Thema: Weissabgleich

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Weissabgleich:

Bewegtexperiment: Inner SpaceKonzeptfoto: KugelbilderIm Partykeller: Blende und WeissabgleichLichtspiel Industrieabstraktion: Mit Geduld und Sehen

 

Alle 8 Artikel zum Thema Weissabgleich auf fokussiert.com:

Bewegtexperiment:
Inner Space

Durch Bewegung der Kamera lassen sich bisweilen faszinierende Effekte bewirken. Es lohnt sich, damit ausführlich zu arbeiten.

Kommentar des Fotografen:

Ein Experiment mit bewegter Kamera und langer Belichtungszeit. Wurde aus RAW entwickelt, Weissabgleich extra falsch gesetzt auf Trüb. Zu Anfang der Belichtung hab ich ruhig gehalten um danach um den Baum herum zu gehen (ca. 1/2 Umdrehung), die Kamerarichtung blieb dabei die selbe. Danach noch etwas PS (Gradationskurve, Tiefen und Lichter, “falsche” Nachschärfung der Mikrokontraste, Bereichsreparaturpinsel gegen den Sensorstaub).

Peter Sennhauser meint zum Bild von Thomas Renner:

Ein dunkles, grüngelbes Gebilde ragt in diesem Farbbild aus dem unteren Bildrand in das Zentrum der Aufnahme und breitet sich dort in feiner Verästelung aus. Zwischen den Ästen scheint helles Licht durch und vermittelt den Eindruck, durch eine adrige Membran zu blicken.

Die Überschrift dieser Besprechung habe ich mir von Hollywood geborgt: Es ist der Titel eines Films mit Dennis Quaid über die Reise eines auf Nano-Masse vekleinerten Piloten in einem U-Boot in einem Menschen – übrigens ein Remake des gleichen Themas aus den 60er Jahren:

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Nebellandschaft:
Romantiker-Ansicht

Nebelmorgen mit Sonnenstrahlen – traumhafte Motive für Frühaufsteher. Lohnende Aufnahmen für den letzten Schliff.

Kommentar des Fotografen:

Allerheiligen in der Südsteiermark. Ein nebeliger Morgen. Die Sonne bahnt sich den Weg durch den Nebel und zaubert eine wunderschöne Stimmung in die Landschaft. Im Wohnmobil unten schlafen noch alle – die Zeit sollte man anhalten können…

Peter Sennhauser meint zum Bild von Andreas Wenter:

Eine Hügellandschaft mit Weinbergen und Flurkreuz im Vordergrund, Nebelschwaden, die in der Bildmitte zwischen den Hügeln durchwabern, und darüber Hügelspitzen mit schwarzen Pappeln, die vor dem fernen Nebelmeer in den Himmel aufragen. In der Bildmitte zwischen Vorder- und Hintergrund ist im Nebel ein Bauernhaus erkennbar und davor, wenn man genau hinschaut, ein Wohnmobil. Es ist früher morgen, das Licht der seitwärts eindringenden Sonne ist golden.

Ich bin fasziniert von dieser Aufnahme.

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Konzeptfoto:
Kugelbilder

Konzeptfotografie mit Utensilien: Zum Beispiel mit einer spiegelnden Kugel. Aber auch gute Ideen verlangen Sorgfalt in der Umsetzung.

Kostenlos — ...ist sie nicht, die Textanzeige: Aber sie wirkt, ohne aufdringlich zu sein. Mitten im Zielpublikum. — Textanzeige

Kommentar des Fotografen:

“Kugel in der Kneipe oder Kneipe in der Kugel” ist im Rahmen in einer Reihe von weiteren Kugelbildern entstanden. Die Idee ist, meine Umwelt und das hinter mir mit einzufangen. Dafür sollte es eine einfach Kugel sein (etwa 3€ im Dekoladen) und die Bilder nur dort entstehen wo ich sowieso bin (Arbeit, Zuhause oder eben Kneipe) – also meine kleine Welt. (Kamera Eos 1000D)

Peter Sennhauser meint zum Bild von René Scheer:

Eine spiegelnde Goldkugel liegt auf einem Kneipentresen. Der Fokus liegt auf dem Raum in der Spiegelung der Kugel; hinter ihr ist in der Unschärfe noch etwas zu erkennen, was ein leeres Bierglas sein könnte. Der eigentliche Bildinhalt aber steckt in der Kugel, in der fischaugenmässig gekrümmten Wiedergabe des Raums, einer Kneipe. Hier sind rechts ein volles Bierglas, links ein Gast am Tresen und in der Mitte der Fotograf mitsamt Kamera zu erkennen.

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Lichtspiel Industrieabstraktion:
Mit Geduld und Sehen

Wenn das Motiv stimmt und die Fotografin auf die beste Lichtsituation wartet, lässt sich mit der billigsten Kamera ein tolles Bild schiessen.

