4 zufällige Bildkritiken zum Thema Weite:
Alle 16 Artikel zum Thema Weite auf fokussiert.com:
Egal, ob Nah- oder Fernaufnahme, Weitwinkel oder Zoom: Jedes Bild sollte Raum bieten, damit der Blick des Betrachters schweifen kann.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild ist auf einem Flugplatz entstanden, während ich auf einen Freund gewartet habe, der auf dem Weg zu seinem Fallschirmsprung war. Diese Maschine stand zum Start bereit, und ich wollte ein Bild einfangen, welches ein bisschen die Pilotperspektive darstellt… Da nur der Himmel durch ein Flugzeugfenster zu langweilig wäre, habe ich auch einen Teil der Fliegernase mit drauf genommen.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Sergej Holzmann:
Die Belichtung ist gut, die Farben sind schön, die Komposition etwas neuartig und es gibt genug Abstraktion, um die Aufmerksamkeit des Betrachters länger zu halten, als nur für einen flüchtigen Blick mit einem quittierenden Kopfnicken. Trotz alledem fehlen diesem Bild Qualitäten, die es bemerkenswert machten:
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Auch aus dem Ferienflieger lassen sich durchaus spannende Fotografien machen. Was dabei an Sorgfalt beim Auslösen fehlen muss, muss im digitalen Labor nachgeholt werden.
Kommentar des Fotografen:
Auf dem Flug von Frankfurt nach Chicago hatte ich rechtzeitig einen Fensterplatz reserviert um ein paar Luftaufnahmen machen zu können. Leider saß ich direkt hinter dem Flügel, sodass ein Teil der Sicht verdeckt war. Beim Überfliegen von Grönland konnte ich dann doch einige Bilder machen. Diese karge, menschenfeindliche und vermeintlich unberührte Landschaft hat mich beeindruckt. Mit den Reglern in Lightroom habe ich die Farbe aus diesem Bild gezogen und die Kontraste erhöht, um die Wirkung zu erhöhen.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Jakob Adler:
Eine Landschaft auf Felsklötzen in einer Schneeebene – oder sind es Bergspitzen in einem gigantischen Nebelmeer?
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Bergsteiger sind angesichts der Gefahr und der natürlichen Schönheit, der sie ständig begegnen, oft religiös. Diese Aussage in einem Foto zu kombinieren, erreicht dieses symbolhafte Bild.
Kommentar des Fotografen:
Neulich auf dem Berliner Höhenweg in Tirol, beim Überqueren eines Gipfels, sah ich dieses Kreuz zwischen den Felsen. Ich mag die Perspektive, das Spiel zwischen Nähe und Weite. Das Foto ist eher intuitiv entstanden, ich hatte nicht die Zeit, um x verschiedene Dinge auszuprobieren. Die Bildwirkung entstand dann eher durch die farbliche Nachbearbeitung.
Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Tobias Schmidt:
Dieses Bild wirkt in groß. Als ich es zuerst im kleinen Vorschau-Format sah, ahnte ich, dass hier mehr verborgen liegt als eine schlichte Berglandschaft:
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Ralf Augustin wollte (wieder) in die Fotografie einsteigen. Statt orientierungslos auf Bildersuche zu gehen, hat er sich ein Projekt gegeben. Das Resultat ist eine Bildserie, die sich sehen lassen kann.
Das Bild vom Sprungtum im Strandbad war der Anlass für mich, den Lehrer und Fotografen Ralf Augustin zu kontaktieren: Er hatte selber in der Bildbeschreibung angemerkt, dass die Fotografie Teile einer Serie, eines fotografischen Projekts war.
Winter am Bodensee - © Ralf Augustin
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Erstens hat mich die besprochene Aufnahme gefesselt, wie man der Kritik wohl unschwer anmerkt. Und zweitens höre ich immer wieder (und stelle es auch bei den Profis fest), dass man sich als Fotograf am schnellsten weiter entwickelt und Fortschritte macht, indem man sich einem konkreten Projekt widmet.
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Eine stimmungsvolle Landschaftsfotografie entsteht durch Zielführung und Farbreduktion.
Kommentar des Fotografen:
Mein Ziel war es, die Weite des Watts der Nordseeküste festzuhalten. Als ich saß und wartete, ging diese Familie bei ihrem Weg zum Meer durch das Bild, ich fand sie eine gute Ergänzung, um die Weitläufigkeit zu betonen. Der Krabbenkutter im Hintergrund dient ein wenig als Ziel für die Wanderer
Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Torsten Kunkel:
Eine Familie spaziert durchs Watt, welches das Graublau des Himmels so spiegelt, dass fast kein Horizont mehr auszumachen ist – eine dünne Linie und ein Kutter geben einen letzten Anhaltspunkt.
