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Sandsturm-Porträtfoto:
Top Stimmung

Situations-Porträts von Menschen sind bisweilen elegante Vehikel für den Transport einer grösseren Stimmung. Aber auch dann müssen sie dem Anspruch unserer Neugier genügen: Ich möchte die Augen und die Tätigkeit des Porträtierten sehen.

Sandsturm In Marokko

„Ruhe im Sturm“ Sony Alpha 7, Blende 5.6, Verschlusszeit 1/250, ISO 320, © Manfred Leuchter

Manfred Leuchter aus schreibt zu diesem Bild: Aufgenommen während eines heftigen Sandsturmes (der es bis in die dt. Tagesthemen schaffte) in der südmarokkanischen Sahara

Die seltene Situation, in der ein Farbstich nicht nur gerechtfertigt, sondern ausgesprochen Ausdrucksstark ist: der Sandsturm in Marokko. Wir hoffen, Du hast das Objektiv nicht gewechselt…
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Sossusvlei, Namibia:
Menschen in der Landschaft

Landschaftsfotografie findet typischerweise ohne Menschen statt. Bisweilen aber können sie als Akzente dienen und durchaus für Spannung sorgen.

 

Kamera: Canon EOS 40D Aufnahmedaten: 1/125s bei Blende 8/1 mit 62/1mm Brennweite und ISO 100 © Ulrich Schreyer

Canon EOS 40D Aufnahmedaten: 1/125s bei Blende 8/1 mit 62/1mm Brennweite und ISO 100 © Ulrich Schreyer

Ulrich Schreyer aus Berlin: Dieses Foto habe ich im September 2013 mit einer Canon EOS 40D aufgenommen. Es war eine Momentaufnahme. Während des Aufstiegs zur Düne „Big Daddy“ hat mich der Reiz der langen Schatten dazu inspiriert.

Das Bild stammt aus dem Sossusvlei in Namibia, einer Tonerde-Pfanne mit den höchsten Sanddünen der Welt. (Affiliate-Link)

Mein erster Gedanke war: Schade, sind hier Menschen im Bild. Der zweite: Super, die Menschen mit den Schatten! Weiterlesen

Stimmung vermitteln:
Weites Land im Sonnenuntergang

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Im Idealfall vermitteln Fotos, was der Fotograf bei der Aufnahme gefühlt hat.

Nikon F100, Nikkor AF 35-70mm f/2.8 D bei 35mm, f 4, 1/60s, ISO 800, Film CineStill 800T - (c) Christian Fehse

Nikon F100, Nikkor AF 35-70mm f/2.8 D bei 35mm, f 4, 1/60s, ISO 800, Film CineStill 800T – (c) Christian Fehse

Christian Fehse aus Bramsche schreibt zu diesem Bild:

Das Bild ist jetzt gerade im März 2016 in Namibia entstanden. Mit diesem Bild geht es mir um Weite und Kargheit. Beides hat man dort überall und immer, aber mir fällt es meistens relativ schwer, dieses Gefühl entsprechend aufs Bild zu bringen. An dem Abend waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort: warmes Licht, Tungsten Film rein, 20 Minuten Zeit, los gehts.

Aufgenommen ist das Foto kurz nach Sonnenuntergang. Ausgehend von den Grasbüscheln im Vordergrund wollte ich den Verlauf ins „Nichts“ mit den dunkelen Ausläufern des Gebirgszugs im Hintergrund. Das Ganze dann mit meinem groben Look auf Film und hybrid verarbeitet. Das Negativ ist etwas unterbelichtet und durch das Licht in dem Moment deutlich zu grün. Der Film läßt sich allerdings gut korrigieren und neigt unter tageslichtähnlichen Bedingungen eh zu Pastelltönen in blau, rot und gelb. Für mich passen die Farben hier sehr gut zu der Szene. Ausschnitt und Blickwinkel sind nicht ganz optimal gewählt, würde ich meinen, aber dazu soll mal jemand was sagen, der sich mit Landschaften auskennt. Für mich erzeugt das Bild beim Betrachten das entsprechende Gefühl. Aber ich war ja auch dort.

Einleitende Anmerkungen

Sobald Du Deine Aufnahme wieder zu Gesicht bekommst, steigen selbstverständlich die Gedanken und Gefühle hoch, die Du hattest, als Du tatsächlich dort warst. Einem unbeteiligten Betrachter dasselbe zu vermitteln, ist immer schwierig. Hier hast Du es im großen und ganzen geschafft. Weiterlesen

Nostalgie-Postkarte:
Fotografie braucht Absicht

Man kann Fotografien objektiv beurteilen – nach ihren technischen Daten und der Ausführung der Belichtung. Eine Wertung und Tipps zu Verbesserungen kann eine solche Einschätzung aber nur aufweisen, wenn der Zweck der Fotografie bekannt ist.

Ruinen von Meroe

Das Königreich von Kusch.

Maria-Elisabeth Brusdeylins aus Celle schreibt zu diesem Bild: Für eine objektive Kritik wäre ich Ihnen sehr dankbar.

In dieser Farbfotografie sind in einer Sandwüste hinter schwarzen Felsen im Vordergrund die Ruinen von Pyramiden zu sehen, die sich vom rechten Bildrand  mit der am nächsten stehenden Pyramide in der horizontalen Bildmitte nach links aneinander reihen. Die Aufnahme weist einen Sepiaton für die Ruinen und den Sand der Wüste auf. Hinter dem Objekt der Aufnahme spannt sich ein dunkelblauer, körniger Himmel ohne weitere Fixpunkte auf. Am Horizont in der linken Bildhälfte hinter den Ruinen sind eine Reihe Masten zu erkennen, die von einer Hochspannungsleitung rühren könnten.

