Thema: Winter

 

4 zufällige Bildkritiken zum Thema Winter:

Schloßpark in Schwarzweiß: Ausschnitt und StimmungEisweiher: Grafik und KomplexitätNürnberger Kaiserburg: Harry Potter lässt grüssenRebnetzmuster: Mehr Abstraktion

 

Alle 10 Artikel zum Thema Winter auf fokussiert.com:

Landschaftsfoto:
Stimmung?

Landschaftsfotos bestechen mit beeindruckender Natur, mit Lichtstimmung. Diese kann man durch Nachbearbeitung verstärken – oder zerstören.

Kommentar des Fotografen:

“Winter” im Hochmoor: Nachdem in den beiden letzten Jahren die Winter sehr schneereich waren, scheint er diesmal auszufallen. Ort: “Ewiges Meer”, nördlich von Aurich.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Fred Knöchelmann:

Hochmoor im Winter. Man kann bestimmt stundenlang dort herumwandern und begegnet keinem Menschen. Kompositionell finde ich Deine Aufnahme ansprechend, wenn auch der Baum im Vordergrund zugleich zu dominant wirkt und auch oben abgeschnitten ist. Die Einöde der Landschaft verleiht dem ganzen etwas Melancholisch-Träumerisches. Der Himmel spiegelt sich im Wasser und gibt der Szene zusätzliche Tiefe. Den Horizont hast Du gut getroffen, wenn auch die Sonne nach rechts verschoben ist. Das hätte man durch einen veränderten Standpunkt korrigieren können, wodurch wahrscheinlich auch die Platzierung des Baumes verbessert worden wäre.

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Winterlandschaft:
Reduktion ins Detail

Minimalismus wirkt besonders, wenn er nicht simplifiziert. Vielschichtigkeit ist eine seltene Qualität.

Kommentar des Fotografen:

Brandenburg – Dez 2010

Peter Sennhauser meint zum Bild von Alexander Fechner:

Eine Winterlandschaft, weiss in weiss, in der Horizontalen zweigeteilt durch eine aus der linken Bildseite in einen Fluchtpunkt etwa im Goldenen Schnitt rechts verlaufenden Baumreihe. Die Bäume sind von überfrierendem Nebel ebenfalls weiss eingefärbt und heben sich mit der Schattenseite zum Betrachter in dunklem Blau vom helleren, von Wolken durchzogenen Himmel der oberen Bildhälfte ab.

Diese Fotografie kann ich mir an vielen (prominenten) Orten publiziert vorstellen:

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Rebnetzmuster:
Mehr Abstraktion

Magische Verwicklungen trotz trüben Wetters ins Bild zu bringen erfordert den richtigen Umgang mit den gestalterischen Elementen eines Bildes.

Kommentar des Fotografen:

Als Bildmotiv haben mich diese Rebnetze schon lange magisch angezogen. Aufnahmen im Herbst, mit Blättern und Früchten, ergaben ein sehr unruhiges Bild. Der Winter bringt’s, finde ich, ihr auch?

Profi Thomas Rathay meint zum Bild von Esther Bachmann:

Esther, ich denke, es wird keiner abstreiten, dass du den richtigen Zeitpunkt für ein Bild gewählt hast, welches die Rebnetze in den Mittelpunkt stellt.

Wenn das ganze Laub darum ist, lenkt dieses sehr von diesen Details des Weinbaues ab, auch wenn natürlich die herbstliche Laubfärbung klasse sein kann, genau wie das junge Grün im Frühjahr.

Durch den hellen Hintergrund im Schnee allerdings heben sich die Netze mit ihrer recht frischen Farbe ab. Das Blau der Rebnetze paßt auch gut zum kühlen Ambiente im Winter. Blau ist nun mal ein kalte Farbe und verstärkt das winterliche Empfinden beim Betrachter.

