Scan des Films erfolgte leider nur mit einem mittelmässigen Scanner bei 800dpi.
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Christoph Adaém:
Ein Mann, schätzungsweise in seinen Dreissigern, sitzt mit übereinander geschlagenen Beinen an an einem Holztisch, den Kopf in die Linke gestützt, die Rechte am Stiel eines Rotweinglases auf dem Tisch. Er blickt direkt und nachdenklich in die Kamera. Hinter ihm und im ganzen rechten Teil der quadratischen Farbfotografie erstreckt sich ein Raum mit weiteren Holztischen, auf denen Kerzen stehen. Hinten links ist der letzte, bläuliche Schein von Tageslicht durch eine Glastüre zu sehen.
Dein Freund scheint nicht in bester Stimmung gewesen zu sein, als diese Aufnahme entstanden ist. Tatsächlich liegt aber viel von der Kraft der Aufnahme im melancholischen, nicht eindeutig interpretierbaren Ausdruck in seinem Gesicht:
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Die Wüste fasziniert mit Farbe, Licht und Linien. Die wenigsten davon sind allerdings symmetrisch.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand bei meiner Reise durch die Sahara (Marokko), ich habe es mit einem iPhone gemacht, da die Lichtverhältnisse sehr gut waren… Ich habe dort noch viele Bilder gemacht, aber keins hat mir danach so gut gefallen wie dieses… (geringe Nachbearbeitung, kein Ausschnitt etc.) Was meint Ihr?
Peter Sennhauser meint zum Bild von Mario Wagner:
Eine Sanddüne erstreckt sich vor dem Betrachter und steigt, leicht gerippelt, nach rechts oben ins Bild hinein an. Der rote Sand bildet einen starken Kontrast zum tiefblauen, nach oben sich in einem Verlauf verdunkelnden Himmel.
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