Kommentar der Fotografin:

Das Motivmotto “von oben” eines Berliner Fotowettbewerbs führte zu diesem Bild – kombiniert mit meinem aktuellen Faible für “Lichtbilder” im Wortsinn. Entstanden ist das Foto an einem sonnigen Mainachmittag in Berlin, Kamera: Canon Powershot A610. Ich hatte das Gebäude mit der Treppe bei einem Abendspaziergang entdeckt, als Motiv “im Auge” und musste wegen des gewünschten Licht- und Schattenspiels einige Wochen auf einen sonnigen Tag warten.

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Fingerübungen Nachtfotografie:
Stadt am Fluss

Nachts in der Stadt geht am besten mit einem Stativ. Und am Fluss liefern lange Belichtungszeiten Spiegelungen wie auf Eisflächen.


Ich habe mich während meines Arbeitsaufenthalts in der Heimat wenigstens einmal so richtig mit der Kamera rausgetraut: Nachdem ich das Lichtspiel an den Fassaden des Grossbasler Rheinufers gesehen habe, wollte ich am Tag danach nach Sonnenuntergang versuchen, das Farbspiel einzufangen.

Das war einerseits nicht ganz einfach wegen der Menschenmassen am Kleinbasler Ufer, die sich die lauen Sommernächte um die Ohren schlugen.

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Nikon D700 im Test:
Nächtliche Farbtemperaturkorrektur

Die Nikon D700 verlockt angesichts ihrer Superempfindlichkeit zu auch ungewöhnlichen Nachtaufnahmen. Kann man die dabei mitunter auftretenden kuriosen Farbstimmungen korrigieren?

Die Nikon D700, die wir uns von Lens Avenue gemietet hatten, fasziniert mit Vollformatsensor und einer extrem hohen Empfindlichkeit von bis zu ISO 25600. In dieser Einstellung nimmt das Rauschen allerdings deutlich zu, sie ist nicht für wirklich hochwertige Aufnahmen gedacht.

Doch auch schon “nur” ISO 6400 eröffnen enorme fotografische Möglichkeiten, ob nun spontane Infrarotfotografie ohne Stativ oder Kameraumbau oder Nachtfotografie bei (vermeintlich) absoluter Dunkelheit.

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Im Partykeller:
Blende und Weissabgleich

Innenaufnahmen in dunklen Räumen verlangen häufig eine grosse Blende, um nicht mit zu langen Belichtungszeiten geschlagen zu sein – oder ein Stativ. Ausserdem wirkt sich drinnen der Weissabgleich oder die Farbtemperatur aufgrund verschiedener Beleuchtungsmethoden schnell heftiger aus als bei Aussenaufnahmen.

Martin Melcher
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Martin Melcher). – Pentax K10D – 125/s – f/1.4 – ISO 1600 – 50mm

Kommentar des Fotografen:

Dieses Bild ist vor kurzem auf einer Feier in einem kleinen Jugendclub entstanden. Entstehungsort war der Keller in dem bei schummrigem Licht zu später Stunde bei laufendem Partybetrieb ein paar Spiele am Tischkicker ausgetragen wurden. Wobei für mich nicht das tatsächliche Spielgeschehen interessant war, sondern die Hände der Spielenden. In diesem Fall die Hand eines jungen Handwerkers, der zur Entspannung am Spiel teilnimmt. Trotz seiner harten Arbeit greift er jedoch den mittlerweile arg mitgenommen Griff sanft und sicher führend, um sein Spiel zu bestreiten. Vor allem die Tiefenschärfe als auch die Lichtsituation waren für mich in diesem Bild entscheidend, so dass ich mit Offenblende (f1,4) bei ISO 1600 an dieses Motiv herangegangen bin.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Martin Melcher:

Die Tiefenschärfe ist ein wichtiges Element, das dieses Bild interessant macht. Der Fotograf wählte eine Blende, f1,4, die einen kleinen Teil des Bildes scharf und den Rest unscharf macht, was sich in solchen Bildern gut macht, in denen man Reihen ähnlicher Objekte vom Vordergrund bis zum Hintergrund hat.

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Eventbild:
Aufsehen durch Ungewohntes

Ein Spontanbild vermag Aufsehen zu erregen: Eine Ungewöhnliche Komposition, coole Farben – aber wo ist die Spannung?

Thomas R. Koll
Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Thomas R. Koll). – Leider keine Exif-Daten vorhanden

Kommentar des Fotografen:

Entstand mit einer Konica Autoreflex 4 auf einer Party (genauer gesagt Abschlussfeier eines 10-Tage-Events), Licht war super, aber die Belichtung eher Pi-mal-Daumen. Geschnitten ist nix an dem Bild, Film dürfte ein 200er gewesen sein. Es gibt noch ein zweites Bild wo der Fokus auf ihm liegt aber er von schräg hinten zu sehen ist.

Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Thomas R. Koll:

Eine sehr beladene, aber interessante Komposition erregt hier unser Aufsehen und zieht uns in eine Anordnung verschiedener Formen, Farben und Tiefen:

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