Da ja nun recht wenige Farben im Spiel sind, musst du sehen, auf andere Weise Spannung zu erzeugen. Die oft beschriebene aufsteigende, positive Diagonale hast du schon gut erkannt und in dein Foto eingebaut. Durch einen etwas engeren Ausschnitt und das entgegengesetzte Schrägstellen des linken Pflanzstockes könntest du diese Ansicht noch verstärken.

Ich hab dein Bild dann allerdings in die Kategorie “abstrakt” gestellt und mal ein wenig daran gefeilt. Der Hintergrund ist etwas unschärfer und das ganze Motiv etwas heller geworden. Für mich bringt diese minimale Bearbeitung etwas mehr Leichtigkeit und Anmutung ins Motiv. Wobei ich nicht weiß, inwieweit du noch aufblenden kannst.

Deine 95er Brennweite ist zum verdichten des Motivs schon gut gewählt, wenn statt der Blende 5,6 noch eine 2,8 (was dann aber ein doch eher teures Objektiv bedeuten würde) drin wäre, hättest du mit einer leichten Überbelichtung auch diesen Effekt erzielt.

Ich hoffe, du findest dein Bild nun nicht zu abstrakt, möchte ich dir doch nur die möglichen Varianten zeigen, die du auch schon bei der Aufnahme beeinflussen kannst, da ich selber nicht so der Freund des nachträglichen Bearbeitens bin.

In der Rubrik “Bildkritik” analysieren Profi-Fotografen im Auftrag von fokussiert.com montags bis freitags jeweils ein Foto aus der Leserschaft.
Mehr über die Profi-Bildkritik erfahren / Eigene Bilder zur Kritik einreichen.

Schloßpark in Schwarzweiß:
Ausschnitt und Stimmung

Wenn man die Zeit hat, ein Foto Stück für Stück zu komponieren, sollte man sich diese auch nehmen.

Kommentar des Fotografen:

Verschneiter Park eines verlassenen Schlosses. Aufgenommen bei einem Spaziergang.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Norbert Reinsch:

Was mir an Deinem Foto gefällt, ist die Tatsache, daß Du an einem Tag, wo andere lieber daheim gemütlich im Warmen sitzen, mit der Kamera unterwegs warst. Dabei hast Du diesen Park eingefangen, und mich persönlich hätte dieses Schloß auch fasziniert, wie es da so einsam zwischen kahlen Bäumen steht.

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Paolo Ventura:
Fantastische Wintergeschichten

In den Bildern des Italieners Paolo Ventura zeigt sich eine fantastische Welt – vielleicht Erinnerung an eine Kindheit im Italien der Vierziger- oder Fünfzigerjahre.

“Winter Stories” heißt Venturas Serie, die den Zirkus und seine Artisten zeigt. Die Fellini-Filme fallen uns ein, sicherlich besonders das melancholische “La Strada”, nur dass Venturas Bilder bunt sind.

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Jules Spinatsch:
Spektakel in den Bergen

Der Winter ist da, die Skisaison beginnt. Jules Spinatsch zeigt uns Spektakel in den Bergen – Alpenglühn um Mitternacht.

Tourismus und Wintersport kennt Jules Spinatsch schon von Kindheit an. Die ersten sieben Jahre seines Lebens verbrachte er auf dem Jakobshorn hoch über Davos, im Bergrestaurant seiner Eltern.

Die lokalen Auswirkungen der globalen Wirtschaft und die Kommerzialisierung des Schnees stehen deshalb nicht zufällig im Zentrum von Jules Spinatschs Arbeit.

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Winter-Lichtspurfoto:
Experimente mit Kunstlicht

Der Fotograf spielt mit Licht und fügt dem stillen Bild eine wichtige Komponente hinzu: Bewegung.

