4 zufällige Bildkritiken zum Thema Vordergrund:
Alle 40 Artikel zum Thema Vordergrund auf fokussiert.com:
Bevor du im Bestreben, dich mit deiner Kamera auszudrücken, zu kreativ wirst, konzentriere dich auf die fotografischen Grundlagen. Das hilft dir dabei, deine Vision besser auszudrücken.
Kommentar des Fotografen:
Ich wollte hier nicht einfach die Blüten und Zweige ablichten, sondern durch die verschiedenen Schärfen eine Art 3D-Effekt erreichen und so mehr auf Ästhetik als auf die pure Ablichtung der Pflanze abzielen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Edwin Wipfli:
Es ist selbstverständlich, dass jeder Fotograf seine eigenen Präferenzen hat, was die Wahl des Motivs und der Beleuchtung angeht. Die meisten erfahrenen Fotografen können aber je nach Bedarf eine banale, bezüglich der Beleuchtung nicht gerade aufregende Szene, in ein visuell beeindruckendes Foto verwandeln. Pressefotografen werden am häufigsten mit solchen Herausforderungen konfrontiert:
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Ein Foto muss die Hauptaussage für den Betrachter in den Vordergrund rücken und sollte sie nicht verstecken.
Kommentar des Fotografen:
In der Schweiz, im Zürcher Oberland, liegt der Bachtel. Auf einer Höhe von 1115 Metern über Meer hat man im Herbst einen wunderschönen Blick auf die Alpen und das darunterliegende Nebelmeer. Als die zwei Spaziergänger durchs Motiv spazierten, drückte ich schnell ab. Die Farben bringen die Stimmung an diesem Abend schön rüber…
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Lukas Messmer:
Ich kann Deine Begeisterung, die im Text durchklingt, sehr gut verstehen. Dieser Moment hat etwas Faszinierendes. Das Licht ist wunderschön, die Spaziergänger laufen freiwilllig als Vordergrund durch das Bild und der Nebel füllt das gigantische Tal vollständig mit einem Meer. Und ausserdem knirscht der Schnee unter den Füßen und die Hände werden kalt beim Fotografieren.
Leider kann ich das alles nicht wirklich auf dem Foto sehen.
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Landschafts- oder Szenenfotografie? Es zahlt sich nicht immer aus, eigentlich unerwünschte Elemente ins Bild einzubeziehen: Dabei geht der Fokus der Bildgestaltung schnell verloren.
Kommentar des Fotografen:
Älteres Paar, das ich am frühen Morgen beim Schwimmen \”erwischt\” habe. Das Foto ist im Oktober an der Ostsee entstanden.
Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Franziska Zuber:
Zwei ältere Schwimmer am frühen Morgen also. Ja, wenn man genau hinguckt, erkennt man zwei Personen im Wasser. Ich wette allerdings darauf, dass das nicht das war, was Du Dir ursprünglich zu fotografieren vorgenommen hattest:
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Großartige Fotos kommen nicht von ungefähr. Trifft man auf ein Szene mit großem fotografischen Potential, so kann es schwierig sein, die vorhandenen Elemente so einzufangen, dass man „das Foto“ macht.
Kommentar des Fotografen:
STROM UND SCHAF Das brave Wolltier wird aufs Finsterste von der Großindustrie überschattet. Zu sehen sind der Schattenwurf und Leitungen der riesigen Strommasten an der Elbe bei Hetlingen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Kai Brinkmann:
Alles war an Ort und Stelle, um von dem Fotografen zu einer visuell interessanten, farbintensiven Komposition geformt zu werden, die mit Formen und Perspektiven gefüllt ist. Ich glaube jedoch, wir haben hier den Fall, dass der Fotograf zu schnell aufgegeben hat, um ein großartiges Bild aus einer Situation mit großem Potential zu machen:
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Auch wenn das Licht fantastisch ist, darf der Fotograf die Komposition eines Bildes nicht aus den Augen lassen.
Kommentar des Fotografen:
Regatta kurz vor dem Abbruch.
Profi Jan Zappner meint zum Bild von Marc Hauser:
Ich verstehe den Titel mal als Ironie – denn eine Regatta kann ich vielleicht unter der Lupe erkennen, aber nicht im Foto.
