4 zufällige Bildkritiken zum Thema Vordergrund:
Alle 39 Artikel zum Thema Vordergrund auf fokussiert.com:
Gegensätze und Kontraste schaffen Spannung. Unter Umständen müssen sie aber stark akzentuiert werden.
Kommentar des Fotografen:
Hallo zusammen, ich habe dieses Bild in Oregon/USA in der Nähe der bekannten Painted Hills aufgemommen. Canon EOS 500D mit Blende20 1/60sec. ISO 100. Bitte um konstruktive Kritik zur Verbesserung meiner Fähigkeiten. Vielen Dank.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Karlheinz Hummel:
Ein Feld mit Heuballen vor einem Hügelzug mit trockenem Gras und einigen Büschen ist in dieser Farbaufnahme zu sehen.
Die Bildbeschreibung macht es schon deutlich:
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Wenn der Vordergrund mit dem Hintergrund zu sehr konkurriert, kann das einem Foto abträglich sein.
Kommentar des Fotografen:
Ein Spaziergang zum Leuchtturm bei Dorum, prächtiges stimmungsvolles Nebelwetter, Sichtweite unter 100 Meter, tausend Motive springen ins Auge… und natürlich die Spiegelreflex vergessen. Glücklicherweise ist das Telefon immer dabei. Also aus der Not eine Tugend gemacht. Ich bin mit der Qualität der Kamera des iPhone 4s sehr zufrieden, die Nachbearbeitung in Apple Aperture und Nik Silver Efex tat ihr übriges.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Jan Thomas Michaelsen:
Man sollte eben immer notfalls noch ein As im Ärmel oder ein iPhone in der Tasche haben, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Besser ist meines Erachtens eine Kamera, wenn sich ja auch mittlerweile eine große Fangemeinde von “iPhoneography” gebildet hat. Allerdings wäre Dir dann die Gelegenheit flöten gegangen. Mit der mickrigen 3.2 MP “Kamera” auf meinem LG hätte ich es jedenfalls garnicht erst versucht.
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In der Komposition von Landschaftsfotos spielt die Kontrolle der Bildränder eine grosse Rolle.
Kommentar des Fotografen:
Diese Aufnahme ist im Oktober 2011 in den Tiroler Bergen entstanden. Nach längerer Zeit hatte ich wieder mal die Möglichkeit zum Fotografieren und passend zur Jahreszeit habe ich mir vorgenommen ein frabenkräftiges Herbstbild zu machen welches den Übergang von der warmen zur kalten Jahreszeit -im wahrsten Sinne des Wortes- wiederspiegeln soll. Ob und wie gut mir das gelungen ist würde ich gerne von einem geschulten Profi-Auge erfahren. LG
Peter Sennhauser meint zum Bild von Dietmar Rieder:
Eine Berglandschaft mit herbstlichen Lärchen spiegelt sich in dieser Farbfotografie in einem weitgehend ruhigen, grünblau schimmernden Bergsee. Dessen Ufer zieht sich dabei ungefähr in einem Drittel durch den unteren Rand des Querformats, die Gebirgskette dahinter steigt von links nach rechts an und lässt den Blick auf einen kleinen Anteil blauen Himmels frei.
Ein Klassiker, könnte man von diesem Bild sagen:
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Hintergrund sollte Hintergrund bleiben. Wenn er mit dem Vordergrund zu sehr optisch konkurriert, ist das dem Foto namentlich bei Porträts abträglich.
Kommentar des Fotografen:
Nachmittags ca. 15 Uhr im Sept. 2011, an einem stillgelegten Bahnhofsgleise, für eine Sedcard-Erweiterung. Obwohl die “Regel” besagt, dass sie nach links schauen müsste, habe ich mich bewusst dafür entschieden, hier zu brechen und sie aus dem Bild herausschauen zu lassen. Der Blick in den Himmel soll das Abschweifen mit ihren Gedanken an einem ruhigen, verlassenen Ort zeigen – jedoch nicht traurig und verzweifelt, sondern eher hoffnungsvoll. Durch den kräftigen Farbkontrast der Abdeckplane des Güterwagons links im Bild soll der Betrachter wieder zurückgezogen werden und nicht ebenfalls aus dem Bild triften.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Knut Haberkant:
Eine junge Frau steht vor einem Güterwagon. Etwas scheint sie abzulenken, sie schaut nach rechts oben. Was in diesem Blick zu lesen sei, liegt am jeweiligen Betrachter. Spontan gefallen hat mir an diesem Foto die grau-rote Farbpalette und das Experimentelle der Pose. Daß Subjekte aus dem Goldenen Schnitt heraus verschoben sind, sehe ich jetzt öfter – ein Regelbruch, der mir persönlich nicht immer zusagt, aber das kann man diskutieren.
Der rote Hintergrund ist, was das Foto mit ausmacht, aber auch gleichzeitig mein Hauptkritikpunkt:
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Tageslicht, 50mm, zwei Menschen: Mit sehr einfachen Mitteln entstand dieses romantische Portrait, was vor allem durch die Haltung des Paars wirkt.