Kommentar des Fotografen:

Es war eine Vollmondnacht, sehr klar und sehr kalt (-13°C). Ich war mit dem Stativ draussen und habe einige Aufnahmen gemacht. Kurz bevor ich abbrechen musste, weil das Display meiner Kamera schon frostig war, kam mir noch eine Idee. Ich habe die Kamera aufgestellt, die Belichtung u. Blende eingestellt und habe einer Freundin gesagt, sie solle abdrücken, sobald ich ihr bescheid gebe. Dann bin ich mit dem Schlitten und zwei Taschenlamen (eine Grühbirne u. eine LED) den Berg zu der Stelle hochgelaufen, die ich mir gemerkt hatte, habe ihr das Zeichen gegeben und bin losgefahren… Ich konnte mir das Bild erst zuhause richtig angucken. Aber ich fand es sofort sehr interessant. Was meint der Profi zu dem Bild?

Profi Robert Kneschke meint zum Bild von Günther Christian:

Der Fotograf hat etwas rumgespielt. Genauer gesagt hat er mit Licht gespielt. Warum auch nicht? Übesetzt heißt “Fotografie” nichts anderes als “Zeichnen mit Licht”. Lichtspiele sind damit die Essenz der Fotografie und Günther Christian zeigt, was dabei entstehen kann.


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Fotografien vom Bodensee-Winter:
Was Projektarbeit bringt

Ralf Augustin wollte (wieder) in die Fotografie einsteigen. Statt orientierungslos auf Bildersuche zu gehen, hat er sich ein Projekt gegeben. Das Resultat ist eine Bildserie, die sich sehen lassen kann.

Das Bild vom Sprungtum im Strandbad war der Anlass für mich, den Lehrer und Fotografen Ralf Augustin zu kontaktieren: Er hatte selber in der Bildbeschreibung angemerkt, dass die Fotografie Teile einer Serie, eines fotografischen Projekts war.

Winter am Bodensee - © Ralf Augustin
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (7 Bilder)

Erstens hat mich die besprochene Aufnahme gefesselt, wie man der Kritik wohl unschwer anmerkt. Und zweitens höre ich immer wieder (und stelle es auch bei den Profis fest), dass man sich als Fotograf am schnellsten weiter entwickelt und Fortschritte macht, indem man sich einem konkreten Projekt widmet.

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Nürnberger Kaiserburg:
Harry Potter lässt grüssen

Im Winter und in Schneelandschaften, die das spärliche Licht reflektieren, lassen sich spektakuläre Nachtaufnahmen machen. Die vornübergeneigte Kaiserburg wird zur Zauberschule aus einem Harry-Potter-Film.

Kommentar des Fotografen:

Als ich auf dem Heimweg von der Weihnachtsfeier war, bin ich an der verschneiten Burg vorbeigekommen. Die Lichtstimmung war gerade so mystisch, dass ich meine Nikon und das Stativ geholt habe, und ein paar Aufnahmen von der Nürnberger Burg gemacht habe. Das war auch das erste Mal, dass ich RAW Bilder gemacht habe um Sie in Lightroom etwas nachzuarbeiten. Soweit ich mich noch erinnere habe ich Farb-, Tonwert- und Kontrastkorrekturen gemacht und einen Verlaufsfilter angewendet. Ich finde das Bild ganz gelungen, bis auf den Bus, der da noch steht. Den konnte ich leider nicht wegfahren.

Peter Sennhauser meint zum Bild von Christian Günther:

Den Bus kannst Du nicht wegfahren – aber wegzaubern kannst Du ihn. Und bei einem Bild, das die Kulisse für einen Harry-Potter-Film abgeben könnte, wird man Dir das ja auch verzeihen:

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Eisweiher:
Grafik und Komplexität

Schwarz-Weiss-Aufnahmen lassen mehr als Farbbilder eine Zweiteilung der Aufnahmen in grafische Elemente und komplexere Schattierungen zu.

Kommentar des Fotografen:

Fasziniert hatte mich die ruhige, eisige Winterstimmung an eine sonst sehr belebten Badesee…

Peter Sennhauser meint zum Bild von huber michael:

Man möchte beinahe darauf hinausspazieren in den See: Mir gefällt das Bild, weil es mindestens drei Dinge mischt. Zunächst ist da der impressionistische Teil der ruhigen Weiherlandschaft mit den einsamen, aus dem Eis ragenden Elementen.

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