2 Bildkritiken zum Thema Zeit:
Alle 10 Artikel zum Thema Zeit auf fokussiert.com:
Frank Horvats Frauenbilder spielen auf berühmte Gemälde früherer Jahrhunderte an. “Vom wahren Schein” heißt die Serie, die schon in den Achtzigerjahren entstanden ist.
Frank Horvats zeitlose Frauenporträts werden aktuell in Hamburg ausgestellt. Ihre Referenz an die Kunstgeschichte ist jedoch nur ein Aspekt unter anderen.
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Was hat sich am fotografischen Prozess durch die neue Technik geändert? Betrachtungen anlässlich einer Ausrüstungs-Kleinmesse.

Ein echter Sportfotograf in fast freier Wildbahn
Jedes Jahr lädt mein Fotohändler Calumet zu einer Hausmesse ein, um Fotografen die Möglichkeit zu geben, die digitalen Objekte ihrer Begierde in die Hand zu nehmen. Verschiedene namhafte Marken zeigen, was sie neues gezaubert haben oder seit Jahren schon anbieten. Im Gespräch mit den Vertretern von Nikon und Canon versuchte ich herauszufinden, ob deren Kameras heute etwas können, das mit Film nicht möglich war:
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Die französische Fotografin Sophie Ristelhueber zeichnet auf, was am Ende eines Krieges übrig bleibt: Trümmer, Ruinen, Wunden und Narben.
Sophie Ristelhueber ist für alle diejenigen eine Entdeckung, die sich für dokumentarische Fotografie und die Bilderzählung interessieren. Ristelhueber gibt beredte Zeugnisse von den sichtbaren Spuren, die die Gewalt bei den Menschen und in der Landschaft hinterlassen haben. Im Pariser Jeu de Paume ist ihre Arbeit aus 25 Jahren erstmals umfassend zu sehen.
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Langweilige Fotos entstehen meist nicht, weil das Motiv nichts hergibt, sondern durch einen Mangel an Planung, Geduld und Ausdauer.
Kommentar des Fotografen:
Gesehen auf einem Spaziergang, nach dem ich mehrfach vorbeigegangen bin ohne zu fotografieren. Erst mit einem Schneehaufen, dem flachen Licht und dem Schattenwurf war es für mich interessant genug. Ein wenig skuril wirkt für mich auch der Gartenzaun welcher eigentlich nichts erkennbares begrenzt und das erst noch mit einer interessanten Laterne und Fusspuren betont.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Endres Helbig:
Wie viel Zeit hast du für die Planung und Komposition dieses Fotos aufgewendet? Obwohl zweifellos alle von Dir beschriebenen Elemente vorhanden und an sich interessant sind – in dieser Komposition ist das Bild einfach nicht spannend genug.
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Justin Quinnells Bilder könnten einen Fantasy-Roman illustrieren. Mit einer Belichtungszeit von sechs Monaten zeichnet der Engländer die Sonnenbahnen über seiner Heimatstadt Bristol auf.
Für das Bild der Clifton Suspension-Brücke begann Justin Quinnell die Belichtung am 21. Dezember zur Zeit der Wintersonnenwende und belichtete bis zum Sonnenhöchststand am 21. Juni. Quinnells Kamera ist eine Lochkamera.
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Der Brite Michael Kenna fotografiert Landschaften oft nachts mit stundenlangen Belichtungszeiten. In einer hektischen Welt, meint er, ist es ein Luxus, die Sterne über den Himmel wandern zu sehen.
“Cumulative Time” – angesammelte Zeit: Der Titel Michael Kennas derzeitigen Ausstellung in London ist in durchaus wörtlich zu nehmen. Kenna sucht den meditativen Blick auf die Welt, und will uns in seinen Bildern eine Kombination aus Frieden, Harmonie und Balance vorführen.
Für Michael Kenna ist der Vorgang des Fotografierens selbst wichtiger als das Bild.
Darüber sagt er:
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Wer sich Horst P. Horsts Bilder zu Gemüte führt, erfährt viel über klassische Schönheit, über Licht und Komposition. Darin ist sich Horst über sechs Jahrzehnte treu geblieben, wie in München zu sehen ist.
Horst P. Horst gilt als Doyen der klassischen Modefotografie und hatte seine Karriere 1931 in Paris bei der französischen Vogue begonnen. Daneben widmete er sich seiner künstlerischen Arbeit – und vor allem die gibt’s nun bis Januar bei Bernheimer in München zu sehen. » weiterlesen
Alles fliesst, und in der Fotografie lässt sich der Fluss der Zeit mit der Bewegungsunschärfe hervorragend abbilden. In Sport, menschlicher Aktion und in der Natur.
In der Rubrik “24 Stunden” veröffentlichen wir die besten drei bis fünf Pressebilder aus den vergangenen 24 Stunden, ausgewählt nach rein fotografischen Kriterien.
Konzeptbilder benötigen nicht unbedingt fotografische Ästhetik, um eine Aussage herüberzubringen. Bisweilen fasziniert die Idee allein – sogar dann, wenn sie nicht neu ist.
Kommentar des Fotografen:
Kurz nach dem Auspacken meiner neuen G9 – sogenannte \”Lichttags\” mache ich oft an berühmten Plätzen (nicht in diesem Fall): Kleine Zeichen oder Unterschriften, die nur der Kamera und dessen Betrachter verständlich sind – der Zuschauer wundert sich höchstens kurz über eine oder mehrere Personen, die mit Taschenlampen unsichtbare Zeichen ziehen. Kleine Verwirrungen im Alltag versüßen jedem den Nachhauseweg vom Alltag und dessen Tristesse.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von M David:
Die meisten Fotos, die bei Fokussiert zum Rezensieren eingereicht werden, würden sehr von ein paar kleinen Veränderungen profitieren.
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Menschen abzubilden, ohne dabei nur ihr Äusseres zu zeigen, verlangt Zeit und Auseinandersetzung mit dem Motiv. Denn wir alle posieren vor einer Kamera – am Fotografen ist es, durch die Fassade hindurch vorzustossen.

Leserfoto: Klick für Vollansicht (© Karin Rindlisbacher). – Leider keine Exif-Daten vorhanden
Kommentar der Fotografin:
Strassenjunge in Mexico, Distrito Federal TriX 400.
Profi Douglas Abuelo meint zum Bild von Karin Rindlisbacher:
Der Hauptanlass eines guten Porträts ist, den Charakter und die Essenz eines Objekts auf interessante Weise in ein Bild zu übertragen. Dieses Porträt hier gibt uns einen guten Eindruck der äußeren Erscheinung des Porträtierten, aber lässt uns nicht hinter seine Fassade blicken. Wir können die Person nur sehen, wie sie sich präsentieren möchte, denn sie posiert offensichtlich extra für das Foto. Leider erzeugt dies eine Art von Oberflächlichkeit, was hoffentlich nicht zu abwertend klingt:
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