4 zufällige Bildkritiken zum Thema Wasser:
Alle 37 Artikel zum Thema Wasser auf fokussiert.com:
Für herausragende Fotos braucht man letztlich nur eines: ein gutes Auge.
Kommentar des Fotografen:
Ein Schilfbestand im klaren, niedrigen Wasser des Weissensees in Kärnten spiegelte sich wunderbar auf der fast stillen Wasseroberfläche. Mich erinnerte das ganze an asiatische Schriftzeichen, und so versuchte ich in der SW-Umsetzung besonders die Kontraste heraus zu arbeiten, ohne den Wassereindrück gänzlich verschwinden zu lassen.
Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Franz Bogner:
Immer, wenn ich Equipment-Neid bekomme, weil sich eine Bekannte mal wieder ein super-teures Objektiv gegönnt hat, oder ein Freund sich eine neue Kamera… Und wenn ich dann so meine “Ausrüstung” anschaue und denke, “Was könnte ICH mit der Kamera alles machen!” – dann muß ich mir nur etwa auf Flickr alle die schlechten Fotos anschauen, die die Leute zum Teil mit sehr teuren Kameras gemacht haben und mich darauf besinnen, daß letztlich nur eines zählt: ein gutes Auge.
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Fliessendes Wasser ist ein ideales Motiv für Langzeitbelichtungen. Dabei sollte man beachten, dass das Wasser in der Komposition Raum zum fliessen hat.
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Kommentar des Fotografen:
Hier in Minas Gerais (Brasilien) gibt es zwar kein Meer, aber dafür viele Wasserfälle, welche beliebte Ausflugsziele sind. Langzeitaufnahmen von fließendem Wasser wirken auf mich immer faszinierend surreal/mystisch, weshalb ich das auch einmal ausprobieren wollte. Aufnahme mit Hoya ND400, f16, 2s, , Spiegelvorauslösung, leicht unterbelichtet, damit das helle Wasser nicht ausfrisst und in s/w konvertiert. Etwas beschnitten und geradegerückt, weil ich nur den Fotorucksack als Stativersatz dabei hatte.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Markus Kohlhoff:
Diese Schwarz-Weiss-Fotografie zeigt einen Wasserfall, ziemlich frontal und mit einer gehörig langen Verschlusszeit von 2 Sekunden abgelichtet. Die wie Seidenvorhänge fallenden Kaskaden ergiessen sich über mehrere Stufen.
Bewegtes Wasser, namentlich solches, das sich sehr schnell bewegt, ist ein wunderbares Motiv für längere Verschlusszeiten. Und weil Wasserfälle – anders beispielsweise als die Brandung an einem stürmischen See oder am Meer – recht konstant bleiben, lässt sich an ihnen die ideale Zeit und die ideale Komposition wunderbar erproben:
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High Dynamic Range (HDR) gilt als nicht mit bewegten Objekten vereinbar. Dieses Bild beweist, dass sich mit bewusstem Bruch technischer Regeln auch Stimmungen zaubern lassen.
Kommentar des Fotografen:
HDR ist eine Technik, die mich begeistert. Ich verstehe es als Teil meines Lernprozesses, die Technik zu verfeinern und nach Lichtsituationen zu suchen, die sie überhaupt erfordern. Denn HDR muss nicht immer sein und sieht oftmals schnell übertrieben aus. Bei Langzeitbelichtungen, besonders nachts oder gegen Ende der blauen Stunde bin ich von HDR überzeugt. An diesem Motiv reizte mich besonders die Dynamik des Flusses, der unbeirrt fließt. Egal, wie viel Beton und Stahl man ihm in den Weg baut. Augenommen mit: Pentax k7, PENTAX-DA 35mm F2.8 Macro Limited, f9.0, ISO 100, HDR aus 5 Belichtungen, Photomatix & Co. Dieses Bild habe ich auch auf meinem Blog veröffentlicht.Profi Peter Sennhauser meint zum Bild von Jonas Ginter:
Ein Fluss fliesst in der blauen Stunde durch diese Farbfotografie und belegt dabei in Bewegungsunschärfe rund zwei Drittel des Bildes von unten:
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Fotograf und Geologe Bernhard Edmaiers «_Kunstobjekt Erde» lautet der Titel, dieser äußerst sehenswerten Schau, die einen gänzlich anderen Blick auf unseren Planeten bietet, auch wenn Edmaier seine Bilder ganz in der Tradition der klassischen, unverfälschten Fotografie aufnimmt und verarbeitet.
Es sind wunderschöne, ruhige Aufnahmen. Es sind stille Bilder voller natürlicher Schönheit. Bernhard Edmaier gelingt etwas, das selten ist: Er hat ein altbekanntes, teilweise schon ausgeleiertes Motiv: die Erde. Er hat eine seltene, aber durchaus nicht ungewöhnliche Perspektive: die Luftbildaufnahme.
Bernhard Edmaier: _Kunstobjekt Erde
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (5 Bilder)
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Wenn ich an einer herrlichen, stimmungsvollen Stelle bin, die Ruhe und Schönheit geniesse, überlege ich mir oft, ob diese Stimmung auch im Bild rüberkommt.
Kommentar des Fotografen:
Ich fand diesen Ort so schön mit viel Schatten und Licht. Ich hoffe, ein bißchen von der Ruhe und der Schönheit eingefangen haben zu können. :-))
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Renate Erker:
Renate hat wohl ein ähnliches Erlebnis gehabt. Sie war fasziniert von Licht, Schatten und eventuell auch noch von dem fliessenden Wasser. Auch die Form der Brücke passt sich gut ins Bild ein, ist doch auch hier ein Rundbogen zu erkennen, der gut mit den abgeschliffenen Steinen korrespondieren könnte.