Kommentar des Fotografen:
Bei meinen Fotos lege ich großen Wert auf Authentizität, erst weit danach auf technische Perfektion. Während ich dieses Bild machte, wurde gleichzeitig ein Musikvideo gedreht, und ich als Fotograf wenig beachtet. Das gab mir die Möglichkeit, die Schönheit und Echtheit des Moments einzufangen, die alle Teilhabenden bemerkten und genossen – ohne dass man sich auf den Fotografen konzentrierte. Die (nahezu) offenblendig bedingte Tiefenunschärfe harmoniert in meinen Augen perfekt mit den vollkommen verschwommenen Gräsern im Vordergrund, die dem Bild mehr Tiefe geben.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Max Niemann:
Es ist eine sehr schöne Pose: Ein junger Mann und eine junge Frau, die Frau liegt auf dem Rücken im hohen Gras und lehnt mit ihrem Kopf an der Brust des Mannes, der sitzend zu ihr nach unten schaut. Die Nasen berühren sich fast, und auch die Lippen könnten sich wahrscheinlich berühren, wenn sie wollten:
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Tierfotografie kann auch im Zoo entstehen, und dort sind Tiger, Löwen und Eisbär gar nicht immer das attraktivste Motiv.
Kommentar des Fotografen:
dieses Bild ist im Tierpark Schönbrunn Wien entstanden. Diese “Racker” sind relativ schwer zu fotografieren, weil extrem schreckhaft und richtig schnell in deren Bewegungen. Unser kleiner Held hielt dann doch einen Augenblick still, denn ihm dürfte etwas besonders peinlich gewesen sein…;-)
Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Wenter:
Ein Nagetier von nicht einfach zu bestimmender Grösse (und Art, nebenbei gesagt) sitzt in dieser Farbfotografie in relativ hohem, fetten Gras. Das Tier hat die Vorderpfoten – Finger fast – offenbar mit Nahrung vor den Mund geführt und blickt mit grossen Knopfaugen direkt in die Kamera.
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Das Subjekt einer Landschaftsfotografie muss keine Landschaft sein – es kann Licht, Farbe, Stimmung, Muster etc sein.
Kommentar des Fotografen:
Morgennebel am Grundlsee (wenn die Sonne den Morgennebel durchdringt) 1/500,Av 8, 26 mm
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Günther Dankelmayr:
Zwei Enten schwimmen in dieser Gegenlicht-Farbfotografie eines Sees in Wellenkreisen im rechten Vordergrund aufeinander zu. Der “Horizont” des Sees im unteren Drittel des Bildes wird am linken Aussenrand von einem nahen Ufer mit Bäumen und einem Gebäude, am rechten von einem entfernten, steil ansteigenden bewaldeten Berg eingegrenzt. Darüber hängt pastellener, flockiger Morgennebel, durch den die Sonne am rechten Bergrand eben erst dringt.
Es ging mir wie allen, als ich angefangen habe, mich mit Landschaftsfotografie zu beschäftigen: Ich habe grossartige Landschaften gesehen und wollte sie in Bildern festhalten – was fast nie so gelingt:
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Manchmal machen wir scheinbar alles richtig: Wir gestalten unsere Bilder kraftvoll, wir fotografieren bei einem interessanten Licht und trotzdem wirkt das resultierende Bild doch nicht ganz so, wie wir es uns erhoffen. Woran liegt das?
Kommentar des Fotografen:
War nicht sicher, wie man das Bild zu kategorisieren hat, habe mich für Architektur entschieden. Entstanden ist das Bild im Garten mit einem Stativ.
Profi Martin Zurmuehle meint zum Bild von Cornel Mösli:
Cornel Mösli hat erkannt, dass dieses Motiv Potenzial hat. Die starken Linien sind grafische Elemente, die wirkungsvoll aufgenommen werden können. Werden diese gleichzeitig noch bei einer speziellen Beleuchtung (wie hier nach Sonnenuntergang mit dem Restlicht des Tages und dem Kunstlicht der Aussenbeleuchtung) aufgenommen, so sollte eigentlich nach allen Regeln der Kunst eine gute und wirkungsvolle Aufnahme entstehen. Wieso gelingt es ihm bei dieser Aufnahme aber nicht so gut, wie er es wohl erhofft hatte?
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Auch bei einem dokumentarischen Foto macht der Vordergrund das Bild spannender.
Kommentar des Fotografen:
Abbruch des grossen Ausflugsrestaurants auf dem Drachenfels bei Bonn. Da ich wusste, das die Arbeiten gerade im Gang waren und ich ein paar Tage frei hatte, bin ich mal hingefahren, um ein paar Bilder zu machen. Das Wetter war nicht wirklich gut, aber dafür gab es ein paar tief hängende Wolken und eine schöne Lufttperspektive im Hintergrund. Es sollte natürlich nicht nur ein dokumentarisches Bild werden sondern auch ein interessantes Bild mit klarem Aufbau. Die Frage ist, ob das so gelungen ist.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Jürgen Beckmann:
Ein Gebäude auf einem Felsen wird abgerissen, im Hintergrund schimmert ein Fluss. Das Bild vermittelt eine ruhige Atmosphäre. Vor allem aufgrund der monotonen Farbgebung – aber auch weil im Bild nichts passiert:
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Minimalismus wirkt besonders, wenn er nicht simplifiziert. Vielschichtigkeit ist eine seltene Qualität.
Kommentar des Fotografen:
Brandenburg – Dez 2010
Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Fechner:
Eine Winterlandschaft, weiss in weiss, in der Horizontalen zweigeteilt durch eine aus der linken Bildseite in einen Fluchtpunkt etwa im Goldenen Schnitt rechts verlaufenden Baumreihe. Die Bäume sind von überfrierendem Nebel ebenfalls weiss eingefärbt und heben sich mit der Schattenseite zum Betrachter in dunklem Blau vom helleren, von Wolken durchzogenen Himmel der oberen Bildhälfte ab.
Diese Fotografie kann ich mir an vielen (prominenten) Orten publiziert vorstellen:
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