Thema: Wetter

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Wetter:

Blitz-Fotografie: Dramatisch aus der Hand geschossenArchitektur: Banken im NebelStilleben im Nebelwald: Glühende LinienStrahlende Lichter: Morgenglück

 

Alle 12 Artikel zum Thema Wetter auf fokussiert.com:

Naturfotografie:
Bedingungen sind relativ

Was sind “gute Bedingungen”? Für Fotografen gelten andere Massstäbe als für Touristen. Zur richtigen Einstellung gehört deswegen auch die richtige Ausrüstung, um aus dem Regenmorgen eine fotografische Party zu machen.

Meine Finger sind klamm, die Ärmel des dünnen REI-Jäckchens kleben bis zu den Ellenbogen an meinen nassen Armen. Die Kapuze meines Ponchos ist in der Mitte gerissen. Der prasselnde Regen läuft an der Plastikhaut ab und durchnässt meine leichte Nylon-Outdoor-Hose vom Knie an abwärts.

Ich nehme den Objektivdeckel ab, schütze die Frontöffnung mit der linken notdürftig gegen Regentropfen und wische schimpfend den Polfilter ab, der sich vor dem kalten Objektiv permanent beschlägt.

Da kommt Workshop-Leiter Don Smith auf dem Waldpfad um die Ecke und ruft mir begeistert zu: “Wir bleiben eine Stunde länger – die Bedingungen sind einfach grossartig!”

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Blitz-Fotografie:
Dramatisch aus der Hand geschossen

Spektakuläre Blitzszenarien sind immer ein Augenschmaus und gar nicht so schwierig einzufangen.

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Kommentar des Fotografen:

Das Bild ist spät Abends gegen 23:00 Uhr entstanden als ein Unwetter in der Nähe von Koblenz aufzog. Leider ist dieses exakt an Koblenz östlich vorbeigezogen. Mit einem provisorischen Stativ (Ein Karton und ein Buch auf der Fensterbank) versuchte ich mit meiner Nikon D90 einen oder mehrere Blitze einzufangen, nur leider war das Gewitter viel zu weit weg. Da ich vorher noch nie versucht hatte, Blitze zu fotografieren (vor kurzem erst der Umstieg von Analog Spiegelreflex auf Digital), belichtete ich mit der \’bulb\’ Einstellung. Herausgekommen ist dabei dieses Bild, dieser Glückstreffer. Nicht nur, dass ich tatsächlich einen Blitz erwischt habe, wenn auch ein wenig dünn, sondern durch die Belichtung sticht die Farbe des Himmels heraus in Kombination mit den Wolken. Hierbei habe ich den Auslöser ca. 5 Sekunden gedrückt und auf gut Glück nach dem Blitz losgelassen. Mit der Blende hatte ich zunächst verschiedene Variationen ausprobiert, entschied mich dann allerdings für einen Mittelwert (11), da ich pro Versuch das Bild nicht länger als 6-7 Sekunden mit diesen Werten belichten wollte. Alle weitere Versuche scheiterten leider, was aber denke ich auch daran lag, dass das Gewitter partout nicht näher kommen wollte…

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Markus Maurischat:

Dein Bild, Markus, hat meiner Meinung nach schon recht gute Ansätze. Zum Beispiel ist es von Vorteil, dass du etwas Landschaft und Gebäude in den Vordergrund eingebaut hast. Diese bilden eine gute Größenreferenz, und die Lichter in und an den Häusern lassen die Szenerie auch nicht nur dunkel erscheinen.

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Wetter und Fotografie:
Den Schweinehund überwinden

Wer als Landschaftsfotograf bei vermeintlich “schlechtem” Wetter den inneren Schweinhund niederringt, dem winkt als Belohnung die Energie für Monate voller Motivation. Ein Erlebnisbericht.

Ich habe mir am Wochenenden auf dem Rückweg von Las Vegas (von der Elektronikmesse CES) einen Umweg durch die östliche Sierra Nevada gegönnt, um noch ein oder zwei Landschaftsshootings mitzunehmen. Die Fahrt durchs Death Valley nach Lone Pine und von da aus nach Norden via Bishop an den Mono Lake bietet eine Strecke voller versteckter Schönheiten. Aber häufig verstecken sich die grössten Schönheiten hinter nichts anderem als dem inneren Schweinehund. Wie wir gleich sehen werden.

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Regenlandschaft:
Ballett der Grautöne

Landschaftsfotografie in “schlechtem” Wetter führt rasch zu faszinierenden Wirkungen – vielleicht, weil wir unter solchen Umständen nicht hinsehen wollen.

Kommentar des Fotografen:

Leider waren trotz Vorsicht Regentropfen auf das Objekiv gelangt. Im Baumstamm ist bei genauem Hinsehen noch etwas zu finden. Bearbeitung: SC2 mit Nik Silver Efex Rahmen mit Lightroom und Plugin Mogrify

Peter Sennhauser meint zum Bild von Dierk Topp:

Eine Berglandschaft mit vereinzelten Baumgruppen im nebligen Regenwetter. Diese Schwarz-Weiss-Aufnahme nimmt einen starken Vordergrund aus einem zweistämmigen Nadelbaum als Rahmen für den Blick in den Mittelgrund der Hochebene, in dem eine Gruppe von drei Bäumen zu sehen ist; dahinter löst sich die Landschaft in einem sanften Hügel, der im Nebel nach oben hin ausfranst, auf.

Ein sehr starkes Bild. Und zwar buchstäblich in mehreren Dimensionen. Zunächst fällt die Komposition sofort auf:

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Stilleben im Nebelwald:
Glühende Linien

Nebel, Regen oder Wind muss man zwar auf der Fotopirsch ertragen können, sie bieten aber häufig sehr ungewohnte und spannende Motive.