An Deiner Fotografie gefällt mir besonders die relative Einfarbigkeit der Landschaft. Gut erkannt, dass die Familie ein Ziel in dieser endlosen Weite braucht, hast du fast den perfekten Moment abgepasst:
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Alexander Babic fotografierte das seltsame Treiben bei der Speedweek, dem alljährlichen Treffen der Hochgeschwindheitsfreaks. Seine Bilder habe es ins Finale der aktuellen Hasselblad-Masters geschafft.
Gelb und giftig steht das Auto startbereit auf dem Bonneville-Salzsee, bereit für einen neuen Rekord. Seit über 60 Jahren pilgern Menschen aus der ganzen Welt zur Speedweek, dem Mekka der Hochgeschwindigkeit.
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Landschaftsaufnahmen können von Leere leben. Aber sie muss umso stärker inszeniert und durch Tiefe zur Geltung gebracht werden.
Kommentar des Fotografen:
Das Bild habe ich in Belgien aufgenommen. Habe dem Himmel die Farbe entzogen für mehr Kontrast. Die Stimmung ist herbstlich, was mir besser gefällt. Als fortgeschrittener Anfänger freue ich mich auf die Kritik.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Miro K.:
Landschaftsfotografie ist eine scheinbar einfache Bildgattung: Eine tolle Landschaft als Motiv, die richtige Belichtung – fertig ist das Bild.
Häufig – wie hier – geht es aber gar nicht um die Elemente der Landschaft, sondern um die Stimmung, um Linien, Licht oder Farben. Dann muss der Fotograf die bestimmenden Elemente finden.
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Ferienzeit, Fliegerzeit: Wer am Fenster sitzt, darf ruhig mal abdrücken. Bisweilen sind die Luftaufnahmen aus dem Strandexpress durchaus brauchbar.
Je mehr ich über Fotografie lerne, desto seltener klaube ich die Kamera hervor – das Licht ist nicht weich genug, das Motiv nicht interessant… Das ist grundfalsch, denn gelegentlich gelingen spannende Bilder auch unter suboptimalen Bedingungen.
Luftaufnahmen aus Touristen-Flügen
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Zum Beispiel aus dem Flugzeug, und wenn’s auch nur schöne Erinnerungen werden. Nachdem ich beim Abflug in die Schweiz vor zwei Monaten schon recht brauchbare Bilder geschossen habe, versuchte ich es beim Heimflug erneut:
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Die Isolierung einzelner Objekte im Bildvordergrund kann in Naturfotos Tiefe schaffen. Und was tut man, wenn heftiger Wind weht?
Kommentar des Fotografen:
Diese Foto habe ich am 3. Juni 2009 bei starkem Wind mit der Nikon D60, Objektiv 18 – 55mm aufgenommen. Ziel war es Tiefe ins Bild zu bekommen. Meine Frage ist wie hätte ich es besser machen können, oder braucht man ein Weitwinkelobjektiv um wirklich Tiefe ins Bild zu bekommen?
Peter Sennhauser meint zum Bild von Herrmann Greiling:
Ich mag diese Bilder aus einer tiefen Perspektive, die einen ganz anderen Blick auf die Welt (oder mehr eigentlich: Aus der Welt) bieten. Allerdings hattest Du ein konkretes Ziel – Tiefe zu schaffen.
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Die Faszination einer Örtlichkeit kann selten mit einer “Abbildung” ausgedrückt werden. Sie verlangt nach einer kreativen statt einer technischen Annäherung.
Kommentar des Fotografen:
Der Wiener Südbahnhof wird in einem riesigen Bauprojekt zu einem Hauptbahnhof um und ausgebaut. Daher verschwinden im Kilometerumkreis sämtliche Einrichtungen um dem neuen Projekt Platz zu machen. Auf einer Tour im Abrissgebiet bin ich auf diese Szene gestossen. Ich war fasziniert von diesem alten Holzzaun mitten in der Stadt, dem leeren Platz und dem dramatischen Himmel. Kurzerhand hab ich mich um den Helligkeitsunterschied auszugleichen für ein HDR (mein erstes) entschieden, aufgenommen mit voller Belichtungsreihe der Nikon D300.
Peter Sennhauser meint zum Bild von Matthias Matthias Kodym:
Es sind kleine Dinge, die vielfach den Zauber eines Ortes ausmachen. An Baustellen sind es häufig die Überreste der Vergangenheit gleich neben den Löchern, aus denen die Zukunft wachsen soll. Du wolltest in Deinem Bild den Zaun vor dem seltsam leeren Platz im Stadtzentrum und unter dem dramatischen Himmel als solches Mahnmal der Vergangenheit würdigen. Das ist Dir aus verschiedenen Gründen nur teilweise gelungen:
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