Nur leider passiert alles dies nicht auf Renates Bild:
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Technische Effekte wie High Dynamic Range schaffen neue Möglichkeiten für Digitalfotografen. Dazu gehört leider auch, falsche Akzente zu setzen.
Kommentar des Fotografen:
Habe ich kurz vor einem Gewitter aufgenommen. HDR Bild aus drei verschiedenen Belichtungen. Mich fasziniert vor allem die Wasserspiegelung unten im Bild.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Pfenninger:
Ein Holzsteg führt aus der Bildmitte dieser Aufnahme frontal durch Schilfbüsche hinaus auf einen See, dessen gegenüberliegendes Ufer unter einem drohenden grauen Wolkenband liegt.
Die Revolution der Digitaltechnik in der Fotografie liegt nicht in neuen Effekten – auch wenn es die eine oder andere gibt, die herkömmlichen Fotografen bisher so nicht zur Verfügung stand, wie HDR – sondern in erster Linie darin, dass faktisch alle Möglichkeiten, die man früher mit viel Zeit- und Materialaufwand erlernen musste, auf Mausklick zur Verfügung stehen. Das ist Segen und Fluch zugleich, und hier zeigt sich der Fluch:
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Gute Lichtstimmung und eine spannender Himmel sind Voraussetzungen für ein tolles Bild mit Wasser im Motiv.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild wurde am 09.04.2011 19:10 aufgenommen. Ich wollte einfach den Hafen aufnehmen im WW Format. Ich fand die Reflektionen aufm See toll. Leider war Schiffsverkehr eingestellt und deswegen ist das Schiff auf der linken Seite zu sehen, und ich konnte meinen Standort nicht ändern. Die Spiegelung vom Himmel ist ganz toll im Wasser zu sehn! Das Bild ist unbearbeitet so wie es aus der Cam kommt. Ich hab allerdings noch ne bearbeitete Version auf alt und schwarz weiss. Hätte ich unten mehr freistellen sollen?
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Michael Schuster:
… jetzt warten sicher alle auf das “Aber”. Das kommt auch noch, keine Bange. Doch zuerst mal muss ich sagen, dass Michael schon ein gutes Auge hatte:
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Wasser ist ein hervorragendes Objekt, um die Rolle der Zeit in der Fotografie zu nutzen. Die Entscheidung für eine «dünne» oder «dicke» Zeitscheibe im Bild hat entscheidende Auswirkungen auf seine Wirkung.
Kommentar des Fotografen:
Das Foto zeigt einen kleinen, mit Tang bewachsenen und von Brandung umspülten Felsen an der Grand Anse auf der Insel Grenada. Es ist Teil einer Serie, die bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aufgenommen wurde. Die Location habe ich zufällig bei einem Spaziergang entdeckt. Es ging eine derartige Faszination davon aus, dass mich die in der Dämmerung überaus aktiven Sandflies nur wenig beeindrucken konnten. Zusätzlich zu den aufgeführten Metadaten wurde ein Stativ und ein Polfilter verwendet.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Horst Bottner:
Eine Reihe von giftgrünem Tang bewachsener schwarzer Felsen an einem Sandstrand wird von einer Welle überspült. Das Meerwasser spritzt im Bogen von der hinter den Felsen liegenden Brandung in den Bildvordergrund des Sandstrands.
Wasser ist ein überaus spannendes Objekt für die Fotografie, weil es den Zusammenhang von Zeit und Bewegung darstellen lässt:
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Landschaftsaufnahmen von Stränden und Meeren wirken wegen ihrer Schlichtheit oft einfach und simpel. Aber das Arrangement erfordert genau deshalb besonders viel Fingerspitzengefühl.
Kommentar des Fotografen:
Am nördlichsten Punkt der Insel Rügen befand sich einst eine slawische Kultstätte. Betritt man den schmalen Strandstreifen, sieht man diese Holzstehlen. Die Darstellung kühler Ruhe gepaart mit nordischer Mystik war hierbei meine Intention. Langzeitbelichtung am Strand von Kap Arkona / Rügen
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Johannes Gericke:
Schlicht und ruhig. So wirkt dieses Foto einer slawischen Kultstätte auf der Insel Rügen. Genau das wollte der Fotograf festhalten. Es ist ihm gelungen:
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Wenn ein Foto von einer humorvollen Idee getragen wird, sollte diese auch schnell erkennbar sein: Durchsichtiges Wasser und Glas vor weißem Hintergrund sind dafür mässig geeignet.
Kommentar des Fotografen:
Ein objektiv, welches wasser in ein weinglas schüttet, das war die idee des bildes; ich gebe zu, die ursprungsidee kommt leider nicht von mir, ich habe ein ähnliches bild schon mal im internet gesehen. trozdem würde ich gerne die professionelle meinung…eines profis wissen ;)
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von paul borm:
Glas auszuleuchten, ist für Fotografen immer eine Herausforderung, weil es stark reflektiert und vor allem bei Trinkgläsern durch die runde Form oft weite Bereiche des Raumes spiegelt.
Diese Aufgabe hast Du hier gut gelöst. Die Spiegelung verteilt sich gleichmäßig über das Glas und gibt dem Weinglas Tiefe. Auch die Montage ist gelungen. Auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, dass das Objektiv nachträglich ins Bild montiert wurde. Falls es sich denn nicht um einen Objektiv-Trinkbecher handelt.
Trotzdem will mir das Bild nicht so recht gefallen. Das hat zwei Gründe:
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