Egal. Das Licht ist fantastisch:
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Schwarz-Weiss Bilder sind nicht einfach Fotografien ohne Farbe: Das Künstler-Format muss sich ein Motiv zuerst verdienen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Schmidt). – Nikon D200 – 1/100s – f/10 – ISO 100 – 17mm (25mm)
Kommentar des Fotografen:
Aufgenommen habe ich das Bild auf einer Wanderung im Nordwesten der Halbinsel Dingle in Irland (GPS-Koordinaten im EXIF Profil). Die schroffe Landschaft und das raue Wetter dort haben eine wunderbare Faszination auf mich ausgeübt. Oben im Bild auf dem Berg sieht man die Überreste einer Ruine. In den Felsen im Vordergrund sehe ich ganz klar eine Drachenklaue.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Tobias Schmidt:
Stimmt: Da ist eine Drachenklaue zu erkennen. Allerdings, und das finde ich schade, erst, wenn ich Deinen Hinweis lese, Tobias. Eigentlich aber wäre es Deine Aufgabe als Fotograf, mich mit kompositorischen und gestalterischen Mitteln zur Klaue hinzuführen – jedenfalls, wenn sie Dein Hauptmotiv war. Das ist der Auftakt zu einer Reihe von Einwänden zu einem an sich ansprechenden Bild:
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Wenn Alltägliches in einer Fotografie herausgehoben werden soll, muss es entweder isoliert oder in einen brutalen Kontrast zur Umgebung gesetzt werden. Und das gilt nicht nur im Sinne von Licht und Farbe.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Alexander Gruel). – Leider keine Exif-Daten vorhanden
Kommentar des Fotografen:
Ein “gestalteter Schnappschuss” auf meinem Heimweg von der Uni – ein einsames Pflänzchen das aus einem ganzen Gebüsch frech in den Weg hinauswächst und dort auch schon einer ganzen Weile täglich vorbeiströmenden Horden an Studenten und Anwohnern trotzt.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Alexander Gruel:
Ich denke, die Absicht des Fotografen hier war, die Verlorenheit einer einsamen Pflanze zu zeigen, die von einer Beton- und Metallwüste umgeben ist. Während wir als Betrachter das zwar sehen, glaube ich nicht, dass der Effekt, die Komposition, aussagekräftig genug ist, um einen bedeutungsvollen Eindruck zu hinterlassen.
Was hätten wir als Fotografen tun können, um das Bild visuell stärker zu machen, sodass es eine kraftvollere Botschaft sendet?
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In der Landschaftsfotografie geht es darum, zusammen mit der Schönheit die Einzigartigkeit eines Ortes auszudrücken. Dazu muss man seine optische Essenz ins Bild rücken.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Tobias Weber). – Olympus E-510 – 1/320s – f/8 – ISO 100 – 20mm (40mm)
Kommentar des Fotografen:
Ort: Schweden, Lappland, nahe Arjeplog. Das Bild wurde bei strahlendem Sonnenschein um die Mittagszeit aufgenommen. Das Bild soll die weitläufige Landschaft und den starken Kontrast zwischen Schnee und Bäumen zeigen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Tobias Weber:
Deinen Angaben zu Folge wurde dieses Foto in Lappland gemacht. Nur: Wenn Du schon an einem solch schönen Ort bist, warum ist das am Bild kaum zu erkennen? Es könnte an fast jedem beliebigen Ort, an dem Schnee liegt, aufgenommen worden sein:
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Das Spiel mit einem unscharfen Vordergrund vor einem weiten Hintergrund ist beliebt, um einem Bild Tiefe zu verleihen. Aber das sollte mit Mass geschehen – und beide Ebenen müssen etwas Interessantes zu bieten haben.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Cyrill Schlauri). – Nikon D70s – 1/400s – f/5.6 – 20mm (30mm), ISO 200
Kommentar des Fotografen:
Das Bild entstand auf Tierra del Fuego (Argentinien) im Dezember 2006. Es zeigt für mich eindrücklich die Weite und Kargheit, aber auch die faszinierende Schönheit dieser einmaligen Landschaft. Durch den Vorder- und Hintergrund und den Einsatz der Tiefenschärfe (ist aber zuwenig… nicht so tolles Objektiv) wollte ich Tiefe und Dimension ins Bild bringen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Cyrill Schlauri:
Es gibt viele Dinge, die dieses Bild zu einem besonderen Blickfänger machen. Die Wolken, die in die Ferne ziehen, verleihen dem Foto ein Gefühl von Tiefe und Dimension, die parallelen Linien des Zaunes und der Horizont teilen es in verschiedene Teile und führen unseren Blick durch das ganze Bild, während der Metallschuppen einen Referenzpunkt für unsere Augen darstellt, nachdem wir unseren Blick durch das Bild haben schweifen lassen.
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Blumenbilder lassen sich genauso wie Porträts durch geringe Schärfentiefe in Vorder- und Hintergrund aufteilen. Regenwetter hilft ferner, die Blume in Szene zu setzen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Julian Schrader). – Minolta DiMAGE A1 – 1/40s – f/3.5 – ISO 125 – 43mm
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Julian Schrader:
Dies ist ein hübsches Foto. Schöne Farben und eine gute Blendenwahl ergänzen sich, um Aufmerksamkeit zu erregen. Der bedeckte Himmel erzeugt ein fast perfektes, diffuses und gleichmäßiges Licht, das keine harten Schatten wirft.
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