© Antje H – Nikon D40 – 1/80s – f/5 – ISO 200 – 38mm (52mm)

Kommentar des Fotografen:

Das Bild wurde aufgenommen während einer Wanderung am Rigi. Durch den Nebel an diesen Tag gab es zwar keine gute Aussicht, aber dafür dieses sanftes Leuchten. In der Bearbeitung des Bildes habe ich dieses Leuchten nur ein wenig verstärkt und die Struktur der Bäume im Vordergrund ein wenig aufgehellt, so dass man sie erkennen kann.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Antje H:

Mächtige Tannen im Gegenlicht, das durch Nebelschwaden zwischen den Bäumen wie glühendes Plasma um die senkrechten Stämme streicht und die in leichtem Abwärtswinkel verlaufenden Äste räumlich von den in der Tiefe verschwimmenden nächsten Bäumen abhebt. Eine Schwarz-Weiss-Aufnahme, die auf einen seltenen Lichteffekt und die Mischung mit einem sehr schematischen Linienmotiv baut.

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Claus Stolz:
Sonne brennt Bilder

Claus Stolz richtet seine Kamera direkt in die Sonne und lässt sie Löcher in seine Negative brennen. So entstehen wie unter einem Brennglas Bilder, die er “Sunburns” – Sonnenbrände – nennt.

Achtung, für unsere Augen und für digitale Kameras ist das nicht zur Nachahmung empfohlen: Wer seine Augen ungeschützt in die strahlende Sonne richtet, muss mit gesundheitlichen Schäden, Verbrennungen der Netzhaut bis zur Blindheit rechnen. Digitale Sensoren wären ebenfalls dahin.

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Mondfotografie:
Einen Tag vor dem Vollmond

Am Montag herrscht Vollmond, am Sonntag ist der Beste Tag, Um Mondfotos vor markanten Landschaftsteilen oder Gebäuden zu machen. Planung ist alles. Noch eine Anleitung. Update: Google Earth benutzen!

Mond über Alcatraz - schaffe ich heute sowas in der Schweiz? (© PS)
Mond über Alcatraz - schaffe ich heute sowas in der Schweiz? (© PS)

Jeden Monat gibt es einen Tag, der sich besser als alle andern zum Fotografieren des Mondes eignet. Und jedes zweite Mal verpasse ich ihn – weshalb ich jetzt mittels dieser Tabelle der US-Naval Services alle entsprechenden Daten in meinem Kalender markiere.

Das nächste Stichdatum ist – heute, 6. 6. 2009: Das ist ein Tag vor Vollmond in Europa, und der Mond geht rund eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang auf. Warum das Ideal ist?

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Strahlende Lichter:
Morgenglück

Früh aufstehen und geduldig sein. Wichtige Eigenschaften für einen Fotografen. Das gelungene Foto vom Nebellicht beweist es.

Kommentar des Fotografen:

Aufgenommen an einem nebligen Herbstmorgen, einige Zeit bevor die Sonne aufging. Eigentlich war ich vom Wetter enttäuscht, habe ich doch schönes Wetter erwartet. Als ich aber dieses Motiv gesehen habe, war die Enttäuschung schnell verflogen. Das Licht stammt von einer Strassenlaterne, den Weissabgleich habe ich von aufgenommenen 3600K nachträglich in Lightroom nach unten auf 2350K korrigiert.

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Pascal Reis:

Wer solche Fotos machen will, kann schon mal den Wecker vorstellen. Der Fotograf Pascal Reis ist noch vor Sonnenaufgang durch die Straßen gezogen. Statt des erwarteten schönen Wetters bekam er Nebel – und damit erst die Möglichkeit, diese Lichtstrahlen so beeindruckend festzuhalten.

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Künstler zum Klimawandel:
“Gradwanderung”

Wissenschaftler stellen massive Eisschmelze in der Arktis fest, die Gletscher schrumpfen und die Hurrikane nehmen zu. Im Kunsthaus Kaufbeuren gibt es hierzu eine Ausstellung.

Wer wissenschaftlich oder auch nur journalistisch über den Klimawandel, das schmelzende Arktiseis, die Jahrhundertstürme, die nun jährlich auftauchen, berichtet, sieht sich massiven Repressionen ausgesetzt: Kaum etwas bringt die Gemüter so auf wie der Klimawandel und die mögliche Mitschuld der Menschheit, der Gedanke, am Lebensstil etwas ändern zu müssen.

Künstler aus dem In- und Ausland haben darauf mit Fotografien, Videos und Installationen reagiert, die im Kunsthaus Kaufbeuren demnächst augestellt werden:

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Architektur:
Banken im Nebel

Nebelbilder wirken am besten, wenn etwas aus der Suppe herausragt. Und wenn man in sie hineinzoomt.

Kommentar des Fotografen:

Nebel, nasskaltes Wetter, Baustellen und pures Stadtleben (Frankfurt) verleiten leicht zu solch düsteren, mysteriösen Aufnahmen. Die Schwarz/Weiß-Aufnahme zeigt mehrere Hochhäuser im Stadtkern von Frankfurt am Main.

Profi Jan Zappner meint zum Bild von Urs Mücke:

Die Bankenkrise ist noch nicht vorbei, die Weltwirtschaft taumelt, und in Frankfurt versinken mächtige Kreditinstitute im Nebel. Auch ohne Krise würde dieses Bild eine enorme Stimmung ausstrahlen. Denn wenn das Wetter nicht gefällig ist, werden Fotos zuerst außergewöhnlich und dann spannend.

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