Diese Aufnahme erinnert mich stark an die Postkarten, welche meine Grosseltern aus aller Herren Länder heimgebracht hatten: Weiterlesen

Das digitale Foto:
Dokument, kein Dokument, doch Dokument?

Es ist ein Dokument, es ist kein Dokument, es ist ein Dokument… Das Fotomuseum Winterthur beschäftigt sich mit der Frage nach dem Zustand des digitalen Fotos, seinem „Status“ in der multimedialen Welt.

Elmgreen & Dragset: Untitled (Prada Marfa), 2007

Der Prada-Shop in der Wüste ist nachgebaut, Gerard Depardieu produziert sich für den Fotografen. Was ist echt, was ist inszeniert? Kann ein „falsches“ Bild eine „echte“ Wirklichkeit zeigen? Oder umgekehrt? Weiterlesen

Peikwen Cheng:
Traumwelten in der Wüste

Peikwen Chengs Traumwelten in der Wüste erscheinen zu fantastisch, um wahr zu sein. Er fotografierte sie beim „Burning Man“-Festival in Nevada.

Peikwen Cheng – aus: Lost and Found © Peikwen Cheng

Aber die Fotos von bizarren Vehikeln, Schaukelpferden, Mobiles und herumstehenden Buchstaben sind real, versichert Peikwen Cheng, nicht digital manipuliert oder erzeugt.

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Wildlife Fotos des Jahres 2011:
Stillleben in Öl

„Stillleben in Öl“ – so heißt das Wildlife-Foto des Jahres 2011, ausgewählt unter fast 41 000 Einsendungen aus 95 Ländern.

Still life in oil © Daniel Beltrá/ Veolia Environnement Wildlife Photographer of the Year 2011Der Spanier Daniel Beltrá hat es fotografiert und darf den Titel „Wildlife Photographer 2011“ tragen. Auch Deutsche und Schweizer sind bei den Gewinnern der „Oscars“ für die Naturfotografen.

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„Wüstenbild“ mit Tiefe:
Auf den Standort kommt es an

Der Fotograf hat Kontrolle darüber, was seinen Weg ins Bild findet, auch wenn das manchmal einen Fußmarsch und Warten erfordert.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Sten Schneider).

Kommentar des Fotografen:

Das Bild stammt aus meinem letzten Gran Canaria Urlaub und wurde in den Dunas de Maspalomas aufgenommen. Wer schon einmal dort war, weiß, dass es dort eigentlich nicht so aussieht wie in einer richtigen Wüste. Die Dünenlandschaft ist mit Büschen und vereinzelten Bäumen durchzogen, und in der Entfernung stehen große Hotelpaläste. Mein Ziel war es, „Wüstenbilder“ zu machen und zwar welche, wo ausschließlich Wüste zu sehen ist. Also wählte ich Standpunkte, auf denen keine Hotelkomplexe, keine Büsche und Bäume und möglichst auch kein Meer zu sehen war. Ein weiteres Ziel war es, die Wüste greifbar zu machen… so als könnte man in das Bild hineintauchen und den Sand herausnehmen. Um das zu erreichen, griff ich auf mein Ultra Weitwinkel Objektiv (17mm an Kleinbild) zurück und versuchte den Kamerastandpunkt so tief wie möglich zu wählen. SW habe ich gewählt, um die Strukturen im Sand und in den Wolken zu betonen.

Profi Sofie Dittmann meint zum Bild von Sten Schneider:

Laut Magnum-Mitglied David Hurn hat ein Fotograf eigentlich nur Kontrolle darüber, wo er steht, und wann er auf den Auslöser drückt. In diesem Sinne ist Fotografie recht einfach, aber genau darin liegt auch das Komplizierte:

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Bernhard Edmaier:
Erde – abstrakt und wunderschön

Fotograf und Geologe Bernhard Edmaiers «_Kunstobjekt Erde» lautet der Titel, dieser äußerst sehenswerten Schau, die einen gänzlich anderen Blick auf unseren Planeten bietet, auch wenn Edmaier seine Bilder ganz in der Tradition der klassischen, unverfälschten Fotografie aufnimmt und verarbeitet.

Erde aus der Vogelperspektive

© Bernhard Edmaier: Kunstobjekt Erde

Es sind wunderschöne, ruhige Aufnahmen. Es sind stille Bilder voller natürlicher Schönheit. Bernhard Edmaier gelingt etwas, das selten ist: Er hat ein altbekanntes, teilweise schon ausgeleiertes Motiv: die Erde. Er hat eine seltene, aber durchaus nicht ungewöhnliche Perspektive: die Luftbildaufnahme.

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Werner Bartsch:
Wüstenvögel

Ausrangierte und zwischengeparkte Flugzeuge in der Wüste: Der Hamburger Fotograf Werner Bartsch hat die „Desert Birds“, die Wüstenvögel inszeniert wie Skulpturen.

Werner Bartsch: Cockpit, 2009

Die Flugzeuglagerplätze im Südwesten der USA sind normalerweise streng abgeschottet. Für Werner Bartsch öffneten sich die Tore. Wir sehen die Bilder aktuell in Hamburg.

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